Studien über südostasiatische
Dipteren IX
von
Prof. Dr. J. C. H. DE MeIJERE (Amsterdam).
Mit Tat'. 5—7.
Diese Arbeit bildet die Fortsetzung von Studien VIII (Tijd-
schr. V. Entom., Bd. 56, 1913 (1914), Supplement, p. i — 99).
Obgleich die Bombyliiden schon in diesem Teile verzeichnet
sind, fange ich hier mit einer mir inzwischen bekannt ge-
wordenen Art der merkwürdigen Gattung Sjstropiis an.
Fernerhin sind im vorliegenden Teil der Studien nur
Cyclorrhaphen enthalten.
BOMBYLIIDAE.
SYSTROPUS WiEi).
Systropus Roepkei n. sp. Taf. 5. Fig. i u. 2.
Getas (Salatiga, Java) e. 1. 11 Dec. 1913, aus einem Cocon
einer Limacodide (höchstwahrscheinlich Mircsa {Alt/ui) cas-
nciparsta MoORE), i ^.
Stirne und Untergesicht weiss, etwas ins Gelbe ziehend,
Untergesicht schneeweiss bereift, Rüssel schwarzbraun, Fühler
schwarz, das i"' Glied im unteren Viertel weiss. Thorax matt-
schwarz, von hinten gesehen mit einem länglichen, weisslich
schimmernden Flecken. Weissgelb sind: die Schulterbeulen
und ein sich nach oben hin an dieselben anschliessender
Strich, welcher denjenigen der anderen Seite nicht erreicht,
ein unregelmässig viereckiges Fleckchen etwas vor der Flügel-
wurzel, ein kleineres Fleckchen hinter dieser Wurzel, ein
Fleckchen an der Spitze des Schildchens. Brustseiten schwarz
mit weisslichem .Schiller, namentlich auf den Pteropleuren ;
10
I3S DR. I. C. II. DK MEIJKRK,
ein Streifen von den Schulterbeulen bis zu den Vorderhiiften
und einer von der Hinterleib.sbasis bis 7ai den Hinterhüften
sind gelb ; ferner finden sich kleine weissliche Stellen vor :
unter und hinter der Flügelwurzel und ein ungepaarter Fleck
an der Hinterseite des Thorax, unter der Hinterleibsbasis.
Auch der Hinterleib ist grösstenteils schwarz, der breite i*""
Ring ist vorn an den Seiten gelb, die langgestreckten 2'^", 3'''
und 4^'' Ringe zeigen über dem schwarzbraunen Seitenrand
eine gelbe Längsbinde in der ganzen Länge dieser Segmente ;
der 5"" Ring zeigt einen in der Mitte schmal unterbrochenen
gelben Hintersaum ; beim 6""", 7'^" und 8"^" ist die gelbe Farbe
auf Seitenflecken und einen äusserst schmalen Hinterrand
beschränkt, der kurze (ìenitalring ist ganz schwarz. Der
Bauch ist bis zum 5**^" ^.iiig gelb, von da an schwarz mit
gelben Hinterrändern. Vorderhüften gelbweiss, mit einem
dunklen Wisch nahe der Spitze, Vorderbeine gelbweiss, die
VVurzelhälfte der Schenkel und die 4 letzten Tarsenglieder
schwarz. Hintere Hüften schwarz, Mittelschenkel im Wurzel-
drittel und die 4 letzten Tarsenglieder der Mittelbeine schwarz,
Hinterschenkel schwarz, die L^nterseite mit Ausnahme eines
Halbringes vf)r der Spitze schwarz; Hinterschienen schwarz,
an der Unterseite mit einem gelben Strich vor der Spitze ;
Hintertarsen ganz schwarz. Flügel schwach gebräunt; am
deutlichsten am Vorderrande. Schwinger schwarzbraun, nur
die Spitze des Knopfes weiss.
Körperlänge iVvAv;r//V/j*--Puppe
finden, sind hier kurz und stumpf, von oben nach unten
abgeflacht und berühren einander so innig, dass sich nur
zwischen ihrer Basis ein kleiner dreieckiger Zwischenraum
findet. Zu beiden Seiten der Fühlerscheiden liegen die
mehrspitzigen Tasterscheiden, während sich die Rüsselscheide
eine Strecke weit liber die Spitze der P'ühlerscheiden nach
hinten erstreckt, die Spitze der Vorderbeine aber nicht
erreicht. Die Anlagestellen der Ocellen sind auch auf der
Puppenhaut als Punkte erkennbar.
SYRPHIÜAE.
MICRODON Mek;.
Microdon simplicicornis De Meij.
De Meijere. Studien III, p. 205.
Gunung Gedeh, März, Jacobson leg.
Von dieser Art liegen mir jetzt beide Geschlechter vor;
die Männchen unterscheiden sich wie gewöhnlich durch die
in der Mitte verengte Stirne. Der i^*^ Hinterleibsring ist bald
braungelb, bald mehr oder weniger gebräunt, der 2'" Ring
braungelb, der 3"^' hinten in grösserer oder geringerer Aus-
dehnung braungelb, auch der Genitalring der 0*0* ist von
dieser P^arbe.
Beim y sind der 4"^ und 5"^ Ring schwarz, der 4"^ nur an
den hinteren Seitenecken, der 5"" an der Spitze etwas bräun-
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASTATISCHE DIETEREN IX. I4I
lieh, der Hintersauin des 4^*=" und des 5""' Ringes ist gelb
behaart.
Die Behaarung der männlichen Stirnc ist bald schwarz,
bald gelb, beim '^ ist sie vorn gelb, wie am Untergesichte.
HUMERUS ATek;.
Humerus niveipes De Meij.
De Meijere. Studien III. p. 220 {(S).
Djocja, Februar, JaCcjbson leg.
Bei dem noch unbeschriebenen !^ ist die Stirne glänzend
schwarz, nach vorn hin allmählich etwas erweitert, schwarz-
behaart, in der Mitte mit einer, aus 2 einander in der Mittel-
linie berührenden Flecken gebildeten, weissbestäubten Ouer-
binde. Das 3'^= Fühlerglied ist ebenso gross wie beim c?.
am Oberrande schmal gebräunt. Das Untergesicht ist etwas
kürzer und mehr weisslich behaart als beim (j*, auch die
Augen sind kürzer behaart, desgleichen der Thorax, sodass
auch die 2 weissen Linien deutlicher hervortreten. Thorax
und Schildchcn sind bläulich schwarz. Der Hinterleib zeigt
dieselben Flecken wie beim (^, die des 2''"' Ringes sind etwas
grösser und durch eine schmälere Strieme getrennt. Die
Beinfarbe ist fast dieselbe wie beim cj", aber der Vorder-
metatarsus ist wenig gebräunt, das letzte Glied der Mittel-
tarsen dagegen schwach gebräunt (beim c? weiss). Die
Hinterschienen sind an der Wurzel etwas gelblich und tast
bis zur Mitte weiss-, im übrigen schwarz behaart. Die
1 lintertarsen sind nicht eigentlich verbreitert, der Metatarsus
ist schwarz mit weisser Spitze, die 2 folgenden Glieder sind
weiss, die 2 Endglieder schwärzlich. Am Flügel ist die
Spitze weniger verdunkelt. Grösse wie beim çj".
Das 2- v^i^ Biifu. tmrifroiis ist sehr ähnlich, hat aber einen
erzgrünen Thorax, die Hinterschienen sind an der Wurzel-
hälfte gelb und nicht nur dort, sondern auch an der Spitze
weiss behaart, auch hier schmal gelb ; der Metatarsus ist
fast bis zur Spitze schwarz, die 2 letzten Tarsenglieder sind
kaum verdunkelt.
142 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
XYLOTA Meig.
1. Xylota decora n. sp.
Gunung Gedeh, Marz, i $, Jacobson leg.
Ç. Stirile am Scheitel schwarz, in der Mitte breit bräunlich
weiss bestäubt, vorn mit einem grossen, glänzend schwarzen
Flecken, welcher den Augenrand fast erreicht. Fühler ganz
schwarz; Untergesicht gelb, weiss bestäubt; vom unteren
xA.ugenrande geht eine schwarze Strieme zum Mundrand,
hinter dieser sind die schmalen lîacken dicht weiss bestäubt.
Rüssel schwarz.
Thorax metallisch dunkelgrün, sehr glänzend, sehr kurz
rotgelb behaart; die Schulterbculen weisslich schimmernd.
Brustseiten schwarzgrau mit einer weissbestäubten Ouerbinde
vor der Flügelwurzel. Schildchen wie der Thoraxrücken,
gelblich behaart. Hinterleib schwarz, wenig glänzend, der
i'*= Ring an den Seiten gelb, der 2"" und y mit 2 dreieckigen,
in der Mitte schmal getrennten gelben Flecken, 4^"^'' und 5'^'^
Ring metallisch schwarz, der 4"^ nur am Seitenrand sehr
schmal gelb.
Hüften alle grün ; vordere Beine gelb, die 3 letzten Tarsen-
glieder und die Spitze der Mittelschenkel schwarz, die
Vorderschenkel an der Spitze nur unten gebräunt. Hinter-
beine schwarz, das Wurzeldrittel der stark verdickten Hinter-
schenkel gelb. Flügel glashell, das Stigma schwarzbraun.
Schüppchen und Schwinger weissgelb.
Körperlänge 10 mm, Flügellänge 9 mm.
In Studien III, p. 228 ist unter den Arten mit gelbem
Schildchen ventralis Walk. statt coiifoiniiis zu lesen.
Die einzige bis jetzt \'on Java beschriebene Art, X. calopus
Br]., dürfte decora nahe stehen, sie hat ebenfalls 2 Paar
gelber Hinterleibsflecken, die Beinfarbe ist aber eine andere,
es sind u. a. die vorderen Schenkel schwarz, nur an der
Wurzel schmal gelb ; auch ist das Schildchen gelb gerandet.
2. Xylota strigata n. sp.
Xongkodjadjar, Januar; (nmung (jedeh, März, JACOBSON leg.
$ . Stirne nach vorn hin allmählich etwas erweitert, glän-
zend schwarz, etwas vor der Mitte mit 2 einander fast
STUDIEN ÜBER SÜDi )STASIATLSCHE DII'TEREN IX. I43
berühreticlen weissbcstaubtcii Fleckchen. Wur/.elglieder der
Fühler schwarz, das 3"= Glied braun mit weisslicher l^estäu-
buiig', die Borste schwarzbraun. Untergesicht schwai/, mit
weissei' Bestäubung'. Rüssel schwärzlich.
Thorax schwarzgrün, fein runzelig punktiert mid daher
viel weniger glänzend als bei der vorhergehenden Art; tue
kurze gelbliche Behaarung striemenartig, sodass bei Betrach-
tung von hinten 3 breite gelbe Striemen neben der schwarzen
Mittelstrieme erkennbar sind ; letztere ist durch ein kupfer-
gelbliche Linie geteilt. Das Schildchen von der Farbe des
Thorax, ziemlich scharf gerandet, mit 2 Randborsten. Brust-
seiten schwarzbraun, in der Mitte grauweiss bereift mit
weisser Behaarung. Ilinterleil:) metallisch schwarzgrün wie
der Thorax, ohne gelbe Flecken, am 2'^" und j'*"' Ring ist
die metallische Farbe grösstenteils durch eine mattschwarze,
sich vorn und hinten erweiternde Figur verdrängt, sodass
nur am Seitenrande halbkreisförmige Flecke von der Grund-
farbe übrig bleiben ; auch der Vorderrand des 4'*^" Ringes
wenigstens in der Mitte schmal schwarz. Hüften und Schenkel
schwarz, die vorderen Schenkel an der äussersten Spitze
gelb, die vorderen Schienen gelb, in der Kndhälfte teilweise
braun, was indessen durch die dichte, kurze, weisslich schil-
lernde Behaarung wenig auffällig ist ; vordere Tarsen gelb,
die 2 letzten Glieder schwarz ; an den Hinterbeinen ist nur die
Wurzel der Hinterschienen gelb. Flügel etwas gebräunt, das
Stigma ganz schwarzbraun. Schüppchen weiss, Schwinger gelb.
Körperlänge 8 mm ; Flügellänge 7 mm.
Diese Art ist mit X. aeneiDiaailata De Meij, (Studien 111.
p. 227) sehr nahe verwandt, letztere unterscheidet sich durch
folgende Merkmale : das 3'" Fühlerglied ist relativ länger,
der Thorax ist sehr kurz dunkelbraun behaart und zeigt
nicht die streifenartige Anordnung der Behaarung wie bei
strigata, die Flügel sind deutlich gebräunt, am Schildchen
finden sich 2 bedeutend kürzere Endborsten, die Schienen
sind in der Spitzenhälfte mehr verdunkelt, die Hintertarsen
an den Seiten und Spitzen der Glieder deutlicher gelb, auch
ist sie etwas grösser (Körperlänge 9 mm). Doch kennen
wir von dieser Art bis jetzt nur das o^- w-ährend von strigata
2 Weibchen vorliegen.
144 DR- J- e. H. DE MEIJERE,
MILESIA Latr.
Milesia simuians n. sp.
Gunung Gedeh, März, i ç^, 2 $; Guiiung Ungaran, Sep-
tember, I Ç, Jacobson leg.
Q. Fühler ganz rotgelb. Stime und Untergesicht seiden-
artig gelb bestäubt mit braunen Reflexen. Rüssel braun,
Hinterkopf schwarzgrau.
Thorax schwarz, mit einer gelbbräunlich bestäubten, in
der Mitte unterbrochenen Querlinie an der Quernaht und
einer ebensolchen, etwas breiteren, jederseits in 2 Flecken auf-
gelösten in der Schultergegend ; die breite Mittelstrieme und
der hintere Teil des Thoraxrückens braun bestäubt ; die
Behaarung schwärzlich. Brustseiten schwarzbraun, vorn
weisslich schillernd, die Mesopleuren vorn gelblich bestäubt.
Schildchen schwarz, mit schwarzer Behaarung. Hinterleib
schwarzbraun, wie der Thorax wenig glänzend, der i"" und
der vordere Teil des 2'^" Ringes,, namentlich an den Seiten,
heller braun, der Hinterrand des 2""' äusserst schmal gelb,
der 3'^ Ring am Hinterrande an den Seiten schmal gelb,
in der Vorderecke mit einem weisslichen Fleckchen ; der
4'*= Ring an den Seiten gelb, in der Mitte breit schwarzbraun ;
H\"pöpyg dunkelbraun, glänzend. Die braunen und gelben
Teile sind von einer goldgelbschimmernden, kurzen Behaa-
rung dicht bedeckt ; auf den dunklen Partien ist die Be-
haarung schwarz. Der Bauch ist schwarzbraun, nur an den
Einschnitten hell.
Hüften braun, mit weisslichem Schiller ; die Schenkel
gelbbraun.
Die hinteren Schienen gelblich weiss, die Vorderschienen
etwas dunkler, an der dem Körper zugewandten Seite stark
gebräunt. Vordertarsen schwarzbraun, hintere Tarsen weiss-
gelb. An den Hüften findet sich kurze schwarze Behaarung;
ein Dorn ist an den Hinterschenkeln nicht vorhanden. F'lügel
grösstenteils gelblich tingiert, an der Spitze bräunlich. Schwin-
ger weiss.
Körperlänge 17 mm.; Flügellänge 15 mm.
*^. Stirne matt dunkelbraun bestäubt, diese Bestäubung
vorn ins Gelbe übergehend, unmittelbar über der Fühler-
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. I45
Wurzel eine grosse glänzend rotbraune Stelle. Die schwarze
mittlere Partie des 4"=" Hinterleibsringes ist hinten plötzlich
stark verschmälert, der 5*^ Ring ist, wie der 4^'', an den Seiten
braungelb, in der Mitte schwarzbraun, beim einen Exemplar
fast ganz braungelb. Die goldgelbe Behaarung ist etwas aus-
gedehnter als beim c? ; die Schenkel sind dunkler braun.
An gleicher Stelle mit obiger Art fing JACOBSON eine
Wespe {Vespa sp.), welche der obigen Fiege in der Färbung
äusserst ähnlich sieht. Obgleich, oder vielleicht gerade weil
Jacobson für die Mimicr^'-Theorie wenig fühlt, wurde er doch
durch diese Ähnlichkeit, welche, wie er mir mitteilte, bei den
lebenden Tieren noch viel auffälliger ist als bei den trockenen
Exemplaren, wieder sehr überrascht. Die LJbereinstimmung
äussert sich auch in der Beinfärbung, nur findet sich die
Grenze zwischen den dunklen und hellen Partien bei der
Wespe am Anfang des Tarsus, bei der Fliege am Anfang
der Tibia.
ERISTALIS Latr.
2. Eristalis nebulipennis n. sp.
Gunung Gedeh, März, i $, Jacobson leg.
$. Stirne schwarz, hinten wenig, vorn stärker glänzend,
dicht schwarz behaart, vorn etwas vorspringend, hinter der
Lunula ein kleiner Vorsprung. Lunula glänzend gelbbraun,
hinten dunkler. Fühler ganz schwarz, das 3'*= Glied breit,
oval, die Borste schwarz, in der unteren Hälfte pubcszent.
Untergesicht dicht grauweiss bestäubt, unter den Fühlern
ausgehöhlt, mit grossem, dickem Höcker von glänzend
schwarzer Farbe ; die Behaarung des Untergesichtes lang,
gelb. Backen schwarz, vorn mit einem glänzend schwarzen
Saum, weiterhin weissgrau bestäubt, ebenfalls mit langer
heller Behaarung. Augen dicht behaart.
Thorax matt bleigrau, nur hinten schwach glänzend, in
der Mitte mit 2 mattbraunen, hinten abgekürzten Striemen
und zu beiden Seiten derselben 2 grösseren, dunkler braun ge-
färbten Flecken, der hintere von dreieckiger Gestalt; auch der
Hinterrand des Thoraxrückens matt schwarzbraun gesäumt.
Die Behaarung ist gelbbraun, dicht und ziemlich lang. Schild-
146 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
eben glanzend bleii;rau, vorn matt schwarzbraun i^esaumt, gelb-
braun behaart. Brustseiten aschgrau bestäubt, gelb behaart.
Hinterleib eiförmig, der kurze i''^ Ring hellgrau, die folgenden
Ringe bronzefarben, mit mattschvvarzer Zeichnung, der 2"=
Ring vorn mattschwarz gesäumt, am Hinterrande mit 2
Ouerflecken, welche sich an der medianen Seite nach oben
biegen und zusammentretend mit dem vorderen Saume
zusammentreffen. 3"^'' Ring mit 2 schiefliegenden schmalen
Flecken und vor diesen einem schwarzen Punkte; 4""" Ring
mit zwei in der Mitte schmal verbundenen schiefliegenden
Flecken; 5'^' King vorn, namentlich an den Seiten, matt-
schwarz.
Schenkel schwarz, dicht gelb behaart, vordere Schienen
und Tarsen gelb, die 2 letzten Tarsenglieder schwarzbraun,
die Vorderschienen an der dem Körper zugewandten Seite
in der Endhälfte schwarz ; Hinterschienen schwarz, die Tarsen
an der Aussenseite schwarzbraun, an der Innenseite gelb.
Die Behaarung der Beine ist überall gelb, am längsten an
der Unterseite der Hinterschenkel, an der Innenseite der
Hinterschienen ist sie in der distalen Hälfte dicht, in der
Wurzelhalfte spärlich. Flügel glashell, das Stigma schwarz-
braun, von längsovaler Gestalt; in der Flügelmitte findet
sich über die Queradern ein dunkler Wisch.
Körperlänge 1 1 mm ; Flügellänge 9 mm.
Diese Art hat dieselbe Thoraxzeichnung, welche vielen
papuanisclien Arten eigen ist, was bei keiner weiteren aus
Java verzeichneten Art vorkommt (man vergi. Studien III,
p. 274).
2, Eristalis simpliciceps n. sp.
Batavia, Muara Antjol, Februar, November, Dezember, nur
Weibchen, JACOBSON leg.
$. Stirne relativ schmal, nach vorn allmählich etwas erwei-
tert, schwarzbehaart, gelbbestäubt, in der Medianstrieme und
hinten dünn dunkelbraun bestaubt. Lunula glanzend braun-
gelb, dahinter eine kleine, (luerliegende schwarze Schwiele.
Fühler schwarzbraun, nur unten etwas ins Rötliche ziehend ;
die Borste nackt. Untergesicht fast gerade, nur etwas aus-
gehöhlt, ohne Höcker, mit unten etwas kielförmiger Mittel-
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCI IE DIl'TKKEN IX. I47
linie, welche etwas verdunkelt ist; im übrigen ist die Farbe
gelb mit seidenartig weisser Bestäubung und weisser Behaa-
rung. Rüssel schwarz. Backen äusserst schmal, gelb. Augen
nackt, einfarbig.
Thorax weisslich gelb bestaubt, mit 4 wenig glänzenden
schwarzen Längsstriemen, von welchen die beiden inneren
nur durch eine feine gelbe Linie getrennt sind und das
Schildchen nicht ganz erreichen ; die seitlichen sind vorn
und hinten kurz abgebrochen. Schildchen glänzend braun-
gelb mit schwarzer Behaarung. Brustseiten grauweiss bestäubt,
weiss behaart. Hinterleib eiförmig, der i^^ Ring gelbbraun,
der 2^'' mattschwarz mit 2 sehr grossen gelben Seitenflecken,
welche nur eine Lförmige Figur der schwarzen Farbe übrig-
lassen, auch der Hinterrand schmal gelb ; 'die beiden folgenden
Ringe sind am Vorderrand, mit Ausnahme der Mitte, und
am Hinterrand schmal gelb, im übtigen schwarz, aber in dei"
vorderen Hälfte glänzend, in der hinteren tief mattschwarz;
es sind also beide Ringe durch eine tiefschwarze Binde vor
dem rotgelben Hinterrandsaum ausgezeichnet; der 5^*^ Ring
ist glänzend schwarzbraun, nur am Vorderrand mit den
Spuren von gelben Seitenflecken, Hüften alle weissgrau ;
Beine braungelb, die äusserste Wurzel der Schenkel an der
Vorde-rseite, die Spitzenhälfte der Schenkel, die Spitze der
Vorderschienen, die Hinterschienen mit Ausnahme der Mitte
und die Tarsen mehr oder weniger gebräunt. Flügel schwach
gebräunt, am Vorderrande gelblich, das Stigma dunkelbraun.
Schüppchen und Schwinger weisslich.
Körperlänge 11 mm.; Flügellänge 10 mm.
Wegen des Fehlens des Untergesichtshockers unterscheidet
sich diese Art vom gewöhnlichen Typus der Gattung Eristalis.
Auch bei Palnuibia soll der Höcker fehlen ; diese nur eine
sicilianische Art umfassende Gattung hat fast unbehaarte
Stirne und Beine und kommt lür die vorliegende Art wohl
nicht in Betracht. Bei HelopJiilus s. 1. finden wir in der
Untergesichtsbildung ebenfalls allerhand Verschiedenheiten
in der Ausbildung des Höckers.
Durch die hellen, nicht grösstenteils schwarzen Schenkel
ist diese Art von den meisten übrigen javanischen Arten
mit längsgestriemten Thorax verschieden ; helle Schenkel hat
148 L)R. J. C. H. DE MEIJERE,
auch arvoynììi, welche Art jedoch einen deutHchen Untcr-
gesichtshöcker besitzt.
HELOPHILIS Mek;.
Helophilus Doleschalli Brun.
Nom. nov. tur iiisignis DOL. nee Walk.
Brunetti, Records Indian Museum II, p. 68. Taf. II,
Fig. 7, 8, 9.
Tjilatjap, Juni, i ci", Drescher leg.
Namentlich nach der angegebenen Figur 7 bestimme ich
dieses Exemplar als Dol^sclialli. Es unterscheidet sich von
dem sehr ähnlichen c? von vcstitiis durch die gelbbraune
Untergesichtsstrieme, den grösstenteils kaffeebraunen 3'^" und
4"-*" Hinterleibsring, beide mit grossem, gelbem Seitenfleck,
das rötliche H\'popyg und durch die weniger lange schwarze
Behaarung an den Hinterbeinen ; die Hintertarsen zeigen
hier gar keine abnorme Behaarung, während auch diese bei
vcstitiis an der Aussenseite auffällig büschig behaart sind.
DoLESCllALL, der nur das $ gekannt zu haben scheint, gibt
an, dass der Hinterleib stahlblau ist, am 2"^" und 3'''" Ring
jederseits mit braunroten, ovalen Flecken. Ob er wirklich
die von BRUNETTI gemeinte Art vor sich hatte, scheint mir
nicht ganz sicher; die Angabe stimmt wenigstens nicht
genau mit Brunetti's Figur 8.
GRAPTOMYZA Wied.
I. Graptomyza punctata De Meij.
De Meijere, Studien III. p. 280.
Gunung Ungaran, Sept., i Ç, Jacobson leg.
Das Exemplar weicht in einigen Nebensächlichkeiten von
der aus Neu-Guinea stammenden Type ab. Der Mundrand
ist nur schwarz, wo die Mittelstriemc ihn erreicht. Letztere
erstreckt sich nach oben hin nicht über den Höcker hinaus.
Der Eindruck des Schildchens ist gross, halbkreisförmig.
Der Mittelfleck des 2"=" Ringes ist abgerundet dreieckig;
die vorderen Schienen sind nur wenig verdunkelt, bräunlich.
Die Brustseiten sind gelb mit 3 glänzend schwarzen Flecken,
je einem auf den Meso-, Sterno- und H)popleuron. Das
STUDIEN ÜRER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 149
Untergesicht ist unter den Fühlern last gerade, der Höcker
tritt stark vor, sodass die untere Hälfte des Untergesichtes vorn
fast rechteckig abgestutzt erscheint. Die Spitzencjuerader ist
gerade, die Beugung fast rechteckig, mit kurzem Aderanhang.
2. Graptomyza cornuta n. sp.
Gunung Gedeh, März, i ^, Jacobson leg.
(j". Stirne glänzend schwarz, vorn gelb gesäumt. Unter-
gesicht stark conisch vortretend, gelb, mit sehr breiter,
glänzend schwarzer Mittelstrieme ; namentlich unter den
Fühlern ist sie sehr breit und vom Augenrande nur dm-ch
ein schmale gelbe Linie getrennt. Der Höcker wenig vor-
tretend. Fühler schwarzbraun, das kurze 2"" Glied gelbbraun,
das 3'*= Glied schmal und sehr stark verlängert, fast die
Spitze des Untergesichtes erreichend. Borste gelbbraun,
beiderseits gefiedert. Backen gelb, vor denselben v'erläuft
vom unteren Augenrande bis zum Mundrand eine glänzend
schwarze Strieme.
Thorax oben glänzend pur[nirartig schwarz, Schultergegend
und eine Strieme nahe dem Seitenrande gelb, desgleichen
die Postalarschwielen und der Vorderrand des Schildchens,
welches im übrigen von schwarzbrauner Farbe ist; Findruck
sehr gross, halbkreisförmig. Bt^rsten schwarz. Brustseiten
grösstenteils glänzend schwarz, vorn und vor der Mügelwurzel
verläuft je eine gelbe Strieme nach unten.
Hinterleib massig breit, der .Seitenrand schwarz, der 2'",
3^'' und 4''' Ring mit sehr grossem schwarzen Mittelflecken,
welcher an den beiden letzten Segmenten fast bis oben hin
durch eine gelbe Mittelstrieme längsgeteilt ist; neben und
zwischen diesen Flecken bleiben nur Striemen von der
gelben Grundfarbe übrig.
Vorderhüften gelb, die hinteren schwarzbraun. Beine
rotgelb, Hinterschenkel von der Mitte an schwarzbraun, die
Spitze wieder gelb, die Hinterschienen mit Ausnahme der
Wurzel und äussersten Spitze schwarzbraun. Flügel etwas
bräunlich fingiert, das Stigma einfarbig lichtbraun. Spitzen-
c]uerader gerade, die Beugung am unteien Fnde derselben
rechteckig, mit kurzem Aderanhang. Schwinger wcissgelb.
- Körperlänge 6.5, hdügellänge 7 mm.
I50 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
Diese Art ist mit Gr.flavipcs De Meij. nahe verwandt ;
sie unterscheidet sich durch längere Fühler, nicht ganz
gelbe Beine, weniger gefärbte Flügel. G. vcntralis WiED.,
welcher sie ebenfalls ähnlich sieht, hat viel kürzere F'ühler.
ganz gelbe Schenkel, eine bogenförmige Biegung ohne Ader-
anhang am unteren Ende der Spitzenquerader.
PARAGUS Latk.
Paragus atratns De Meij.
De Meijere. Studien III. p. 2S4.
Gunung Gedeh, März, Jacobson leg.
Ein Exemplar hat ein besonders helles Abdomen, der
4*'^ Ring und das H}'pop}"g sind rotgelb, der dazwischen
liegende 5"" Ring ist grfisstenteils dunkelbraun (vielleicht
infolge des Eintrockncns), an Vorder- und Seitenrand p. p.
gleichfalls rotgelb, der Bauch ausser an der Basis ganz
rotgelb. Ein anderes Exemplar, ein $, hat einen wenig
ausgebildeten Untergesichtshöcker, und der schwarze Längs-
streifen fehlt dem Untergesicht gänzlich.
CHILOSIA Mek;.
Chilosia javanensis n. sp.
Nongkodjadjar, Februar, Gunung Ihigaran, October; Gu-
nung Gedeh, März, Jacobson leg. ; nur Weibchen.
^. Augen behaart, Stirne glänzend schwarz, das vordere
Drittel in seiner ganzen Breite etwas angeschwollen mit
seichter medianer Längsfurche, welche sich weiter nach
hinten auf die Stirne fortsetzt, unmittelbar hinter dieser
Stelle ist die Stirne dünn weiss bestäubt ; die Behaarung der
Stirne ist schwarz. Wurzelglieder der Fühler schwarzbraun,
das 3"^ Glied braunrot, von längsovaler Gestalt, die Borste
beiderseits lang gefiedert. Untergesicht schwarz behaart, dünn
weisslich bereift, der grosse, breite Höcker glänzend schwarz.
Backen massig breit.
Thorax grünlich schwarz, in der Mitte mit 2 dicht neben-
einander liegenden weisslichen Striemen, welche das Schild-
chen nicht erreichen. Schildchen von der Farbe des Thorax,
STUDIEN ÜHKR SÜDOSTASrATlSrHE DH'TKRF.X IX. l^l
am Rande mit ca. 6 langen schwarzen Horsten, die Behaaruni^",
wie am Thoraxrücken, scliwarz. Brustseiten j^rünlich schwarz
mit weisser Behaarung. Hinterleib einfarbii^ schwarz, die
Behaarung bräunlich, weissgelb schillernd. Hüften und
Schenkel schwarz, Kniee rotgclb ; Schienen rotgelb, in der
Mitte mit einem schwarzen Üuerbändchen ; Tarsen schwarz-
braun, die Metatarsen jedoch rotgelb, nur oben teilweise
verdunkelt.
Fügel glashell mit breit dunkelbrauner Spitze; Stigma
etwas heller braun ; die braune Spitze erstreckt sich wurzel-
wärts bis zur Mitte der Spitzenzelle. Schüppchen weiss,
Schwinger gelblich weiss.
Körperlänge S mm ; Flügellänge 8 mm.
Von Cliilosia pilipcs Bl(;<)T (India) unterscheidet sich die
Art u. a. durch die gefiederte Fühlerborste.
iJie neuerdings von Briîxktti beschriebene CJi. apicalis
von der Nordostgrenze von Britisch Indien dürfte sehr
ahnlich aussehen, doch scheint hier das Untergesicht mit
/Vusnahme einiger gelblich grauen Haare jederseits neben
der Alundöffnung keine Haare zu tragen. Brunetti gibt
leider über die Beschaffenheit der Fühlerborste nichts an.
SYRPHÜS F.
I. Syrphus (Asarcina) morokaensis De Meij.
De Meijere. Studien III. p. 308.
Gunung Gedeh, März, i i^, Jacof.sön leg. ; Gunung Gedeh,
1500 — 2000 M., I $, KONINCSBERGER leg.
Die beiden Weibchen entsprechen der Beschreibung obiger,
bis jetzt nur aus Neu-Guinea bekannten Art fast ganz. Das
3"" Fühlerglied ist bei dem einen unten ganz, bei dem 2""'
nur unten an der Wurzel rot. Die glänzend schwarzen
Binden des Hinterleibes sind etwas breiter, ungefähr so breit
wie die sie trennenden schwarzen Binden ; am 2*^" Ringe
ist die Binde durch eine schmale Mittelstrieme unterbrochen,
welche auch bei den Neu-Guinea-Exemplaren vorhanden ist.
aber in meiner Fig. i},, 1. c. Taf. 8 nicht angegeben wurde.
Die Hinterschenkel sind an der Innenseite fast ganz rotgelb,
152 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
aussen jedoch nur am Wurzeldrittel, also weniger als bei
der T)'pe, welche nur an der Spitze schwarze Hinterschenkel
besitzt.
2. Syrphus Koningsbergen n. sp.
Pangerang-o, 3000 — 3025 M., 2 (^d*. Juni, KoNiNGSBERGER leg.
(S . Augen dicht behaart, auf der Stirne ziemlich breit
zusammenstossend. Stirndreieck schwarz behaart, überall
graugelb bestäubt, am Augenrande etwas heller bestäubt, nur
die etwas wulstige Lunula-Gegend glänzend schwarz. Fühler
samt Borste ganz schwarz, das 3'^ Glied von ovaler Gestalt.
Untergesicht gelb, mit einer sehr breiten glänzend schwarzen
Mittelstrieme, welche die Fühlerwurzeln nicht erreicht, unten
am Mundrande mit der breiten Strieme zusammenhängt, welche
vom unteren Augenrande nach unten verläuft und einen gros-
sen Teil der Backen einnimmt. Die Behaarung des Unterge-
sichtes ist schwarz, der Höcker massig entwickelt. Hinterer
Teil der Backen gelb, gelb behaart. Rüssel nicht verlängert.
