Studien über südostasiatische Dipteren IX von Prof. Dr. J. C. H. DE MeIJERE (Amsterdam). Mit Tat'. 5—7. Diese Arbeit bildet die Fortsetzung von Studien VIII (Tijd- schr. V. Entom., Bd. 56, 1913 (1914), Supplement, p. i — 99). Obgleich die Bombyliiden schon in diesem Teile verzeichnet sind, fange ich hier mit einer mir inzwischen bekannt ge- wordenen Art der merkwürdigen Gattung Sjstropiis an. Fernerhin sind im vorliegenden Teil der Studien nur Cyclorrhaphen enthalten. BOMBYLIIDAE. SYSTROPUS WiEi). Systropus Roepkei n. sp. Taf. 5. Fig. i u. 2. Getas (Salatiga, Java) e. 1. 11 Dec. 1913, aus einem Cocon einer Limacodide (höchstwahrscheinlich Mircsa {Alt/ui) cas- nciparsta MoORE), i ^. Stirne und Untergesicht weiss, etwas ins Gelbe ziehend, Untergesicht schneeweiss bereift, Rüssel schwarzbraun, Fühler schwarz, das i"' Glied im unteren Viertel weiss. Thorax matt- schwarz, von hinten gesehen mit einem länglichen, weisslich schimmernden Flecken. Weissgelb sind: die Schulterbeulen und ein sich nach oben hin an dieselben anschliessender Strich, welcher denjenigen der anderen Seite nicht erreicht, ein unregelmässig viereckiges Fleckchen etwas vor der Flügel- wurzel, ein kleineres Fleckchen hinter dieser Wurzel, ein Fleckchen an der Spitze des Schildchens. Brustseiten schwarz mit weisslichem .Schiller, namentlich auf den Pteropleuren ; 10 I3S DR. I. C. II. DK MEIJKRK, ein Streifen von den Schulterbeulen bis zu den Vorderhiiften und einer von der Hinterleib.sbasis bis 7ai den Hinterhüften sind gelb ; ferner finden sich kleine weissliche Stellen vor : unter und hinter der Flügelwurzel und ein ungepaarter Fleck an der Hinterseite des Thorax, unter der Hinterleibsbasis. Auch der Hinterleib ist grösstenteils schwarz, der breite i*"" Ring ist vorn an den Seiten gelb, die langgestreckten 2'^", 3''' und 4^'' Ringe zeigen über dem schwarzbraunen Seitenrand eine gelbe Längsbinde in der ganzen Länge dieser Segmente ; der 5"" Ring zeigt einen in der Mitte schmal unterbrochenen gelben Hintersaum ; beim 6""", 7'^" und 8"^" ist die gelbe Farbe auf Seitenflecken und einen äusserst schmalen Hinterrand beschränkt, der kurze (ìenitalring ist ganz schwarz. Der Bauch ist bis zum 5**^" ^.iiig gelb, von da an schwarz mit gelben Hinterrändern. Vorderhüften gelbweiss, mit einem dunklen Wisch nahe der Spitze, Vorderbeine gelbweiss, die VVurzelhälfte der Schenkel und die 4 letzten Tarsenglieder schwarz. Hintere Hüften schwarz, Mittelschenkel im Wurzel- drittel und die 4 letzten Tarsenglieder der Mittelbeine schwarz, Hinterschenkel schwarz, die L^nterseite mit Ausnahme eines Halbringes vf)r der Spitze schwarz; Hinterschienen schwarz, an der Unterseite mit einem gelben Strich vor der Spitze ; Hintertarsen ganz schwarz. Flügel schwach gebräunt; am deutlichsten am Vorderrande. Schwinger schwarzbraun, nur die Spitze des Knopfes weiss. Körperlänge iVvAv;r//V/j*--Puppe finden, sind hier kurz und stumpf, von oben nach unten abgeflacht und berühren einander so innig, dass sich nur zwischen ihrer Basis ein kleiner dreieckiger Zwischenraum findet. Zu beiden Seiten der Fühlerscheiden liegen die mehrspitzigen Tasterscheiden, während sich die Rüsselscheide eine Strecke weit liber die Spitze der P'ühlerscheiden nach hinten erstreckt, die Spitze der Vorderbeine aber nicht erreicht. Die Anlagestellen der Ocellen sind auch auf der Puppenhaut als Punkte erkennbar. SYRPHIÜAE. MICRODON