Studien über südostasiatische Dipteren XIII. lieber einige merkwürdigen javanischen Dipteren von Prof. Dr. J. C. H. de MeiJERE (Amsterdam). COCCODIPLOSIS n. gen. (CecidomN'ide). Von der vorliegenden Diploside leben die Larven zwischen Schildläusen, nämlich verschiedenen Pse?idococcjis-Avie\\ [Ps. adonidiun, citri, crotonis u. s. w.) und ernähren sich von diesen. Solche Fälle sind in der Literatur nur erst sehr wenig verzeichnet. Kieffer erwähnt einige in seiner „Mono-graphie des Cécidomyides d'Europe et d'Algérie (Ann. Soc. Ent. France LXIX, 1900, p. 333), nämlich solche bei (^//rrwé-j-, Chionaspis vaccinii und bei von Cocciden herrührenden Rebengallen. Beide erstere Fälle beruhen auf eine Mitteilung RüBSAAMENS in Entom. Nachr. XXI, 1895, p. 26^. RüB-SAAMEN erwähnt hier Breinia(?)-\ja.xvç.n, welche an „Chermes corticalis" (= Pineiis strobi HART.) schmarotzen, ferner eine Gallmückenlarve, die sich von Chionaspis vaccinii ernährt. Indessen ist der Pineiis keine Coccide, sondern eine Aphidide, und die von Walsh verzeichneten Rebengallen, in welchen Lcstodiplosis septemniaculata Walsh lebt, dürften der Pliyl-loxera zuzuschreiben sein, sind also gleichfalls keine Cocciden, sodass nur der Fall von Chionaspis vaccinii übrig bleibt. Bei der grossen Zersplitterung der Diplosinen in Gattungen (157) kann es nicht Wunder nehmen, dass das vorliegende Tier in keine derselben hineinpasst. Kieffer's Tabelle in Genera Insectorum, Cecidomyidae, führt auf No, 134, Colo-diplosis Tav., eine gallenbildende Art aus Afrika, deren Diagnose indessen in einigen Hinsichten, so schon durch die viergliedrigen Taster, nicht zutrifft. Es beweist dies