Thorax dunkel olivengrün, wenig glänzend, bei Betrachtung
von hinten erscheinen 2 grauweisse Längsstriemen dicht neben
einander, welche das Schildchen nicht erreichen ; die Be-
haarung des Thorax aufgerichtet, relativ lang, von schwarzer
Farbe. Schildchen braun, wenig glänzend, schütter schwarz
behaart. Brust schwarzgrün, dünn gelblich bestäubt, mit
gelber Behaarung. Hinterleib schwarz, wenig glänzend, in
der Mitte am breitesten, der 2^^, 3'*= und 4'^ Ring mit je
2 genau quer liegenden gelben Flecken, die des 2*^" Ringes
queroval, die der folgenden Ringen schmäler und halbmond-
förmig; keiner der Flecke erreicht den Seitenrand; 4*'" und
5""" Ring am Hinterrand sehr schmal gelb gesäumt ; die
Behaarung des Hinterleibs ist zerstreut und wenig auffällig,
oben grösstenteils schwarz. Bauch schwarzbraun, der vordere
Teil der Ringe braungelb, am 2*^" Ringe auch die Seiten,
flüften und Schenkel alle schwarz, die vorderen Schenkel
an der Spitze sehr schmal gelb, die vorderen Schienen
braungelb, nach der Spitze hin dunkler, die Hinterschienen
imd alle Tarsen schwarzbraun.
Flügel etwas bräunlich, das Stigma schwarzbraun. Schwinger
schwefelgelb.
STUDIKN iir.KR SiilX ìSTASIATISCIlK DII'TKRKN IX. 153
Körperlaiige 8 mm ; l^lügcUänge 7 mm.
Ofifenbar mit S. Inniilatiis MaC(^). nahe verwandt, aber mit
dunkleren Schenkeln ; auch sind die Hinterleibsflecke weniger
entwickelt, in der Mitte breiter getrennt, die des 3"^" Ringes
median nicht erweitert.
3. Syrphus latistrigatus n. sp.
Pangerango, Java, 3000 — 3025 M., Juni, i (J*, KoNlNc'.S-
RERGER leg.
(^ . Dasselbe sieht der vorigen Art sehr ähnlich, es unter-
scheidet sich durch folgende Merkmale:
Das Stirndreieck ist weniger bestäubt, deshalb im allge-
meinen mehr glänzend schwarz; der Untergesichtshcicker ist
etwas grösser und unten schärfer abgetrennt, die Behaarung
des Untergesichtes ist grösstenteils gelb; das 3"= Fühlerglied
ist relativ kürzer, mehr rundlich; der Rauch ist heller, braun-
gelb mit schmalen schwarzbraunen Hinterrandsäumen ; an
den vorderen Reinen sind die Kndhälfte der Schenkel und
die Schienen rotgelb. Auch ist die Grösse bedeutender, weil
die Körperlänge 1 1 mm., die Fliigelläuge 10 mm. beträgt.
Alle diese Unterschiede zusammengenomen scheinen mir
die Aufstellung einer besonderen Art für dieses Exemplar zu
rechtfertigen.
Diese Form scheint -S". liiiiulatus noch ähnlicher zu sein
als die vorhergehende; sie ist aber grösser und die Unter-
gesichtsstrieme ist breiter, die Hinterleibsflecke des 2*'"' Ringes
sind weniger in die Rreite gezogen, nur länglich oval, die
des 3"^" Ringes am medianen Ende nicht erweitert.
4. Syrphus depressus n. sp.
Gunung Gedeh, Juni, 1500 — 2000 M., i (j* , KüNlNiiS-
RERGER leg.
(ƒ. Augen behaart, Stirne ganz gelb, gelb bestäubt, nur
über der Fühlerwurzel ein kleines, glänzend schwarzes, halb-
mondförmiges Fleckchen. Fühler ganz schwarz, das 3''' Glied
ziemlich gross, eiförmig, die Borste schwarzbraun, an der
Wurzel gelbbraun. Untergesicht gelb, der Höcker massig
1 1
154 I'l-^- J- '• 'I- '"'' MKIjKKK,
entwickelt, breit; die Behaarung gelb, die Seitenteile dünn
gelb bestäubt. Auch die kurzen Backen gelb. Die Behaarung
am hinteren Augenrande kurz und gelb.
Thoraxrücken wenig glänzend grünlich grau, mit den
Spureii dreier braunbestäubter Längslinien, die Behaarung
ist gelb, der hintere Teil des Seitenrandes, der Postalarcallus
und das Schildchen rötlich gelb, alles gelb behaart. Brust-
seiten schwarzgrün, dicht gelb bestäubt, mit gelber Behaarung.
Hinterleib breit oval, gerandet ; der i**= Ring schwärzlich,
massig glänzend ; der 2'^ Ring mattschwarz mit 2 cjuerlie-
genden, den Seitenrand nicht erreichenden, länglichen, gelben
Flecken; der 3"= Ring grösstenteils rotgelb, nur hinten eine
mattschwarzc, vorn in der Mitte vorspringende und ebendort
durch eine gelbe Längslinie geteilte Ouerbinde; 4"^'' Ring vorn
mit rotgelber Binde, dann folgt eine bogenförmige, schwarze
l^indc, während der übrige halbmondförmige Teil des Ringes
glänzend rötlich braun ist, 5'^^' l'^hig glänzend rotgelb, der
schmale, geschwollene Rand des Hinterleibs schwarzbraun,
nur am 5""' Glied gelb. Bauch grösstenteils schwarz, nur der
Vordersaum der Ringe gelb.
Beine rotgelb, die Hüften, die Schenkelringe, das Wurzel-
drittel der vorderen Schenkel und die Hinterschenkel bis auf
das Enddrittel schwarz. Flügel bräunlich tingiert, am V'order-
rand gelblich. Schüppchen und Schwinger rotgelb.
Körperlänge 13 mm.; Flügellänge 12 mm.
Durch den breiten, geraudeten Hinterleib zeigt diese Art
Annäherung zu Brunetti's Gattung Didcoides. Ich zweifle
indessen, ob man solche Arten von S)-rphus wird trennen
können. Die ovata Brun. ist jedenfalls eine ^andere Art
mit helleren Fühlern.
5. Syrphus serarius Wied.
De Meijere, Studien III, p. 296.
GunungGedeh, 2600 3000 M., Fangerango 3000—3025 M.
Juni, KoninGSBERCER leg. Nongkodjadjar, Januar, JACOB-
.SüN leg.
Der Stirndreieck des J ist schwarz, gelb bestäubt, nur
am V'orderrandc unbestäubt und glänzend, die Behaarung
SlUDIEX ÜlïKR SÜDOSTASIA TIS» lil'; DIl'IKRKN l.\. 1^5
ist schwarz, die Lunula, beim Ç, gelbbraun, ia der Mitte
reiner tiefgelb.
6. Syrphus torvoides n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, i '^, JACOBSON leg.
Ç. Stirne hinten purpurschwarz, im übrigen gelb bestäubt,
nur mit der Spur einer schwarzen Längslinie, welche sich
vorn in ein querliegendes schwarzes halbmondförmiges Fleck-
chen über der Fühlerwurzel erweitert.
Augen behaart. Fühlerwurzelglieder rotgelb, nur oben
gebräunt, das t,^^ Glied oval, unten rotgelb, die obere Hälfte
schwarzbraun, auch die Horste schwarzbraun. Untergesicht
blassgelb, der Höcker massig entwickelt. Die kurzen Backen
blassgelb ; der Rand des Hinterkopfes oben gelbweiss bestäubt,
unten reinweiss.
Thorax glänzend bleifarbig grau, braungelb behaart, Schild-
chen glänzend braungelb, schwarz behaart. Brustseiten grau
bestäubt, mit weisslicher Behaarung. Hinterleib oval, schwarz
mit breiten gelben Binden, der i"' Ring jederseits am Seiten-
rande mit einem gelben Fleckchen, der 2"^ mit einer breiten,
in der Mitte verschmälerten Binde, 3"^'' und 4"^^'' Ring mit
gelber Binde von gleichmässiger Breite und fast halber
Ringlänge, alle diese Binden erreichen mit den Vorderecken
ziemlich breit den Seitenrand; 5""' Ring gelb mit einem
ringsum gelb gesäumten schmalen schwarzen Ouerfleck.
Bauch gelb, der 2^*" Ring mit querovalem, schwarzem Fleck
in der Mitte, die folgenden Ringe mit ebensolchen Flecken,
welche überdies hinten mit breiten schwarzen Säumen an
den Einschnitten zusammenhängen.
Hüften schwarz, Vorderbeine gelb, nur die 4 letzten Tarsen-
glieder schwärzlich ; Hinterbeine gelb, die Schenkel aussen
jenseits der Mitte mit dunklem Längswisch ; Hinterschienen
an 'der Aussenseite dicht schwarz wimperartig behaart ; die
4 letzten Tarsenglieder auch hier schwärzlich. Flügel glas-
hell, das Stigma braungelb.
Körperlänge 10 mm ; Flügellänge 9 mm.
Die x-Xrt ähnelt in der Gestalt .S". ribesii und torvits, unter-
scheidet sich indessen durch die vollständige Binde des 2""'
Hinterlcibsseijmentes und die hinten nicht einsjebuchteten
156 DR. J. ('. II. i)K mkijerp:,
folgenden Binden. Die Sciiüppchen sind oben nackt, ver-
missen also die lange Behaarung, welche Verrali, (British
Flies VIII, p. 368) für dm beiden erwähnten Arten als
charakteristisch hervorhebt.
Ich möchte glauben, dass die von Van DER WULi' (Diptera
der Sumatra-Expedition, p. 32) als confrater WlED. bestimmten
Stücke ebenfalls zu der obigen Art gehören, welche dann
also auch in Sumatra vorkommen würde. Confrater hat
dunkle (fast überall braunschwarze) Hinterbeine ; diese Art
soll der chinesische Repräsentant wow S.rihesii sein, hat also
wohl, wie diese, nackte Augen. Auch OS'iEN Sacken ist
bezüglich der Deutung von .S". coiifrater WlED. nicht sicher.
7. Syrphus gedehanus n. sp.
Gunung Gedeh, März, Jacobson leg.; G. Gedeh, Juni,
1500 — 2090 M., I (^, Konin(!sher(;f:r leg.
c?. Kopf matt schwefelgelb, die Lunula rotgelb, glänzend.
Stirndreieck schwarz behaart. L'ntergesicht fast gerade, der
Höcker massig entwickelt, die Behaarung weisslich gelb.
Fühler schwarz, i^'''' Glied ganz, das 3*'' an der Wurzel sehr
schmal gelbrot, das 3'*" Glied oval. Augen nackt.
Thorax grösstenteils matt bleifarben, in der Mitte mit
2 braunen, das Schildchen nicht erreichenden Längslinien;
der bleifarbene Teil ist schwarz umrandet, während die Seiten
des Thoraxrückens breit gelb gesäumt sind. Brustseiten
unten schwarz, der obere Teil gelb mit 2 schwarzen üuer-
binden, von welchen die hintere unmittelbar unter der
Flügehvurzel liegt. Die Behaarung des Thorax auf der
bleifarbenen Partie gelblich, mehr nach hinten schwarz.
Schildchen gelb, mit schwarzem, die Spitze fast erreichenden
Mittelflecken. Hinterleib mattschwarz, 2'^'' Ring mit 2 grossen,
schiefliegenden, gelben Flecken, deren vordere Aussenseite
den Seitenrand breit berührt; 3"^'', Af^"' und S'""'' Ring mit
breiter gelber Vorderrandsbinde ; auch diese Binden erreichen
den Seitenrand, indessen nur sehr schmal, die Binde des
2'^'^ Ringes ist am breitesten, in der Mitte hinten sehr tief
eingeschnitten, sodass sie aus 2 neben einander liegenden,
schmal verbundenen halbkreisfcirmigen Flecken besteht; die
der folgenden Ringe sind hinten weniger ausgeschweift. Der
STUDIEN ÜBER SiiDOSTASIATlSCIIK DII'TKREN IX. 157-
4'^^ Ring zeigt dicht vor dem Hinterrand eine glänzend
schwarze Ouerbinde. II>'pop>g relativ klein, schwärzlich
mit gelben Fleckchen. Die Behaarung ist, wie auf dem
Schildchen, schwarz. Der Bauch ist schwarz mit breiten,
schwarzen Binden an den Einschnitten der hinteren Ringe,
am 2"^" Ring liegt die l^indc vor dem Hinterrand und setzt
sich am Seitenrande eine Strecke weit nach vorn fort.
Letzteres ist auch bei tien folgenden Binden mehr oder
weniger der Fall. Hüften grau, Vorderbeine rotgelb mit
schwarzen Tarsen, die Hinterbeine ganz schwarz. Flügel
glashell, das Stigma honiggelb. Schwinger rotgelb.
Körper- und Pdügellänge 10 mm.
Diese Art gehört in die nächste Verwandtschaft von
lu tei frons De Meij. und circnuidatiis De Meij.. beide aus
Neu-Guinea. Beide haben schmälere Hinterrandsäume. Lutci-
frons unterscheidet sich durch hellere Fühler und Brustseiten,
helle Wurzeln der Hinterschenkel, grösseren aber weniger
scharf begrenzten und heller braunen Schildchenfleck, cir-
ciimdatus durch dunkle Untergesichtsstrieme, nur gelb geran-
detes Schildcheii und nur oben dunkles drittes Fühlerglied.
1|^ . Das ^ ist, ebenso wie das Ç von liiteiccps, etwas
glänzend schwarz, die Hinterleibsbinden sind schmäler als
beim (j", von derselben Breite wie bei lutciccps $ , also be-
deutend schmäler wie der auf sie folgende schwarze Hinter-
randsaum. Die Fühler sind ganz schwarz, die Stirne mattgelb,
am Scheitel schwarz, was sich beiderseits am Augen rande
in eine sich allmählich verschmälernde und bald verschwin-
dende Linie fortsetzt; über der Fühlerwurzel ein glänzend
schwarzbrauner Halbmond. \'on dem $ von luteiceps ist es
durch die oben für die cj'c? angegebenen Merkmale zu unter-
scheiden.
8. Syrphus ichthyops n. sp. Taf. 5. Fig 3.
Pangerango. 3000 — 3025 M., Juni, i d", KoninCtSüercer leg.
Gunung Gedeh, März, i 2, JACOBSON leg.
(S- Augen nackt, auf der Stirne breit zusammenstossend.
Stirndreieck gelbbestäubt, die grosse Lunula glänzend schwarz.
Untei'gesicht relativ sehr kurz, oben die Fühlerwurzeln trennend,
ganz gerade, also ohne Höcker, gelb mit breiter, schwarzer
158 DR. J. ('. II. DE MP:IJEKE,
Mittelstrieme, welche oben die Lunula erreicht. Fühler an
der Wurzel auffällig breit getrennt, die Wurzelglieder relativ
lang, indessen kürzer als das längsovale 3'*= .Glied, die Fühler-
glieder sind rotgelb mit dunkelbraunem Oberrand, die Borste
schwarzbraun. Die sehr kurzen Backen gelb, gelb behaart,
der Mundrand vorn jederseits lappenartig herabhängend.
Rüssel relativ lang.
Thorax glänzend erzgrün, gelb behaart, Brustseiten hinten
etwas dunkler, der vordere Teil gelb bestäubt. Schildchen
rotgelb mit schwarzer Behaarung. Hinterleib schmal, überall
gleich breit, 2""' Ring mit grossen Seitenflecken, sodass nur
eine f-förmige Figur von der schwarzen Grundfarbe übrig
bleibt. 3"^'' und 4^'^'' Ring mit breiter gelber Binde; diese
Binden erreichen den Seitenrand, liegen dem Vorderrande
näher als dem Hinterrand, sie sind überall gleich breit,
etwas schmäler als die sie trennende schwarze Binde. H}'pop)'g
glänzend gelbbraun. Bauch gelb mit schwarzen Binden an
den Einschnitten. Hüften gelb, die hinteren an der Aussen-
seite verdunkelt. Vorderbeine ganz rotgelb, an den Hinter-
beinen der Trochanter und das Wurzeldrittel der Schenkel
gelb, das übrige schwarzbraun. Flügel etvvas gebräunt,
relativ lang, das Stigma dunkelbraun. Schwinger rotgelb.
Körper- und Flügellänge 9 mm.
$. Das Ç zeigt dieselbe eigentümliche Untergesichtsbildung
wie das J- L")ic Stirne ist massig breit, nach hinten allmählich
verschmälert, glänzend schwarz, am Augenrande mit Aus-
nahme der hinteren Partie gelb bestäubt, was sich in der
Mitte etwas verbreitert.
Am 2"=" Hinterleibsring sind die gelben Flecke grösser,
nur durch eine sehr schmale schwarze Linie getrennt, der
5"= Ring hat einen gelben Vordersaum, während auch die
gelben Binden des 3'*^" und 4"=" Ringes am Vorderrand der
Ringe gelagert sind. An den Hinterbeinen ist auch die
Spitze der Schenkel gelb, was beim rT nur unten etwas der
Fall ist.
9. Syrphus cinctellus Zeit. var. strigifrons var. nov.
Gedeh, Juni, 1500 — 2000 M., Koningsberger, io", Gedeh,
März, I (S ; Nongkodjadjar, Januar, i Ç, JACOBSON leg.
STUDIEN ÜÜKR SiiDi )STASIATI.S(_;ilK DH'Tl.UF.N I\. I 59
(j. Ko[)f inattgclb, Stirndreieck mattgelb, vorn mit glän-
zend schwarzem, halbkreisförmigem Flecken. VVurzelglieder
der Fühler gelb, nur oben gebräunt, das 3^*^ Glied schwarzbraun,
nur unten z. T. gelb. Der Höcker massig entwickelt. Thorax
glänzend erzgrihi, die Behaarung gelblich, das Schildchen gelb,
schwarz behaart; der Scitenrand des Thorax vor dem Schild-
chen breit gelb bestäubt, desgleichen der vordere Teil der
Brustseiten. Hinterleib schmal, streifenförmig, i'^'' Ring gelb,
nur in der Mitte schwarz, 2"''' Ring schwarz mit 2 grossen
gelben Flecken am Seitenrande, 3""' und 4'^'' schwarz mit
breiter, hinten nicht ausgerandeter gelber Querbinde, der
Hinterrand dieses Ringes und der Vorderrand des 5"^" sehr
schmal gelb; H\-pop)-g zum grössten Teil gelb, an der rechten
Seite schwarz, schwarz behaart, beim zweiten Männchen ganz
schwarz. Hüften gelb, auch die Vorderbeine ganz gelb,
Hinterbeine schwarz, nur die Wurzel der Schenkel gelb, ihre
Spitze dunkelbraun, die Tarsen unten mit goldgelbem To-
mente. Hinterschienen in der Mitte mit schwarzer Behaarung.
Fühler lang, etwas gebraunt, namentlich an der Spitze, das
Stigma lang, schwarzbraun. Schwinger gelb.
9. Stirne mit einer vorn und hinten verbreiterten, glaii-
zend schwarzen Mittelstrieme. Mit Ausnahme des hintersten
Teiles sind die Seiten breit gelb bestäubt, was sich nach
vorn hin etwas verschmälert.
Diese Form steht dem europäischen .S". ciiictcllus ausser-
ordentlich nahe. Das rj* unterscheidet sich durch hellere
Vorderbeine, (bei den euro[)äischen ist das Basaldrittel der
Vorderschenkel geschwärzt), das \^ durch eine vollständige
glänzend schwarze Stirnstrieme.
10. Syrphus monticola n. sp.
Gunung Gedeh, März, 2 1^, Jacobson; Gunung Gedeh,
1500 — 2000 M., Juni, I $, Koningsber(;er; Tosari, i Ç,
KOBUS leg.
Ç. Stirne hinten metallisch schwarz, im vorderen 2/3 gelb
bestäubt, vorn mit einem glänzend schwarzen, halbmond-
förmigen Fleck; die l^ehaarung der Stirne schwarz. Fühler
schwarz, nur die Wurzelglieder unten rötlich. Untergesicht
gelb, gelb bestäubt mit glänzend schwarzer Mittelstrieme,
l6o DR. J. C. H. DE MEIJERE,
welche die Fühlervvurzel nicht erreicht. Backen ziemHch
schmal, gelb. Augen nackt. Thorax glänzend schwarz mit
dunkler Behaarung; der Seitenrand vor der Quernaht breit
grauweiss bestäubt, desgleichen die Brustseiten, welche von
schwärzlicher Grundfarbe sind. Hinterleib streifenförmig, glän-
zend, schwarz mit gelber Zeichnung; i^^'' Ring nur an den
Seiten gelb, der 2*^ mit 2 dreieckigen, den Seitenrand breit
berührenden, gelben Flecken, der 3"^^ — 5"^ mit gelber Ouer-
binde, welche den Seitenrand berührt, überall gleich breit
ist und schmäler als die schwarzen Binden (beim Exemplar
von Tosari nur wenig schmäler); die folgenden Ringe ganz
schwarz. Hüften alle grau ; die vorderen Beine gelb, die
Tarsen allmählich dunkler ; Hinterbeine schwarz, der Schen-
kelring und die äusserste Wurzel der Hinterschenkel gelb.
Flügel etwas gebräunt, Stigma schwarzbraun. Schüppchen
und Schwinger gelbweiss.
Körperlänge 9.5 mm. ; Flügellänge 9 mm.
Auch diese Art gehört in die Verwandtschaft von S.cinctcllus;
sie unterscheidet sich durch die schwarze Untergesichtsstrieme
und die dunklen Fühler.
Tabelle der mir bekannten javanischen Syrphus-Arten.
1. Augen behaart 2
nackt 6
2. Gelbe Hinterleibsbinden alle unterbrochen. ... 3
» » nicht alle unterbrochen . 4
3. Vordere Schenkel fast ganz schwarz.
S. Koningsbergeyi n. sp.
4. » » in der Endhälfte gelb.
S. latistrigatiis n. sp.
4. Hinterleibsbinden perlmutterartig weiss.
^. scrariiis WlED.
» gelb 5
5. l'^ühler ganz schwarz Ò'. dcprcssiis n. sp.
unten breit gelb S". torvoides n. sp.
6. VVurzelhalfte der Flügel grcJsstenteils schwarzbraun.
S. ac grot US F.
Mügel einfarbig, fast glashell 7
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. l6l
7. Untergesicht einfarbig gelb Tgotinae, 1908 p. 10) an, dass Pyrgota pictipennis
Walk, in diese Plat)'stominen-Gattung gehört. Dann ist
aber auch meine vespoides mit pictipennis VValk. synonym.
Die Synonymie der ENDERLElN'schen Art ergibt sich aus
der Beschreibung, war auch von Enderlein schon erkannt,
denn in dem von ihm erhaltenen Separat war seine ^'to-«^?;//^^^?
schon handschriftlich als X. pictipennis Walk, bezeichnet.
Walker gibt nur Ostindien als P'undort an; Enderlein's
und meine Plxemplare stammen aus Darjeeling.
LULE Speiser.
Speiser. Wiss. Ergebn. Schwed. Zool. Exped. nach dem
Kilimandjaro etc. 10.5. Dipt. Cyclorrhapha 19 10. p. 179.
Lule Speiseri n. sp.
Nusa Kambangan, März, JACOBSON leg.
13
1 86 . DR. J. C. H. DE MEIJERE,
Stime schwarz, in der hinteren Hälfte gelb, schwarz
behaart. Fühler rotgelb, das 3"= Glied länglich, der fast
gerade Oberrand endet in ein kurzes Zähnchen. Untergesicht
gelb, unter der Mitte mit vorspringender Querleiste, über
dem Mundrande fein quergeriefelt. Wangen glänzend schwarz,
neben der Querleiste etwas erweitert, schwarzbehaart und
punktiert. Rüssel dunkelbraun, die breiten Taster gelbrot.
Thorax schwarzgrün, wenig glänzend, runzelig punktiert,
schwarz behaart, Schildchen am Rande mit ca. lO Borsten
von etwas verschiedener Länge. Brustseiten von der Farbe
des Thoraxrückens, etwas mehr glänzend, unter der Flügel-
wurzel dicht schwarz behaart. Hinterleib schwarz, gleichfalls
schwarz behaart, ziemlich . glänzend. Schenkel schwarzbraun,
nach der Spitze hin braungelb, auch die Schienen braungelb,
durch die dichte schwarze Behaarung dunkler erscheinend,
an den Tarsen sind das i'^ und 2^*= Glied gelb, weissschim-
mernd, die 5 Endglieder sind schwarz.
Die breiten Flügel sind glashell, an Wurzel und Vorder-
rand gelblich, das Geäder dort dick und gelb; von der
Spitze der i'*=" Längsader herab geht eine schmale, gebogene,
schwach dunkelbraune Binde, welche auch die hintere Quer-
ader umsäumt; letztere ist steil, etwas nach aussen gebogen,
Schwinger rotgelb.
Körperlänge 6.5 mm, ; Flügellänge 5.5 mm.
Durch den Ouerwulst am L^ntergesichte und die in grös-
serer Anzahl als 6 vorhandenen Schildchenborsten weicht
diese Art von den übrigen {!.. coryoptera SPEIS, und cyanea
Enderl., Zoolog. Jahrb. Abt. Syst. 33. 1912, p. 377), beide
aus Afrika ab. Indem ich indessen nicht der Ansicht bin,
dass jedes plastische Merkmal die Aufrichtung einer beson-
deren Gattung erheischt, bringe ich die Art dennoch zu
Lille. Das Mügelgeäder stimmt sehr mit der von Enderlein
gegebenen Abbildung, nur ist bei meiner Art die media
wenig nach oben vorgebuchtet und die hintere Ouerader
fast senkrecht, nur etwas nach aussen vorgebuchtet: auch
ist die die hintere Basalzelle abschliessende Querader
bedeutend kürzer als die, welche die Analzelle abschliesst.
Ich beobachte 2 Sternopleuralen jederseits,welche aber schwach
sind und aus der ziemlich langen und dichten Behaarung
der Brustseiten hervorragen.
STUDIEN ÜBER SiiDOSTASTATISriTE TUPTEREN I\. 18/
RHADINOMYIA S( ihn.
1. Rhadinomyia orientalis Sciiix.
Gunung Gedeh 1500 — 2000 M., 2600 — 3000 M.; Pangerango
3000—3025 M., Juni, KONINGSBERCER leg.
Stirne mattrot, am Augenrande schmal weissgesäumt, die
Behaarung schwarz, die Ocellarborste relativ kurz. Fühler
matt schwarzbraun, die Wurzelglieder unten, das 3"" Glied
unten an der Basis bisweilen etwas rot; 3''''- Glied von länglich
ovaler Gestalt, die Fühler etwas kürzer als das Untergesicht.
Borste schwarz, an der Wurzel verdickt. Untergesicht etwas
zurückweichend, deutlich in der Mitte gekielt, rötlich, mit
dünner weisser Bestäubung. Backen ziemlich breit, rötlich.
Hinterkopf oben schwarzbraun, unten ebenfalls rötlich.
Prälabrum und Rüssel schwarz; Taster rotgelb. Thorax und
Schildchen einfarbig bronzeartig schwarz, schwach glänzend,
kurz schwarz behaart. Hinterleib stärker glänzend, schwarz,
fast nackt. Beine schwarz, die Schenkelringe etwas rötlich.
Flügel glashell, mit 6 schwarzen Fleckchen, einem an der
Wurzel über dem Ursprung der 3'^" Längsader und dem
distalen Ende der Basalzellen ; dieser bindenartige Plecken
erreicht weder den Vorder- noch den Hinterrand. Weiterhin
sind die Oueradern schwarz gesäumt und findet sich ein
schwarzes Fleckchengerade unter der Spitze der i"'" Längs-
ader, welches unten die 2^^ Längsader nicht überschreitet
und nicht mit dem Saum der kleinen Ouerader verbunden
st; ferner ein an der Spitze der 2'^" Längsader von rundlicher,
bisweilen mehr dreieckiger Gestalt; auch ist die Mediastinal-
zelle mehr oder weniger braun ausgefüllt. Schüppchen weiss,
Schwinger gelblich weiss.
Körper- und P'lügellänge 5 mm.
2. Rhadinomyia conjuncta n. sp.
Gedeh, März, Jacobson leg.
Der vorhergehenden Art sehr ähnlich ; am dunkelbraunen
Thorax beobachtet man eine bleigraue, das Schildchen nicht
erreichende Mittelstrieme und 2 sehr schmale, vorn abge-
brochene und in eine Spitze endende Seitenstriemen. Auf
den Flügeln ist der Fleck unter der Spitze der i'<^" Längsader
1 88 DR. J. C. n. DE MEIJERE,
mit der Bräunung der mittleren Querader zu einer Halbbindc
zusammengeflossen ; die Mediastinalzelle ist an der Spitze
gebräunt, der Flecken an der Flügelspitze ist grösser, mehr
oder weniger dreieckig. Die Orbitalborste ist noch winziger.
Die Fiüiler sind unten, auch unten an der Basis des 3*^"
Gliedes, deutlicher rot.
Die Gattung scheint mir mit Herina sehr nahe verwandt
zu sein ; letztere hat längere Fühler und ein weniger stark
gekieltes Untergesicht. Auch nach Hendel's Ansicht (Genera
insectorum, Ulidiinae 1910, p. ']i, Radinomyia) handelt es
es sich hier um eine Ortalidine im engeren Sinn.
TRYPETINAE.
DACUS F.
I. Dacus impunctatus n. sp.
Semarang, September, i çj", JACOBSON leg.
Kopf ganz rotgelb, Stirne mit 3 kurzen Ocellarborsten
jederseits, welche nicht auf dunkle Punkte eingepflanzt sind ;
auch Fühler, Taster und Rüssel rotgelb.
Thorax schwarz, punktiert, in der Mitte mit weissgrauer
Strieme, welche das Schildchen nicht erreicht. Schulterbeulen,
Notopleuraldreieck, und ein an letzteres sich anschliessender
keilförmiger Fleck, welcher das Schildchen nicht erreicht,
schwefelgelb. Schildchen schwefelgelb, mit 2 Borsten. Brust-
seiten schwarz, mit grossem gelben Flecken auf den Meso-
pleuren und neben dem Hinterrücken. Hinterleib gelbrot, am
3"^" Ring mit einem grossen, die ganze Länge einnehmenden
schwarzen Flecken; S^^"" Ring mit schwarzer Mittellinie. Die
gewöhnliche Borstenquerreihe am 3'^" Ring vorhanden.
Beine ganz rotgelb. Flügel von der Spitze der Hilfsader
an mit schwarzem Vorderrandsaum, welcher sich an der
Spitze kaum erweitert; Analzelle gebräunt, ihr Zipfel länger
als der letzte Abschnitt der Analader. Flügelhinterrand mas-
sig erweitert, an der Spitze der Analader mit untiefem T2in-
schnitt. Queradern nicht gesäumt. Schwinger gelb.
Körperlänge 4 mm.; Flügellänge 3.5 mm.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 189
Diese xA.rt schliesst sich dem D. doy salis Hend. nahe an.
welcher aber dunklere Vorder- und Hinterschienen besitzt,
auch ist der hinter der Ouernaht liegende Thoraxflecken
mehr striemenartig, länger und er erstreckt sich bis zur
hinteren Supraalarborste, welche unmittelbar vor der Aussen-
ecke des Schildchens liegt; überdies hat diese Art 2 schwarze
Untergesichtsflecken.
D. diverses COQ., welcher im männlichen Geschlecht gleich-
falls ein ganz gelbes Untergesicht besitzt, unterscheidet sich
durch gelbe Medianzeichnung des Thorax und durch die
Abwesenheit der Borstenquerreihe des 3^*=" Hinterleibsringes.
2. Dacus obscuratus n. sp.
S)'n. D. fcrnigineus \2^x. obscurata DE Meijere, Studien VI,
P- 373-
Auch dieses Exemplar bildet zweifelsohne eine besondere
Art, schon deswegen, weil bei ihm am 5'^^" Hinterleibssegment
die 2 querliegenden glänzenden Stellen fehlen, welche bei
meinen „ferrugineus Ç" vorhanden sind. Bei obscuratus heben
sich diese Stellen durch mehr rötlich dunkelbraunen Farben-
ton hervor und sind etwas feiner runzelig als die davor
liegende Partie, welche von mehr schwarzbrauner Farbe ist.
Die Art ist offenbar D. parvulus Hend. (Suppl. Entom.,
Berlin, I, ig 12, p. 21) aus Formosa sehr ähnlich, sie unter-
scheidet sich aber durch das gänzliche Fehlen der gelben
Supraalarstriemen, auch sind Kopf- und Thoraxborsten nicht
rot, sondern schwarz und ist der Flügelsaum an der Spitze
nicht breiter als in Hendels Fig. i.
3. Dacus dorsalis Hendel.
Der scharfsichtige Hendel hat (Suppl. Entom., Berlin, I,
I9i2,p. 19) einen /^rt:«^j" ci'^rj'^?//j' beschrieben und meint, diese
Art wäre von Frocigatt u.a. unter D. fcrrugineus unterge-
bracht. Sie soll sich namentlich durch den Besitz der oben
erwähnten glänzenden Hinterleibsflecken unterscheiden, auch
einen dunkleren Thoraxrücken haben als der richtige /(^'rr?/-
giiieus. Nun stimmen eben meine javanischen ^.ferrugincus'''-
Stücke in diesen Hinsichten mit dorsalis Hend. überein, nur
liegen mir 4 Exemplare van Temanglen (Tegal, Java) aus
190 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
Van der Wulp's Sammlung vor, welche wesentlich mehr
roströtlich sind und bei welchen der 5"= Ring egal gelblich
ist, ohne dass eine Stelle von besonderer Beschaffenheit
erkennbar ist. Höchstens ist der schmale Randsaum etwas
stärker chagriniert. Diese, welche schon von Van der Wulp
als ferriigineus bestimmt wurden, dürften dann richtig diese
Art sein, und ihre Färbung nicht ihrer offenbar früheren
Aufbewahrung in Alcohol zuzuschreiben sein. Auf die An-
wesenheit von dunklen Fleckchen an der Basis der Stirn-
borsten möchte ich weniger Bedeutung legen als Hendel,
denn diese sind auch bei den letztgenannten Stücken bisweilen
vorhanden und bei den ,,dof salis'' sehr verschiedenartig aus-
gebildet.