Mek;. Microdon simplicicornis De Meij. De Meijere. Studien III, p. 205. Gunung Gedeh, März, Jacobson leg. Von dieser Art liegen mir jetzt beide Geschlechter vor; die Männchen unterscheiden sich wie gewöhnlich durch die in der Mitte verengte Stirne. Der i^*^ Hinterleibsring ist bald braungelb, bald mehr oder weniger gebräunt, der 2'" Ring braungelb, der 3"^' hinten in grösserer oder geringerer Aus- dehnung braungelb, auch der Genitalring der 0*0* ist von dieser P^arbe. Beim y sind der 4"^ und 5"^ Ring schwarz, der 4"^ nur an den hinteren Seitenecken, der 5"" an der Spitze etwas bräun- STUDIEN ÜBER SÜDOSTASTATISCHE DIETEREN IX. I4I lieh, der Hintersauin des 4^*=" und des 5""' Ringes ist gelb behaart. Die Behaarung der männlichen Stirnc ist bald schwarz, bald gelb, beim '^ ist sie vorn gelb, wie am Untergesichte. HUMERUS ATek;. Humerus niveipes De Meij. De Meijere. Studien III. p. 220 {(S). Djocja, Februar, JaCcjbson leg. Bei dem noch unbeschriebenen !^ ist die Stirne glänzend schwarz, nach vorn hin allmählich etwas erweitert, schwarz- behaart, in der Mitte mit einer, aus 2 einander in der Mittel- linie berührenden Flecken gebildeten, weissbestäubten Ouer- binde. Das 3'^= Fühlerglied ist ebenso gross wie beim c?. am Oberrande schmal gebräunt. Das Untergesicht ist etwas kürzer und mehr weisslich behaart als beim (j*, auch die Augen sind kürzer behaart, desgleichen der Thorax, sodass auch die 2 weissen Linien deutlicher hervortreten. Thorax und Schildchcn sind bläulich schwarz. Der Hinterleib zeigt dieselben Flecken wie beim (^, die des 2''"' Ringes sind etwas grösser und durch eine schmälere Strieme getrennt. Die Beinfarbe ist fast dieselbe wie beim cj", aber der Vorder- metatarsus ist wenig gebräunt, das letzte Glied der Mittel- tarsen dagegen schwach gebräunt (beim c? weiss). Die Hinterschienen sind an der Wurzel etwas gelblich und tast bis zur Mitte weiss-, im übrigen schwarz behaart. Die 1 lintertarsen sind nicht eigentlich verbreitert, der Metatarsus ist schwarz mit weisser Spitze, die 2 folgenden Glieder sind weiss, die 2 Endglieder schwärzlich. Am Flügel ist die Spitze weniger verdunkelt. Grösse wie beim çj". Das 2- v^i^ Biifu. tmrifroiis ist sehr ähnlich, hat aber einen erzgrünen Thorax, die Hinterschienen sind an der Wurzel- hälfte gelb und nicht nur dort, sondern auch an der Spitze weiss behaart, auch hier schmal gelb ; der Metatarsus ist fast bis zur Spitze schwarz, die 2 letzten Tarsenglieder sind kaum verdunkelt. 142 DR. J. C. H. DE MEIJERE, XYLOTA Meig. 1. Xylota decora n. sp. Gunung Gedeh, Marz, i $, Jacobson leg. Ç. Stirile am Scheitel schwarz, in der Mitte breit bräunlich weiss bestäubt, vorn mit einem grossen, glänzend schwarzen Flecken, welcher den Augenrand fast erreicht. Fühler ganz schwarz; Untergesicht gelb, weiss bestäubt; vom unteren xA.ugenrande geht eine schwarze Strieme zum Mundrand, hinter dieser sind die schmalen lîacken dicht weiss bestäubt. Rüssel schwarz. Thorax metallisch dunkelgrün, sehr glänzend, sehr kurz rotgelb behaart; die Schulterbculen weisslich schimmernd. Brustseiten schwarzgrau mit einer weissbestäubten Ouerbinde vor der Flügelwurzel. Schildchen wie der Thoraxrücken, gelblich behaart. Hinterleib schwarz, wenig glänzend, der i'*= Ring an den Seiten gelb, der 2"" und y mit 2 dreieckigen, in der Mitte schmal getrennten gelben Flecken, 4^"^'' und 5'^'^ Ring metallisch schwarz, der 4"^ nur