Bezzi (Indian Trxpaneids, Mem. Ind. Mus. Ill, 1913, p. 95)
hat offenbar in sç.u\&va ferrugine us auch die dunklen Stücke
[dorsalis Hend.) mit inbegriffen, spricht nicht über die glän-
zenden Hinterleibsflecken. Es scheint mir nicht unmöglich
dass in seiner ,,var. liiangifcrae'" wieder der x\c\\'ivgç. fcrrugi-
iieus vorliegt, denn auch die schmälere Hinterleibsgestalt und
mehr hervorragende Spitze desselben beobachte ich bei den
ferrugineus von Temanglen. Bei den $$ letzterer ist der 5"=
Ring am Ende so breit wie der xAnfangsteil der Legeröhre,
während er bei dorsalis daselbst bestimmt breiter ist.
Ob ferrugineus F. var. pedestris Bezzi von den Philippinen
(Philipp. Journ. of Sc. VIII, D. 4, p. 322) wirklich als Varietät
des ùcivW^^ç^w ferrugineus zu betrachten ist, ist nach dem obigen
wohl fraglich. — Die Arten mit nicht gebänderten Flügeln
fasst Bezzi jetzt unter den Namen „Chaetodaeus'' zusammen.
4. Dacus Hageni De Meij.
De Meijere. Studien VI, p. 375.
Wonosobo, Mai. i ö", Jacobson leg.
Das vorliegende Männchen, welches ich als diese aus
Sumatra nach 2 ÇÇ beschriebene Art bestimme, unterscheidet
sich von den $$ durch hellere Beinfarbe; die Beine sind
fast ganz gelb, nur findet sich an der Aussenseite der Vor-
derschenkel nahe der Spitze eine dunklere Stelle. Der Zipfel
der Analzelle ist sehr lang, also auch hier, wei bei ferru-
gineus F. in Studien II, p. 127, schon von mir angegeben
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 191
wurde, beim c? bedeutend länger als beim $. Bei luacidipciinis
DOL. ist dieser Unterschied ebenfalls vorhanden, aber weniger
gross, weil auch beim Ç der Zipfel deutlich länger ist als"
der letzte Abschnitt der Analzelle. Der Flügellappen distal-
wärts von der Analzelle tritt nur sehr wenig vor. Diese
Art sieht auch caudatits sehr ähnlich, welcher sich aber
durch die gebräunte hintere Querader und den stärker vor-
tretenden Lappen am Flügelhinterrande des c^ unterscheidet.
Das gelbe Toment am Thoraxrücken ist stark entwickelt.
Die Stirnc hat jederseits 3 — 4 schwache Orbitalbörstchen, alle
in der vorderen Hälfte.
Körper- und Flügellänge 6 mm.
5. Dacus caudatus F.
Bezzi sagt von dieser Art (Mem. bidian Mus. III. p. 97),
die hintere Querader sei nur unten schwach gebraunt, in
seiner Abbildung (Taf. VIII Fig. 8) ist hier sogar gar keine
Bräunung angegeben. Bei den javanischen Stücken ist diese
Querader indessen in seiner ganzen Länge ziemlich breit
gebräunt, meistens noch deutlicher als Bezzi es für r/^r/zr^^Z/^rr
angibt. Auch Wiede:\IANN gibt für candatiis an: die ge-
wohnliche Querader braungesäumt. Ich nehme an, dass der
Zeichner in Bezzi's Abbildung die schwache Bräunung nicht
übersehen hat, diese also wirklich in den Stücken aus Britisch
Indien weniger entwickelt ist. Falls gar keine Bräunung
vorhanden wäre, so wäre eine grosse Ähnlichkeit mit D.
Hageni De Meij. vorhanden, welcher aber einen anders
gestalteten Flügelhinterrand zeigt; der Lappen jenseits der
Analader springt hier beim c? viel weniger vor, in dieser
Hinsicht stimmt die Abbildung bei Bezzi mit caudatus
überein. Auf die verschiedenartige Ausbildung des Saumes
um die hintere Querader weist neuerdings auch Hendel
(1. c. p. 18) hin.
6. Dacus Cucurbitae Co(^.
COQUILLETT, Entom. News 1899, P« 129.
Froggatt. Fruit flies. Departm. Agr. N. S. Wales,
Farmers' Bulletin, No. 24, 1909, p. 17.
192 DR. J. C. H. DE MFJJERE,
Green. Fruit and pumpkin flies. Tropical Agricult.
XXXVII. No. 3, 191 1.
Buitenzorg, aus Früchten von Momordica gezüchtet,
November 191 1, Dammerman leg. Batavia, Juni, i $,
Jacobson leg.
Diese Art, deren Heimat Indien zu sein scheint, war bis
jetzt aus Vorder-Indien und Ceylon und aus Hawaii bekannt;
sie findet sich nach den vorliegenden Stücken auch auf Java.
Die von CoQUiLLETT angegebenen Flecke auf der Stirne
(ein Mittelfleck und jederseits 3 je eine Orbitalborste tragende
Punkte), sind bald gut ausgebildet, bald kaum oder nicht
erkennbar. Es finden sich 4 Orbitalborsten jederseits von
massiger Stärke. Der Thoraxrücken ist rotgelb, die 3 gelben
Striemen in der hinteren Hälfte, desgleichen der Notopleural-
flecken, sind gewöhnlich schwarzbraun gesäumt; auch das
Schildchen ist an der Basis meistens sehr schmal schwarz-
braun, desgleichen ist der breite gelbe Mesopleuralfleck vorn
schwarzbraun gesäumt. Vorn findet sich am Thorax eine
mehr oder weniger deutliche dunkle Mittellinie. Die Art ist
von relativ schmaler Gestalt. Das Schildchen trägt 2 Borsten.
ADRAMA Walk.
Adrama ceramensis n. sp.
De Meijere. Bijdragen tot de Dierk. Afl. 19, 191 3 p. 64.
ÇA. sekcta).
Kopf rotgelb, das Untergesicht glänzend, über dem Mund-
rand jederseits mit einem, runden, schwarzen Fleckchen (bis-
weilen undeutlich); auf der Stirne vorn ein längsovales, matt-
schwarzes Fleckchen. Fühler und Taster rotgelb. Auch
der Hinterkopf ganz rotgelb. Thorax schwarz, am Rücken
hinter der Quernaht ein das Schildchen nicht erreichender
gelber Längsstrich, welcher vorn die Quernaht höchstens
etwas überschreitet ; Schulterbeulen, ausser im kleineren
vorderen Teile, gelb ; Schildchen schwarz, gelbgerandet ;
Metapleuren gelb; auf dem Mesopleuren ist der hintere Teil,
oben bis zu den Schulterbeulen, gleichfalls gelb, die Brust
rotgelb. Hinterleib bräunlich rot. Beine rotgelb, die Vorder-
schienen und die Vorder- und Mitteltarsen braun. Flügel
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 193
mit breiter, schwach gebräunter Spitze, welche nach der
Wurzel hin dunkler gesäumt ist, desgleichen ein langer
brauner Saum um die kleine Querader vorhanden ; auch
der Flügelhinterrand schwach gebräunt, die Flügelwurzel
etwas gelblich. Schwinger rotgelb. Körperlänge 12 mm;
Flügellänge 8 mm.
hl einer Bestimmungstabelle der A(/ra//ia-Arien (Wien.
Ent. Zeitg. XXXI, 191 2 p. 12) sagt Hendel von selecta, die
Pleuren, Schildchen, Metanotum und der Rücken vor dem
Schildchen seien einfarbig rotgelb.
Walker gibt in seiner leider wieder sehr kurzen Beschrei-
bung an, dass der hintere Thoraxteil 2 schwarze Streifen
zeigt, woher ich meinte es mit dieser im östlichen Teil des
malayischen Archipels verbreiteten Art zu tun haben zu
können. Noch mehr schliesst sich Enicoptera rufiventris
Walk., aus Ambon, welche Osten Sacken als synonym
zu A. selecta stellt, meinen Exemplaren an, denn diese hat
nach Walker jedenfalls nur die Seiten des Schildchens
gelb, während vom Thorax angegeben wird : aeneous black ;
dorsal stripe, humeri, sides of the prominent scutellum, a
band on each side, and disk of the pectus tawn)", derselbe
also jedenfalls in ausgedehnterer Weise schwarz ist wie bei
Hendel 's selecta.
Weil aber Osten Sacken die Synonymie wohl nach
Autopsie der Exemplare festgestellt hat, muss ich meine
Art als neu betrachten, was sie auch nach Hendel's
Ansicht ist.
Die Unterschiede A. determiiiata gegenüber finden sich
an der angegebenen Stelle in den ,, Bijdragen".
ANASTREPHA Schiner.
Anastrepha extranea n. sp. Taf. 5. Fig. 7.
Gunung Ungaran, September; Nongkodjadjar, Januar, Fe-
bruar, Jacobson leg.; alles $$.
Kopf samt Fühler ganz schwefelgelb, der Ocellenpunkt
schwarz, das 3'^ Fühlerglied etwas tiefer gelb, länglich oval,
die schwarze Borste massig lang gefiedert, Fühler kürzer als
das Untergesicht. Stirne matt, jederseits mit 2 oberen und
194 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
I unterer Orbitalborsten, Rüssel glänzend rotgelb, Taster
gelb, schwarz behaart. Hinterkopf gelb, oben mit 2 schwarzen
Längsstrichelchen. Thorax glänzend rotgelb ; mit 2 vorne
verbreiterten, schwarzen Längslinien, welche hinten abge-
brochen sind ; am Hinterrande liegen 3 schwarze Flecken,
von welchen die mittlere am kleinsten ist. Schildchen schwe-
felgelb. Brustseiten ganz glänzend gelb ; Hinterrücken gelb
mit 2 glänzend schwarzen Flecken. Die Behaarung des Thorax
kurz, gelb. Hinterleib glänzend rotgelb, gelb behaart, mit 2
schwarzen Seitenstriemen. Diese glänzend schwarze Zeich-
nungen sind individuell verschiedenartig entwickelt. Das mitt-
lere Thoraxfleckchen ist oft sehr klein und fehlt bisweilen
gänzlich, ausnahmsweise sind die 3 Flecken zu einer Quer-
binde zusammengeschmolzen. Bisweilen erreichen die schwar-
zen Längslinien hinten die Seitenflecken. Die Flecken des
Hinterrückens sind bisweilen nur schmal gelb getrennt. Am
Hinterleib finden sich die Längsstriemen bisweilen schon am
i""" Rhig, meistens erst am 2'''" und auch hier sind sie öfters
durch je ein längliches Fleckchen vertreten. Die Legeröhre
ist relativ kurz, ihr erster Abschnitt ca. halb so lang wie der
Hinterleib.
Beine ganz gelb, Vorderschenkel aussen mit einer Reihe
von ca. 8 Borsten.
Die Flügel sind relativ lang ; Wurzel (auch die beiden
Basalzellen und Vorderrand sind, letztere bis zur Mitte, gelb,
das Flügelstigma ist braun ; in der Endhälfte des Plügels
finden sich 2 parallele, S-förmig geschlängelte braune Längs-
linien ; die i"' halbe Binde Bezzi's ist in 2 Flecke geteilt,
von welchen der obere bedeutend grösser ist als die untere,
die S- und V-förmige Binde sind beide ganz. Die 3"-' Längs-
ader ist hinter der kleinen Ouerader etwas nach oben ge-
bogen, weiterhin gerade ; die 2''' ist fast gerade. Schwinger gelb.
Körperlänge 6 mm., Flügellänge 7 mm.
Die Gattung ist bis jetzt nur aus Amerika, im spezielleren
dem neotropischen Gebiete, bekannt ; ihr Vorkommen auf
Java bildet also eine seltsame Erscheinung. Die Gattung
wurde von Bezzi (Boll. Labor. Zool. gen. e, agr., Portici III,
1909, p. 280), bearbeitet. Die vorliegende Art zeigt die
charakteristische Flügelzeichnung, die 4'" Längsader geht an
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. I95
der Spitze deutlich bogenförmig in die Raiulader über, ist
aber weniger vom Rande abgetrennt als in Bezzi's Figur 2 ;
auch ist der Zipfel der Analzelle wesentlich kürzer, die sie
abschliessende Ouerader in der Mitte stumpfwinklig geknickt.
Eine anal\tische Übersicht der bekannten Arten gab neuer-
dings Hendel (Wien. Ent. Ztg. XXXIII, 1914, p. 66); die
Tabelle führt auf die südamerikanische siispciisa Low.
LAGAROSIA v. d. Wuli .
Lagarosia striatella v. d. VVulp.
S
. EiipJiranta nigra Enderlein, Zool. Jahrb. Abt. S)'st.
Bd. 31, 1911, p. 439-
Wie ich in Studien VI, p. 385, mitgeteilt habe, gehört
diese als Ortalide beschriebene Gattung zu den Tr)petinen ;
es ist deshalb nicht zu wundern, dass Enderlein's Art,
welche auch er als sehr ähnlich erkannte, in Wirklichkeit
identisch ist. Nur ist bei den mir vorliegenden javanischen
Stücken der grosse schwarze Flügelfleck oben nicht mit dem
Randsaum verbunden ; auch beobachte ich am Untergesichtc
nichts von einem unregelmässig verlaufenden Längskiel.
Auch Hendel hat auf diese S)-nonymie schon hinge-
wiesen (Neue Muscidae acalypteratae, Wien. Entom. Zcitg.
XXXI, 1912, p. 14).
In seiner schönen Arbeit über die Trypctinen des Indian
Museums teilt Bezzi, p. 84, aus Versehen mit, dass ich .y/r/V?-
tflla und lactcata als Geschlechter einer und derselben Art
betrachte. Ich habe an der angeführten Stelle (Studien VI,
P' li^l) gerade das Entgegengesetzte betont.
ICHNEUMONOSOMA gen. n.
Meiner Neigung gemäss, bei der Beschreibung" des ostin-
dischen Materials zunächst auf die Arten zu achten und
möglichst wenige neue Gattungen zu schaffen, habe ich
Studien VI p. 383 eine auffällig schlupfwespenähnliche Tr\--
petine als Lagarosia imitans beschrieben ; ich wiess aber
damals schon auf einige Verschiedenheiten in der Beborstung
hin. Nachdem durch die Arbeit Bezzi's (Mem. Indian
Museum III) eine Zerlegung der indischen Trypetinen in
kleinere Gattungen angebahnt ist, sehe ich mich veranlasst
196 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
für die vorliegende Art eine Gattung zu errichten, zumal
weil das Fehlen der Sternopleuralborste als wichtiges Merkmal
zu betrachten ist. Darin stimmt die Gattung mit den
Dacinen iiberein, im übrigen ist die Reborstung aber wesent-
lich reicher, sodass sie zu den Ceratininen gehört.
Körper lang und schmal, Stirne ziemlich breit, von Orbital-
borsten nur I hintere und i vordere vorhanden; Ocellar-
borsten fehlen; jederseits 4 — 5 starke Vertikalborsten vor-
handen ; Postvertikalborsten winzig, weit aus einander gerückt.
Fühler ziemlich lang, das 3'^ Glied an der Spitze abgerundet ;
Augen oval, Humeralborste vorhanden ; jederseits i Dorso-
centrale ; Praesutural- und Praescutellarborsten fehlend ;
Schildchen mit 2 Borsten, i Mesopleurale vorhanden ;
Sternopleuralc fehlt; auf den Pteropleuren ein haarähnliches
Börstchen. Hinterleib vor den Einschnitten massig lang
beborstet.
Beine ziemlich lang und dünn, Hinterschenkel an der
dem Körper zugewandten Seite mit Borstenhaaren ; im übrigen
sind die Beine nur kurz behaart ; Mittelschienen mit 2 Spornen.
Flügel nur am Vorderrand schmal dunkel gesäumt ; kleine
Querader etwas hinter der Mitte der Discoidalzelle, 2'^ Längs-
ader gerade, die 3"= weit jenseits der kleinen Querader
beborstet; Zipfel der Analzelle kurz.
KAMBANGANIA n. g. Taf. 5. Fig. 8, 9.
Stirne massig breit, jederseits mit 3 — 4 Orbitalborsten.
Ocellar- und Postvertikalborsten schwach, innere Scheitel-
borsten stark. Fühler massig lang, die Borste beiderseits
lang gefiedert. Augen massig gross, oval ; Untergesicht
ausgehöhlt, am Mundrande vortretend. Hinterkopf stark
gewölbt. Thorax wenig behaart, glänzend, ohne Praesutural-
und Dorsocentralborsten, auch die Sternopleuralborste fehlt.
Humeralborste vorhanden. Schildchen mit 4 Borsten. Hinter-
leib elliptisch, an der Wurzel stark verschmälert, etwas länger
als der Thorax, sehr kurz behaart und wenig beborstet.
Beine schlank, unbeborstct, nur die Mittelschiene mit i Sporn,
die übrigen ohne Sporne, der Mittelmetatarsus (des J) mit
eigentümlichem Einschnitt. Flügel relativ lang, die 2'^ Längs-
ader schwach geschwungen, die kleine Querader weit jenseits
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. igj
der Mitte der Discoidalzelle, die die Anakclle abschliessende
Querader rechtwinklig gebrochen. Die P^lügelzeichnung be-
steht aus eigentümlich gelagerten Binden. Der Randdorn
fehlt, die i'*" Längsader dicht und lang beborstet, die 3''^
nur mit wenigen, zerstreuten Börstchen, die 5'" nackt.
Hendel's Tabelle (Wien. Ent. Zeitg. XXXIII, 1914 p. 73)
führt auf EupJiraiita.
I. Kambangania metatarsata n. sp. Taf. 5. Fig. 8, 9.
Nusa Kambangan, März, i (j*, Jacobson leg.
(j'. Stirne gelb, mit einer mattschwarzen Mittelstrieme,
welche sich vorn in die dort matt braunrote Stirne verliert.
Jederseits 4 Orbitalborsten, die i"" und 4"^ aber schwach,
haarförmig. Ocellarborsten äusserst kurz. Fühler rotgelb,
das 3*'' Glied länglich oval, der Oberrand gerade, die Borste
schwarz, beiderseits gefiedert. Untergesicht vveissgelb, gerade,
der Mundrand springt etwas vor. Wangen äusserst schmal.
Rüssel und Taster gelb. Hinterkopf glänzend gelb, oben
mit 2 nach oben divergierenden schwarzen Striemen. Thorax
glänzend rotgelb, oben schuppenartig runzelig, vor dem
Schildchen und am Seitenrande glatt, mit 4 schwarzen
Längsstriemen, welche vorn paarweise zusammenfliessen ; die
mittleren Striemen sind hinten erweitert. Am äussersten
Seitenrand findet sich im Notopleuraldreieck ein schwarzer
Saum, an welchen sich ein schwarzer Flecken auf dem Meso-
pleuron anschliesst; im übrigen sind die Brustseiten glanzend
gelb. Schildchen glänzend gelb, an der Basis jederseits mit
einem schwarzen Strich ; 4 Borsten vorhanden, die mittleren
länger als die seitlichen. Hinterrücken gelb mit 2 schwarzen
Längsstriemen. Hinterleib schwarz mit breiter gelber Mittel-
strieme, runzelig, von ovaler Gestalt. Beine gelb, nur die
Hinterschienen braun, die Spitze aber gelb.
Ausser den Spornen finden sich keine längeren Borsten.
Einen eigentümlichen Bau zeigen die Hintermetatarsen ; diese
sind etwas gebogen, unten tief bogenförmig ausgeschnitten,
sodass die Wurzel unten zahnförmig hervorragt. Flügel
relativ lang, ohne Randdorn ; die i'^ Längsader gerade, lang,
ihre Spitze liegt jenseits der kleinen Ouerader, die 2'^ etwas
geschwungen ; kleine Querader am 2'^" Drittel der Discoidal-
\gS DR. J. e. H. DE MEIJERE,
zelle. Analzelle mit massigem Zipfel, die sie abschliessende
Querader rechtwinklig geknickt. Schwinger gelb.
Körperlänge 8.5 mm ; Flügellänge 8 mm.
Durch die eigentümliche Beschaffenheit des hinteren Meta-
tarsus steht diese Art isoliert; auch das nur 4-borstige, im
übrigen fast nackte Schildchen ist charakteristisch.
DIMERINGOPHRYS Enderl.
Dimeringophrys ortalina Enderl.
Enderlein. Zool. Jahrb. Ab. Syst. Bd. 31, 191 1, p. 452.
Batavia, November ; Petoendoean (Batavia), December,
Jacobson leg.
Was die Beborstung anlangt, so möchte ich noch bemerken,
dass Humeral-, Praescutellar-, jederseits i Dorsocentralborste,
I Meso- und i Sternopleurale vorhanden sind ; die Praesu-
turalborste fehlt. Die Börstchen am hinteren Augenrande
sind schwarz, relativ kurz.
XARNUTA Walk.
Xarnuta morosa n. sp. Taf. 5. Fig. 10.
Batavia, Januar, i (^, Jacobson leg.
(^. Stirne mattgelb, die schmalen Periorbiten etwas glänzend,
jederseits mit 4 Orbitalborsten, von welchen die hinterste
nach hinten, die 3 vorderen nach vorne und schief nach
innen gerichtet sind. Ocellarborsten fehlen. Fühler rostgelb,
das 3*^ Glied mit abgerundeter Spitze, die Borste schwarz,
an der Wurzel gelb, beiderseits behaart (sehr kurz gefiedert).
Untergesicht und Backen rostgelb; das Untergesicht ist fast
gerade, in der Mittellinie schwach erhaben und berührt fast
die Augen. Unten springt der Mundrand kaum etwas vor.
Rüssel und Taster rostgelb ; die Backenborste massig stark.
Thorax rostrot, matt, dünn weisslich bereift, mit sehr kurzer
schwarzer Behaarung. Schildchen von derselben Farbe, jeder-
seits mit 4 Borsten (die beiden P^ndborsten fehlen, die Ein-
pflanzungstellen sind aber erkennbar). Schulterbeule und eine
Strieme von derselben bis zur P'lügelwurzel gelb. Brustseiten
braun, massig glänzend, schwarzbehaart. Jederseits i Dorso-
STUDIEN ür,FA< SünOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. T99
entralborste, 1 Praescutcllarborste, i Praesuturalborste, 2
Mesopleuralen, i Sternopleurale, i Pteropleurale. Hinterleib
kurz und breit, flach, rostrot, massig glänzend, kurz schwarz-
behaart, am Rande mit stärkerer, borstenartiger Behaarung.
Beine rotgelb, ziemlich dicht kurz schwarz beborstet, so z. B.
an der Aussenseite der Hinterschienen 2 Reihen kurzer
Börstchen. Flügel breit, fast ganz schwarzbraun, nur mit
einigen gelblichen Tropfenfleckchen an der Spitze der 2'^"
und der 4"^" Längsader und in der 2*''" Hinterrandzelle ein
mehr auff'älliger weisslicher Flecken. Schwinger gelb.
Körperlänge 5 mm. ; Flügellänge 4.5 mm.
In diese Gattung gehört ausserdem noch Xariiitta leitco-
telus Walk. (= OxypJwra vialaica SCHIN.), welche wir erst
durch Van der Wulp (Tijdschr. v. Entom. XLI, 1S99, p. 215)
besser kennen gelernt haben. SCHINER beschrieb seine Art
in den Dipteren der Novara-Reise. p. 274 (nicht p. 244, wie
Van der Wulf angibt).
Charakteristisch für diese Gattung dürfte die grosse Anzahl
der Schildchenborsten sein. Bei morosa find ich deren 8, bei
Icitcoteliis ist nach Schiner das Schildchen vielborstig.
Auch die Thoraxbeborstung ist bei morosa vollständig, nur
ist jederseits nur die hintere Dorsocentralborste vorhanden.
Alle Borsten sind schwarz. Der flache, kurzovale Hinterleib
ist am Rande dicht und ziemlich lang beborstet ; an der 3'''"
Längsader erstrecken sich die Borsten bis jenseits der klei-
nen Ouerader.
THEMARA Walk.
I. Themara maculipennis Westw.
Tlicmara montimi Enderlein (Zool. Jahrb., Bd. 31, 191 1,
p. 416) betrachte ich als eine Farbenvarietät von maculipeniiis\
es kommen auch Zwischen!?tufen vor, so liegt mir ein (^ vom
Tengger-Gebirge (O.-Java) vor, mit der für moiiiiiia angege-
benen Untergesichtsbinde, dazu aber mit ganz gelben Beinen
und am Thorax ganz ohne Längsbinden ; die Kopfbreite
beträgt 8 mm. Ein J vom Ungaran, welches in der Färbung
mit moiitimx übereinstimmt, hat einen relativ schmalen Kopf
von 6 mm. Breite.
Ich bin überzeugt, das Bezzi's Aca)itho)ieiira fuscipouiis
200 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
(Mem. Indian Museum III, p. 117) identisch mit Thoiiara
niaculipennis ist. Die rechte fuscipeìiiiis kann es wohl nicht
sein. Trotz aller Unzuverlässigkeit spricht Macquart doch zu
deutlich von einer helleren Flügelspitze, welche auch in seiner
Figur angegeben ist. Dadurch ähnelt diese Art Acantlioiieiira
polyxena O.S. aus Java, einer offenbar seltenen Art, denn unter
dem ausgedehnten Material des Herrn JACOBSON findet sich
nicht ein einziges Stück. Mir liegt nur ein altes, von BLUME
gesammeltes Weibchen vor; Van DER WuLP erwähnt ein (j*
vom Gunung Gedeh (Tijdschr. v. Entom. XLI, p. 221), sagt
aber nichts über einen etwas verbreiterten Kopf, während bei
Thdiiara niaculipennis auch das Ç schon durch seinen etwas
breiten Kopf auffällt.
A. fuscipcnnis dürfte eine gleich seltene oder lokale Art
seine, welche im Material des Indian Museum nicht vertreten
ist. A. bataca Enderl. (Zool. Jahrb. Abt. f, Syst., Bd. 31,
191 1, p. 417) ist ihr auch nach dem Autor sehr ähnlich.
Nach Enderlein besitzt Acanthoncnra 6 Schildchenborsten,
von welchen die mittlere jederseits klein ist. So dürfte auch
das Verhalten bei polyxena sein. Wenn OSTEN Sacken dieser
Art nach den vorhandenen Narben der Borsten 4 Schildchen-
borsten zuschreibt, so hat er wohl nur die 4 grössere
beobachtet. Ich muss somit annehmen, dass zur Gattungs-
charakteristik von Acanthoneura gar keine Verbreiterung des
Kopfes gehört; dann bezieht sich dieser Name zunächst auf
Arten mit starker Flügelbeborstung und wellenförmig ver-
laufender 2^" Längsader. Letzteres Merkmal scheint mir aber
von weniger Wichtigkeit, weil sich hierin bei den mir vorlie-
genden Arten grosse Verschiedenheit findet. Es scheint mir
nicht recht möglich hierdurch eine Grenze zwischen Rioxa
und Acantìioìieura zu ziehen.
RIOXA Walk.
I. Rioxa sexmaculata v. d.Wulp \^x.parvipnnctataV)'^'^YX].
De xMeijere. Studien VI, p. 381.
Gunung Ungaran, Juni, i Ç, Jacobson leg.
Auch bei diesem javanischen Exemplar zeigen die weissen
Flecke des Flügels eine nur geringe Entwicklung.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE mPTEREN IX. 20I
Enderlein hat (Zool. Jalub. Abt. Sy.st. Bd. 31 p. 447)
diese Art ia eine neue Gattug gestellt [Ptäonina), weil nach
Van der Wulp's Abbildung (Dipteren der Sumatra-Expe-
dition 1892 Taf. III. Fig. IO, II) die hintere Basalzelle in
eine lange dünne Spitze ausgezogen sein soll. Nun ist aber,
wie ich aus den Cotj'pen Van DER WuLP's eben derselben
Expedition ersehe und auch schon in : Bijdragen tot de
Dierkunde XVII. 1904. p. i io mitgeteilt habe, die Figur
nicht ganz richtig und in Wirklichkeit ist der Zipfel nur
relativ kurz, die abschliessende Querader in der Mitte nur
seicht gebogen, kaum mehr als in Enderlein's Figur von
R. sumatrana (ibid. p. 450), welche Art er eben besonders
wegen dieser angeblichen Verschiedenheit als von sexììiaculata
verschieden betrachtet. Offenbar sind also diese beiden
Arten .s\'nonym. Der Randfleck in der Zelle Mo ist auch
bei sexniaculata oft wenig deutlich.
Van DER VVULP zeichnete seine Figuren aus freier Hand,
ohne Zuhilfenahme einer Camera oder Zeichenapparat und
so finden sich in seinen Figuren trotz ihrer sehr schönen
Ausführung öfters kleinere Ungenauigkeiten in von ihm
nicht besonders wichtig geachteten Punkten. So besitzen
auch R. Diinlopi und notahilis in Wirklichkeit keine zipfellose
Analzelle, sondern wird diese bei Dunlopi durch eine recht-
eckig geknickte Querader abgegrenzt, bei iiotabilis durch
eine stumpfeckig geknickte.
Bei Rioxa modesta F. = Paritii DOL. ist diese Querader
wieder rechteckig geknickt.
Somit gehören nur R. lanceolata Walk, und sexviaculata
V. D. W. (s)'ii. siwiatraiia Enderl.) in die Gattung Rioxa.
wie Enderlein sie auffasst, nebst quiiiqiicmacitlata Vi^7:i.\
(Mem. Indian Museum III, p. 115) und wahrscheinlich die
mir unbekannte erebus RoND. Die beiden ersterwähnten
wenigstens scheinen mir von ihren Verwandten durch
mehrere Merkmale zu unterscheiden, welche für sie die
Beibehaltung der Gattung Rioxa rechtfertigen. Beide zeigen
einen relativ grossen, namentlich langen Thorax, welcher
oben kaum gewölbt ist ; auch das Schildchen ist oben flach
mit einem ziemlich scharfen Rand oberhalb der Seiten-
borstenreihe. Der Hinterleib ist relativ klein, nicht lai.ger
14
202 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
und viel schmäler als der Thorax, Die Fühlerborste ist nur
oben gefiedert, unten nackt. Die Postvertikalborsten sind
weiss. Im Flügelgeäder findet sich eine geschlechtliche Ver-
schiedenheit; bei dem cJ* ist die i'^ Längsader meistens länger
und endet sie dicht neben der Spitze der 2'^" ; die Spitze
der 3*^" Längsader ist aufgebogen. Die Analzelle wird durch
eine wenig gebogene Querader begrenzt und hat einen kurzen
Zipfel. Die Subcostalader ist lang, sie endet jenseits der
kleinen Querader.
Das 6-borstige Schildchen und das Vorhandensein der
Praesuturalborste sind keine besonderen Merkmale, denn
beide finden sich auch bei einem Teil der Verwandten.
Bei sexiiiaciilata var. parvipiiìictata e? liegt die Spitze der
2'^" Längsader derjenigen der i"^" deutlich näher als der-
jenigen der 3'"", auch ist die 2'^ etwas geschwungen ; beim
$ liegt die Spitze der 2'''" von beiden gleichweit entfernt und
die 2*^ Längsader ist fast gerade ; die 3*^ ist an der Spitze
beim ^ deutlich nach oben gebogen, beim Ç gerade.
Bei den sumatranischen, typischen scxmaculata ist die
Verschiedenheit geringer, die Spitze der 2'''" Längsader liegt
in beiden Geschlechtern ungefähr in der Mitte, beim c? ist
jedoch die Spitze der 3"=" Längsader deutlich aufgebogen,
wie dies auch schon von Van der Wulp angegeben wurde.
Beim (j* von lanceolata ist die i*"" Längsader relativ noch
mehr verlängert und ihre Spitze derjenigen der 2""" sehr
nahe gerückt, sodass die zwischen ihnen liegende Zelle am
Flügelrand verengt ist.
ACANTHONEURA Mal\).
S)-n. RIOXA p.p.
Die mit Rioxa im obigen Sinne verwandten Arten bilden
offenbar im mala}'ischen Archipel eine reichlich vertretene
Gruppe. Mir Xx^^tWMox: forììwsipeiuiis'^ S.I.V.., de-Beauforti \)^
Meij., insignis de Meij., 7/?^;-^: DE Meij., sexguttata AW.'^YA].,
nigripcìiìiis DE Meij., alle aus Neu-Guinea, viinuta von Saonek
in der Nähe von Waigeu, Diiiilopi (Java, Sumatra) mit v^ar.
cei-aniensis (Ceram), notabilis (Sumatra), h-evicornis (Java), mo-
desta F. = Paritii DOL. (Java), polyxena OST. Sack. von Java.
STUDIEN ÜHKR SÜDOSTASTATISCHE DIPTEREN IX. 203
Sic zeig'en unter eiiianclcr eine /Jemlich grosse Verschie-
denheit. Die Fi-ihlerborste ist unter den von niir bekaniiteii
irrten meistens beiderseits gcliedert, bei inodesta unten nur
kurzgefiedert, das Schildchen ist meistens 6-borstig, bei Z>««-
lopi ist jederseits die 2'^ Borste kurz und schwach, bei notabilis
und brcvicoriiis ist das Schildchen praktisch 4-borstig.
Die Praesuturalborste ist meistens vorhanden, sie fehlt aber
bei brcvicornis und notabilis.
Die Analzelle ist durch eine rechtwinklig geknickte Quer-
ader abgegrenzt, bei notabilis ist diese Ader aber stumpf-
winklig geknickt.
Die 2'^ Längsader ist oft mehr oder weniger wellenartig
geschwungen, bisweilen aber ganz gerade; hier finden sich
alle Übergänge. Ganz gerade ist sie bei iiigripeniiis, minuta,
notabilis, modesta, nigra, fast gerade bei brevicoriiis.
Der Hinterleib ist oft nicht länger als der Thorax, aber
doch relativ breiter als bei Rioxa, sodass das hier vorhan-
dene Missverhalten fehlt. Die Postvertikalborsten sind bei
allen schwarz.
Die Randader ist bald gut entwickelt [insignis, brevicornis),
bald massig stark [de-Bcanforti, modesta, nigripenìiis, fornio-
sipennis,. minitta, sexgnttata), bald fast fehlend, oder nicht
deutlich erkennbar [Dn)ilopi, polyxend) ; die kleine Querader
liegt bald in der Mitte der Discoidalzelle [formosipeiinis,
insignis, nigripennis), bald kaum hinter der Mitte [de-Beanforti,
minuta, notabilis), bald deutlich oder weit hinter der Mitte
[DiDtlopi, sexgnttata, brevicornis, nigra, modesta). Ocellarborsten
sind gut entwickelt bei sexgnttata, schwach héi formosipennis,
Dunlopi, brevicornis (sehr kurz), modesta (sehr kurz) fehlend
bei de-Beanforti, insignis, nigripennis, minnta, nigra. Die
Augen sind rundlich bei Dnnlopi. minnta, nigripeiinis, sex-
gnttata, poljxena, notabilis, oval bei formosipennis, de-Bean-
forti, insignis, brevicornis, nigra. Das Untergesicht ist concav
bei Dnnlopi. polyxena, iiotabilis, minnta, fast gerade bei for-
mosipennis, sexgnttata, brevicornis, convex bei nigra, de-Bean-
forti, insignis, nigripennis ; bei letzterer ist der Mundrand
zurückweichend.
Acanthonenra (Rioxa) nigra DE Meij. aus Neu-Guinea hat
mit den echten Rioxa- ^xX.ç.w das schmale, relativ kleine Abdo-
204 RR, J. C. H. DE MEIJERE,
men gemein; auch ist bei ihr beim c? die i*'' Längsader sehr
lang und Hegt die Spitze der 2'^" derjenigen der i'*"" deut-
lich näher als derjenigen der 3''=". Letztere ist aber nicht
aufgebogen, und die die Analzelle begrenzende Ader ist recht-
winklig geknickt ; auch sind die Postvertikalborsten schwarz,
und ist die Fühlerborste auch unten gefiedert. ^)
DIARRHEGMA Bezzi.
Diarrhegma modesta F.
Kertesz. Ann. Mus. Nation. Hung. X, 191 2. p. 545.
Bezzi. Mem. Indian Museum. Ill, 191 3. p. 109.
Tandjong Priok, April, November, öfters an der Unterseite
der Blätter des Waru-Baumes, JACOBSON leg.
^) Als ich diese Arbeit schon fertig gestellt hatte, erscliien Hendel's
analytische Übersicht über die Gattungen der Bohrfliegen. Er fülut hierin
einige neue Gattungen auf, welche offenbar zum oben besprochenen
Formenkreis gehören, so z. B. Themarflides für quadri/era Walk. Es
finden sich in den mir bekannten Arten dieser Gruppe allerhand plasti-
sche Differenzen, welche zu weiteren Gattungen Veranlassung geben
könnten. Eine weitere Unterverteilung möchte ich aber augenblicklich
nicht vornehmen. Man würde zu einer ganzen Reihe engverwandter Gat-
tungen je mit wenigen Arten gelangen. In allgemeinen bin ich ja auch
kein Freund der weitgehenden Zersplitterung in Gattungen, welche jetzt
von vielen geüljt wird. Warum Hendel die Gattung Acanthofieitra Macq.
unter denjenigen mit nicht gefiederter P'ühlerborste gestellt hat, ist mir
nicht deutlich. Macquart gibt deutlich an: „Style à poils allongés";
auch Osten Sacken erwähnt die „plumose arista".
Ein paar Arten sind schon abgetrennt worden, so ist von Bezzi
für modesta die (Gattung Diarr/iegina errichtet worden (Mem. Indian
Museum 111, p. 108), während für hrcvicoriiis und die nahe ver-
wandte nif^rh'eiit?-is \on ihm die Gattung Ptilona \'an der Wulp bei-
behalten ist.
Im übrigen scheint es mir am besten einstweilen die übrigen unter
Acanthoiieura Macq., wegen ihier offenbaren Verwandtschaft mit Ac.
fuscipi'ìinis Macq., zusammen zu behalten.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 205
CHELYOPHORA Rond. {-= STICTASPIS Bezzi).
1. Chelyophora bilineata n. sp. Taf. 5. Fig. 11.
Bezzi. Mem. Indian Mus. Ill, 191 3. p. 102.
Semarang, März, i $, Jacobson leg.
?. Stime mattgelb, jederseits mit 5 Orbitalborsten, von
denen die 2 hinteren nach hinten, die 3 vorderen nach innen
gerichtet sind. Wurzelglieder der Fühler gelb, das 3"= Glied
dunkelbraun, die Borste schwarzbraun mit gelber Wurzel, oben
lang, unten kürzer gefiedert. Untergesicht gelblich, am Mund-
rande verdunkelt. Rüssel und Taster gelb. Backenborste stark,
Hinterkopf gelb.
Rückenschild glänzend schwarz, die Schulterbeulen gelb,
desgleichen 2 schmale, nach hinten divergierende Längs-
striemen, deren Farbe hinten, an der Dorsocentralborste, in
Weiss übergeht, auch der zwischen diesen Striemen liegende
Hinterrand schmal weiss. In Anschluss an diese Längslinien
ist auch die Quernaht teilweise gelb, hinter derselben liegen
nahe dem Seitenrand des Thorax 2 weisse Fleckchen ; zwi-
schen Schulterbeule und Flügelwurzel eine weisse Randlinie.
Schildchen glänzend schwarz, an der Wurzel jederseits mit
einer hakenförmigen weissen Figur, auch 2 Fleckchen an
der Spitze weiss; diese Fleckchen liegen je an der Aussen-
seite einer Endborste. Brustseiten glänzend schwarzbraun,
nur ganz vorn gelb. Hinterleib gelb, der 2"", 3'^ und 4""
Ring schwarzbraun, mit schmalen gelben Hinterrandsäumen ;
die Legeröhre gelbrot.
Beine ganz gelb. Vorderschenkel unten mit 5 schwarzen
Borsten. Flügel glashell, die Wurzel, ein Vorderrandsaum,
welcher an der Ausmündung der Hilfsader anfängt und 3
Querbinden, von welchen die beiden äusseren oben nicht
mit dem Randsaum zusammenhängen, braungelb mit dunk-
leren Stellen. Schwinger gelb.
Körperlänge 8 mm., Flügellänge 7 mm.
Diese Art ähnelt in der Flügelzeichnung Ch. separata Bezzi,
besitzt aber die schwarzen Flecken am Seitenrande des Thorax.
2. Chelyophora histrionica n. sp. Taf. 5. Fig. 12.
Buitenzorg, i i^, September; Semarang, März, April, (3*,$,
Jacobson leg.
2o6 DR. J. c. H. dp: mfjjere,
Stirne gelb, die Periorbiten graulich weiss, mit 4 Orbital-
borsten, von denen die 2 vorderen nach innen, die 2 unteren
nach hinten gerichtet sind. Fühler rotgelb, das 3'^ Glied
länglich, mit spitzer Oberecke, die Borste schwarzbraun,
beiderseits lang gefiedert. Untergesicht weisslich ; Rüssel und
Taster gelb. Hinterkopf weisslich, oben mit 3 dunklen Stellen.
Thorax gelb mit schwarzer Zeichnung, einer Mittellinie,
welche sich vor dem Schildchen in einen viereckigen Flecken
verbreitert, einem dreieckigen Flecken an der Innenseite der
Schulterbeule und hinter diesen 2 striemenartigen Flecken ;
von diesen erreicht der innere den Hinterrand nicht ganz,
der äussere, breitere, liegt am Seitenrande. Oben trägt der
Thorax gelbes Toment.
Schildchen glänzend schwarz, jederseits mit einem haken-
förmigen gelben Plecken. Brustseiten braun, der grösste
Teil der Mesopleuren und einige Fleckchen unter der Flügel-
wurzel weiss. Hinterrücken glänzend schwarz.
Hinterleib matt bräunlich bis rötlich weiss mit schmalen
schwarzbraunen Vorderrandsäumen und Spuren einer dunk-
leren Mittellinie; die Behaarung an der Wurzel gelblich,
weiterhin schwarz, am Seitenrande dicht und stark. Lege-
röhre rotgelb. Beine gelb, Vorderschenkel unten mit 5 — 6
schwarzen Borsten ; Hinterschienen aussen mit einer Reihe
kurzer Börstchen. Flügel glashell mit 3 braungclben dunkel
gesäumten Binden, von welchen die innere oben an der
Spitze der Hilfsader ein schwarzes Fleckchen enthält, die
2 äusseren oben dicht unter dem Vorderrand schmal ver-
bunden sind, die äussere, ganz braun gefärbte 3 glashelle
Fleckchen enthält, 2 kleine am Vorderrande und einen läng-
lichen Flecken am Hinterrand, wodurch die Binde gegabelt
erscheint. Schüppchen gelbweiss.
Körper- und Flügellänge 5 mm.
Das (^ hat keine Paletten auf der Stirne, die Hinterschienen
sind von einfacher Bildung, ohne Auszeichnungen, nur aussen
mit einer Reihe von Börstchen.
Diese Art zeigt in der Flügelzeichnung Ähnlichkeit mit
ceratinina und striata ^^7:/ä, unterscheidet sich von beiden da-
durch, dass die 2'*^ Flügelbinde oben von dem Vorderrandsaum
getrennt ist und durch die schwarzen Hinterleibsquerbinden.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCME DIPTEREN IX. 20/
CARPOPHTHOROMYIA Austen.
Carpophthoromyia tomentosa n. sp. Taf. 5. Fig. 13.
Austen. Bull. Entom. Research I. 19 10 p. 71.
Semaraiig, Januar, (S, Ç, J.ACOBSON leg.
Stirne matt gelbweiss, in der Mitte mit einem schmalen
braunen Ouerbäudchen. Jederseits 4 (3rbitalborsten vorhan-
den, die beiden in der vorderen Stirnhälfte nach innen
gerichtet. Fühler rotgelb, das ß''^ Glied länglich oval, mit
schwarzbrauner, kaum pubeszenter Borste. Untergesicht weiss,
wenig glänzend, unter der Fühlerwurzel braun, Wangen in
der oberen Hälfte braun. Rüssel und Taster braungelb.
Rückenschild glänzend schwarz, oben mit grauweisser Berei-
fung und mit dichtem weissen Tomente, welches aber vorn,
an der Quernaht und am Seitenrande nicht vorhanden ist;
die Borsten lang, schwarz. Schildchen glänzend schwarz.
Brustseiten in der oberen Hälfte und die Schulterbeulen
weiss, die Brust glänzend schwarz. Hinterrücken mattweiss.
Hinterleib kurz und breit, schwarzbraun, der 2^" und der
4'^ Ring mit Ausnahme des Vorderrandes grauweiss, weiss-
behaart; auch der braun bestäubte 3'" Ring weissbehaart.
Der 5"= Ring und die Legeröhre glänzend schwarz, mit
schwarzer Behaarung; der 6"= Ring nicht abgeplattet, nach
hinten nur allmählich verschmälert. Hüften und Schenkel
schwarz. Schienen und Tarsen gelb. Vorderschenkel unten
dicht schwarz beborstet. Flügel weisslich mit ausgedehnter
schwarzer Zeichnung, wie in Fig. 13 angegeben. Schwinger
gelb mit braunem Knopf.
Körperlänge 4.5 mm ; Flügellänge 4 mm.
Während bei den beiden vorhergehenden Arten die Fühler-
borste lang gefiedert ist, ist sie hier kaum pubeszent, auch
in der Legeröhre weicht diese Art von ihnen ab, weil diese
hier fast nicht, bei ihnen stark flach gedrückt ist. Stirne und
Hinterschienen des (S sind ohne besondere Auszeichnungen.
Hendel stellt (Die Gattungen der Bohrfliegen, Wien. Ent.
Zeitg. XXXIII 19 14 p. 80) in diese Gattung nur Arten mit
lang gefiederter Borste, die übrigen gehören nach ihm zu
Ceratitis s. 1. Er würde also auch obige Art zu Ceratitis
stellen. Das 3"^ Fuhlerglied ist oben an der Spitze nicht
208 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
eckig, die kleine Querader liegt aber etwas jenseits der Mitte
der DiscalzcUe, was nach seiner Tabelle (No. 13) bei der
Ceralüis-ähnlichen Gruppe nie der Fall ist.
ANOPLOMUS Bezzi.
Anoplomus flexuosus Bezzi.
Bezzi. Mem. Indian Museum III, 191 3 p. 100.
MaCQUART. Dipt. exot. Suppl. 3. p. 65. {Tcphritis fasci-
ventris).
Wonosobo, April, i (j*, Jacobson leg.
TAENIOSTOLA Bezzi.
Taeniostola soror Sciiiner.
Bezzi. Mem. Indian Museum III, 1913. p. 119.
Semarang, i $, JACOBSON leg.
Die Stirne ist mattgelb, das schmale Mittelfeld dunkler,
rötlich. Es sind jederseits hinten 2 nach hinten gerichtete
und vorn 3 schief nach innen und vorn gerichtete Orbital-
borsten vorhanden. Die Fiihlerborste ist massig lang gefiedert.
Am Backen findet sich eine starke, schwarze Borste. Post-
vertikalborsten massig lang, schwarz. Der Thorax trägt
ausser den beiden von SCHINER erwähnten Seitenstriemen
eine dunkle Mittellinie, welche sich vor dem Schildchen
dreieckig erweitert; ausserdem findet sich knapp am Seiten-
rande hinter der Quernaht ein schwarzer Längsfleck. Das
gelbliche Schildchen zeigt bei dem vorliegenden Exemplar
eine schwarze Mittelstrieme, welche sich hinten erweitert ;
der Hinterrücken ist ganz schwarz. Präsuturalborste vor-
handen ; Schildchen mit 4 Borsten. Borsten alle schwarz.
Am Hinterleib ist der i"= Ring gelb, der 2"= schwarzbraun
mit gelbem Vorderrandsaum, der 3"" gelb mit schmaler, in
der Mitte unterbrochener, schwarzbrauner Querbinde am
Vorderrande, der 4''' vorn schwarzbraun, hinten gelb, der 5'^
gelb, der 6'^ (das i'*' Glied der Legeröhre) fast so lang wie
die vorhergehenden zusammen, schwarzbraun. Die Behaarung
ist am Thorax kurz gelb, am Hinterleib z. T. dunkler, aber
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX, 209
spärlich. i"= Längsader ganz, die 3''= bis über der hinteren
Querader beborstet ; 2'*^ Längsader ganz gerade. In der
Flügelzeichnung sieht diese Art der Gattung Gastrozona, im
besonderen G.fasciventris, sehr ähnlich, sie unterscheidet sich
durch die gut entwickelten Ocellarborsten. Die Schwinger
sind blassgelb.
Körperlänge ca. 6 mm; Flügellänge 6.5 mm.
TRITAENIOPTERON gen. n.
Stiriie massig breit; i obere, 2 untere Orbitalborsten vor-
handen. Untergesicht konkav. Augen schmal, 3'^" Fühlerglied
an der Spitze gerundet; Fühlerborste beiderseits gefiedert.
Thoraxbeborstung vollständig, aber nur jederseits die hintere
Dorsocentralborste vorhanden. Schildchen mit 6 Borsten,
die mittlere jederseits schwächer als die übrigen. Hinterleib
eiförmig. Die Beborstung und Behaarung am ganzen Körper
gelb ; die Körperfarbe gleichfalls gelb, mit schwarzer Zeich-
nung. Flügelzeichnung eigentümlich, mit 3 fast geraden
schwarzen Binden, von welchen die 3"^'= von der Spitze an
fast dem Hinterrand entlang verläuft. Der Randdorn fehlt,
die i"= Längsader überall, die 3^*^ bis weit jenseits der kleinen
Querader beborstet. Der Zipfel der Analzelle ziemlich kurz ;
die kleine Querader ungefähr in der Mitte der Discoidalzelle.
Trotz der gelben Farbe von Borsten und Behaarung gehört
diese Gattung wegen der gefiederten Fühlerborste, der 6
Schildchenborsten, der Flügelfarbe, der nicht stumpfen
Börstchen des hinteren Augenrandes zu den Ceratinincn,
nicht zu den Trypaneincn ; sie steht der 7?/^.t'rt-Gruppe nahe.
(Wien. Ent. Zeitg. XXXIII, 19 14. p. -ji).
Hendel's Tabelle der Gattungen der Bohrfliegen führt
auf No. 26; Sophiroides passt nicht wegen der vorhandenen
Praesuturale, Sopiiira nicht, weil die kleine Querader in der
Mitte der Discoidalzelle steht.
2. Tritaeniopteron eburneum n, sp. Taf. 6. Fig. 14.
Tandjong Priok, November, 2 (^^, i Ç, an der Unterseite
der Blätter des Waru-Baumes, JACOBSON leg.
Stirne matt rotgelb, mit 4 Orbitalborsten, Ocellarborsten
2 IO DR. J. C. H. DE MEIJERE,
sehr kurz, alle KopiDorsten, wie auch diejenigen von Thorax
und Schildchen gelb ; Fühler gelb, die Borste beiderseits
lang gefiedert; Untergesicht gerade, der Mundrand etwas
vorspringend, glänzend blassgelb, in der Mitte mit einem
braunen Flecken. Rüssel und Taster rotgelb.
Thorax elfenbeinweiss, vor der Quernaht jederseits am Sei-
tenrande mit einem schwarzen Fleck, welcher sich als Quer-
binde zur Brust fortsetzt ; hinter der Quernaht finden sich
2 bogenförmige, schwarze Striemen, welche hinten durch einen
schwarzen Hintersaum des Thorax mit einander verbunden
sind. Praesuturalborste vorhanden. Schildchen weiss, oben
flach, mit 6 gelben Borsten. Brustseiten gelbweiss mit der
erwähnten schwarzen Binde und 2 schwarzen Flecken im
hinteren Teile. Hinterrücken glänzend schwarz, mit weiss-
licher Mittelstrieme. Die Behaarung des Thorax kurz, weiss-
lich gelb.
Hinterleib von der Länge des Thorax, eiförmig, weissgelb
behaart, beinweiss, mit schwarzem Vordersaum am ßren^^ten
Ringe; diese Säume hinten durch eine nicht gerade, sondern
geschwungene Linie begrenzt.
Beine ganz gelb. Vorderschenkel unten mit ca. 6 gelben
Borsten. Flügel glashell, an der Wurzel gelblich, weiterhin
mit 3 schwarzbraunen Querbinden ; die erste fängt an der
Wurzel des Flügelstigmas an und verläuft bis zur Spitze der
Analzelle; die 2"= fängt an der Spitze der 2^"^" Längsader an
und endet in der Mitte der Discoidalzelle, die 3^*= verläuft
den Flugelhinterrand entlang. Kleine Querader in der Mitte
der Discoidalzelle. Analzelle mit kurzem Zippel, durch eine
stumpfeckig geknickte Querader begrenzt. Flügelstigma gelb;
kein Randdorn vorhanden, 1'*= und 3*'' Längsader bedornt,
letztere ungefähr bis zur hinteren Querader. Schwinger gelb.
Körperlänge 5.5 mm.; Flügellänge 6 mm.
Die Legeröhre (das 6'*= Segment) des Ç ist relativ kurz, so
lang wie die 2 letzten Ringe zusammen, von gelbbrauner
Farbe.
Durch die gelbe Farbe aller Borsten und durch die binden-
artige Flügelzeichnung steht diese Art isoliert.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. 211
STAURELLA Bezzi.
Bezzi, Mem. IiuHan Museum III, 191 3, p. 121.
Staurella maculifrons n. sp. Taf. 6. Fig. 15.
Wonosobo, Mai, 2 $$, JACOBSON leg.
Ç. Stirne gelb, etwas glänzend, in der Mitte mit einem
sehr grossen schwarzbraunen Flecken von rautenförmiger
Gestalt ; diese Partie ist etwas vertieft. Fühler rotgelb, die
Fühlerborste beiderseits massig lang gefiedert, das 3'^ Glied
länglich, den Mundrand fast erreichend. Untergesicht glänzend
weissgelb, am Unterrand verdunkelt, in der Mitte zurück-
weichend. Rüssel und Taster rotgelb, letztere an der äussersten
Spitze dunkelbraun. Backen massig breit, rotgelb. Hinterkopf
grösstenteils schwarzbraun, oben gelb gesäumt.
Thorax schwarz, oben kaum glänzend, braun behaart, die
Schulterbeulen und eine Strieme bis zur Flügclwurzel, nebst
einem viereckigen Ouerflecken vor dem Schildchen gelb, die
Quernaht mit Ausnahme des medianen Teiles rotgelb ge-
säumt. Praesuturalborste fehlend, i Dorsocentrale und i Prae-
scutellare vorhanden. Brustseiten schwarz, der Oberrand des
Mesopleurum gelb gesäumt, was die oben schon erwähnte
Strieme bildet. Hinterleib schwarz, mit gelber Mittelbinde,
der 5'*^ Ring am Hinterrand gelb gesäumt. 6^'='' Ring relativ
kurz, wenig langer als der 5'*=, schwarzbraun.
Beine, auch die Hüften gelb, die Schenkel vor der Spitze
mit einem schwarzen Ringe, welcher an den Mittelschenkcln
am breitesten ist, die Mittel- und Hinterschienen schwarz-
braun. Vorderschenkel unten mit ca. 7 Borsten. Flügel glas-
hell, mit einer vom Flügelstigma sich bis zur Mitte der Dis-
coidalzelle erstreckenden Halbbinde, einer vollständigen Binde
über die hintere Ouerader und schwarzbrauner Flügelspitze.
Der Randdorn fehlt. 3"" Längsader mit einigen Börstchen in
der Basalhälfte. Kleine Ouerader in der Mitte der Discoidal-
zelle, Analzelle mit kurzem Zipfel. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge 5 mm.
212 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
SPHENISCOMYIA Bezzi.
Spheniscomyia quadrincisa Wied.
Bezzi, Mem. Indian Mus. Ill, 191 3, p. 147.
De Meijere, Studien II, p. 126 [Euxesta parvula v. D. WULP).
Wonosobo, Mai, Jacobson leg.
CHAETOMERELLA gen. n.
Kopf niedrig, breiter als hoch, die Wangen sehr schmal,
das Untergesicht etwas ausgehöhlt, am Mundrand schwach
vortretend. Backen schmal. Augen gross, rund. Fühler
massig lang, das 3'« Glied länglich oval, mit abgerundeter
Spitze ; Fühlerborste pubeszent. Ocellarborsten fehlen, Post-
vertikalborsten massig lang. Börstchen am hinteren Augen-
rande schwarz. Hinterkopf etwas gepolstert.
Thorax oben etwas abgeflacht; Humeralborste vorhanden.
Praesutural- und Praescutellarborsten fehlend ; von den Dorso-
centralborsten nur jederseits die hintere vorhanden ; Schild-
chcn mit 6 Borsten, die mittlere jederseits sehr schwach.
Sternopleuralborste vorhanden. Hinterleib ziemlich stark
behaart, das Hypopyg (beim einzig vorliegenden (j*) vortretend,
vorn mit 2 Lamellen. Vorderschenkel stark, etwas verdickt,
unten mit einer Reihe von Borsten zwischen der Behaarung ;
auch die Hinterschenkel und hinteren Schienen mit einigen
Borsten. Mittelschiene mit i Sporn, die übrigen ohne Sporne.
Flügel namentlich in der Vorderrandshalfte grösstenteils
dunkel ; kleine Querader etwas jenseits der Mitte der Discoi-
dalzelle ; Zipfel der Analzelle kurz.
Bei Benutzung von Hendel's Tabelle der Gattungen der
Bohrfliegen gelangt man auf No. 58, wenn man die beiden
Härchen am Schildchenrande nicht als Borsten mitzählt.
Die 4 hierunter aufgeführten Gattungen sind aber wahr-
scheinlich alle von ihr verschieden.
Chaetomerella nigrifacies n. sp. Taf. 6. Fig. 16.
Gunung Gedeh, März, i (j", JACOBSON leg.
c?. Stirne matt rotgelb, vorn mattschwarz, die kurzen
Periorbiten glänzend gelb. Am Augenrand stehen 4 Ocel-
larborsten, von welchen die 2'^ und 3'*^ am stärksten sind.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 213
Wurzelglieder der Fühler weiss, das 3"^ Glied länglich,
schwarz, die Borste schwarz, kurzbehaart. Untergesicht
schwarz, ausser am Mundrand dünn grauweiss bereift, auch
die schmalen Backen schwarz. Rüssel und Taster rotgelb,
oben mit 3 dunklen Striemen, unten ganz schwärzlich.
Thorax gelbrot, massig glänzend, vorn unmittelbar über der
gelben Schulterbeule verläuft ein dunklerer Strich ; auf der
Mitte des Thorax die Spuren 2''' dunklerer Linien. Schild-
chen mehr gelblich, oben fast flach, mit 4 Randborsten von
gleicher Länge und jederseits zwischen der äusseren und
inneren Borste ein kurzes Härchen. Brustseiten glänzend
schwarz, oben durch eine gelbe Linie begrenzt ; Sternopleuren
z. T. rotgelb. Hinterleib glänzend schwarz, die Wurzel in
der Mitte gelblich ; die Behaarung schwarz. Vorderhüften
scViwarz, die hinteren gelb. Schenkel schwarz, oben mit
einer gelben Strieme, die etwas verdickten Vorderschenkel
auch unten mit einer solchen Strieme, Kniee gelb. Vorder-
schienen schwarz, die Mittelschienen gelbbraun, die Hinter-
schienen gelb ; die Tarsen gelb, der Metatarsus der Vorder-
beine an der Spitze mit einem schwarzen Höckerchen.
Vorderschenkel unten lang schwarz beborstet; Hinterschenkel
unten mit ca. 4 längeren Borsten ; Hinterschienen aussen in
der Mitte mit ca. 4, an der abgewandten Seite ebenfalls in
der Mitte mit 3 noch etwas längeren Borsten. Flügel glas-
hell mit schwarzbrauner Zeichnung, wie in Fig. 16 angegeben.
Kleine Querader weit hinter der Mitte der Discoidalzelle;
Analzelle mit kurzem Zipfel. Schwinger weiss.
Körper- und Flügellänge 4 mm.
PIESTOMETOPON gen. n. Taf. 6. Fig. 17.
Stirne relativ schmal, überall gleichbreit, mit 4 Orbitalborsten,
von welchen die hintere nach hinten, die 3 vorderen nach
vorn und innen gerichtet sind. Ocellarborsten fehlen ; Post-
vertikalborsten relativ kurz. Fühler ziemlich lang, wenig kür-
zer als das Untergesicht. Das 3''' Glied länglich, am Ende
abgerundet; die Fühlerborste nackt. Augen sehr gross, läng-
lich, nackt. Untergesicht fast gerade, der Mundrand nur sehr
wenig vorspringend ; Wangen und Backen sehr schmal. Die
am hinteren Augenrande gestellten Börstchen (die Occipital-
214 I^R- J- e. H. DE MEIJERE,
reihe) schwarz und spitz, auf die obere Hälfte des Augcn-
randcs beschränkt.
Thorax relativ gross, wenig gewölbt, matt bestäubt und
mit kurzer Pubeszenz, ohne Präsutural- und Dorsocentralborste;
Ilumeralborste vorhanden ; am Hinterrand jederseits i Prae-
scutellar- und i Supraalarborste. Schildchen mit 4 Borsten ;
I Meso-, I Sterno-, i Pteropleuralborste vorhanden. Hinter-
leib kolbenförmig, etwas länger als der Thorax.
Reine relativ stark, die Vorderschenkel etwas verdickt,
unten mit einigen Borsten; Mittel- und Hinterschenkel in der
Spitzenhälfte mit einigen Dörnchen.
Flügel gebändert. Die 3"^ Längsader fast nackt, nur an der
Wurzel mit einigen Börstchen. Kleine Querader hinter der
Mitte der Discoidalzelle. Zipfel der Analzelle kurz, die sie
abschliessende Ouerader stumpfwinklig geknickt, 2'^ Längs-
ader fast gerade.
Bei Benutzung von Hendel's Tabelle der Gattungen der
Bohrfliegen (Wien, Ztg. 1914, p. 73), gelangt man auf No. 10.
Die 3 dort aufgeführten Gattungen mit ventral gedornten
Schenkeln sind offenbar alle verschieden.
Piestometopon luteiceps n. sp. Taf. 6. Fig. 17.
Tandjong Priok, Juni, i ', JACOBSON leg.
Stirne matt rotgelb, die Borsten braun. Fühler rotgelb,
kürzer als das Untergesicht, das 3'" Glied zweimal so lang
wie breit, an der Spitze gerundet. Borste schwarzbraun, mit
verdickter gelber Basis. Untergesicht kürzer als die Stirne,
etwas konkav, rotgelb, weisslich bereift. Fühler und Rüssel
rotgelb, desgleichen die sehr kurzen Backen und der Hin-
terkopf.
Thorax oben schwarzbraun, fast matt, dicht kurz gelb
behaart, Schulterbeulen und der Seitenrand breit rotbraun.
Schildchen rotbraun mit 4 Borsten, im übrigen fast nackt
und etwas glänzend. Brustseiten schwarzbraun, weissbereift
und mit einiger weisser Behaarung. Hinterrücken schwarz.
Beine ganz rotgelb, die Schenkel, namentlich die Vorder-
schenkel relativ stark, letztere unten mit ca. 5 Borsten.
Mittel- und Hinterschenkel unten nahe der Spitze mit mehreren
schwarzen Dörnchen. Hinterschienen an der Aussenseite mit
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 21 5
einer Reihe von Börstchen. Hinterleib kolbenförmicf, von
dunkel rotbrauner Farbe, das 1^'= Segment weiss, bereift ; die
Behaarung an der Wurzel weiss, in übrigen dunkel, gelb
schimmernd. I'lügel glashell, mit einer vom Flügelstigma
sich bis zur Analzelle erstreckenden Halbbinde, einer sich
in der Mitte stark verbreiternden Binde, welche beide Ouer-
adern enthält, einer schmalen Binde vor der Spitze und einem
schmalen Spitzensaum ; alle diesen Zeichnungen sind schwarz-
braun, das Flügelstigma ist braungelb. Analzelle mit kurzem
Zipfel. Schwinger gelbweiss.
Körper- und Flügellänge 5.5 mm.
ACIURA Roi!. Desv.
Aciura xanthotricha Bezzi.
Bezzi, Mem. Indian Museum III, 191 3, p. 151.
Semarang, August, i (j", JACOBSON leg.
Die Postvertikal- und obere Scheitelborsten sind bei diesem
Stücke weiss. Durch die bedeutendere Grösse des weissen
Fleckens in der 2^'^" Hinterrandzelle und den dunkleren Anal-
lappen stimmt der Flügel mehr mit Bezzi's Figur 54 überein,
welche sich auf A. moiwciLaeta bezieht.
RHABDOCHAETA De Meij.
Rhabdochaeta venusta n. sp. Taf. 6. Fig. 18.
De Meijere. Bijdragen, tot de Dierkunde XVII. 1904.
p. 109.
Salatiga, i Ç, Docters van Leeuwen leg.
Kopf und Fühler mattgelb, das 3"= Glied eiförmig, in eine
kurze, scharfe Spitze verlängert, die Borste ziemlich dick,
weiss, an der verdickten Wurzel gelb, nackt. Auf der Stirne
stehen einige längere weisse Haare, am Augenrande 3 Orbital-
borsten, von welchen die hinterste verbreitert und flach-
gedrückt ist mit scharfer Spitze und von schwarzbrauner
Farbe ist. Taster gross, weiss mit dunklem Rande. Thorax
matt gelbgrau, gelb beborstet und mit zerstreuten weissen
Härchen, das Schildchen mehr gelblich, gleichfalls matt, am
Rande mit 4 Borsten, die inneren kurz und gekreuzt, vor
2l6 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
denselben 2 längere weisse Haare. Schulterbeulen gelb,
Brustseiten grösstenteils mattgrau. Hinterleib matt gelbgrau,
struppig weiss behaart, die lange Legeröhre glänzend rotgelb,
an der Wurzel dunkler.
Beine gelb ; Hinterschenkel unten mit 2 schwarzen Halb-
ringen, Hinterschienen mit einem solchen nahe der Wurzel.
Flügel glashell, in der Mitte mit einem braunen Fleck,
welcher zahlreiche runde glashelle Punkte einschliesst ; im
Vorderrand zeigen sich eine Anzahl Ouerlinien ; im übrigen
ist die Flügelfläche von z. T. zusammenfliessenden Tropfen-
flecken ausgefüllt. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge fast 2 mm.
Von Rh. pulcliella De Meij. durch das weniger verlängerte
3'^ Fühlerglied, die Flügelzeichnung u. s. w. verschieden.
PLATENSINA Enderlein.
Enderletn. Zool. Jahrb. Abt. Syst. Bd. 31,1911. p. 453.
Platensina sumbana Enderlein. Taf. 6. Fig. 20.
Enderlein. Zool. Jahrb. Abt. Syst. Bd. 31, 191 1. p. 454.
Depok (Java), i $; Semarang, i $, Jacobson leg.