am Seitenrand sehr schmal gelb. Hüften alle grün ; vordere Beine gelb, die 3 letzten Tarsen- glieder und die Spitze der Mittelschenkel schwarz, die Vorderschenkel an der Spitze nur unten gebräunt. Hinter- beine schwarz, das Wurzeldrittel der stark verdickten Hinter- schenkel gelb. Flügel glashell, das Stigma schwarzbraun. Schüppchen und Schwinger weissgelb. Körperlänge 10 mm, Flügellänge 9 mm. In Studien III, p. 228 ist unter den Arten mit gelbem Schildchen ventralis Walk. statt coiifoiniiis zu lesen. Die einzige bis jetzt \'on Java beschriebene Art, X. calopus Br]., dürfte decora nahe stehen, sie hat ebenfalls 2 Paar gelber Hinterleibsflecken, die Beinfarbe ist aber eine andere, es sind u. a. die vorderen Schenkel schwarz, nur an der Wurzel schmal gelb ; auch ist das Schildchen gelb gerandet. 2. Xylota strigata n. sp. Xongkodjadjar, Januar; (nmung (jedeh, März, JACOBSON leg. $ . Stirne nach vorn hin allmählich etwas erweitert, glän- zend schwarz, etwas vor der Mitte mit 2 einander fast STUDIEN ÜBER SÜDi )STASIATLSCHE DII'TEREN IX. I43 berühreticlen weissbcstaubtcii Fleckchen. Wur/.elglieder der Fühler schwarz, das 3"= Glied braun mit weisslicher l^estäu- buiig', die Borste schwarzbraun. Untergesicht schwai/, mit weissei' Bestäubung'. Rüssel schwärzlich. Thorax schwarzgrün, fein runzelig punktiert mid daher viel weniger glänzend als bei der vorhergehenden Art; tue kurze gelbliche Behaarung striemenartig, sodass bei Betrach- tung von hinten 3 breite gelbe Striemen neben der schwarzen Mittelstrieme erkennbar sind ; letztere ist durch ein kupfer- gelbliche Linie geteilt. Das Schildchen von der Farbe des Thorax, ziemlich scharf gerandet, mit 2 Randborsten. Brust- seiten schwarzbraun, in der Mitte grauweiss bereift mit weisser Behaarung. Ilinterleil:) metallisch schwarzgrün wie der Thorax, ohne gelbe Flecken, am 2'^" und j'*"' Ring ist die metallische Farbe grösstenteils durch eine mattschwarze, sich vorn und hinten erweiternde Figur verdrängt, sodass nur am Seitenrande halbkreisförmige Flecke von der Grund- farbe übrig bleiben ; auch der Vorderrand des 4'*^" Ringes wenigstens in der Mitte schmal schwarz. Hüften und Schenkel schwarz, die vorderen Schenkel an der äussersten Spitze gelb, die vorderen Schienen gelb, in der Kndhälfte teilweise braun, was indessen durch die dichte, kurze, weisslich schil- lernde Behaarung wenig auffällig ist ; vordere Tarsen gelb, die 2 letzten Glieder schwarz ; an den Hinterbeinen ist nur die Wurzel der Hinterschienen gelb. Flügel etwas gebräunt, das Stigma ganz schwarzbraun. Schüppchen weiss, Schwinger gelb. Körperlänge 8 mm ; Flügellänge 7 mm. Diese Art ist mit X. aeneiDiaailata De Meij, (Studien 111. p. 227) sehr nahe verwandt, letztere unterscheidet sich durch folgende Merkmale : das 3'" Fühlerglied ist relativ länger, der Thorax ist sehr kurz dunkelbraun behaart und zeigt nicht die streifenartige Anordnung der Behaarung wie bei strigata, die Flügel sind deutlich gebräunt, am Schildchen finden sich 2 bedeutend kürzere Endborsten, die Schienen sind in der Spitzenhälfte mehr verdunkelt, die Hintertarsen an den Seiten und Spitzen der Glieder deutlicher gelb, auch ist sie etwas grösser (Körperlänge 9 mm). Doch kennen wir von dieser Art bis jetzt nur das o^- w-ährend von strigata 2 Weibchen vorliegen. 