Die Borsten sind bei beiden Stücken nicht braungelb,
wie bei der Type, sondern schwarz (die des Hinterkopfrandes
sind aber gelb); beim Exemplar von Batavia ist der 1'*=
Hinterleibsring grösstenteils gelb, beim anderen nur am
äussersten Seitenrande. Die Flügelzeichnung unterscheidet
sich kaum von Enderlein's Figur, ist auch bei beiden
Stücken nicht ganz ähnlich, so zeigt das von Depok in der 2""'
Hinterrandzelle auch oben ein kleines Randfleckchen. Auch
bei dieser Art ist die äussere Schildchenborste viel länger
als die innere. Der Thorax ist beim sehr rein conservierten
Stück von Depok matt grünlich grau mit den Spuren y
brauner Längslinien.
Diese Art sieht PL acrostacta WiED. ähnlich (man vergi.
Bezzi Mem. Indian Mus. III. p. 153. Taf. X, Fig. 57), letztere
unterscheidet sich u. a. durch das ganz schwarze Stigma.
Bezzi's Gattung Tcphrostola ist m. Er. ohne Zweifel mit
Platensina Enderl. identisch.
STUDIEN Ü15KR SÜDOSTASIATISCIIK DTl'TEREN IX. 217
2. Platensina sauteri Endkrl.
Enderlein. Zool. Jahrb. Abt. S)-st. Bd. 31, 1911. p. 456.
( Tephritis sauteri ) .
Muara Angkee nahe Batavia, i $, April, JACOBSON leg.;
Salatiga, Mai, i $, DoCTERS VAN* Leeuwen leg.
Beide Exemplare sind ziemlich von einander verschieden,
zeigen aber dennoch so grosse Anklänge an T. sauten, dass
ich sie für diese Art halte. Die Fliigelzeichnung ist im
grossen Ganzen eine ähnliche trotz allerhand kleiner Abwei-
chungen ; so fehlen bei dem Stück von Batavia die hellen
Fleckchen unter der Analader ganz. Auch ist bei beiden
in der vorderen Basalzelle dicht vor der kleinen Ouerader
ein glashelles Fleckchen vorhanden und das Fleckchen
distalvvärts von dieser Ouerader steht gerade über der hinteren
Querader. Die Borsten sind beim einen Exemplar schwarz.
Der Hinterleib ist bei dem einen an der Wurzel breit rostgelb,
bei dem von Batavia fast ganz schwarzbraun, auch die Be-
haarung desselben vorwiegend schwarz. Bei dem Stücke
von Salatiga sind die beiden länglichen Flecken am Vorder-
rande gross und unten verschmolzen.
Obgleich die Flügel nicht ausserordentlich erweitert sind,
schliesst sich die Art durch die Stirn- und Schildchenbe-
borstung so nahe an Platensina sumhana u. s. w. an, dass
ich sie in diese Gattung unterbringen möchte. Auch bei
ihr finden sich 2 Randborsten an der Ausmündung der
Hilfsader.
3. Platensina ampia n. sp. Taf. 6. Fig. 19.
Semarang, Januar; l^atavia, Mai, October — Dezember, JA-
COBSON leg.
Stirne matt rotgelb, die Periorbiten weisslich bis bräun-
lich, mit 5 Orbitalborsten, von welchen die 3 vorderen nach
innen gerichtet sind. Fühler rotgelb, die Borste pubeszent.
Untergesicht, Rüssel und Taster weissgelb ; Hinterkopf des-
gleichen, oben in der Mitte graulich, am Rande mit dicken
weissen Börstchen.
Thorax oben grau, mehr oder weniger gelb bestäubt (die
Borsten auf dunkleren Punkten), mit zerstreutem gelben
15
2lS DR. J. C. M. DE MEIJKRE,
Tornente ; Schulterbeulen und der Seitenrand gelb. Schildchen
gelb, an der Wurzel mehr oder weniger grau, mit 4 Borsten,
die äusseren lang, die inneren kürzer, gekreuzt. Brustseiten
matt bräunlichweiss bis gelb. Hinterleib schwarzbraun, zart
braun bereift, namentlich, hinten glänzend,' an der Wurzel,
namentlich an den Seiten, etwas gelb. Ein (5 zeigt auf den
4 vorderen Segmenten eine an den Einschnitten unterbrochene
gelbe Mittellinie. Beine ganz gelb.
Die sehr breiten Flügel schwarzbraun, mit mehreren glas-
hellen Fleckchen, welche grösstenteils am Flügelrande liegen ;
überdies auf der Fläche mit einigen weissschimmernden Fleck-
chen, welche bei durchfallendem Lichte kaum zu beobachten
sind. Randdorn doppelt. Schwinger gelb, der Knopf in der
unteren Hälfte schwarzbraun.
Das $ hat ebenso breite Flügel wie das ^j" ; der letzte
sichtbare Hinterleibsring (die Legeröhre) ist glänzend schwarz,
etwas länger als der vorletzte.
Körperlänge 4 mm.; Flügellänge 4 — 4.5 mm.
Diese Art ist offenbar mit Tephrztzs eiiryptera 'Ry.Z'/ä (M^va.
Indian Museum III, p. 162) nahe verwandt. Es will mir scheinen,
dass auch diese Arten besser in Platensina zu stellen sind ;
auch 'eiiryptera soll zwei Randdorne besitzen, welche aber
verschieden gross sind, während miipla deren 2 gleich grosse
besitzt. Die ß''' Längsader zeigt bei ampia einige zerstreute
Dörnchen.
ELAPHROMYIA Bid. (= PARALLELOPTERA Bezzi).
Elaphromyia pterocallaeformis Bezzi.
Bezzi, 1. c, p. 155.
Nongkodjadjai', i Ç, Januar; Telaga Mendjer (Java), Mai,
I c^, jACüliSON leg.
Die vorliegenden Exemplare haben relativ noch etwas län-
gere Flügel, der Thorax ist mehr gelblichgrau bestäubt ; in
der 2'''" Hinterrandzelle finden" sich am Rande nur 3 glas-
helle Flecken ; doch scheint mir hier wohl dieselbe Art vorzu-
liegen. Beim ^ trägt der 4'" Ring 2 kleine schwarze Punkte,
der 5'^ 2 bedeutend grössere. Beim (j* sind der 2'" und 3'^
Ring sehr kurz, der 5''' ist am längsten; die Flecke des 5'^"
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCTIE DTI'TEREN IX. 2 IQ
Ringes setzen sich in ein schwarzes Strichelchen nach hinten
fort, sind im übrigen so gross wie die des 4"=".
TEPHRITIS Latr.
Tephritis hamulus n. sp. Taf. 6. Fig. 21.
Nongkocljadjar, i $, Januar, JACOBSON leg.
Stirne und Fühler matt rostgelb, die Oberecke des 3'^"
Fühlergliedes kaum etwas vortretend, die Borste schwarzbraun,
nackt, mit etwas verdickter, gelber Wurzel. Untergesicht,
Backen und Hinterkopf gelbweiss. Rüssel und Taster gelb.
Thorax dicht gelb bestäubt und mit dichter gelber Pubeszenz.
Schildchen rotgelb, mit 4 Borsten; die inneren nur wenig
kürzer als die äusseren. Brustseiten grösstenteils grau, z. T.
gelbrot. Hinterleib grau, mit schmalen rotgelben Hinterrand-
säumen, der i'*^ Ring an den Seiten ausgedehnt matt rotgelb ;
die Behaarung gelb, vor den letzten Einschnitten stehen
schwarze Börstchen. Legeröhre glänzend braunrot, an Wurzel
und Spitze schmal schwarz. Beine ganz rotgelb. Flügel
mit breitem, sich bis zur 4""" Längsader erstreckendem Vorder-
randsaum, an welchen sich eine über die hintere Ouerader
bis zum Hinterrand verlaufende Ouerbinde anschliesst. In
diesen Binden stehen zahlreiche gelbe Fleckchen. Schwinger
gelb. Körperlänge 5 mm; Flügellänge 4.5 mm.
SPHENELLA Rob. Desv.
Sphenella indica Sciiin. Taf. 6. Fig. 22.
Bezzi. Mem. Indian Museum III. p. 158.
Semarang, März, Jacobson leg. Salatiga, Mai, Doctp:rs
VAN Leeuwen leg.
In Abweichung von Bezzi's Angabe ist bei diesen Stücken
der Hinterschenkel im unteren ~'.^ schwarz, die Beine sind
also nicht ganz gelb; beim vorliegenden Ç ist indessen der
Hinterschenkel an der Oberseite ganz gelb. Auch ist das
glashelle Fleckchen an der Spitze der 2^^=" Längsader, von
welchem auch SciiiNER spricht, deutlicher als in Bezzi's
Abbildung.
220 DR. J. C. II. DE MPJIJERE,
Sphenella nigropilosa n. sp.
Guiiung Ungaran, September, i ç^*, jACOl^SON leg.
Diese Art sieht der vorhergehenden sehr ähnhch. Sie
unterscheidet sich durch Folgendes : die Behaarung des
Hinterleibs ist schwarz, auch die Borsten an der Unterseite
des Hinterschenkels in der distalen Hälfte sind schwarz und
relativ stärker, die Flügelzeichnung ist etwas abweichend :
die dunklen Flügelbinden und der Vorderrand schliessen
gar keine helleren Fleckchen ein, der dunkle Spitzeilsaum
ist an der Innenseite einfach bogenförmig begrenzt, ohne
Ein.schnitt; in der 3'''" Hinterrandzelle finden sich 2 schwarz-
braune Querbinden, von welchen aber die distale nur in
der oberen Hälfte vorhanden ist. Die Hinterschenkel sind
im unteren ^/^ schwarz; an den Vorderschenkeln findet sich
jederseits ein schwarzer Längswiscii ; die Mittelschenke] sind
an der Basis schwach verdunkelt.
Körper- und Fliigellänge 3.5 nnn.
OXYNA Roh. Dksv.
1. Oxyna parca Bezzi.
Bezzi. Mem. Indian Mus. Ill, 191 3, p. 159.
Batavia, Januar; Nongkodjadjar, Januar, Jacobson leg.
Salatiga, Februar, DoCTERS VAN Leeuwen leg.
Nach Bezzi (Philipp. Journ. of Science, VIII, No. 4, Sect.
D. p. 328) auch auf den Philippinen vorhanden.
2. Oxyna nigrif emorata n. sp.
Nongkodjatljar, Januar, i Ç, Jacob.Son leg.
Diese Art sieht der vorhergehenden sehr ähnlich ; sie
unterscheidet sich namentlich durch die schwarzen Hüften
und Schenkel (nur die äusserste Spitze letzterer und die
Trochanteren sind gelb), ferner findet sich in der i""" Hinter-
randzelle ein weisses Flekchen jenseits der Mitte ihres unteren
Randes als f)bere Fortsetzung des 2""" weissen Fleckens in
der 2'*=" Hinterrandzelle; ein sfilchcs Fleckchen findet sich
auch bei parccgiittata BECK., welche aber ganz gelbe Beine
besitzt.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 221
3. Oxyna sororcula VVied.
Bezzi. Mem. Indian Mus. Ill, 191 3. p. 159.
Enderlein. Zool. Jahrb. Abt. S>-st. lîd. 31, 1911,1x455
{Eus ina bisftosä).
Semarang, Mai, Juli, November, October; Xongkodjadjar,
Januar, Jacobson leg. Salatiga, Januar, Mai, DoCTERS \"AN
Leeuwen leg.
Unter den Exemplaren von Semarang findet sich auch
die von Enderlein in seiner Figur Z abgebildete Varietät.
Auch auf der Philippinen vorhanden (Bezzi 1. c. p. 328).
0RNITH0SCHEM4 gen. n. Taf. 6. Fi
\^' -^j-
Körperfarbe rotgelb, auch die Beborstung ganz gelb. Stirne
relativ lang und flach, mit relativ schwachen Orbitalborsten.
Ocellarborsten fehlen ; Börstchen am hinteren Augenrande
fein, gelb. Untergesicht etwas vorspringend. 3'''^ Fühlerglied
länglich, die Spitze abgerundet; die Borste sehr wenig pubes-
zent. Augen gross, länglich, Wangen und Backen sehr
schmal. Thorax wenig bestäubt, massig glänzend ; Humeral-
borste vorhanden, i Dorsocentralborste vorhanden, Schild-
chen mit 4 Borsten ; i Meso-, i Ptero-, i Sternopleurale.
Hinterleib eiförmig, S^'^'' Ring mit 2 gewölbten Flecken, das
&^ Glied (i'''^ Glied der Legeröhre) c\'lindrisch. Flügel ge-
bändert, die kleine Ouerader etwas hinter der Mitte der
Discoidalzelle; Analzelle ohne Zipfel, gerade abgestutzt.
3"^ Längsader nackt, nur an der Wurzel ein Paar Börstchen.
Diese Gattung steht UropJiora nahe, sie hat aber eine
abweichende Kopfbildung und unterscheidet sich ausserdem
durch die allgemeine Körperfarbe.
Bezzi's Tabelle (Mem. Indian Museum III p. 88) führt auf
TepJirostola == Platcnsina, welche Gattung eine ganz andere
Flügelzeichnung besitzt. Hendel's Tabelle der Gattungen
der Bohrfliegen (Wien. Ent. Ztg. XXXIII, 1914. p- 73) führt
auf Nr. 58, es scheint indessen keine der darunter aufgeführten
Gattungen zu passen.
Ornithoschema oculatum n. sp. Taf. 6. Fig. 23.
Batavia, November, i $. JACOBSON leg.
Kopf ganz mattgelb, die- Stirne etwas gesättigter, jederseits
222 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
mit 3 kurzen Orbitalborsten. Fühler, Rüssel und Taster
gelb. Das 3''' Fühlerglied länglich, mit abgerundeter Spitze,
die Borste nackt.
Thorax relativ lang, glänzend rotgelb, sehr kurz gelb
behaart, auch die Borsten alle gelb, wie am Kopfe, Von
Schulterbeule bis zur Flügelwurzel verläuft eine weisse Strieme.
Schildchen glänzend gelb, mit 4 Borsten, die äusseren wenig
länger als die inneren. Brustseiten glänzend rotgelb. Hinterleib
glänzend gelbrot, gelbbehaart, am 5'''" Ringe jederseits mit
einem vorgewölbten, glänzend schwarzen, ovalen Fleck; die
Legeröhre lang, glänzend gelbrot, sodass die Hinterleibsspitze
einem schnabeltragenden Kopf mit 2 Augen sehr ähnlich
sieht. Hinterrand des 5"^" Segmentes mit mehreren langen,
gelben Borsten.
Beine ganz rotgelb. Flügel glashell, an der Wurzel z. T.
gelb, weiterhin mit 3 dunkelbraunen Ouerlinien, welche
nach unten hin convergieren und von welchen die 3'^ sich
oben als schmaler Randsaum bis zur Spitze fortsetzt ; die
2"= Hinterrandzelle am Flügelrand dunkel gesäumt.
Kleine Querader nur wenig hinter der Mitte der Discoidal-
zelle. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge 3.5 mm.
In Van der Wulp's Catalogue findet sich nur von wenigen
Arten dieser Familie Java als Fundort angegeben. Obgleich
ich nach dem Obigen, in Verbindung mit Studien VI, p.
373 — 3S5, eine beträchtliche Anzahl javanischer Arten kennen
gelernt habe, sind mir gerade einige der von Van DER WULP
aufgeführten Arten nicht zu Gesicht gekommen. So sind
mir unbekannt geblieben :
Dacus limbipcnnis Macq. Dipt. exot. II, 3. 217.
» Ritseviac WEYENBERCi. Archiv. Neerl. IV. p. 360.
Enicoptera flava Macq. Dipt, exot. suppl. 3. p. 6-^.
Trypeta obsoleta WiED. Auss. Zweifl. II. p. 499,
während UropJiova taeniata MaC(^. (Dipt. exot. II. 3, p. 222)
eine javanische Ortaline ist (nach Hendf:l in litt. =
PoecilotrapJicra taeniata MaCcì.).
Enicoptera flava ist durch den eigentümlichen Aderverlauf
auch nach Macquart's Abbildung nicht zu verkennen.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 22 3
Trypcta obsoleta ist kaffeebraun, der Hinterleib mit 4 — 6
schwarzen Flecken, die Flügel sind schwärzlichbraun mit
lichteren kleinen Ouerlinien und 2 wasserklaren Rand-
flecken.
Dacus Imibipcnnis ist nach Macquart vielleicht eine Varietät
von ferriigiiicHs, nach Rezzi eher von iiiaculipeniiis DoL.
Er soll schwarz sein, mit gelber Ouerbinde am Abdomen,
auch das Untergesicht wird als glänzend schwarz, nur mit
hellen Seitenrändern angegeben ; ich kenne keine solchen
Exemplare von den genannten Arten ; ist doch vielleicht
eine besondere Art.
Von Dacus Ritsciiiac wird kein dunklerer Wisch in der Anal-
zelle angegeben, er unterscheidet sich dadurch von den
mir bekannten javanischen Arten von der gewöhnlichen
breiteren Gestalt (bei den wespenähnlichen longicornis und
co)iopoides ist die Analzelle nur wenig tingiert). In Rezzi's
Tabelle steht die Art dementsprechend unter den Arten,
in welchen die Analzelle ganz glashell ist. Beim Vergleich
der Beschreibung Wevenbercî's möchte ich glauben, dass
es sich hier um ein Exemplar von D. dorsalis handelt.
Auch der Zipfel der Analzelle ist in der Figur nicht
angegeben, sodass auch das Fehlen des Wisches nicht
sicher ist.
LAUXANIINAE.
Bestimmungstabelle der hier beschriebenen neuen Lauxa-
ìiiiìioi :
i. Flügel dunkel mit zahlreichen helleren Fleckchen . 2
» nicht gegittert 3
2. Fühlerborste lang gefiedert; Hinterleib einfarbig schwarz
L. irrorata n. sp.
Fühlerborste fast nackt, Hinterleib mit zahlreichen
weissen Flecken L. tepliritina n. sp.
3. Thorax blaugrau; sehr kleine Art (1.5 mm); Fühler
gelb mit schwarzem 3'*=" Gliede . . L. pusillinia n. sp.
Thorax schwärzlich (dunkelgrau bis schwarzbraun) . 4
Thorax nur am Rücken grösstenteils dunkel ; Brustseiten
gelb Monocera rhinoceros n. sp.
Thorax ganz oder fast ganz gelblich 7
224 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
4. Fühlerborste schwarz 5
» weiss 6
5. » fast nackt L. coffcata n. sp.
» gefiedert L. Gedehi n. sp.
6. Kopf schwarz .... Pacìiyceriìia IcucocJiaeta n. sp.
» rotgelb . Caniptoprosopella angustilinibata n. sp.
7. Thorax einfarbig gelb, 3''''' Fuhlerglied oval ... 8
Thoraxrücken oder Brustseiten mit schwarzer Zeichnung
oder wenigstens mit dunklen Längslinien, 3""' Fühlerglied
oval oder verlängert 12
8. Hinterleib ohne Flecken 9
» mit einem Paar schwarzer Flecken . . .11
9. 3''-''* Fühlerglied schwarz . . . L. Iciicoprosopoii n. sp.
» gelb 10
10. Hintere Ouerader und Längsader an der Flügelspitze
breit braun gesäumt L. wonosoòciisis n. sp.
Flügel nicht dervveise gezeichnet . . L. grossa n. sp.
11. Fühlerborste langgefiedert. . . . L. bioculata n. sp.
» sehr kurz gefiedert . L. parvinotata n. sp.
12. 3'" Fühlerglied oval 13
>/ verlängert 15
13. Brustseiten mit rundem schwarzen Flecken auf dem
Sternopleuron . . . Poccilohetaeriis sulpiuiriceps n. sp.
Brustseiten nicht gefleckt 14
14. Thorax gelb mit dunkler Mittelstricme in der vorderen
Hälfte L. hyalipeniiis n. sp.
Thorax mit 5 schwarzen Flecken, worunter jederseits i
grosser vor der Flügelwurzel . . . L. inaciiligera n. sp.
I 5. Hinterleibsspitze mit 2 glänzend schwarzen runden Flecken
Pachyccrina javana Macq.
» ohne solche Flecken 16
16. Brustseiten ganz gelb 18
» längsgestreift 17
17. Thoraxrücken mit 10 Längslinien. Fühlerborste behaart
Pacliycerina lo-lineata n. sp.
Thoraxrücken mit den Anfängen von 6 Längslinien.
Fühlerborste langgefiedert
Pachyceriiia parvipunctata n. sp.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 22 5
18. Untergesicht mit 2 grossen schwarzen Flecken
Pachycerina lutea n. sp.
Untergesicht mit 2 kaum sichtbaren kleinen dunklen
Punkten Pachycerina 6-lincata n. sp.
LAUXANIA Latr.
1. Lauxania (Minettia) bioculata n. sp.
Salati ga, Mai, DoCTERS VAN LEEUWEN leg.
Stirne matt blassgelb, auch die Periorbiten nur wenig
hervortretend, sehr schwach glänzend. Fühler gelb, die Borste
schwarz, beiderseits lang gefiedert. Untergesicht gerade, weiss-
gelb, seidenartig glänzend, Taster und Rüssel gelb.
Thorax glänzend gelb, mit 3 Dorsocentralborsten und viel-
reihigen Dorsocentralborsten. Brustseiten etwas blasser. Schild-
chen von der Farbe des Thorax, die beiden Endborsten ge-
kreuzt. Hinterleib kurz, gelb, mit 2 grossen, weit getrennten
runden schwarzen Flecken am 5'^" Ringe. Beine ganz gelb.
Flügel fast glashell, 3"^ und 4'^ Längsader etwas divergierend.
Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge 2.25 mm.
Durch das einzige Paar schwarzer Hinterlcibsflecken nähert
sich diese Art L. crassiuscida DE Meij. (Studien IV, p. 128),
welche aber bedeutend grösser ist und eine nur kurz behaarte
Fühlerborste besitzt.
Aus Semarang liegt mir ein Exemplar vor, welches sich
von den oben beschriebenen dadurch unterscheidet, dass am
6*^" Ring jederseits ein kleiner schwarzer Punkt vorhanden ist.
Zu dieser Art gehören auch die in Studien II, p. 145, als
Kertészi [= orientalis Kert.) bestimmten Exemplare.
Diese aus Neu-Guinea beschriebene Art ist grösser, dunkler,
tiefer rotgelb, das 3'^ Fühlerglied hat eine braune Spitze,
auch die Flügel sind deutlicher.
2. Lauxania (Sapromyza, Minettia), trif asciata de Meij.
De Meijere, Studien IV, p. 130.
Gunung Ungaran, September; Nongkodjadjar, Januar ; Pan-
gerango, October; Semarang, November; Wonosobo, April,
Jacobson leg.
Salatiga, DoCTERS van Leeuwen leg.
226 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
Diese Art ist durch die 3-reihig angeordneten schwarzen
Hinterleibsflecken gekennzeichnet. Die mittlere Reihe besteht
aus länglichen Mittelflecken, welche fast die ganze Länge
ihrer Segmente einnehmen; in den seitlichen Reihen haben
die Flecke den Charakter kurzer Ouerbinden, welche weiter
vom Vorderrand als vom Hinterrand entfernt sind, Die Bein-
beborstung ist bei dieser Art stark ausgebildet; an den
Mittelschienen finden sich ausser der Praeapicalborste noch
3 starke Apicalborsten ; auch die Unterseite der Hinterschenkel
trägt eine Reihe von Börstchen.
3. Lauxania (Minettia) leucoprosopon n. sp.
Nocsa Kambangan, März ; Srondel (Semarang), August ;
Babakan, März, JACOBSON leg.
Stirne dunkelbraun, fast matt, Scheiteldreieck und Perior-
biten sich durch hellere, glänzend rotgelbe Färbung hervor-
hebend. Fühler rotgelb, das 3'^ Glied schwarz, mit beiderseits
lang gefiederter Borste. Untergesicht rotgelb, silberweiss schim-
mernd, etwas gewölbt. Rüssel gelb, Taster gelb mit schwarzer
Spitze.
Thorax glänzend gelbrot, mit 3 Dorsocentralborsten jeder-
seits ; Acrostichalbörstchen 12-reihig. Schildchen von der
Farbe des Thorax, mit 2 gekreuzten Endborsten. Brustseiten
glänzend gelb, mit 2 Sternopleuralborsten. Hinterleib glänzend
rotgelb. Beine gelb, nur die Tarsen an der Spitze etwas ver-
dunkelt. Flügel gelblich tingiert ; beide Oueradern dunkel
gesäumt. 3^'= und 4'*^ Längsader etwas divergierend. Schwin-
ger rotgelb.
Körper- und Flügellänge 4 nmi.
Var. nigrocincta n. var.
Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg.
Die Exemplare entsprechen obiger Beschreibung, nur tragen
bei ihnen die Hinterleibsringe schmale, nach vorn hin wenig
scharf begrenzte Hinterrandsäume.
Unter den keine besonderen Merkmale zeigenden, ganz
rotgelben javanischen Arten zeichnet sich diese durch das
schwarze y Fühlerglied aus.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASLVTISCHE DIPTEREN IX. 22/
6. Lauxania (Minettia) maculifera n. sp.
Gunung Ungaran, September, i Ex., JACOBSON leg.
Stirne ganz glänzend gelb ; Fühler gelb, die Borste schwarz,
beiderseits lang gefiedert. Untergesicht, Rüssel und Taster
blassgelb. Hinterkopf gelb, am Oberrande mit einem schwarz-
braunen Flecken, welcher sich an das kleine schwarze Ocellen-
fleckchen anschliesst.
Thorax glänzend rotgelb, vorn mit einem länglichen Mittel-
fleckchen, jederseits vor der Flügelwurzel mit einer sehr
grossen, glänzend schwarzen Makel von rechteckiger Gestalt ;
auch die hinteren Seitenecken schwarz, was sich in ein
schwarzes Fleckchen jederseits auf das Schildchen fortsetzt,
welches im übrigen von der Farbe des Thorax ist. Acro-
stichalbörstchen ca. 8-reihig. Brustseiten blassgelb, mit einem
grossen dreieckigen schwarzen Fleck auf dem Mesopleuron ;
2 Sternopleuralborsten vorhanden. Hinterleib ziemlich schmal,
glänzend rotgelb, die Seiten in ausgedehnter Weise glänzend
schwarz. Flügel gelb tingiert, ohne dunkle Säume ; die 3*''
und 4^*^ Längsader etwas divergierend. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge 4 mm.
Durch die eigentümliche Thoraxfärbung ist diese Art nicht
zu verkennen.
5. Lauxania (Sapromyza) tephritina n, sp. Taf. 7. Fig. 24.
Gunung Ungaran, September, i c?i JACOBSON leg.
Stirne mattbraun, vorn und am Augenrande mehr gelblich ;
die Bürsten stehen auf dunklen Punkten. Wurzelglieder der
Fühler gelb, das 3^'' Glied dunkelbraun, die Borste schwarz,
kurz pubeszent. Untergesicht gelb, unter den Fühlern, und
am Mundrande mit einer dunkleren Querlinie. Taster gelb,
an der Spitze gebräunt; Rüssel gelb, desgleichen die Backen.
Thorax oben einfarbig matt braungrün, jederseits mit 4
Dorsocentralborsten, Acrostichalborsten ebenso stark wie
letztere, zweireihig. Schildchen von der Farbe des Thorax-
rückens, am Rande etwas fleckig. Brustseiten braun mit
weisslichen Fleckchen. Der Hinterleib ist grösstenteils
sammetschwarz, die Hinterränder mit einer Reihe grosser
weisslicher Flecke, welche je eine Borste tragen ; an den
vordersten und hintersten Ringen dehnt sich die weisse
228 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
Farbe bis zum Vorderrand aus, während die Grundfarbe ins
Braune zieht ; die Reborstung des Hinterleibs ist relativ lang
und struppig.
Beine gelb, die Hüften und die Schenkel bis auf die Spitze
dunkelgrau, die Vorderschenkel indessen nur wenig verdun-
kelt, unten mit 5 langen Borsten. Flügel grösstenteils
•schwarzbraun, gegittert; an der Wurzel und in einer Binde
der Flügelmitte das Gitter spärlicher.
Schwinger mit weissem Stiel und schwarzem Knopf.
Körper- und Flügellänge 2.5 mm.
6. Lauxania (Sapromyza) coffeata n. sp.
Wonosobo, I Ex., April, JACOBSON leg.
Stirne matt kaffeebraun, Scheiteldreieck und Periorbiten
aschgrau. Fühler an der Wurzel rotgelb, das länglich ovale
3*^ Glied grösstenteils schwarzbraun, die Borste schwarz,
etwas pubeszent. Untergesicht ganz gerade, aschgrau. Rüssel
und Taster schwarzbraun. Backen massig breit. Thorax
aschgrau, dünn, weisslich bereift. Acrostichalbörstchen kurz,
sechsreihig ; jederseits 3 Dorsocentralborsten vorhanden.
Schildchen und Brustseiten wie der Thoraxrücken. Hinterleib
schwarzbraun, Kniee, Schienen und Tarsen braungelb, die
Vorder- und Hinterschienen etwas dunkler. Flügel nur etwas
gebräunt, Oueradern nicht braun gesäumt, 3*"= und 4''' Längs-
ader parallel.
Körper- und Flügellänge fast 3 mm.
Durch die fast nackte Fühlerborste ist diese Art von den
übrigen ganz dunklen Arten aus Java verschieden, mit Aus-
nahme der grösseren L. nudiseta Kert., welche sich u. a.
durch glänzende Periorbiten unterscheidet.
7. Lauxania (Minettia) pusiliima n. sp.
Semarang, Mai, Juli, JACOBSON leg.
Stirne matt rotgelb, Scheiteldreieck und die Periorbiten
matt aschgrau ; die kurzen Wurzelglieder der Fühler schwarz,
an der Wurzel verdickt, beiderseits lang gefiedert, oben
länger als unten. Die schmalen Wangen gelb, das Unter-
gesicht aschgrau, gerade ; Praelabrum gelb, Rüssel gelb, Taster
grau. Thorax aschgrau, 2 Dorsocentralborsten jederseits;
STUDIEN ür.ER SÜDUSTASIATISCIIE niPTEREN IX. 229
Acro-stichalbörstchen 4-reihig. Brustseiten gelb, die Meso-
pleuren etwas grau, Schildchen gross, grau, mit breitem,
gelben Rand, die beiden Endborsten gekreuzt. Hinterleib
ganz schwarzbraun, etwas glänzend.
Beine gelb, die Kniee der Vorderbeine verdunkelt, die
der Mittelbeine weniger. Flügel glashell, die beiden Aeste
der i^"" Längsader genähert, die 3'^ und 4'"^' Längsader pa-
rallel. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge 1.5 mm.
Die geringe Körpcrgrösse, der blaugraue Thorax, die
schwarze Fühlerwurzel mit gelbem 3^*^" Fühlergliede lassen
diese Art unschwer erkennen,
8. Lauxania (Sapromyza) hyalipennis n. sp.
Semarang, Januar, i Ex., JacoBvSON leg.
Stirne ganz matt gelbrot, das Ocellenfleckchen dunkel-
braun. Fühler rotgelb, das eiförmige 3"^ Glied dunkelbraun,
die Borste pubeszent. Untergesicht ganz gerade, rotgelb.
Taster wenigstens an der Spitze schwarzbraun.
Thorax fast matt gelbrot, mit einer die Quernaht wenig
überschreitenden, matt schwarzbraunen Mittelstrieme, neben
deren vorderen Ende jederseits ein längliches, matt schwarz-
braunes Fleckchen liegt. Schildchen von der Farbe des Thorax,
Brustseiten desgleichen, mit 2 Sternopleuralborsten. Hinterleib
gelb, kaum glänzend, der 5'^ und ó'*" Ring je mit 4 schwar-
zen Fleckchen, von welchen je die beiden mittleren strie-
menartig sind und sich vom Vorder- bis zum Hinterrand
erstrecken, während die äusseren von halbkreisförmiger Ge-
stalt sind. Beine gelb, die 3 letzten Glieder der Vorder-
tarsen schwärzlich und etwas verbreitert. Flügel glashell,
3*'' und 4'^ Längsader parallel.
Körperlänge 2.5 mm ; Flügellänge fast 3 mm.
Diese Art ist besonders durch die dunkle Mittelstrieme
in der vorderen Thoraxhälfte und die 2 diese begleitenden
dunklen Punkte characterisiert.
9. Lauxania (Minettia) grossa n. sp.
Noesa Kambangan, März ; Muara Antjol nahe Batavia,
November, Jacobson leg.
Stirne matt bräunlich gelb ; Periorbiten und das kleine
230 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
SchcitcldrcJeck massig glänzend. Fühler ganz gelb; Borste
gefiedert. Untergesicht, Backen, Taster und Rüssel gelb.
Thorax braungelb, massig glänzend, jederseits mit 3 Dorso-
centralborsten und mit ca. 12-reihigen Acrostichalbörstchen.
Schildchen und Brustseiten braungelb, letztere dünn weisslich
bereift, 2 Sternopleuralborsten vorhanden. Hinterleib einfarbig,
ziemlich glänzend braungelb. Beine ganz gelb. Flügel etwas
gebräunt ; die hintere Ouerader schmal bräunlich gesäumt,
3*'' und 4'^ Längsader parallel. Schwinger gelb.
Körperlänge 5 mm. ; Flügellänge fast 5 mm.
Die Beschreibung von L. distincta Kert. (1900) trifft im
allgemeinen zu ; weil aber diese Art 8-zeilige Acrostichal-
börstchen besitzen soll, so ist sie von der vorliegenden ver-
schieden ; sie stammt aus Neu-Guinea.
Die ebenfalls ganz rotgelbe L. shnplicissivia DE Meij. aus
Java (Studien IV, p. 132) ist kleiner (Körper- und Flügellänge
3 mm.) und unterscheidet sich dadurch, dass von den Börst-
chen jederseits am Untergesichte je das obere durch grössere
Länge hervorragt. Bei der vorliegenden Art sind diese Börst-
chen alle von gleicher Länge oder die oberen etwas kürzer.
ro. Lauxania (Minettia) wonosobensis n. sp.
Wonosobo, April, i Ex., JACOBSON leg.
Stirne mattgelb, Periorbiten etwas glänzend. Fühler gelb,
das 3*'' Glied oval, die Borste beiderseits lang gefiedert.
Untergesicht ganz gerade, Rüssel und Taster gelb.
Thorax ganz gelb, etwas glänzend, jederseits mit 3 Dorso-
centralborsten und mit ca. lo-reihigen Acrostichalbörstchen.
2 Sternopleuralborsten vorhanden. Schildchen gelb, die End-
borsten gekreuzt. Hinterleib ganz gelb, die Beborstung relativ
lang. Beine gelb. Flügel etwas gelblich, die hintere Ouerader
breit braun gesäumt; überdies finden sich breite, ab.er schwache,
nur durch schmale Interstitien von einander getrennte Säume
an den Spitzen der 2^*^" — 4^^^" Längsader. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge 4 mm.
Diese Art ist .S". sattelbergensis Kert. aus Neu Guinea sehr
ähnlich, welche aber dunkler ist (Stirne bräunlich, Unterge-
sicht gelb, beide grau bestäubt ; die Fühler sind braun, das
3'*= Glied an der Spitze dunkler; der Thoraxrücken grau
STUDIEN ÜP>P:R SÜDOSTASIATISCIIE DirTEREN IX. 23 1
bestäubt). In der Flugelfärbung zeigt sich indessen grosse
Übereinstimmung.
11. Lauxania (Sapromyza) parvinotata n. sp.
l^abakan, März, i Ex., JACOBSON leg.
Kopf ganz gelb. Stirne matt, die Periorbiten massig glän-
zend. Untergesicht gerade. Backen schmal. Rüssel und Taster
gelb.
Thorax gelb, oben wenig glänzend, mit 3 Dorsocentral-
borsten jederseits und unregelmässig 12-reihigen Acrostichal-
borsten. 2 Sternopleuralborsten vorhanden. Hinterleib gelb,
am 5'^" Ringe mit 2 weit von einander getrennten schwarzen
Punkten. Beine ganz gelb ; Flügel etwas gelblich, ungefleckt,
3^*^ und 4"= Längsader kaum etwas divergierend. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge fast 3 mm.
Diese Art sieht L. parvipunctata DE Meij. (Studien IV,
p. 130) ähnlich, weil auch bei ihr die beiden Hinterleibs-
flecke des 5'^" Ringes klein sind und viel weiter von einander
entfernt als ihr Durchmesser beträgt; bei parvipunctata ist
aber auch am 6"^" Segment ein Paar solcher Flecke vorhan-
den ; auch ist die Fühlerborste gefiedert.
Auch mit basipunctata Kert. (1900) zeigt die Art Ähnlich-
keit, es fehlt aber der schwarze Punktfleck an der Basis der
Flügels.
12. Lauxania Gedehi n. sp.
Gunung Gedeh, i 500—2000 M. ; 1625 — 2400 M., Konings-
rerger leg.
Stirne matt schwarzbraun, vorn etwas rötlich, Fühler gelb-
rot, das 3^'' Glied oben und an der Spitze schwarzbraun, von
ovaler Gestalt. Borste beiderseits lang gefiedert. Untergesicht
gerade, an den Seitenecken nur sehr schwach etwas gewölbt,
glänzend schwarzbraun, fast ohne Spur weisslicher Bereifung,
der äusserste Mundrand und die Backen gelbrot, auch der
Hinterkopf rötlich. Thorax glänzend schwarzbraun, sehr
schwach dunkelbraun bestäubt, die Schultergegend rötlich.
3 Dorsocentralborsten vorhanden. Schildchen von der Farbe
des Thorax, die beiden Endborsten lang, gekreuzt. Brust-
seiten in der vorderen Hälfte schwarzbraun, in der hinteren
mehr rötlich, 2 Sternopleuralborsten vorhanden. Hinterleib
232 DR. J. C. II. DE MEIJERE,
einfarbig schvv^arzbraun. Hüften und Schenkel schwarzbraun,
Schienen und Tarsen gelbbraun, die Tarsen an der Spitze,
die Hintertarsen bisweilen verdunkelt. Flügel gelblich tingiert,
die beiden Aeste der i*<^" Längsader deutlich getrennt, 2'*^
Längsader lang, 3'^ und 4"= Längsader parallel. Schwinger
rötlich, der Knopf unten an der Aussenseite gebräunt.
Körperlänge 5.5 mm, Flügellänge 5 mm.
Unter den verwandten, dunklen javanischen xA.rten unter-
scheidet sich fuscofasciata u. a. durch das am Rande breit
weisslich bestäubte Schildchen ; obsciira durch kürzer gefie-
derte Fühlerborste, dunkle Fühler und Schultergegend, gelbe
Schwinger, lugubris durch das weiss bestäubte Untergesicht,
atrata durch glänzend schwarze Stirne, picea durch schwarz-
braune Schienen und Schwingerknopf; signatifroiis durch
letztgenanntes Merkmal, ganz graubraune Schultergegend
u. s. w.
13. Lauxania (Sapromyza) irrorata n. sp. Taf. 8. Fig. 25.
Semarang, JACOBSON leg.
Stirne mattschwarz, Scheiteldreieck und Pcriorbiten, auch
der Vorderrand der Stirne schmal weissgesäumt und jederseits
ein Fleckchen am Augenrande weiss. Untergesicht glänzend
schwarz, der Mundrand und eine damit median zusammen-
hängende V-förmige Figur glänzend braungelb ; es ist in
der oberen Hälfte median schwach gewölbt, die untere Hälfte
springt im ganzen etwas vor. Fühler an der Wurzel matt-
schwarz, das länglich eiförmige 3'^ Glied gelbbraun, die
Borste beiderseits lang gefiedert. Rüssel und Taster schwarz.
Hinterkopf oben grau, unten, wie die schmalen Backen, gelb.
Thorax schwarzbraun, grösstenteils mit einer weisslichen
Bestäubung, welche aber netzartig auftritt und zahlreiche
braunbestäubte Flecke einschliesst; besonders das Mittelfeld
ist zum grössten Teil braun. Jederseits sind 3 Dorsocentral-
bonsten vorhanden, Acrostichalborsten ca. lo-reihig. Schild-
chen schwarzbraun, die Bestäubung braun, an der Spitze
heller. Brustseiten dunkelbraun, mit 2 weisslich bestäubten
Längsstriemen. Hinterleib schwarzbraun. Beine schwarz,
die Schienen mit einem weisslichen Ring vor der Spitze,
die Tarsen braungelb.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 233
Flügel schwarzbraun mit zahlreichen weissen Tropfen-
flecken ; die Spitze weissgesäumt. Schwinger weiss.
Körper- und Flügellänge 3 mm.
POECILOHETAERUS Hendel.
Hendel, Wien. Ent. Ztg. 1907, p. 228; Genera insectorum,
Lauxaninae p. 55.
Poecilohetaerus sulphuriceps n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, c^, Jacobson leg.
(j*. Kopf matt schwefelgelb, Periorbiten und Fühler rahm-
farbig gelb, das 3'"^ Fühlerglied eiförmig, relativ breit, die
Borste fast nackt, schwarz. Untergesicht ganz gerade. Backen
breit. Rüssel dick, gelb. Taster von der Farbe der Fühler.
Thorax oben matt blassbraunlich, die Schulterbeulen und
der Seiten- und Hinterrand schwefelgelb. Acrostichalbörst-
chen 2-reihig, aber kurz; jederseits 3 Dorsocentralborsten.
Schildchen schwefelgelb, mit 4 starken Borsten, die 2 hin-
teren divergent. Brustseiten blassbraun, oben schwefelgelb,
in der oberen Vorderecke des Sternopleurons ein runder
dunkelbrauner Fleck. Hinterleib ganz blassbraun. Beine
einfarbig blass bräunlich gelb. Vorderschenkel unten in der
Spitzenhälfte mit 3 relativ langen Borsten ; auch die Borsten
der Oberseite sind lang. Flügel etwas gelblich, das Geäder
sehr blass. Schwinger weisslich.
Körperlange 2.5 mm., Flügellänge 2.5 mm.
Eine blassbräunliche Art mit auffällig schwefelgelbem Kopf
und Schildchen.
Wegen der nach innen gerichteten vorderen Orbitalborsten
gehört diese Art in diese Gattung, auf welche auch das
ziemlich grosse, flache Schildchen hinweist"; die apicalen
Randborsten desselben sind aber nicht con-, sondern diver-
gierend.
Von Semarang, April (JACOBSON leg.) liegt mir ein Exem-
plar vor, bei . welchem man die schwefelgelbe Farbe von
Kopf und Schildchen nicht beobachtet; weil es nicht ganz
rein und vielleicht in Alcohol conserviert gewesen ist,
verzichte ich auf eine Beschreibung.
16
2 34 I^T^- J- e. II. DE MEIJERE,
CAMPTOPROSOPELLA Hendel.
Camptoprosopella angustilimbata n. sp.
Xongkodjadjar, Januar, 2 Ex., JACOBSON leg.
Stime matt gelbrot; auf den weissbestäubten Augenrändern
heben sich die die Borsten tragenden Periorbiten durch glän-
zend schwarzbraune Färbung hervor. Wurzelglieder der
Fühler gelbrot, das lange, 3'^ Glied schwarz; die Borste
weiss, an der Wurzel gelb, kurz weiss gefiedert. Untergesicht
glänzend rotgelb, am Mundrande jederseits mit einem läng-
lichen Ouerfleck. Das stark vorragende Prälabrum glänzend
schwarz. Rüssel braun, Taster wenigstens in der Endhälfte
schwarz.
Thorax schwarzbraun, massig glänzend, jederseits mit
einer schmalen weissen Längsstrieme, welche sich in einen
schmalen weissen Randsaum des Schildchens fortsetzt.
Acrostichalborsten 2'reihig, sehr kurz; 4 Dorsocentralborsten
vorhanden. Schulterbeulen wenigstens vorn gelblich. Brust-
seiten glänzend schwarz. Hinterleib desgleichen.
Vorderhüften gelb, die übrigen schwarzbraun. Vorder-
schenkel gelb mit schwarzem Spitzendrittel, die Kniee gelb,
Schienen und Tarsen schwarz. An den hinteren Beinen
sind die Schenkel schwarz, ihre äusserste Spitzen, die Schie-
nen und die Tarsen, bis auf die 2 schwarzbraunen letzten
Glieder, gelb.
Flügel gelblich tingiert, der letzte Abschnitt der 4'^" Längs-
ader 1.4 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger schwarz-
braun mit gelbem Stiel.
Körperlänge 3.5 mm.; Flügellänge 4 mm.
Diese Art ist C. alhiscta HenD. sehr ähnlich ; bei dieser
ist aber der letzte Abschnitt der 4'^=" Längsader doppelt so
lang wie der vorhergehende; auch ist die Beinfarbe eine
andere, weil die hinteren Schenkel fast ganz gelb sind.
PACHYCERINA Macq.
I. Pachycerina sexlineata n. sp.
Tassik malaja (Java), Feb'r., i Ex., Jacobson leg.
Stirne mattgelb, auf dem Scheiteldreieck ein dasselbe nicht
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASTATISCHE DirTEREN IX. 235
überschreitendes mattschwarzes Fleckchen, die Ocellarborsten
auf wenig \-erdunkclte Punkte eingepflanzt. Fühler rotgelb,
l^orste schwarzbraun, beiderseits lang getieclert. Untergesicht
glänzend gelb, jederseits mit einem winzigen bräunlichen
Pünktchen.
Thorax glänzend gelbrot, mit 6 schwarzen Längslinien,
welche hinten vor dem Schildchen alle abgebrochen sind,
Schildchen von der P'arbe des Thorax, median mit einer äusserst
feinen dunkleren Linie. Brustseiten ganz glänzend rotgelb;
Hinterleib desgleiclien. Heine rotgelb, die Tarsen nach der
Spitze hin verdunkelt, die 4 letzten Tarsalglieder der Vorder-
beine schwarzbraun und etwas breitgedrückt, Flügel etwas
gebräunt, am Vorderrande gelblich. Schwinger rotgelb.
Körper- und Plügellänge 2.5 mm.
2. Pachycerina javana MaC().
Nongkodjadjar, Januar; Gunung Gedeh, März, Jacobson leg.
Diese Art ist von den übrigen hier aufgeführten durch
die 2 glänzend schwarzen runden Flecken in der Nähe der
Ilinterleibsspitze unterschieden. Auch bei ihr ist das Schild-
chen durch reingelbe Färbung vom gelbroten Thoraxrücken
verschieden.
3. Pachycerina parvipunctata n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg.
Kopf matt schwefelgelb, der Ocellenfleck mattschwarz,
klein, kaum etwas länger als breit. Fühler ganz rotgelb,
die Borste schwarz, beiderseits lang gefiedert. Untergesicht
glänzend gelb, jederseits mit einem kleinen schwarzen Punkt ;
Taster gelb, an der äussersten Spitze schwarz.
Thorax rotgelb, an den Seiten mit den Anfängen dreier
schwarzer Längslinien, welche alle wenig deutlich sind ; die
innere liegt in der Reihe der 3 Dorsocentralborsten, die
nächstfolgende fängt erst viel weiter nach hinten an, die
3"^ liegt über der Schulterbeule und endet sehr bald. Schild-
chen durch seine gelbe Färbung deutlich hervortretend.
Rrustseiten glänzend rotgelb, oben und in der Mitte mit
einer schwarzbraunen Längslinie. Hinterleib ganz glänzend
rotgelb, an der Spitze ohne schwarze Seitenpunkte. Beine
236 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
gelb, die Spitze der Vorderschienen und die 4 letzten Tarsen-
glieder der Vorderbeine schwarzbraun, an den hinteren
Beinen nur die 2 letzten Tarsenglieder verdunkelt. Flügel
etwas gebräunt, am Vorderrande gelb.
Körper- und Flügellänge 3 mm.
4. Pachycerina decemlineata n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg.
Sirne mattgelb, mit einem fast kreisrunden mattschwarzen
Ocellenflecken ; die Ocellarborsten stehen auf schwarzbraunen
Punkten ; Untergesicht glänzend gelb, jederseits am Augen-
rande tnit einem runden, schwarzen Fleckchen. Fühler rotgelb,
das verlängerte 3''' Glied nur an der Basis von dieser Farbe,
im übrigen schwarzbraun. Borste schwarzbraun, kurzbehaart.
Taster rotgelb mit dunkler Spitze. Thorax glänzend gelbrot,
mit 10 schwarzen Langslinien, von welchen die äussere nur
in der vorderen Hälfte, die nächstfolgende nur in der hinteren
Hälfte vorhanden ist und sich vorn mit der nächstfolgenden
vereinigt, auf dem hinteren Teil der letztgenannten stehen
die 3 Üorsocentralborsten. Das Schildchen hebt sich durch
seine gelbe Färbung deutlich vom Thoraxrücken ab; es
trägt 4 Borsten.
Brustseiten glänzend rotgelb, oben und in der Mitte mit
einer schwarzen Längsstrieme. Hinterleib schwarzbraun,
glänzend, vorn und an den Seiten breit gelb gerandet.
Bauch gelb.
Beine gelb, die Vorderschenkel an der Spitze, die Vorder-
schienen und -Tarsen ganz schwarzbraun, die hinteren Tarsen
an der Spitze verdunkelt. Flügel etwas gebräunt; 2''' Längs-
ader lang, fast gerade, 3"^ und 4"^ parallel. Schwinger rotgelb.
Körper- und Flügellänge 3 mm.
5. Pachycerina leucochaeta n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, i Ex., JACOBSON leg.
Stirne sammetschwarz, die breiten, nach vorn hin noch
etwas erweiterten Periorbiten schwarz, massig glänzend. Beide
Orbitalborsten nach hinten geneigt. Wurzelglieder der Fühler
rot, das 3*'= Glied lang und schmal, schwarz, die Borste weiss,
an der Wurzel gelb. Untergesicht massig gewölbt, glänzend
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATJSCHE DIPTEREN IX. 237
schwarz, etwas zurückweichend. Rüssel und Taster schwarz.
Thorax schwarzbraun. i\crostichalborsten 2-reihig, sehr kurz,
zwischen den 2 Reihen verläuft eine gelbliche Mittellinie;
Dorsocentralborsten jederseits 4, welche auf einer weisslichen
Längslinie stehen, welche etwas breiter ist als die Mittellinie.
Schildchen und Brustseiten schwarzbraun, ersteres namentlich
am Seitenrande weisslich bestäubt. 2 Sternopleuralborsten
vorhanden. Hinterleib schwarzbraun, massig glänzend, schwarz
behaart. Beine schwarz, Vorderschenkel an der VVurzcl-
hälfte rotbraun, die hinteren Schienen und Tarsen braun.
Körper- und Flügellänge 3 mm.
6. Pachycerina minor n. sp.
Salatiga (Java), Februar, Mai, DoCTERS VAN Leeuwen leg.
Stirne mattgelb, der mattschwarze Ocellenpunkt klein,
rundlich. Fühler rotgelb, das lange, schmale 3"= Glied bis auf
die äusserste Wurzel schwarzbraun, die Borste beiderseits
lang gefiedert. Das vorspringende, etwas gewölbte Unter-
gesicht glänzend gelb , mit 2 grossen, runden, schwarzen
Flecken. Backen und Hinterkopf glänzend rotgelb. Rüssel
und Taster rotgelb, letztere an der äussersten Spitze etwas
dunkler.
Thorax glänzend rotgelb, mit 14 sehr feinen, nicht alle
vollständigen dunklen Längslinien, welche indessen nicht
immer deutlich sichtbar sind. Dorsocentralborsten schwach ;
ich beobachte deren jederseits nur 2. Schildchen gro.ss, schwach
gewölbt, glänzend rotgelb. Brustseiten von derselben Farbe.
Hinterleib ganz rotgelb, flach, oben nur die Spitze stark
glänzend.
Beine rotgelb, die Vordenschienen und -Tarsen dunkelbraun.
Flügel etwas gebräunt, die 2"^ Längsader stark gebogen,
lang, dem Vorderrande sehr nahe liegend; 3"= und 4"^ Langs-
ader parallel, kleine Querader nur wenig hinter der Mitte
der Discoidalzelle. Schwinger rotgelb.
Körperlänge 2 mm. ; Fiügellänge kaum 2 mm.
238 DR. T. C. H. DE MEIJERE,
MONOCERA VAN der Wulp.
Van der Wulp. Termész. Füzet. XXI, 1898, p. 425.
Monocera rhinoceros n. sp.
Babakan, März, 191 1, JACOBSON leg.
Stime mattgelb, am Augenrande schmal wcisslich, hinten
etwas verdunkelt. Fühler gelb, Untergesicht vveisslich, unter
der unteren Augenspitze ein mattschwarzes Fleckchen. Rüssel
und Taster gelb. Backen kurz schwarz behaart.
Thorax gelb, oben mit einer matt weissgrauen Mittelstricme
und jederseits derselben 2 breiten, kaffeebraunen .Striemen,
welche das Schildchen nicht erreichen und hinten eine Zu-
sammensetzung aus je 2 Striemen erkennen lassen. Schildchen
ganz weissgelb, kaum glänzend. Brustseiten gelb, i Meso-
pleural-, 2 Sternopleuralborsten vorhanden. Hinterrücken
schwarzbraun, in der Mittellinie gelblich. Hinterleib gelb, mit
halbbindenartigcn, schwarzbraunen Scitenflecken; öfters die
Vorderränder in der Mitte verdunkelt. Beine ganz gelb.
Flügel fast glashell, die beiden Queradern braun gesäumt,
die hintere namentlich im oberen Teile. Schwinger gelb.
Körperlänge 3.5 mm.; Flügellänge 3 mm.
Die t)'pische Art ^'AN DER WULP's, Moiioccra ììtoiistniosa
aus Neu-Guinea, unterscheidet sich gleich durch die mehr
gezeichneten Flügel, das obere Kopfhorn des (^ ist weniger
gebogen, das untere Horn hat an der Basis eine blattförmige
Erweiterung, während es bei rhinoceros allmählich in den
etwas vorspringenden Mundrand übergeht und das obere
Horn länger und mehr gebogen ist ; die äusserste Spitze ist
etwas aufwärts gebogen.
Van der Wulp hat diese durch die grossen Kopfhörner
des çf ausgezeichnete Gattung zu den Drosophilinen gestellt ;
sie gehört aber bestimmt zu den Lauxaniinen. Das Unter-
gesicht des $ ist fast gerade, im oberen Teile nur sehr schwach
gewölbt, die Stirne stark abschüssig, sodass sie mit dem
Untergesicht fast eine gerade Linie bildet; die Fühlerborste
ist beiderseits behaart, das 3*'' Fühlerglied ist oval ; die Augen
sind birnförmig, nach unten verschmälert; die Stirne ist
relativ breit, die schmalen Periorbiten sind wenig abgetrennt,
die beiden Orbitalborsten sind nach hinten gerichtet; die
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 239
Backen sind massig breit, kurz schwarz beborstet. Im ganzen
zeigt die Kopfbildung grosse Ähnlichkeit met derjenigen von
GripJionciira. Die Thoraxbeborstung besteht aus i Humerale.
2 Notopleuralborstcn, i Präsuturale, 3 Supraalare, 3 Dorso-
centralborsten, i Pracscutellare, i Meso-, 2 Sternopleurale,
I Prothorakale. Die Präapicalborsten an den Schienen sind
vorhanden. Die beiden Aeste der i'^" Längsader sind stark
genähert. Die 4 letzten Tarscngiieder aller Heine sind etwas
breitgedrückt, das letzteist am breitesten und tragt nur kleine
Krallen.
Beim çj" zeigt das Untergesicht oben zwischen den Fühler-
wurzeln ein grosses nach vorn gebogenes Horn ; der Mund-
rand springt etwas vor und läuft in der Mitte in eine lange,
nach oben gebogene Spitze aus, welche das untere Horn
darstellt. Beide Hörner gehören also dem Untergesicht an,
die Bogennaht verläuft hinter dem oberen Horn, sodass
man dieses eigentlich nicht der Stirne zurechnen darf, wie
es Van der Wulp tat, obgleich das Horn als vorderer
Fortsatz derselben erscheint.
Von den 2 Orbitalborsten der männlichen Stirne ist die
hintere nach aussen, und etwas nach hinten gerichtet, die
beiden vorderen sind von bedeutender Länge, nac"h innen
gerichtet und gekreuzt. Die F'ühlerborste ist ganz nackt.
Ausser diesen geschlechtlichen Differenzen gibt es noch
solche in der Bildung der Vorderbeine; bei den Männchen
zeigen die Vorderschienen dicht vor der Spitze ein kleines
Höckerchen, die Metatarsen sind sehr eigentümlich, an der
Basis verdickt und dicht kurz und ausserdem lang wimper-
artig behaart ; überdies sind die ganzen Metatarsen an der
Unterseite aussen und innen lang wimperartig behaart.
Sehr merkwürdig ist die ungleichartige Entwicklung der
Kopffortsätze. Unter den vorliegenden Stücken finden sich
5 Männchen, bei welchen sie gut ausgebildet sind, obgleich
bei dem einen etwas stärker als bei den anderen, bei einem
dieser Männchen sind beide Hörner, namentlich das untere,
schon relativ kurz. Bei 2 weiteren Männchen sind aber
beide Hörner verschwunden, von den unteren findet sich
nur eine Spur, indem der Mundrand in der Mitte eine stumpfe
Ecke bildet, während bei den Weibchen der Mundrand eine
240 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
gerade Linie bildet. Die beiden Exemplare sind aber durch
den Bau der Vorderbeine, die Stellung und Länge der
Orbitalborsten und die nackte Fühlerborste als Männchen
zu erkennen. Diese sind also in Bezug auf die Untergesichts-
hörner dimorph. Auf den sehr merkwürdigen geschlechtlichen
Dimorphismus in der Beschaffenheit der Fühlerborste möchte
ich noch besonders hinweisen.
CELYPHINAE.
SPANIOCELYPHUS Hendel.
Hendel. Suppl. Entom. III. 19 14. p. 92.
Spaniocelyphus nigrifacies n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, Jacobson leg.
Stirne sehr glänzend, das Mittelfeld dunkel stahlblau, die
Seitenteile grünlich schwarz. Fühler schwarzbraun, das 3'''
Glied am Unterrande schmal gelblich ; die Verbreiterung an
der Borste ebenfalls schwarzbraun, massig lang behaart,
deutlich' länger als die nicht verbreiterte Endpartie. Unter-
gesicht glänzend schwarz; auch der Hinterkopf schwarz.
Thorax sehr glänzend schwarz, weder runzelig noch punktiert ;
auch die Brustseiten glänzend schwarz. Schildchen relativ
schmal, grünlich schwarz, zerstreut punktiert und etwas
runzelig. Hinterleib glänzend schwarz.
Hüften schwarz, die Vorderhüften an der Spitze gelblich,
die Schenkel schwarz, an der Spitze bei den Vorderbeinen
ziemlich breit, bei den hinteren schmal gelbbraun. Schienen
und Tarsen gelbbraun, die Schienen nahe der Wurzel dunkler,
überdies mit 2 schwarzen Ringen, i etwas hinter der Mitte,
I an der Spitze. Flügel gelblich, Schwinger schwarz.
Körperlänge 2.5 mm.
Die Art ist mit .S". scutaUis WiED. nahe verwandt, hat
dieselbe schmale Gestalt; bei sciitatus ist aber der Kopf
gelbrot mit metallischen Reflexen, auch die Fühler sind
heller ; die Körperfarbe ist metallisch dunkelgrün, nicht
schwarz; der Thorax ist deutlich runzelig.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 24 1
P S I L I N A E.
LABROPSILA gen. n.
Von schmaler, an eine Sc-/>s/s erinnernder Gestalt. Kopt
rund, jederseits mit 2 Orbitalborsten. Fühler kurz, das
3'"^ Glied oval, am Rande dicht und ziemlich lang behaart ;
Fühlerborste nackt, Untergesicht kurz und sehr schmal, die
Wangen ziemlich breit; das Praelabrum gross, stark gewölbt
und sich ausserdem durch starken Glanz vom fast matten
Untergesicht abhebend, dessen Länge es fast erreicht. Taster
massig breit. Thorax lang und relativ schmal, vorn nicht
verschmälert ; die Einpflanzungstelle der Vorderhüften liegt
weit von den Mittelhüften entfernt. Der Thorax ist zerstreut
ziemlich lang behaart, die 3 Dorsocentralborsten sind wenig
stärker, sodass sich namentlich das vordere Paar wenig von
der sonstigen Behaarung abhebt. Schildchen mit 2 Borsten.
Hinterleib schmal. Beine schlank und relativ lang. Flügel
schmal, Vorderast der !'*=" Längsader sehr dicht neben
dem Hauptast und zuletzt mit ihm verbunden ; Vorderrand
vor der Spitze der i'^" Längsader mit Unterbrechung; die
Spitze der 2^^" Längsader liegt nur wenig hinter der hinteren
Querader; die kleine Querader meistens weit vor der IMitte der
Discoidalzelle, hintere Basal- und xA.nalzelle lang und schmal.
I. Labropsila tripunctata n. sp.
Gunung Ungaran, September, i (j*, Jacobson leg.
Stirne schwarz, wenig glänzend, das Ocellendreieck und
die Periorbiten etwas stärker glänzend. Fühler dunkelbraun;
Untergesicht unter den Fühlern matt, das gewölbte Praela-
brum glänzend dunkelbraun; Taster gelb-, Rüssel schwarzbraun.
Hinterkopf glänzend schwarz. Thorax schwarz, an der Dorsal-
seite sehr fein runzelig und daher wenig glänzend ; die Be-
haarung ziemlich lang, schwarz ; Brustseiten glänzend schwarz.
Hinterleib desgleichen, ebenfalls ziemlich lang schwarz be-
haart. Beine schwarz, an den Vorderbeinen Schienen und
Metatarsus, an den hinteren nur der Metatarsus gelb. Flügel
glashell, mit einer sehr verwaschenen Binde in der Nähe
der Wurzel und einer namentlich im Vorderrandsteil stärker
entwickelten hinter der Mitte ; diese Binde verläuft von der
242 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
Spitze der J'""" Längsader über die hintere Ouerader bis zum
Flügelrand. Kleine Ouerader wenig vor dem i"^" Drittel der
Discoidalzelle. An der Flügelspitze stehen 3 schwarzbraune
Punkte unter einander, der mittlere liegt zwischen der 3'^"
und 4'^" Längsader. Schwinger weiss mit schwarzem Stiel.
Körperlänge 4 mm. ; Flügellänge 3.5 mm.
2. Labropsila polita n. sp.
VVonoscibo, April, i $ ; Nongkodjadjar, Januar, i Ç, JACOB-
SON leg.
Stirne glänzend schwarz; Fühler schwarzbraun, das 3"" Glied
an der Wurzel gelb. Untergesicht dunkelbraun, in der oberen
Hälfte und am Augenrande weiss bereift, die gewölbte untere
Partie glänzend bräunlich schwarz. Taster, Rüssel und Hinter-
kopf schwarz.
Thorax ganz glänzend schwarz, die Behaarung ziemlich
lang, aber nicht dicht, schwarz. Hinterleib glänzend schwarz,
höchstens, nicht immer, an der Wurzel schmal gelb. An den
Beinen sind Hüften, Trochanteren, die äusserste Wurzel der
Schenkel, die Vorderschienen und die 2 ersten Tarsenglieder
gelb. Schenkel und Schienen sind im übrigen schwarzbraun,
die 3 letzten Tarsenglieder gleichfalls verdunkelt. Flügel glas-
hell, mit einem sehr schwachen dunkleren Wische hinter der
Mitte und an der Spitze, welche Wische beim einen Exem-
plare kaum erkennbar sind. Kleine Querader fast in der
Mitte der Discoidalzelle; 3'^ und 4^*= Längsader parallel.
Schwinger weiss.
Körperlänge und Flügellänge 4 mm.
3. Labropsila pallipes n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, i Ç, JACOBSON leg.
, Der vorhergehenden sehr ähnlich, aber durch Folgendes
verschieden : die Fühler sind ganz rotgelb, die Taster braun-
gelb; die Beine sind ganz gelb, nur die 3 — 4 letzten Tarsen-
glieder sind dunkelbraun; der Thorax ist nicht glatt, sondern
sehr fein runzelig, daher weniger glänzend. Auf den nicht
ganz rein conservierten Flügeln lâsst sich von dunklen Wischen
nichts erkennen. Kleine Querader auf ~/,^ der Discoidalzelle.
3^"" und 4"= Längsader parallel.
Körperlänge 4 mm.; Flügellänge 3.5 mm.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 243
4. Labropsila brunneipennis n. sp.
Nusa Kaiiibaiic^an, i Ç, März, Jacobson leg.
Auch diese Art sieht den beiden vorhergehenden sehr
änhhch. Die Fühler sind ganz rotgelb, das y Ghed ist am
Aussenrande etwas gebräunt; Untergesicht und Prälabrum
sind dunkelbraun, die Reine, auch die Hüften, sind gelb, die
Vorderschenkel in der Endhälfte, die hinteren ganz schwarz-
braun, die Hinterschienen an der Wurzel gebräunt. Die
Flügel zeigen keine dunklen Wische, sondern sind im Ganzen
etwas bräunlich getrübt, das Geäder ist schwarzbraun, die
kleine Querader steht auf ^/^ der Discoidalzelle, die 3'^ und
4'^ Längsader convergieren an der Spitze etwas. Der Thorax
ist nicht _wie poliert, sondern sehr fein runzelig. Die Schwin-
ger sind dunkelbraun.
Körperlänge 4 mm. ; Flügellängc 3 mm.
5. Labropsila nigricoxa n. sp.
Wonosobo, April; Gunung Ungaran, Dezember, JACOBSON
leg.
Stirne glänzend schwarz ; Fühler cUmkelbraun. Untergesicht
dunkelbraun, weisslich bereift; Prälabrum glanzend schwarz-
braun. Taster und Rüssel schwarz. Thorax und Hinterleib
ganz glänzend schwarz. Beine, auch die Hüften schwarz, an
den Vorderbeinen die äusserste Spitze der Schenkel, die
Schienen und die Tarsen bis auf die 3 Endglieder braun-
gelb ; auch an den hinteren Beinpaaren sind die beiden ersten
Tarsenglieder heller braungelb, namentlich an der Unterseite.
Flügel glashell, die Vorderrandzelle dunkelbraun ; die äusserste
Flügelspitze etwas bräunlich. Kleine Querader auf "/^ der
Discoidalzelle ; 3'*= und 4''' Längsader convergierend, Schwin-
ger weisslich mit schwarzem Stiel.
Körper- und Flügellänge 2.5 mm.
Diese Art ist kleiner als die übrigen ; sie unterscheidet
sich von allen durch die schwarzen Hüften. Der Thoraxrücken
zeigt keine Spur von runzeliger Punktierung.
Jacobson fand diese Art im April zu Wonosobo öfters in
Copulation auf den Blattern von Bäumen und Gestrauch.
244 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
4. Labropsila lutea n. sp.
Gunung Ungaran, September, i Ç, JACOBSON leg.
Stirne glänzend rotgelb ; Fühler rotgelb, der Oberrand des
3"=" Gliedes gebräunt. Untergesicht blassgelb, in der oberen
Hälfte matt, weisslich. Taster und Rüssel gelb; Hinterkopf
glänzend rotgelb.
Thorax glänzend rotgelb, die Schulterbeulen blassgelb, die
zwischen diesen gelegene vordere Thoraxpartie gebräunt;
hinter der Ouernaht 2 wenig auffällige braune Längslinicn,
welche auch auf die Seiten des Schildchens übergehen.