144 DR- J- e. H. DE MEIJERE, MILESIA Latr. Milesia simuians n. sp. Gunung Gedeh, März, i ç^, 2 $; Guiiung Ungaran, Sep- tember, I Ç, Jacobson leg. Q. Fühler ganz rotgelb. Stime und Untergesicht seiden- artig gelb bestäubt mit braunen Reflexen. Rüssel braun, Hinterkopf schwarzgrau. Thorax schwarz, mit einer gelbbräunlich bestäubten, in der Mitte unterbrochenen Querlinie an der Quernaht und einer ebensolchen, etwas breiteren, jederseits in 2 Flecken auf- gelösten in der Schultergegend ; die breite Mittelstrieme und der hintere Teil des Thoraxrückens braun bestäubt ; die Behaarung schwärzlich. Brustseiten schwarzbraun, vorn weisslich schillernd, die Mesopleuren vorn gelblich bestäubt. Schildchen schwarz, mit schwarzer Behaarung. Hinterleib schwarzbraun, wie der Thorax wenig glänzend, der i"" und der vordere Teil des 2'^" Ringes,, namentlich an den Seiten, heller braun, der Hinterrand des 2""' äusserst schmal gelb, der 3'^ Ring am Hinterrande an den Seiten schmal gelb, in der Vorderecke mit einem weisslichen Fleckchen ; der 4'*= Ring an den Seiten gelb, in der Mitte breit schwarzbraun ; H\"pöpyg dunkelbraun, glänzend. Die braunen und gelben Teile sind von einer goldgelbschimmernden, kurzen Behaa- rung dicht bedeckt ; auf den dunklen Partien ist die Be- haarung schwarz. Der Bauch ist schwarzbraun, nur an den Einschnitten hell. Hüften braun, mit weisslichem Schiller ; die Schenkel gelbbraun. Die hinteren Schienen gelblich weiss, die Vorderschienen etwas dunkler, an der dem Körper zugewandten Seite stark gebräunt. Vordertarsen schwarzbraun, hintere Tarsen weiss- gelb. An den Hüften findet sich kurze schwarze Behaarung; ein Dorn ist an den Hinterschenkeln nicht vorhanden. F'lügel grösstenteils gelblich tingiert, an der Spitze bräunlich. Schwin- ger weiss. Körperlänge 17 mm.; Flügellänge 15 mm. *^. Stirne matt dunkelbraun bestäubt, diese Bestäubung vorn ins Gelbe übergehend, unmittelbar über der Fühler- STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. I45 Wurzel eine grosse glänzend rotbraune Stelle. Die schwarze mittlere Partie des 4"=" Hinterleibsringes ist hinten plötzlich stark verschmälert, der 5*^ Ring ist, wie der 4^'', an den Seiten braungelb, in der Mitte schwarzbraun, beim einen Exemplar fast ganz braungelb. Die goldgelbe Behaarung ist etwas aus- gedehnter als beim c? ; die Schenkel sind dunkler braun. An gleicher Stelle mit obiger Art fing JACOBSON eine Wespe {Vespa sp.), welche der obigen Fiege in der Färbung äusserst ähnlich sieht. Obgleich, oder vielleicht gerade weil Jacobson für die Mimicr^'-Theorie wenig fühlt, wurde er doch durch diese Ähnlichkeit, welche, wie er mir mitteilte, bei den lebenden Tieren noch viel auffälliger ist als bei den trockenen Exemplaren, wieder sehr überrascht. Die LJbereinstimmung äussert sich auch in der Beinfärbung, nur findet sich die Grenze zwischen den dunklen und hellen Partien bei der Wespe am Anfang des Tarsus, bei der Fliege am Anfang der Tibia. ERISTALIS Latr. 2. Eristalis nebulipennis n. sp. Gunung Gedeh, März, i $, Jacobson leg. $. Stirne schwarz, hinten wenig, vorn stärker glänzend, dicht schwarz behaart, vorn etwas vorspringend, hinter der Lunula ein kleiner Vorsprung. Lunula glänzend gelbbraun, hinten dunkler. Fühler ganz schwarz, das 3'*= Glied breit, oval, die Borste schwarz, in der unteren Hälfte pubcszent. Untergesicht dicht grauweiss bestäubt, unter den Fühlern ausgehöhlt, mit grossem, dickem Höcker von glänzend schwarzer Farbe ; die Behaarung des Untergesichtes