Rrustseiten glänzend blassgelb. Hinterleib und Reine gelb,
an letzteren nur die 3 letzten Tarsenglieder dunkelbraun.
Flügel glashell, mit 3 sehr schwachen dunklen Wischen,
einem nahe der Wurzel, einem über die hintere Querader,
einem an der Spitze. Die 2"= Längsader zeigt vor der Spitze
einen sehr kurzen Aderanhang. Kleine Querader fast auf
^/g der Discoidalzelle, 3"= und 4''' Längsader am Ende parallel.
Schwinger gelbweiss.
B e s t i m m u n g s t a b e 1 1 e obiger Arten.
1. Thorax und Hinterleib schwarz 2
» » » rotgelb . . . . L. lutea n, sp.
2. Thorax glänzend schwarz, glatt 3
wenig glänzend, fein runzelig 4
3. Hüften schwarz L. nigricoxa n, sp.
» gelb L. polita n. sp.
4. Flügel an der Spitze mit 3 schwarzen Punkten
L. tripunctata.
» » » » nicht » 5
5. Schenkel ganz gelb L. pallipes n. sp.
Vorderschenkel in der Endhälfte, hintere Schenkel ganz
schwarz L. briinneipeiiiiis n. sp.
CHYLIZA Fall.
I. Chyliza selecta O.S.
Nongkodjadjar, Januar; Gunung Gedeh, März, JACOBSON leg.
Die Verdunkelung an der Schenkelspitze ist verschieden-
artig entwickelt, bisweilen an allen Schenkeln deutlich,
STUDIEN ÌÌP,F:R SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 245
bisweilen wenig auffällig oder nur oben oder nur an den
Vorderschenkeln vorhanden. Auch das Schildchen ist bald
ganz gelb (Exemplare vom Pangerango, vom Ungaran, von
Nongkodjadjar), bald schwarz mit gelbem Rande (Gunung
Gedeh).
2. Chyliza rufivertex n. sp.
Gunung Ungaran, September, i $, Jacobson leg.
'^ . Stirne gclbrot, wenig glänzend, vorn jederseits am
Augenrande mit einem mattschwarzen Flecken, welcher
deutlich breiter ist als die übrig gelassene, mittlere Stirnpartie.
Periorbiten rot, von der übrigen Stirnfläche kaum sich ab-
hebend. Wurzelglieder der P^ihler gelbrot (das 3"^ Glied fehlt). .
Untergesicht rotgelb, in der Mitte mit einem länglichen
glänzend schwarzen Flecken, welcher den Mundrand nicht
erreicht. Taster schwarz, die schmalen Backen rotgelb,
Hinterkopf unten ebenfalls rotgelb, oben schwarz.
Thorax schwarzbraun, mit kurzem, gelbem Tomente, am
Seitenrand in der hinteren Hälfte rot, Schulterbeulen rotgelb.
Schildchen rotgelb, nur an der äussersten Wurzel dunkler.
Brustseiten glänzend schwarz, die Sternopleuren an Ober-
und Hinterrand breit gelb. Hinterleib glänzend schwarz.
Beine, auch die Hiiften, gelb, nur die Vorderschenkel mit
Ausnahme derVVurzel schwarzbraun. P^lügel gelblich tingiert ;
die Spitze schwarzbraun, dies fängt dicht vor der Spitze der
2'*^" Längsader an und erstreckt sich bis etwas unter der
4'*=" ; die 2''' Hinterrandzelle ist also nur in der oberen Ecke
verdunkelt, auch die i"" in der Mitte breit heller. Die
Wurzel dieser Zelle ist indessen bis auf einen schmalen
oberen Streifen verdunkelt, und diese Bräunung erstreckt
sich auch nach unten hin in die obere Hälfte der Discoidal-
zelle hinein. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 6 mm.
Diese Art steht Cli. selecta O.S. sehr nahe, unterscheidet
sich durch etwas bedeutendere Grösse, durch die nicht
schwarzen Periorbiten, die P'lügelfärbung ist etwas abweichend,
weil bei selecta die i'^ Hinterrandzelle mit Ausnahme der
Wurzel gleichmässig verdunkelt ist und desgleichen fast die
ganze 2"^ Hinterrandzelle.
CÌL. amarantJii De Me1|. unterscheidet sich von beiden
246 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
durch das Fehlen der schwarzen Seitenflecken in der vorderen
Stirnhälfte.
LOXOCERA Meig.
Loxocera decorata n. sp.
Gunung Gedeh, März, Gunung Ungaran, October, JACOB-
SON leg.
Kopf rotgelb, auf der Mitte der Stirne ein längsovaler
schwarzer Fleck. Die beiden Wurzelglieder der Fühler
rotgelb, das sehr schmale und lange 3"= Glied schwarzbraun,
die Borste weiss, kurz weiss behaart, an der Wurzel gelb.
Rüssel und Taster gelb.
Thorax rotgelb, stark runzelig, wenig glänzend, mit äusserst
kurzer gelber Behaarung. Schulterbeulen gelb, über denselben
ein schwarzer Flecken, auch der Seitenrand hinter diesen
Beulen schwarz, was sich nach unten hin in eine breite
Querbinde über die gelben Brustseiten fortsetzt; auch der
hintere Teil letzterer ist schwarz. Am Oberrand der Sterno-
pleuren findet sich ein weissschimmernder Flecken. Schild-
chen gelb. Hinterleib glänzend schwarz mit gelbem Bauche,
die Behaarung braungelb.
Beine samt Hüften ganz gelb. Flügel fast glashell, in
der Mitte mit einem braunen Wisch, welcher etwas jenseits
der kleinen Ouerader anfängt und die hintere Ouerader nur
wenig überschreitet.
Körperlänge 3.5 — 5 mm.; Flügellänge 3.5 — 4 mm.
EPHYDRINAE.
PARALIMNA Low.
Paralimna ornatifrons n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg.
Stirne matt schwarzbraun, braungelb gefleckt, die dunklen
Teile z. T. mit braungelbem Schiller; über der Fühlerwurzel
liegt in der mittleren Stirnpartie eine grosse, viereckige,
glänzend schwarzbraune Stelle; zwischen Fühlerwurzel und
Auge ein sammetschwarzes Fleckchen, unmittelbar oberhalb
desselben ein längliches, schwarzbraunes, weiss schillerndes
STUDIEN ììbp:r südostasiatisciie diptrrkn IX. 247
Fleckchen. Wurzelglieder der Fühler tiefschwarz, das 2'^ Glied
oben mit schneeweissem Punkt, das 3''' Glied schwarzbraun,
ziemlich lang behaart, die Borste mit ca. 12 Kammstrahlen.
Initergesicht lederbraungelb bestäubt, zwischen den Fühler-
wurzeln als linienförmiger Kiel vorragend, die Fühlergruben
glänzend; auf den graubraunen breiten Backen erscheint bei
gewisser Beleuchtung eine schwärzliche Längsstrieme. Unter-
gesicht jederseits mit einer Reihe nach unten hin allmählich
schwächer werdenden Börstchen. Rüssel und Taster schwärz-
lich.
Thorax von braungelber Grundfarbe, welche aber fast ganz
durch eine dunkelbraune, aus Punkten und zu unregel-
mässigen Längslinien zussammengeschmolzenen Fleckchen
bestehende Zeichnung verdrängt ist; 4 Dorsocentralborsten
vorhanden. Schildchen oben dunkelbraun, am Rande glänzend,
jederseits vorn am Seitenrande mit einem gelblichen Fleck-
chen. Brustseiten graugelb mit mehreren dunkelbraunen
Flecken und Punkten. Hinterleib dunkelbraun mit breiten
mattgelben Hinterrandsäumen, welche in der Mitte schmal
unterbrochen sind, wenigstens die hinteren. Beine graubraun ;
die Spitze der Vorderschenkel und die Vordermetatarsen mit
kurzer rotgelber Behaarung, bisweilen selbst auch rotgelb.
Hintermetatarsus und das nächstfolgende Glied rotgelb mit
ebensolcher Behaarung. Flügel bräunlich tingiert. Schwinger
rotgelb.
Körper- und Flügellänge 4 mm.
Diese Art steht P. punctata nahe, auch in der Grösse;
bei letzterer ist der vordere Stirnrand fast matt und fehlen
die mattschwarzen Flecken bis auf geringe Spuren ; die Fühler-
gruben sind matt, Thorax und Schildchen mit sehr zahl-
reichen braunen Pünktchen, welche kaum zu Längslinien
verschmolzen sind.
Die von mir nach i Ex. von Saonek (nahe W'aigeu) be-
schriebene P. Jiirticornis (Bijdr. tot de Dierk. 191 3, p. 65)
wurde seitdem nach ausgedehnterem Material aus Formosa
von Hendel ausführlicher beschrieben (Suppl. Entom. III,
1914, p. 104. Hier finden sich auch mehrere neue y\rten
dieser Gattung- erwähnt.
248 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
NOTIPHILA Fall.
Notiphila punctum de Meij.
De Meijere, Studien VI, 191 1, p. 391.
Mit dieser Art ist iV. niacidifrons Hendel (Suppl. Entom.
Ill, p. 102) aus Formosa s)'non)-m.
HECAMEDE Hal.
Hecamede albicans Mekî.
Batavia, Dezember; Tandjong Priol:, Juni; Moeara Antjol
nahe Batavia (November), JACOBSON leg.
Die Exemplare scheinen mir mit dieser weit verbreiteten
Art, welche BECKER auch zahlreich in Egypten am Meeres-
strande erbeutete, identisch. Nur scheinen mir die Backen
etwas weniger bestäubt zu sein.
HEMICYCLOPS de Meij.
De Meijere. Bijdragen tot de Dierkunde, Afl. 19, 1913, p. 66.
Hemicyclops macullpleuris n. sp.
Moeara Antjol nahe Batavia, i Ex., JACOBSON leg.
Stirne matt rotgelb, am Augenrande und vorn sehr schmal
weissgrau gesäumt, auch das Scheiteldreieck von dieser Farbe.
Fühlerwurzel gelb, das 3''' Glied ganz schwarz, die Borste mit
6 Kammstrahlen. Untergesicht und Backen weiss bestäubt;
letztere bedeutend breiter als die quer eiförmigen Augen.
Untergesichtshöcker klein, nur mit kleinem schwarzen Punkt;
jederseits 3 Borsten vorhanden ; Backen kaum beborstet.
Hinterkopf weisslich bestäubt, oben mit 3 gelblichen Längs-
striemen als Fortsetzung der gelben Stirnfärbung.
Thorax und Schildchen bläulich grau bestäubt, letzteres
mit 8 kurzen Börstchen. Brustseiten weissgrau, am Oberrand
gelbgrau bestäubt, die vordere Hälfte der Sternopleuren und
der schmale Unterrandsaum desMesopleuron glänzend schwarz.
Hinterrücken grösstenteils glänzend schwarz. Hinterleib dicht
weiss bestäubt.
Hüften und Schenkel grau, dicht weisslich bestäubt, Schie-
nen und Tarsen eelb. Die hinteren Schenkel an der dem
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 249
Körper zugewandtcn Seite glänzend schwär/, die Ilinterschie-
nen an dieser Seite f^^länzcnd braun, wie es auch an der
Innenseite der Vorderschenkel der Fall ist. Flügel weisslich,
die 2'^ Längsader relativ länger als bei albicans, 3"^ und 4"^
Längsader nur sehr wenig convergent. Schwinger gelb.
Körperlange ca. 2.5 mm., Flügellänge 2 mm.
Diese Art sieht H. plaiiifrons aus Ceram sehr ähnlich, ist
aber etwas grösser und die Stirnfarbe ist eine andere ; bei
planifroiis ist die Stirne fast einfarbig gelblich ; in gewisser
Richtung erscheint ein sich weit nach vorn hin erstreckendes
Dreieck von etwas hellerer Färbung, während bei maciilipleuris
sich das graue Scheiteldreieck bis zur Stirnmitte erstreckt.
Auch plaiiifrons hat jederseits am Schildchen 4 Borsten.
Beide Arten zeigen jederseits 2 Orbitalborsten. Das Praela-
brum ragt kaum etwas vor. Die Mundöffnung ist bei dem gut
conservierten Stück von inacnlip/eiiris nicht besonders com-
pri miert.
AGROMYZINAE.
AGROMYZA Fall.
1. Agromyza provecta De Meij.
De Meijere. Studien IV. p. 161.
Salatiga (Java), DOCTERS van Leeuwen leg. Semarang,
April, März; Batavia, August, JACOBSON leg.
2. Agromyza albohalterata n. sp. Taf. 7. Fig. 26.
Depok (W.-Java), October, i $, Jacobson leg.
Schwarz, der Thorax und das Schildchen graubraun be-
stäubt. 4 starke Orbitalborsten vorhanden, Fühler schwarz,
das 3**^ Glied rund, am Oberrande und an der Spitze weiss-
lich schillernd ; solcher Schiller findet sich auch auf der
Lunula und dem Untergesichte. Auch die Beine sind ganz
schwarz. Flügel glashell mit schwarzem Geäder, der Vorder-
rand gerade, die kleine Ouerader etwas hinter der Mitte der
Discoidalzelle ; 2"" Längsader gerade; letzter Abschnitt der
4^^" Längsader 3 mal so gross wie der vorletzte. Schwinger
17
250 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
weiss, auch der Stiel. Schüppchen weiss, mit schwarzem
Rand und Wimpern. ')
Körper- und Flügellänge 2.3 mm.
Bei Agroinyca solita V. D. WULI' aus Ce}'lon (Termész.
Füz. XX, 1897. p. 143) steht die kleine Ouerader auf dem
2ten Drittel der Discoidalzelle und ist der letzte Abschnitt
der 4'^" Längsader fast 4 mal so gross wie der vorletzte.
A. tristt'lla Thoms. (nicht tristis, wie Studien IV. p. 162
angegeben wurde) aus China hat einen braunen Schwinger-
stiel und die kleine Ouerader steht weit vor der Mitte der
Discoidalzelle.
3. Agromyza sp.
In Stengel und Wurzel europäischer Bohnen [PJiascolus)
minierend, Banaran (Java), Roepke leg.
Eine kleine, ganz schwarze Agromyza mit schwarzen Schwin-
gern und schmutzig weissen, dunkel gewimperten Schüppchen,
welche von den von mir aus Java beschriebenen Arten verschie-
den ist. Vielleicht liegt hier Agr. sojae Zehntn. (De Indische
Natuur I, p. 113, De Kedeleh-boorder) vor, weil Zehntner
angibt, dass er diese Art ausser aus Soja hispida, auch aus
,,snijboonen" {Phaseolics) erhalten hat, bei beiden Pflanzen
aus Hauptwurzel und Stengel. Doch vermisse ich den bei
sojae auf dem Hinterleib wenigstens einigermaassen vorhande-
nen goldgrünen Schiller. Vielleicht sind hier mehrere Arten im
Spiele, sodass es einstweilen besser ist, weiteres Vergleichs-
material, im besonderen aus soja gezüchtetes, zu erwarten.
Charakteristisch für die vorliegenden Stücke ist das lange
Scheiteldreieck und die relativ starke, schwarze Randader.
Auch Zehntner erwähnt schon, dass er aus anderen Bohnen
(,,Katjang Groeboek") eine ähnliche Art, aber mit helleren,
rotbraunen (nicht dunkel rotbraunen bis schwarzen) Augen
^) Recker hat auf die Bedeutung dieses Merkmals hingewiesen. Bei
meiner i'iyt/triiiae sind sie gelbweiss mit gleichgefärbten Wimpern, bei
coruiita weiss mit weissen Wimpern, bei pi-ovecta schmutzig weiss mit
schwarzem Rand und Wimpern.
Was cornuta anlangt, so ist noch zu bemerken, dass es sich bei den
Hörnern am Untergesicht vielleicht um ein nur dem (ƒ zukommendes
Merkmal handelt, wie bei der europäischen curvipalpis Zett. Dann wäre
zur Erkennung der $Ç gerade die Schüppchenfärbung von Bedeutung.
STUDIEN ÌÌB?:R SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 25 I
erhalten hat, und weist darauf hin, dass Co<^)UILLETT seiner-
zeit eine A^'-r. piiaseoii aus Neu-Süd-Wales beschrieben hat,
welche hier auch in- Betracht kommen dürfte.
M I L I C H 1 1 N A E.
DESMOMETOPA ^) Low.
1. Desmometopa palpalis n. sp.
Salatiga (Java), DocTERS VAN Leeuwen. Deli (Sumatra),
De Russv leg.
Stirne mattschwarz, Periorbiten, Scheiteldreieck und die
beiden Chitinleisten, auf welchen die Kreuzborstenreihen
stehen, grau, etwas glänzend ; Stirne also mit deutlicher
M-förmiger Figur. Fühler ganz schwarz ; Untergesicht grau,
der Mundrand vorspringend. Taster sehr gross, löffeiförmig,
gelb, vor der Mitte mit einem dunkelbraunen Querbändchen.
Thorax olivenbraun, kurz schwarz behaart, dünn weissgrau
bestäubt. Schildchen desgleichen ; auch die Brustseiten fast
von derselben Farbe, etwas mehr schwärzlich. Hinterleib
schwärzlich, dünn grau bereift. Beine schwarz, die Mittel-
tarsen grösstenteils braungelb, die Hintertarsen an der Innen-
seite bräunlich. Schwinger gelb. Flügel glashell ; 2"" Längs-
ader lang, gerade ; 3'^^ und 4'*^ etwas convergent.
Körper- und Flügellänge 2 mm.
Ein Exemplar aus Salatiga hat hellere Beine, die Vorder-
schienen sind braungelb, die Vordertarsen gelb, desgleichen
die Hintertarsen.
2. Desmometopa tarsalis Lw.
S)'n. D. singaporensis Kert. nach Hendel, Wien. Ztg.
XXVI, 1907, p. 242.
Deli (Sumatra), De Bussv leg. ; Semarang, September,
Jacobson leg.
1) Aus dieser Gruppe von Milichiinen waren aus dem Gebiete bis
jetzt nur Desmometopa hxrsalis Lw. und IVulpi Henü. (= Agromyza
mmntissima v. D. W.) bekannt (Hendel. Wien. Ztg. XXVI, 1907. p. 242).
252 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
PHYLLOMYZA Fall.
1. Phyllomyza flavipalpis n. sp. '* ■
SelnaI■anc,^ Januar, November ; Tandjong Priok, April ;
Wonosobo, Mai, Jacoisson leg. Salatiga (Java), DOCPERS
VAN Leeuwen leg.
Schwarz, etwas glänzend. Stime mattschwarz, nur Scheitel-
dreieck und Periorbiten glänzend. Wurzelglieder der Fühler
schwarz, das y Glied beim $ breiter als lang, gerundet,
schwarzbraun, an der Wurzel etwas gelb, beim (j* grösser,
mehr viereckig, in grösserer Ausdehnung gelb. Augen nackt.
3 obere Orbitalborsten vorhanden. Taster gross, länglich,
gelb. Rüssel schwarz, die nach hinten gerichteten Endlippen
braungelb. Thorax sehr dünn graulich bereift. Schildchen
mit 2 langen, divergierenden Endborsten und 2 kurzen
]5orsten ; die kurze Behaarung des Thorax schwarz. Hinterleib
glänzend schwarz. Hüften und Schenkel schwarz, die äus-
serste Spitze letzterer, -die Schienen und Tarsen gelb. Flügel
glashell, mit weissem Geäder, die 2'*", 3^"^ und 4"= Längsader
parallel. Entfernung der Oueradern 3 mal so lang wie die
hintere. Schwinger schmutzig weiss bis gelb.
Körper- und Flügellänge 1.5 mm.
2. Phyllomyza lutea n. sp.
Salatiga, i (j*, DoCTERS VAN Leeuwen leg.
Kopf mattgelb, Fühler von derselben Farbe, das y<^ Fühler-
glied sehr gross, viereckig; nahe der Spitze ist die schwarze,
pubeszente Fühlerborste eingepflanzt. Rüssel und die läng-
lichen Taster gelb. Augen fast nackt; 3 obere Orbitalborsten
vorhanden. Auch Thorax und Hinterleib sind gelb, wenig
glänzend, der Thorax dünn weisslich bereift. Jederseits 3
Dorsocentralborsten vorhanden. Brustseiten und Beine blass-
gelb. Flügel glashell mit gelbem Geäder, der letzte Abschnitt
der 4^'"' Längsader 2.3 mal so lang wie der vorletzte; 2'^,
3"" und 4"-" Längsader parallel. Schwinger blassgelb.
Körper- und Flügellänge 2 mm.
STUDIEN ÜBP:R SÜÜOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. 253
3. Phyllomyza nigripalpis n. sp. Taf. 7. Fig. 27.
Salatiga, DoCTERS van Leeuwen leg.
Stirile mattschwarz, ganz vorn etwas ins Rötliche ziehend,
Scheiteldreieck und Periorbiten glänzend. Fühler mattschwarz,
beim (^ gross, abgerundet viereckig, die pubeszente, schwarze
Fühlerborste ist dicht vor der Spitze eingepflanzt und ganz
gerade. Taster relativ gross, länglich, wie der Rüssel schwarz.
Augen zerstreut behaart bis fast nackt. 3 obere Orbital-
borsten vorhanden. Thorax schwarz, dünn grau bereift,
jederseits mit 2 Dorsocentralborsten. Brustseiten grösstenteils
glänzend schwarzbraun, die kurze Behaarung des Thorax-
rückens schwarz. Die langen Schildchenborsten nach innen
gebogen und in einem F"alle deutlich gekreuzt. Hinterleib
schwarzgrau. Beine schwarzbraun, die Kniee, Schienen und
Tarsen gelb, die Hinterschienen mit Ausnahme von Basis
und Spitze schwarzbraun. Flügel glashell, mit gelbem Geäder,
relativ breit, die Oueradern stark genähert, ihre Entfernung
bald etwas länger, bald etwas kürzer als die hintere Ouerader;
3"= und 4'^ etwas divergent. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge kaum 1.5 mm.
Im Geäder zeigt sich einige Ähnlichkeit mit Des)nonietopa
Wulpi Hendel ^) (=: niinutissiina v. d. W.), (Termesz. Füz.
XX, 1897, p. 611 beschrieben ^{■s, ÄAgroiiiyza) aus Neu-Guinea ;
hier ist die Entfernung der Oueradern zweimal so lang wie
die hintere Querader.
4. Phyllomyza cavernae n. sp. Taf. 7. Fig. 28.
Grotte Gunung Grengseng (Gunung Sewoe, Djocja), Februar,
Jacobson leg.
Stirne mattschwarz, Scheiteldreieck und Periorbiten schwach
glänzend, desgleichen die Gegend zwischen Fühlerwurzel
und Auge. Fühler schwarz, das 3"^ Glied gerundet, die
Borste pubeszent. Die länglichen Taster und der Rüssel
schwarz; Untergesicht desgleichen, etwas glänzend. Augen
fast nackt. 3 obere Dorsocentralborsten vorhanden. Thorax
schwärzlich, dünn grau bereift, jederseits 2 Dorsocentral-
borsten vorhanden, von welchen die vordere kürzer ist. Die
1) Hendel, Wien. Ent. Zeitg. XXVI, 1907, p. 242
254 I^K. T. e. H. DE MEIJERE,
beiden hinteren Schildchenborsten stark, divergent. Brust-
seiten bräunlich schwarz, etwas glänzend; Hinterleib
desgleichen. Beine schwarzbraun, die Kniee und Tarsen
braungelb. Flügel glashell, das zarte Geäder grösstenteils
weisslich, 2"^ und 3"^ Längsader etwas convergent, 3*^ und
4'*' parallel. Entfernung der Queradern grösser als die Länge
der hinteren Querader. Schwinger schwarzbraun mit gelblichem
Stiel. — Durch die schwarzen Taster sieht diese Art der
vorhergehenden ähnlich ; sie unterscheidet sich von letzterer
durch schmälere Flügel, grössere Entfernung der Oueradern,
den Verlauf der Längsadern, den dunklen Schwingerknopf.
Nach Hendel (Kritische Bemerkungen zur S}-stematik der
Muscidae acalypteratae ; Wien. Ent. Ztg. XXII 1903, p. 250)
sind bei dieser Gattung die Augen behaart. Unter den
obigen fand ich nur bei einem Exemplar von nigripalpis
eine zerstreute aber deutliche Behaarung; bei den übrigen
sind die Augen fast oder ganz nackt.
MILICHIELLA Gk.l. Tos.
Milichiella unicolor De Meij.
De Meijere. Zeitschr. Hym. Dipt. VI. 1906, p. 333.
Von dieser von mir aus Kamerun beschriebenen Art liegt
mir jetzt auch ein 2 aus Java (Salatiga, DoCTERS van
Leeuwen) vor. Es ist etwas grösser und die 3^*= und 4'''
Längsader convergieren etwas weniger als bei der Type,
auch findet sich vor der Dorsocentralborste noch eine 2'"^,
wenig entwickelte.
DROSOPHILIDAE.
DROSOPHILA Fall.
I. Drosophila lineolata n. sp.
Gunung Gedeh, März, JACOBSON leg.
Stirn matt braungelb, auch die Periorbiten, Ocellenpunkt
klein, schwarz. Fühler an der Basis gelb, das ovale 3'^ Glied
dunkelbraun. Fühlerborste oben mit 7, unten mit 3 Kamm-
strahlen. Untergesicht mattgelb, der Mundrand wie die
Backen glanzend gelb. Rüssel und Taster gelb.
STUDIEN ÜBER .SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 255
Thorax braungelb, etwas glänzend, mit 4 dunkelbraunen
Längslinien, von welchen die äusseren vorn die Quernaht
nicht überschreiten ; die beiden inneren setzen sich erweitert
auf das Schildchen fort. Jederseits 2 Dorsocentralborsten
vorhanden. Brustseiten gelb, am Oberrand eine dunklere
Linie vorhanden. Hinterleib braungelb, glänzend, mit ziemlich
breiten braunen Hinterrandsäumen, welche die Seitenränder
nicht erreichen; in der Mitte sind diese Binden, namentlich
die des 3"^" Ringes, etwas ausgeschnitten ; an den hinteren
Ringen fehlen sie. Bauch und Beine ganz gelb. Flügel
schwach gebräunt, die hintere Ouerader schwach braun
gesäumt, 2'" Längsader massig lang, 3"^ und 4'" parallel ;
letzter xAbschnitt der 4'^" Längsader i 4 mal so lang wie der
vorletzte.
Körper- und Flügellänge 2.5 mm.
2. Drosophila (Leucophenga) invida Walker.
Semarang, Januar, Jacobson leg.
Walker führt seine von ihm als Hcloinyr^a beschriebene
Art aus Borneo auf; von CzERNY wurde sie als eine Lcnco-
piienga erkannt.
Die Beschreibung stimmt fast ganz, dennoch ist es nicht
ausgeschlossen, dass beim Vergleich der T)'pe sich Verschie-
denheiten ergeben würden.
Beim vorliegenden Exemplar ist die Stirne nur sehr wenig
gewölbt, mattgelb ; Scheiteldreieck und Periorbiten sind mehr
weisslich. Die Fühler sind gelb, das 3"^ Glied länglich ; die
Fühlerborste hat oben ca. 10 lange Kammstrahlen, unten
finden sich nur in der distalen Haltte 6 kurze Kammstrahlen ;
das L^ntergesicht ist fast flach, ungekielt ; die Taster sind
schwarz, der Rüssel gelb. Backen äusserst schmal.
Der Thorax ist ziemlich stark gewölbt, ganz hinten jeder-
seits mit 2 Dorsocentralborsten, von welchen die vordere
halb so lang ist wie die hintere. Thorax und Schildchen sind
braungelb, etwas glänzend. Brüstseiten gelb, stellenweisse
etwas dunkler, mit 3 starken Sternopleuralborsten ; unter
diesen zeigen die Sternopleuren eine vertikale Reihe von
Härchen ; im übrigen sind die Brustseiten nackt.
Der Hinterleib ist gelb, mit schmalen schwarzen Hinter-
256 DR. T. C. H. BE MKIJERE,
randsäumen vom 2*'=" Segmente an ; überdies findet sich vom
3"=" Segmente an eine gleich breite schwarze Mittellinie,
welche von WALKER nicht erwähnt wird. Bauch gelb. Beine
ganz gelb. Flügel etwas gebräunt; von der Spitze der i"^"
Längsader ab findet sich am Vorderrand ein dunkler Saum,
welcher die 3'"^ Längsader nicht erreicht ; hintere Ouerader
schmal gesäumt ; die Queradern weit von einander entfernt ;
der letzte Abschnitt der 4'^" Längsader 1.3 mal so gross wie
der vorletzte ; 2"=, 3'*" und 4'*= Längsader fast parallel. Schwin-
ger gelb, der Knopf oben dunkler.
Körper- und Flugellänge 4 mm.
3. Drosophila (Leucophenga) ornatipennis n. sp. Taf. 7.
Fig. 29.
Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg.
Stirne bräunlich weiss, matt, der Ocellenfleck etwas vor-
tretend, rötlich braun, die Fühler weisslich, die Borste oben
mit 7, unten mit 4 Kammstrahlen. Untergesicht weisslich.
Thorax gelbbraun, massig glänzend, das Schildchen von
derselben Farbe; am Rande schmal weiss gesäumt; Brust-
seiten gelbweiss, Hinterteil schwarz mit weissgelber Zeichnung,
i''^'^ Hinterleibsring ganz weissgelb, der 2''' weissgelb, nur am
Hinterrande und an den Seiten schwarz, 3''='' Ring nur am
Vorderrande schmal gelbweiss, in der Mittellinie bis vorn hin
schwarz; 4''"' und 5'^'' Ring schwarz mit 2 gelblichen Fleck-
chen, ó*^' Ring obenauf ganz weissgelb, nur an den Seiten
schwarz. Beine ganz gelblich weiss. Flügel schwach gebräunt,
nahe der Wurzel ein dunkler Wisch, beide Queradern braun
gesäumt; die Bräunung der hinteren Querader setzt sich nach
oben hin als breite Binde bis zum Vorderrande fort. 2"^
Längsader massig lang, 3"" und 4"" parallel, letzter Abschnitt
der 4'^" Längsader zweimal so lang wie der vorletzte ; Schwin-
ger weisslich.
Körper- und Flügellänge 3 mm.
Für eine Drosophiline aus Peru hat neuerdings Hendel
(Ent. Mitt. II, 191 3, p. 386) die Gattung Oxy leucophenga
errichtet. Hierin kann auch die vorliegende Art, samt einigen
Verwandten gestellt werden. Die Gattung Drosophila s. 1.
enthält offenbar mehrere Formengruppen, es will mir aber
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATLSCIIE DIPTEREN IX. 257
scheinen, dass es schwer halten wird, dieselben sicher gegen-
über einander abzugrenzen, und so scheint es mir einst-
weilen nicht zweckmässig einzelne Formen abzutrennen.
4. Drosophila subfasciata n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, Jacobson leg.
Stirne ganz matt rotgelb, Fühlerwurzel gelb, das 3^*" Fühler-
glied braun, oval, die Borste oberseits mit 7, unten mit 3
Kammstrahlen ; Untergesicht mattgelb, der Kiel breit, nament-
lich unten; Backen, Rüssel und Taster gelb.
Thorax und Schildchen matt rotgelb; hinten jederseits 2
Dorsocentralborsten vorhanden. Brustseiten etwas heller, mit
3 Sternopleuralborsten. Hinterleib gelb, am 3"=" — 5'^" Ri'^g
mit schwarzen, in der Mitte schmal unterbrochenen Hinter-
randsäumen ; am 2^'^" Ring ist diese Binde nur wenig ent-
wickelt, am 5^^" ist sie so breit, dass vorn nur ein schmaler
gelber Saum übrig bleibt. 6^"" Ring ganz schwarz. Beine ganz
gelb. Flügel etwas gebräunt, auf der Spitze der 2'^" Längs-
ader ein ovales braunes Fleckchen, auch die Spitze der 3*^"
und 4'*=" Längsader und die hintere Ouerader schmal braun
gesäumt. 2^" Längsader sehr lang, fast parallel zur 3""" ; auch
die T,^" und 4'"^ parallel, letzter Abschnitt der /f'^" Längsader
1.2 mal so lang wie der vorletzte. Der Au.sschnitt vor der
Spitze der i'^" Längsader wenig auffällig. Schwinger gelb.
Körper- und Flügel länge 3 mm.
5. Drosophila binotata n. sp.
Semarang, November, JACOBSON leg.
Stirne ganz glänzend rotgelb; Fühler matt rotgelb, 3"^^ Glied
oval, ziemlich kurz, die Borste oben mit 4, unten mit 3
Kammstrahlen. Untergesicht matt rotgelb, der Gesichtskiel
stark entwickelt, Rüssel und Taster rotgelb.
Thorax sehr glänzend rotgelb, jederseits mit 2 Dorso-
centralborsten ; Schildchen und Brustseiten von derselben
Farbe. Beborstung, auch die 2 Sternopleurale, relativ lang.
Hinterleib glänzend rotgelb, 2^'''' Ring an jeder Seite mit
einer grossen glänzend schwarzen Makel. Flügel relativ
schmal, 2'^ Längsader sehr kurz, nur wenig jenseits der
hinteren Ouerader endend ; 3"^ und 4^"= Längsader parallel.
258 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
der letzte Abschnitt der 4"^^" Längsader ca. 1.7 mal so lang
wie der vorletzte. Schwinger gelb.
Körper- und Fliigellänge 2 mm.
6. Drosophila (Leucophenga) argentata n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, i Ex., JACOBSON leg.
Kopf samt Fi.ihlcrn matt weiss, etwas ins Gelbe ziehend ;
Fühlerborste oben mit 7, unten mit 4 Kammstrahlen. Taster
an der Wurzel gelblich, nach der Spitze hin bräunlich ;
Rüssel gelbweiss. Backen äusserst schmal.
Thorax und Schildchen weisslich, oben mit intensivem
silberfarbigen Schiller. Brustseiten ganz gelblich weiss.
Hinterleib desgleichen, der i"= Ring verdunkelt, 4''='" Ring
mit 5 grossen schwarzen Flecken, von welchen der mittlere
am schmälsten ist, die seitlichen am äussersten Seitenrande
liegen und von oben nicht sichtbar sind ; alle nehmen unge-
fähr die ganze Länge des Ringes ein. 5''^'' Ring ebenfalls
mit 5 schwarzen Flecken, der mittelste ist länglich streifen-
förmig, die übrigen sind rundlich, die äusseren am kleinsten,
während diese am vorhergehenden Ring gerade die grössten
sind. Bauch gelbweiss. Beine ganz gelbweiss ; Präapical-
borste deutlich vorhanden, Flügel farblos ; die Randader
erstreckt sich bis zur Spitze der 3'"=" Längsader, 3'^ und 4""
Längsader parallel; die Oueradern einander nahe gerückt,
der letzte Abschnitt der 4""" Längsader dreimal so lang
wie der vorletzte. Schwinger gelbweiss, der Knopf oben-
auf mit einem grossen schwarzen, rundlichen Flecken.
Körper- und Flügellänge 3 mm.
7. Drosophila (Leucophenga) albiceps n. sp.
Gunung Ungaran, September, JACOBSON leg.
Stirne weiss, Fühler gelb, die Borste oben mit 7, unten
mit 2 Kammstrahlen; Untergesicht weiss, Rüssel gelb, Hin-
terkopf grösstenteils schwarz.
Thorax braun, am Seitenrande und hinten mit Ausnahme
des Mittelfeldes gelbweiss ; Schildchen braun, am Rande
weisslich ; Brustseiten gelbweiss mit einigen grossen schwarz-
braunen Flecken, auch einem auf dem Sternopleuron. Hin-
terleib gelbweiss, 2""' Ring jederseits mit einem grossen.
.stui)ip:n über südostasiatisciie diptkren IX. 259
rundlichen, schwarzen Fleck und in der Mitte mit einem
schwarzen Punkt, 3*^'' Ring mit sehr breiter, in der Mitte
vorn und hinten etwas vorgezogener schwarzer Ouerbinde;
4'^'' und 5''''' Ring mit je 5 schwarzen Flecken, von welchen
die des 4""" Ring sehr gross sind ; die beiden äusseren jeder-
seits berühren hier einander. Beine ganz weisslich ; Präapi-
calborste vorhanden. Flügel glashell, 3''' und 4^*^ Längsader
parallel; letzter Abschnitt der 4'"^" Längsader 2.5 mal so lang
wie der vorletzte ; 2'"= Längsader relativ lang und gerade ;
Schwinger weiss.
Körper- und Flügellänge 2.5 mm.
Diese Art zeigt in mehreren Hinsichten grosse Ähnlichkeit
mit Dy. argentata, die Körper- und Schwingerfarbe ist aber
eine andere; auch sind bei letztgenannter Art die Oueradern
mehr genähert und die 2"^ Längsader kürzer, der 2"" Ab-
schnitt der Randader ca. 2 3 mal so lang wie der 3"^, bei
albiccps ca. 2.6 mal.
Auch die von mir aus der Nähe von Buitenzorg beschrie-
bene Dr. cincta (Studien VI p. 395) ist sehr verwandt, aber
zunächst bedeutend grösser; auch ist die Hinterleibsfärbung
eine andere; am 2'^'^" Ring findet sich in der Mitte hinten
ein grosser breiter Flecken, am 4""" und 5"^^" Ringe sind die
schwarzen Flecken am Hinterrande breit verbunden. Die
Brustseiten sind nur auf Pteropleuren und Metapleuren
dunkel gefleckt.
8. Drosophila albicincta De Meij.
De Meijere. Studien IL p. 156.
Semarang, Januar, i $, JACOBSON leg.
Stirne mattgelb, Fühler desgleichen, das 3''' Glied und das
Untergesicht weisslich. Rüssel und Taster gelb. Thorax
gelbbraun, beim vorliegenden, nicht ganz reinen Stück mit
wenig bemerkbarem weisslichen Schiller. Brustseiten gelb,
unter der Flügelwurzel mit dunkelbrauner Makel. Schildchen
braungelb, die Spitze weisslich. Hinterleib gelb, 2""" Ring
an den Seiten mit je einem grossen mattschwarzen P^leck,
welcher sich hinten striemenartig fast bis zur Schwinger-
wurzel erstreckt, die 3 folgenden Ringe am Hinterrand mit
je einer schwarzen, am 3'^" Ring den Seitenrand nicht errei-
26o DR. J. C. H. DE MEIJERE,
chenden Halbbinde, welche median bis zum Vorderrand des
Ringes vorgezogen ist. Beine ganz gelb, die Kniee der
Hinterbeine schwarzbraun. Flügel glashell, das Geäder wie
bei den vorhergehenden Arten. Randader, obgleich schwächer,
bis zur 4"^" Längsader fortgesetzt. Schwinger gelb, mit
schwarzem Fleck auf dem Knopf.
Körper- und Flügellänge 2.5 mm.
Wegen des von der T}'pe abweichenden Baues des Hinter-
leibs beschreibe ich dieses Exemplar gesondert ; vielleicht
liegen hier geschlechtliche Differenzen vor.
Auch dieses Exemplar gleicht den vorhergenden in vielen
Hinsichten, es ist eben weil die 4 hier in Betracht kom-
menden x'\rten meistens nur in je i Exemplar, je von ver-
schiedenem Fundort, vertreten sind, nicht zu entscheiden,
in wie weit wir es hier mit Farbenaberrationen zu tun haben.
9. Drosophila (Leucophenga) salatigae n. sp.
Salatiga, Mai, DocTERS Vy\N Leeuwen leg.
Die 3 vorliegenden Exemplare sehen dem vorhergehenden
Stücke von Dr. albicincta sehr ähnlich, so dass es genügt die
Unterschiede aufzuführen. Sie sind etwas kleiner, an den
Brustseiten erstreckt sich die dunkle Längsstrieme bis vornhin,
während sie bei albicincta nicht auf das Mesopleuron über-
geht; die Kniee der Hinterbeine sind nicht verdunkelt, die
Oueradern sind einander etwas näher gerückt, (letzter Ab-
schnitt der 4^*^" Längsader 2.3 mal so lang wie der vorletzte),
die hintere Querader ist ganz gerade und weniger schief
gestellt; der Schwingerknopf ist weniger deutlich verdunkelt.
Körper- und Flügellänge etwas über 2 mm.
Von den fünf, wie ich sie jetzt unterschieden habe, sehr
verwandten Arten besitzen Dr. albicincta und argentata
schwarzgefleckte Halteren, (bei argentata ist der 2^"^ Hinter-
leibsring ganz gelb, bei albicincta jcderseits mit einem
schwarzen Fleck). Ganz gelb sind die Schwinger bei albiceps
und cincia, deren Unterschiede unter albiceps schon ange-
geben wurden ; salatigae hat wenig verdunkelte Schwinger,
sieht im übrigen albicincta sehr ähnlich.
STUDIEN iir,p:U SÜDOST ASIATISCHE DIPTEREN IX. 201
10. Drosophila latifascia n. sp.
Salatila, DoCTERS VAN Leeuwen leg.
Stirne matt rotgelb; Fühler an der Wurzel gelb, da.s 3'"
Glied dunkelbraun. Fühlerborste mit langen feinen Kamm-
strahlen ; der Untergesichtskiel stark entwickelt, nach unten
breiter.
Thorax braungelb, gelb bereift. Schildchen flach, ziemlich
scharfrandig, die Seiten schwarzbraun. Brustseiten grössten-
teils schwarzbraun. Hinterleib gelb, mit sehr breiten schwarzen
Ouerbinden, die des 2""" Ringes ist in der Mitte unterbrochen,
die beiden folgend-en liegen je vom Vorderrand des Segmentes
etwas weiter entfernt als vom Hinterrand ; die des 5"-" Ringes
lasst nur vorn einen gelben Saum übrig, der 6"" Ring ist
ganz schwarz. Hüften und Schenkel, letztere mit Ausnahme
der äussersten Spitze schwarzbraun, Schienen und Tarsen
gelb. Flügel deutlich gebräunt, ziemlich schmal ; die 2^'^' Längs-
ader massig lang und ganz gerade, die 3"" und 4*^"' Längsader
parallel; der letzte Abschnitt der 4"^" Längsader 2.2 mal so
lang wie der vorletzte. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge 2.5 mm.
Ein zweites Stück von demselben Fundort dürfte hieher-
gehören ; es hat aber hellere Rrustseiten und ganz gelbe
Beine ; die schwarzen Hinterleibsbinden sind noch breiter.
11. Drosophila hirticornis n. sp.
Gunung Ungaran, September; Nongkodjadjar, Januar, JA-
COBSON leg.
Kopf samt Fühlern matt blassgelb, das 3^'^ Fühlerglied läng-
lich, fast bis zum Mundrand reichend, etwas graulich, dicht
kurz behaart, ausserdem an der Oberseite mit ca. 6 längeren
Haaren; Fühlerborste oben mit 4, unten mit i Kammstrahl.
Rüssel und Taster gelb. Racken schmal. Untergesicht ohne
Kiel, fast gerade, nur zwischen den ' Fühlerwurzeln mit
schwacher Andeutung desselben.
Thorax rotgelb, wenig glänzend, hinten mit 2 Dorsocen-
tralborsten jederseits. Schildchen von derselben Farbe; Brust-
seiten blasser. Hinterleib rotgelb, glänzend, mit linienartig
schmalen schwarzbraunen Hinterrandsäumen. Beine ganz gelb.
202 DR. J. C. II. DE MEIJERE,
Fluirei etwas bräunlich tingiert, mit gelbem Geäder, 2"" Längs-
ader massig langs, 2"= und y" stark divergierend, 3'^' und 4^"
etwas con vergierend, der letzte Abschnitt der 4"=" Längsader
1.6 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger rotgelb.
Körper- und Flügellänge 2 mm.; ein Exemplar ist 3 mm.
lang.
Durch die relativ lange Behaarung des 3'''" Fühlergliedes
und den kaum vorhandenen Untergesichtskiel ist diese Art
nicht zu verkennen.
12. Drosophila inconspicua n, sp. Taf. 7. Fig. 30.
Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg.
Kopf samt Fühlern matt rotgelb, 3''^' Fühlerglied kurz oval,
ohne längere Behaarung, die Borste oben mit 4 — 5, unten mit
3 Kammstrahlen. Der Untergesichtskiel erreicht den Mund-
rand.
Thorax und Schildchen rotgelb, wenig glänzend, Behaarung
und Beborstung schwarz. Brustseiten rotgelb. Jederseits 2
Dorsocentralborsten vorhanden. Hinterleib rotgelb, glänzend,
mit sehr schmalen schwarzen Hinterrandsäumen. Beine ganz
gelb ; Flügel etwas gebräunt, 2^^ Längsader lang, 3'*^ und 4*^
parallel; letzter Abschnitt der 4'^=" Längsader fast 1.8 mal
so lang wie der vorletzte; Randader bis zur 4'*=" Längsader
fortgesetzt. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge 2 mm.
Eine sehr ähnliche Art liegt mir aus Pasuruan vor, leider
ohne F'ühler und deswegen einstweilen besser unbeschrieben
zu lassen; die 2^" Längsader ist bei ihr aber bedeutend
kürzer und die Queradern sind mehr genähert. Weil der
Untergesichtskiel gut entwickelt ist, ist sie auch von /;/;-//-
coviiis verschieden.
13. Drosophila nigricolor de Meij.
De Meijere, Studien VT, p. 399; Studien II, p. 153 [Dr.
nigra).
Am Eingang der Grotte Goewa Lawa am Strande bei
Babakan (Residenz Banjoema.s) sammelte JACOBSON mehrere
Exemplare dieser Art auf Fledermausguano, März 191 1.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIE DITTKREN TX. 263
14. Drosophila (Leucophenga) tectifrons n. sp.
Semaraiig, Januar, Kebruar, Jacoiîsun leg.
Stirne glänzend braungelb, Scheiteldreieck und Periorbiten
gross, Ocellen weit auseinander gerückt ; von der matt gelben
Stirtifarbe bleiben nur feine Trennungslinien übrig. Fühler
an der Wurzel gelb, das 3'*" Glied matt dunkelbraun, oval,
kurz, am Oberrande relativ lang behaart. Fühlerborste oben
mit ca. 6, unten mit 2 Kammstrahlen. Untergesicht glänzend
gelbbraun, nach unten bis schwarzbraun verdunkelt, der Kiel
wenig entwickelt, schmal. Rüssel und Taster gelb.
Thorax grösstenteils glänzend schwarzbraun, die vordere
Hälfte aber mit Ausnahme des Seitenrandes glänzend braun-
gelb ; hinten jederseits 2 Dorsocentrale vorhanden. Schild-
chen glänzend braunschwarz. Brustseiten glänzend, oben
schwarzbraun, unten gelb. Hinterleib glänzend schwarz, nur
der i"= und 2"^ Ring braungelb. Beine gelb, die hinteren
Schienen dunkelbraun. Flügel fast glashell, Randader an der
Spitze der 3'*=" Längsader endend, die ebendort liegende
Flügelspitze ziemlich scharf; 2'^ Längsader massig lang, ge-
rade ; 3''= und 4^^ J^ängsader etwas divergierend, die Quer-
adern genähert, der letzte Abschnitt der 4'"^" Längsader fast
dreimal so lang wie der vorletzte; der Flügelschlitz am Ende
der i^*^" Längsader scharf und tief. Schwinger blassgelb.
Körper- und Flügellänge 2 mm.
14. Drosophila (Leucophenga) subpollinosa n. sp.
Semarang, März, JACOBSON leg.
Stirne mattgelb, am Augenrande breit weissbestäubt. Fühler
gelb, gleichfalls mit weisslicher Bestäubung, das 3"= Glied
oval, etwas verdunkelt, oben mit 6, unten mit 4 Kamm-
strahlen. Rüssel und Taster gelb.
Thorax rotgelb, glänzend, an jeder Seite mit einer breiten,
weissbestäubten Strieme, welche aussen, bei einem 2^^" Stück
auch innen durch eine dunkelbraune Linie gesäumt ist.
Schildchen braungelb. Brustseiten gelb, mit einer breiten,
dunkelbraunen Längsstrieme in der oberen Hälfte. Hinterleib
glänzend schwarzbraun, das 2'*= Segment oben z. T. braun-
gelb und mit weisslichem Schiller. Beine ganz gelb. Flügel
204 DR. J. C. H. DE MEIJERE,
schmal, die Randader nur bis zur Spitze der 3"^" Längsader
fortgesetzt, dick und schwarz, unten schmal dunkelbraun
gesäumt; auf der kurzen i'*"" Langsader ein dunkler Wisch;
2'^ Längsader massig lang, 3''' und 4'^ etwas divergent; die
4"" schwächer, ihr letzter Abschnitt 2.3 mal so lang wie der
vorletzte. Schwinger schwarzbraun mit gelbem Stiel.
Körper- und Flügellänge 1.5 mm.
15. Ürosophila (Leucophenga) gibbosa n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, jACOB.S<)N leg.
Stirnc und Fühler matt dunkelbraun, Fühlerborste oben
niit 9, unten mit 4 Kammstrahlen, L^ntergesicht weisslich,
Taster braun, Rüssel gelb, Hinterkopf schwärzlich. Thorax
gross, gewölbt, dunkel rotbraun, wenig glänzend, die Brust-
seiten braungelb. Hinterleib schwarzbraun, der 3''' und 4''^
Ring an der Wurzel' sclimal braungelb, im Medianfelde ganz
schwarzbraun; 2'^'' Ring am Hinterrandc etwas heller. Beine
ganz gelb. Flügel relativ breit, an der Wurzel bis zur
kleinen Querader gelblich, weiterhin stark gebräunt, namentlich
in der Vorderrandshälfte. Die Randader erstreckt sich bis
zu der Spitze der 3^*^" Längsader, 2'*^ Längsader relativ lang,
3''' und 4*'' Längsader parallel, letzter Abschnitt der 4'""
Längsader 1.8 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger
braungelb.
Körper- und Flügellänge 4 mm.
15. Drosophila strigifrons n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg.
Stirne matt schwarz, Periorbiten und eine schmale, sich
bis vornhin erstreckende Mittellinie blassbraun. I'\ihlerwurzel
gelblich, das 3'*= Glied dunkelbiaun ; Untergesicht blass-
bräunlich, der Kiel stark entwickelt, die schmalen Backen
dunkelbraun. Rüssel relativ lang, Taster von elliptischer
Gestalt, also relativ breit ; beide schwarzbraun.
Thorax obenauf fast matt dunkelbraun ; jederseits 2 Dorso-
centralborsten vorhanden. Schildchen von derselben Farbe,
mit 4 Borsten. Brustseiten und Beine gelblich weiss; Hin-
terleib oben schwarzbraun, etwas glänzend. Bauch gelblich.
Flügel schwach gebräunt, die Wurzel dunkler; 3^*^ und 4'''
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. 265
Längsader sehr schwach convergierend, letzter Abschnitt der
4'^'" Längsader fast 2 mal so lang wie der vorletzte.
Körper- und Flügellänge 2.5 mm.
16. Drosophila semiatra n. sp.
Salatiga, DüCTERS van Leeuwen leg.
Von schmaler Gestalt. Stirne mattgelb, das kleine Scheitcl-
dreieck und die Periorbiten glänzend. Fühler gelb, das 3"^
Glied kurz, rundlich. Fühlerborste oben mit ca. 6, unten
mit 3 Kammstrahlen. Untergesicht glänzend gelb, von dem
Kiel ist nur oben eine geringe Spur. Rüssel gelb.
Thorax glänzend gelb, desgleichen das Schildchen und
die Brustseiten. Hinterleib glänzend schwarz, der Bauch
gelb. Beine gelb. Flügel fast glashell ; 2^" Längsader ziemlich
lang, fast gerade, an der Spitze nur etwas aufgebogen ; 3"^
und 4'^ Längsader parallel ; letzter Abschnitt der 4""" Längs-
ader ca. 2 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge 1.5 mm.
17. Drosophila metallescens n. sp.
Semarang, März, JACOBSON leg.
Stirne ganz glänzend rotgelb, nicht geteilt, schwach gewölbt.
Fühlerwurzel gelb, das 3'*= Glied oval, braun, die Borste
oben mit 4, unten mit 2 Kammstrahlen. Untergesicht matt
weisslich, mit deutlichem Kiel. Rüssel und Taster gelb.
Thorax glänzend rotgelb, in der hinteren Hälfte mit starkem
metallisch blauen Schiller. Hinten jederseits 2 Dorsocentrale
vorhanden. Schildchen braungelb, fast matt. Brustseiten
glänzend rotgelb, oben mit einer dunkelbraunen Langsstrieme.
Hinterleib an der Wurzel schmal rotgelb, dann glänzend
purpurschwarz, die Endhälfte erzgrün. Beine ganz gelb.
Flügel glashell, auf der !'*=" Längsader mit einem schwarz-
braunen Wisch, welcher sich bindenartig bis zum Hinterrand
fortsetzt. 2"= Längsader sehr kurz, etwas nach oben aufge-
bogen, 3'^ und 4"-' parallel ; letzter Abschnitt der 4"=" Längs-
ader 1.75 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger rotgelb.
Körper- und Flügellänge kaum 1.5 mm.
18
266 DR. J. C. II. DE MEIJERE,
1 8. Drosophila unicolor n. sp.
Gunung Ungaran, September, i Ex., JACOBSON leg.
Von breiter Gestalt und tief matt gelbroter Färbung. Auch
die Stirne ganz matt gelbrot, Fühler etwas heller, y^ Glied
oval, kurz behaart, die Borste oben mit ca. 8, unten mit 5
Kammstrahlen. Untergesichtskiel stark entwickelt. Backen
schmal, Rüssel und Taster rotgelb.
Thorax jederseits mit 2 Paar Dorsocentralborsten. Brust-
seiten nicht heller als der Thoraxrücken. Hinterleib von der-
selben matt gelbroten Farbe. Beine ganz rotgelb, Flügel
deutlich gebräunt, die hintere Ouerader schmal dunkelbraun
gesäumt. 2"" Längsader lang, von der 3'^" wenig divergierend ;
3"= und 4"= parallel ; letzter Abschnitt der 4'*=" Längsader nur
wenig länger als (1.3 mal so lang wie) der vorletzte. Schwin-
ger gelbrot.
Körper- und Flügellänge 3.5 mm.
19. DrosGphÜa simplex n. sp. Taf. 7. Fig. 31.
Salatiga, DOCTERS van Leeuwen leg. ; Nongkodjadjar,
Januar; Wonosobo, Mai, JACOBSON leg.
Kopf samt Fühlern mattgelb ; 3'^* Fühlerglied oval, ohne
längere Behaarung, Backen sehr schmal, der schmale LTnter-
gesichtskiel erstreckt sich bis zum Mundrand. Fühlerborste
oben mit 3, unten mit i Strahl.
Thorax und Hinterleib einfarbig rotgelb, massig glänzend,
mit gelber Behaarung und Beborstung; jederseits 2 Dorso-
centralborsten vorhanden. Auch die Beine ganz gelb, Flügel
fast glashell, 2"^ Längsader ziemlich lang, 3'^ und 4'^ Längs-
ader parallel; letzter Abschnitt der 4""' Längsader fast 2.2
mal so lang wie der vorletzte. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge 1.5 mm.
Ein Exemplar vom Gunung Gedeh ist sehr ähnlich, aber
die Beborstung und Behaarung sind dunkler und die Fühler-
borste hat etwas mehr Kammstrahlen. Weil nur 2 Sterno-
pleurale vorhanden sind und die Oueradern weiter aus ein-
ander stehen ist es auch nicht die sonst ähnliche triseta.
STUDIKN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIK DII'TKREN IX. 267
BESTIMMUNGSTABELLE
der hier a u f g e f ü li r t e n Arten.
1. Thorax gelb mit 4 braunen Längslinicn. Dr. i/urolata n. sp.
» mit anderer Zeichnung oder einfarbig. . . 2
2. Flügel gefleckt 3
» ungefleckt, am Vorderrand mit breitem dunklen
Saume Dr. iiivicta Walk.
» einfarbig, ht)ch.stens an der Wurzel mit dunklem
Wisch 4
3. ) mit dunkler Binde. . . Dr. oriiatipciiiiis n. sp.
Nur an der Spit/e der 2"^"— 4'"^" Längsader dunklere
Fleckchen Dr. subfasciata n. sp.
4. Hinterleib gefleckt oder mit zackigen Binden ... 5
i> mit geradlinig begrenzten schwarzen Binden 6
» einfarbig, höchstens an Wurzel oder Spitze
von abweichender Färbung 8
5. » gelb mit 2 schwarzen Flecken nahe der Spitze.
Dr. bitiotata n. sp.
/) mit ausgedehnterer dunkler Zeichung. Man
vergi, p. 260 . . . Dr. argentata n. sp.
» a I biceps n. sp.
» albicincta DE Meij.
» cincia DE Meij.
» salatigae n. sp.
6. » mit breiten schwarzen Binden.
Dr. latifascia n. sp.
» » sehr schmalen schwarzen Hintcrrandsäu-
men 7
7. 3^""'' Fühlerglied mit langen Haaren ; Lntergesichtskiel fast
fehlend. . . . Dr. hirticornis n. sp.
» nur sehr kurz behaart, Untergesichtskiel
deutlich entwickelt Dr. inconspicna n. sp.
8. tlinterleib grösstenteils oder ganz dunkel .... 9
» einfarbig gelb bis gelbrot 13
9. Thorax samt ßrustseiten ganz schwarz. Dr. nigra DE Meij.
» nicht ganz schwarz 10
10. » vorn gelb, hinten schwarz. Dr. tectifrons n. sp.
268 DR. J. C. II. DE MEIJERE,
Thorax gelb mit 2 weissbestäubten Längsstriemen; sehr
kleine Art Dr. siihpollinosa n. sp.
» einfarbig 11
11. Stirne glänzend gelb 12
» fast ganz matt dunkelbraun, ohne hellere Mittel-
linie Di', gibbosa n. sp.
» fast ganz mattschwarz, mit heller Mittellinie.
Dr. strigifrons n. sp.
12. Thorax rotgelb, Hinterleib metallisch schwarz, 2''' Längs-
ader lang und gerade . . Dr. semiatra n. sp.
y> rotgelb mit blauem Schiller, Hinterleib metal-
lisch ; 2^*^ Längsader kurz Dr. Dietallcscens n.^'Ç).
13. '' mit 2 matten Längsstriemen.
Scaptomyza siibstrigata n. sp.
» einfarbig gelb 14
14. Grössere, ganz gelbrote Art . . . Dr. unicolor n. sp.
Kleine, gelbe Art » simplex n. sp.
SCAPTOMYZA Hardv.
Scaptomyza substrigata n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg.
Stirne matt rotgelb, Scheiteldreieck und Periorbiten heller,
matt gelbweiss. Fühler gelb, das 3'^ Glied kurz, oval ; die
Fühlerborste oben mit 4, unten mit 2 Strahlen. Untergesicht
blassgelb, Rüssel und Taster gelb.
Thorax mattgelb, weisslich bestäubt mit 3 etwas glänzenden
braungelben Striemen, von welchen die seitlichen am Seiten-
rande liegen ; Acrostichalborsten 2-reihig. Schildchen und
Brustseiten gelb. Hinterleib gelb, die Spitze verdunkelt und
zum Teil glänzend schwarz ; die Behaarung relativ lang,
grösstenteils gelb. Beine ganz gelb. Flügel schmal, 2"^
Längsader lang, fast parallel zur 3*''" ; 3^'^ und 4''= parallel ;
letzter Abschnitt der 4*^" Längsader 1.7 mal so lang wie
der vorletzte. Schwinger gelb.
Körper- und Flügellänge etwas mehr als 2 mm.
Durch den gestriemten Thorax und die grössere Distanz
der Oueradern ist diese Art von Sc. bimaciilata (Studien 11,
p. 160) verschieden.
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATLSCHE DIPTEREN IX. 269
CAMILLA Hal.
Camilla rugulosa n. sp.
Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg.
Stirne fast ganz glänzend stahlblau, etwas runzelig. Fühler
schwarzbraun, die Fühlerborste oben mit 5, unten mit 2
Kammstrahlen. Untergesicht glänzend schwarz, der Kiel
den Mundrand nicht erreichend, unten einen in der Mitte
des Untergesichtes vorspringenden Höcker bildend. Thorax
purpurschwarz, sehr fein runzelig, wenig glänzend ; Schild-
chen desgleichen ; Brustseiten und Hinterleib glänzend
schwarz. Beine blassgelb, Vorderhüften und -Schenkel, Mittel-
schenkel mit Ausnahme der äussersten Basis und ein breiter
Ring an der Spitze der Hinterschenkel schwarz. Schwinger
schwarzbraun. Flügel etwas bräunlich tingiert, 2'*^ Längsader
massig lang, der letzte Abschnitt der 4"^" Längsader 2.5 mal
so lang wie der vorletzte.
Körper- und Flügellänge 1.5 mm.
Durch den feinrunzeligen Thoraxrücken und Stirne ist
diese Art von javana und pusilla verschieden ; cocnileifrons
hat eine z. T. rote Stirn.
BORBORIDA E.
LIMOSINA Macq.
I. Limosina salatigae n. sp. Taf. 7. Fig. 32.
Salatiga, Mai, Docters van Leeuwen leg.
Stirne matt braunrot, Scheiteldreieck, Periorbiten und Hin-
terkopfschwarzgrau, Fühler schwärzlich, das 3''= Glied rundlich,
die Borste deutlich pubeszent. Untergesicht gelbbraun, etwas
ausgehöhlt, nicht gekielt, nur zwischen den F"ühlerwurzehi
etwas erhaben ; die breiten Backen braungelb. Thorax und
Schildchen dunkelgrau, zart bestäubt. Schildchen mit 4 sehr
langen und 2 kürzeren Borsten, im übrigen nackt, Brustseiten
braungrau. Hinterleib schwarzbraun, etwas glänzend. Beine
braungelb, auch die Vorderhüften von dieser Farbe; die
Mittelschienen stark beborstet, aussen mit 5 Borsten, welche
nach der Schienenspitze hin allmählich länger werden, innen
mit kurzem Börstchen in der Mitte und einer längeren
Borste vor der Spitze, am i"=" Tarsenglied findet sich eine
270 DR. J. C. II. DE MEIJERE,
Borste nahe der Wurzel und ein Paar an der Spitze ; Mittel-
schenkel vorn mit einer Reihe kurzer Bórstchen, an der
Spitze vorn und hinten mit einer längeren Borste. Vorder-
und Hinterschienen ohne besondere Borsten. Flügel glashell,
etwas weisslich, mit zartem weisslichen Geäder ; der i"=
Vorderrandabschnitt ziemlich lang beborstet, 3'«= Längsader
aufwärts gebogen, 4''= und 5^*= nicht jenseits der Discoidalzelle
fortgesetzt; die kleine Ouerader ist ebenso weit von der
hinteren, wie von der Wurzel der 3'^^" Längsader entfernt.
Körper- und Flügellänge 1.5 mm.
Frisch geschlüpfte Exemplare sind von hellerer Farbe,
ganz rötlich.
2. Limosina ornata n. sp.
Batavia, November, JACOBSON leg.
Stirne matt dunkelbraun, etwas ins Rötliche ziehend; am
x'\ugenrande schwarzgrau, hinten etwas glänzend ; Stirnborsten
stark. Fühler grösstenteils gelb, der Oberrand des 2'''" und
3'^" Gliedes schwarz; Borste lang, schwarz, deutlich pubeszent.
Untergesicht schwarz, zart weiss bereift, die Fühlerwurzeln
weit getrennt, zwischen denselben ein deutlicher Höcker.
Backen ziemlich schmal. Hinterkopf grau. Thorax schwarz-
braun mit 4 weisslich grauen Längsstriemen, die 2 mittleren
hinten vor dem Schildchen abgebrochen, die seitlichen nur
hinter der Quernaht vorhanden ; während der Thoraxrücken
im allgemeinen matt ist, ist der Seitenrand vor der Quernaht
breit glänzend. Brustseiten glänzend schwarzbraun, am Ober-
rand des Sternopleuron etwas gelblich. Schildchen sammet-
artig mattschwarz, nackt, nur mit 4 starken Randborsten.
Hinterleib schwarzbraun, etwas glänzend. Beine grösstenteils
gelb, die .Schenkel und Schienen mit dunkleren Wischen,
u. a. die Wurzel der Vorderschienen an der Innenseite
schwärzlich, auch die Hinterschienen an der Aussenseite
mit Ausnahme der Spitze dunkel. Mittelschiene beborstet.
Flügel glashell, stark irisierend, in der Mitte mit einer ver-
waschenen braunen Querbinde, das Geäder an dieser Stelle
verdunkelt, auch die Spitze, aber sehr wenig, dunkler; 2"=
Längsader gerade, 3'*^ etwas aufwärts gebogen; 4"= und 5"^
hinter der breiten Discoidalzelle nicht fortgesetzt; die kleine
STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. 1"] \
Querader liegt in der Mitte zwischen der hinteren und der
Wurzel der 3""' Längsader. Schwinger weiss.
Körper- und Flügcllänge 1.5 mm.
In: The Entomologist's monthl}- mag. 2"'' ser. XXI, 1910,
p. 277 wird von COLLIN eine neue Limosina aus Ceylon
beschrieben, von welcher sich mehrere von grossen Copriden
forttragen Hessen, welche im Sonnenschein umher flogen, wie
auch Liììwsiìia sacra MeiG. auf Ateuchus gefunden wurde.
Die neue Art von CoLLlN, L. eqnitaiis, ist im allgemeinen von
braungelber Farbe, der Hinterleib ist grauschwarz, mit einem
schmalen gelblich weissen Hintersaume auf jedem Segment.
Von meiner L. salatigac weicht sie u. a. auch durch die fast
gerade 3**= Längsader ab,
LIPOTHERINA n. g. Taf. 7. Fig. 11.
Stirne fast flach, Scheiteldreieck klein, wenig auffällig,
Periorbiten jederseits mit 3 (3rbitalborsten, vor der vorderen
steht nahe dem vorderen Stirnrand noch eine 4"-" Borste.
Fühler massig gross, genähert, das 3^'' Glied kurz-oval mit
ziemlich langer, nackter Borste; Untergesicht etwas ausge-
höhlt, ungekielt und ohne Fühlergruben, jederseits mit star-
ker Vibrisse; Backen massig breit. Praelabrum vorragend.
Thorax oben mit 4 Reihen von massig langen Borsten,
im übrigen unbehaart; Brustseiten unbeborstet. Schildchen
oben flach, mit 4 Randborsten. Hinterleib konisch, abgeflacht.
Beine massig lang und stark, die Schenkel an der Spitze
und namentlich die Mittelschienen beborstet. Flügel niässig
breit; i'" Längsader kurz, die 2"^ sehr lang, dem Vorderrand
nahe liegend, die 3^'' und 4^^ convergent, die 5'*^ an der hin-
teren Oueracler endend, letztere schief gestellt ; hintere Basal-
zelle und Discoidalzelle verschmolzen. Randader bis zur 4'''"
Längsader fortgesetzt.
Lipotherina flavinotata n. sp. Taf. 7. Fig. n.
Nongkodjadjar, Januar, 1 Ç, JalOBS(.»N leg.
Stirne mattschwarz, nur die Periorbiten und das Scheitel-
dreieck massig glänzend; jederseits 4 Orbitalborsten vorhan-
den. Fühler rötlich, das 3''' Glied am Aussenrande gebräunt,
mit zarter, nicht besonders langer, nackter Borste, Unterge-