lang, gelb. Backen schwarz, vorn mit einem glänzend schwarzen Saum, weiterhin weissgrau bestäubt, ebenfalls mit langer heller Behaarung. Augen dicht behaart. Thorax matt bleigrau, nur hinten schwach glänzend, in der Mitte mit 2 mattbraunen, hinten abgekürzten Striemen und zu beiden Seiten derselben 2 grösseren, dunkler braun ge- färbten Flecken, der hintere von dreieckiger Gestalt; auch der Hinterrand des Thoraxrückens matt schwarzbraun gesäumt. Die Behaarung ist gelbbraun, dicht und ziemlich lang. Schild- 146 DR. J. C. H. DE MEIJERE, eben glanzend bleii;rau, vorn matt schwarzbraun i^esaumt, gelb- braun behaart. Brustseiten aschgrau bestäubt, gelb behaart. Hinterleib eiförmig, der kurze i''^ Ring hellgrau, die folgenden Ringe bronzefarben, mit mattschvvarzer Zeichnung, der 2"= Ring vorn mattschwarz gesäumt, am Hinterrande mit 2 Ouerflecken, welche sich an der medianen Seite nach oben biegen und zusammentretend mit dem vorderen Saume zusammentreffen. 3"^'' Ring mit 2 schiefliegenden schmalen Flecken und vor diesen einem schwarzen Punkte; 4""" Ring mit zwei in der Mitte schmal verbundenen schiefliegenden Flecken; 5'^' King vorn, namentlich an den Seiten, matt- schwarz. Schenkel schwarz, dicht gelb behaart, vordere Schienen und Tarsen gelb, die 2 letzten Tarsenglieder schwarzbraun, die Vorderschienen an der dem Körper zugewandten Seite in der Endhälfte schwarz ; Hinterschienen schwarz, die Tarsen an der Aussenseite schwarzbraun, an der Innenseite gelb. Die Behaarung der Beine ist überall gelb, am längsten an der Unterseite der Hinterschenkel, an der Innenseite der Hinterschienen ist sie in der distalen Hälfte dicht, in der Wurzelhalfte spärlich. Flügel glashell, das Stigma schwarz- braun, von längsovaler Gestalt; in der Flügelmitte findet sich über die Queradern ein dunkler Wisch. Körperlänge 1 1 mm ; Flügellänge 9 mm. Diese Art hat dieselbe Thoraxzeichnung, welche vielen papuanisclien Arten eigen ist, was bei keiner weiteren aus Java verzeichneten Art vorkommt (man vergi. Studien III, p. 274). 2, Eristalis simpliciceps n. sp. Batavia, Muara Antjol, Februar, November, Dezember, nur Weibchen, JACOBSON leg. $. Stirne relativ schmal, nach vorn allmählich etwas erwei- tert, schwarzbehaart, gelbbestäubt, in der Medianstrieme und hinten dünn dunkelbraun bestaubt. Lunula glanzend braun- gelb, dahinter eine kleine, (luerliegende schwarze Schwiele. Fühler schwarzbraun, nur unten etwas ins Rötliche ziehend ; die Borste nackt. Untergesicht fast gerade, nur etwas aus- gehöhlt, ohne Höcker, mit unten etwas kielförmiger Mittel- STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCI IE DIl'TKKEN IX. I47 linie, welche etwas verdunkelt ist; im übrigen ist die Farbe gelb mit seidenartig weisser Bestäubung und weisser Behaa- rung. Rüssel schwarz. Backen äusserst schmal, gelb. Augen nackt, einfarbig. Thorax weisslich gelb bestaubt, mit 4 wenig glänzenden schwarzen Längsstriemen, von welchen die beiden inneren nur durch eine feine gelbe Linie getrennt sind und das Schildchen nicht ganz erreichen ; die seitlichen sind vorn und hinten kurz abgebrochen. Schildchen glänzend braun- gelb mit schwarzer Behaarung. Brustseiten grauweiss bestäubt, weiss behaart. Hinterleib eiförmig, der i^^ Ring gelbbraun, der 2^'' mattschwarz mit 2 sehr grossen gelben Seitenflecken, welche nur eine Lförmige Figur der schwarzen Farbe übrig- lassen, auch der Hinterrand schmal gelb ; 'die beiden folgenden Ringe sind am Vorderrand, mit Ausnahme der Mitte, und am Hinterrand schmal gelb, im übtigen schwarz, aber in dei" vorderen Hälfte glänzend, in der hinteren tief mattschwarz; es sind also beide Ringe durch eine tiefschwarze Binde vor dem rotgelben Hinterrandsaum ausgezeichnet; der 5^*^ Ring ist glänzend schwarzbraun, nur am Vorderrand mit den Spuren von gelben Seitenflecken, Hüften alle weissgrau ; Beine braungelb, die äusserste Wurzel der Schenkel an der Vorde-rseite, die Spitzenhälfte der Schenkel, die Spitze der Vorderschienen, die Hinterschienen mit Ausnahme der Mitte und die Tarsen mehr oder weniger gebräunt. Flügel schwach gebräunt, am Vorderrande gelblich, das Stigma dunkelbraun. Schüppchen und Schwinger weisslich. Körperlänge 11 mm.; Flügellänge 10 mm. Wegen des Fehlens des Untergesichtshockers unterscheidet sich diese Art vom gewöhnlichen Typus der Gattung Eristalis. Auch bei Palnuibia soll der Höcker fehlen ; diese nur eine sicilianische Art umfassende Gattung hat fast unbehaarte Stirne und Beine und kommt lür die vorliegende Art wohl nicht in Betracht. Bei HelopJiilus s. 1. finden wir in der Untergesichtsbildung ebenfalls allerhand Verschiedenheiten in der Ausbildung des Höckers. Durch die hellen, nicht grösstenteils schwarzen Schenkel ist diese Art von den meisten übrigen javanischen Arten mit längsgestriemten Thorax verschieden ; helle Schenkel hat 148 L)R. J. C. H. DE MEIJERE, auch arvoynììi, welche Art jedoch einen deutHchen Untcr- gesichtshöcker besitzt. HELOPHILIS Mek;. Helophilus Doleschalli Brun. Nom. nov. tur iiisignis DOL. nee Walk. Brunetti, Records Indian Museum II, p. 68. Taf. II, Fig. 7, 8, 9. Tjilatjap, Juni, i ci", Drescher leg. Namentlich nach der angegebenen Figur 7 bestimme ich dieses Exemplar als Dol^sclialli. Es unterscheidet sich von dem sehr ähnlichen c? von vcstitiis durch die gelbbraune Untergesichtsstrieme, den grösstenteils kaffeebraunen 3'^" und 4"-*" Hinterleibsring, beide mit grossem, gelbem Seitenfleck, das rötliche H\'popyg und durch die weniger lange schwarze Behaarung an den Hinterbeinen ; die Hintertarsen zeigen hier gar keine abnorme Behaarung, während auch diese bei vcstitiis an der Aussenseite auffällig büschig behaart sind. DoLESCllALL, der nur das $ gekannt zu haben scheint, gibt an, dass der Hinterleib stahlblau ist, am 2"^" und 3'''" Ring jederseits mit braunroten, ovalen Flecken. Ob er wirklich die von BRUNETTI gemeinte Art vor sich hatte, scheint mir nicht ganz sicher; die Angabe stimmt wenigstens nicht genau mit Brunetti's Figur 8. GRAPTOMYZA Wied. I. Graptomyza punctata De Meij. De Meijere, Studien III. p. 280. Gunung Ungaran, Sept., i Ç, Jacobson leg. Das Exemplar weicht in einigen Nebensächlichkeiten von der aus Neu-Guinea stammenden Type ab. Der Mundrand ist nur schwarz, wo die Mittelstriemc ihn erreicht. Letztere erstreckt sich nach oben hin nicht über den Höcker hinaus. Der Eindruck des Schildchens ist gross, halbkreisförmig. Der Mittelfleck des 2"=" Ringes ist abgerundet dreieckig; die vorderen Schienen sind nur wenig verdunkelt, bräunlich. Die Brustseiten sind gelb mit 3 glänzend schwarzen Flecken, je einem auf den Meso-, Sterno- und H)popleuron. Das STUDIEN ÜRER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 149 Untergesicht ist unter den Fühlern last gerade, der Höcker tritt stark vor, sodass die untere Hälfte des Untergesichtes vorn fast rechteckig abgestutzt erscheint. Die Spitzencjuerader ist gerade, die Beugung fast rechteckig, mit kurzem Aderanhang. 2. Graptomyza cornuta n. sp. Gunung Gedeh, März, i ^, Jacobson leg. (j". Stirne glänzend schwarz, vorn gelb gesäumt. Unter- gesicht stark conisch vortretend, gelb, mit sehr breiter, glänzend schwarzer Mittelstrieme ; namentlich unter den Fühlern ist sie sehr breit und vom Augenrande nur dm-ch ein schmale gelbe Linie getrennt. Der Höcker wenig vor- tretend. Fühler schwarzbraun, das kurze 2"" Glied gelbbraun, das 3'*= Glied schmal und sehr stark verlängert, fast die Spitze des Untergesichtes erreichend. Borste gelbbraun, beiderseits gefiedert. Backen gelb, vor denselben v'erläuft vom unteren Augenrande bis zum Mundrand eine glänzend schwarze Strieme. Thorax oben glänzend pur[nirartig schwarz, Schultergegend und eine Strieme nahe dem Seitenrande gelb, desgleichen die Postalarschwielen und der Vorderrand des Schildchens, welches im übrigen von schwarzbrauner Farbe ist; Findruck sehr gross, halbkreisförmig. Bt^rsten schwarz. Brustseiten grösstenteils glänzend schwarz, vorn und vor der Mügelwurzel verläuft je eine gelbe Strieme nach unten. Hinterleib massig breit, der .Seitenrand schwarz, der 2'", 3^'' und 4''' Ring mit sehr grossem schwarzen Mittelflecken, welcher an den beiden letzten Segmenten fast bis oben hin durch eine gelbe Mittelstrieme längsgeteilt ist; neben und zwischen diesen Flecken bleiben nur Striemen von der gelben Grundfarbe übrig. Vorderhüften gelb, die hinteren schwarzbraun. Beine rotgelb, Hinterschenkel von der Mitte an schwarzbraun, die Spitze wieder gelb, die Hinterschienen mit Ausnahme der Wurzel und äussersten Spitze schwarzbraun. Flügel etwas bräunlich fingiert, das Stigma einfarbig lichtbraun. Spitzen- c]uerader gerade, die Beugung am unteien Fnde derselben rechteckig, mit kurzem Aderanhang. Schwinger wcissgelb. - Körperlänge 6.5, hdügellänge 7 mm. I50 DR. J. C. H. DE MEIJERE, Diese Art ist mit Gr.flavipcs De Meij. nahe verwandt ; sie unterscheidet sich durch längere Fühler, nicht ganz gelbe Beine, weniger gefärbte Flügel. G. vcntralis WiED., welcher sie ebenfalls ähnlich sieht, hat viel kürzere F'ühler. ganz gelbe Schenkel, eine bogenförmige Biegung ohne Ader- anhang am unteren Ende der Spitzenquerader. PARAGUS Latk. Paragus atratns De Meij. De Meijere. Studien III. p. 2S4. Gunung Gedeh, März, Jacobson leg. Ein Exemplar hat ein besonders helles Abdomen, der 4*'^ Ring und das H}'pop}"g sind rotgelb, der dazwischen liegende 5"" Ring ist grfisstenteils dunkelbraun (vielleicht infolge des Eintrockncns), an Vorder- und Seitenrand p. p. gleichfalls rotgelb, der Bauch ausser an der Basis ganz rotgelb. Ein anderes Exemplar, ein $, hat einen wenig ausgebildeten Untergesichtshöcker, und der schwarze Längs- streifen fehlt dem Untergesicht gänzlich. CHILOSIA Mek;. Chilosia javanensis n. sp. Nongkodjadjar, Februar, Gunung Ihigaran, October; Gu- nung Gedeh, März, Jacobson leg. ; nur Weibchen. ^. Augen behaart, Stirne glänzend schwarz, das vordere Drittel in seiner ganzen Breite etwas angeschwollen mit seichter medianer Längsfurche, welche sich weiter nach hinten auf die Stirne fortsetzt, unmittelbar hinter dieser Stelle ist die Stirne dünn weiss bestäubt ; die Behaarung der Stirne ist schwarz. Wurzelglieder der Fühler schwarzbraun, das 3"^ Glied braunrot, von längsovaler Gestalt, die Borste beiderseits lang gefiedert. Untergesicht schwarz behaart, dünn weisslich bereift, der grosse, breite Höcker glänzend schwarz. Backen massig breit. Thorax grünlich schwarz, in der Mitte mit 2 dicht neben- einander liegenden weisslichen Striemen, welche das Schild- chen nicht erreichen. Schildchen von der Farbe des Thorax, STUDIEN ÜHKR SÜDOSTASrATlSrHE DH'TKRF.X IX. l^l am Rande mit ca. 6 langen schwarzen Horsten, die Behaaruni^", wie am Thoraxrücken, scliwarz. Brustseiten j^rünlich schwarz mit weisser Behaarung. Hinterleib einfarbii^ schwarz, die Behaarung bräunlich, weissgelb schillernd. Hüften und Schenkel schwarz, Kniee rotgclb ; Schienen rotgelb, in der Mitte mit einem schwarzen Üuerbändchen ; Tarsen schwarz- braun, die Metatarsen jedoch rotgelb, nur oben teilweise verdunkelt. Fügel glashell mit breit dunkelbrauner Spitze; Stigma etwas heller braun ; die braune Spitze erstreckt sich wurzel- wärts bis zur Mitte der Spitzenzelle. Schüppchen weiss, Schwinger gelblich weiss. Körperlänge S mm ; Flügellänge 8 mm. Von Cliilosia pilipcs Bl(;<)T (India) unterscheidet sich die Art u. a. durch die gefiederte Fühlerborste. iJie neuerdings von Briîxktti beschriebene CJi. apicalis von der Nordostgrenze von Britisch Indien dürfte sehr ahnlich aussehen, doch scheint hier das Untergesicht mit /Vusnahme einiger gelblich grauen Haare jederseits neben der Alundöffnung keine Haare zu tragen. Brunetti gibt leider über die Beschaffenheit der Fühlerborste nichts an. SYRPHÜS F. I. Syrphus (Asarcina) morokaensis De Meij. De Meijere. Studien III. p. 308. Gunung Gedeh, März, i i^, Jacof.sön leg. ; Gunung Gedeh, 1500 — 2000 M., I $, KONINCSBERGER leg. Die beiden Weibchen entsprechen der Beschreibung obiger, bis jetzt nur aus Neu-Guinea bekannten Art fast ganz. Das 3"" Fühlerglied ist bei dem einen unten ganz, bei dem 2""' nur unten an der Wurzel rot. Die glänzend schwarzen Binden des Hinterleibes sind etwas breiter, ungefähr so breit wie die sie trennenden schwarzen Binden ; am 2*^" Ringe ist die Binde durch eine schmale Mittelstrieme unterbrochen, welche auch bei den Neu-Guinea-Exemplaren vorhanden ist. aber in meiner Fig. i},, 1. c. Taf. 8 nicht angegeben wurde. Die Hinterschenkel sind an der Innenseite fast ganz rotgelb, 152 DR. J. C. H. DE MEIJERE, aussen jedoch nur am Wurzeldrittel, also weniger als bei der T)'pe, welche nur an der Spitze schwarze Hinterschenkel besitzt. 2. Syrphus Koningsbergen n. sp. Pangerang-o, 3000 — 3025 M., 2 (^d*. Juni, KoNiNGSBERGER leg. (S . Augen dicht behaart, auf der Stirne ziemlich breit zusammenstossend. Stirndreieck schwarz behaart, überall graugelb bestäubt, am Augenrande etwas heller bestäubt, nur die etwas wulstige Lunula-Gegend glänzend schwarz. Fühler samt Borste ganz schwarz, das 3'^ Glied von ovaler Gestalt. Untergesicht gelb, mit einer sehr breiten glänzend schwarzen Mittelstrieme, welche die Fühlerwurzeln nicht erreicht, unten am Mundrande mit der breiten Strieme zusammenhängt, welche vom unteren Augenrande nach unten verläuft und einen gros- sen Teil der Backen einnimmt. Die Behaarung des Unterge- sichtes ist schwarz, der Höcker massig entwickelt. Hinterer Teil der Backen gelb, gelb behaart. Rüssel nicht verlängert. Thorax dunkel olivengrün, wenig glänzend, bei Betrachtung von hinten erscheinen 2 grauweisse Längsstriemen dicht neben einander, welche das Schildchen nicht erreichen ; die Be- haarung des Thorax aufgerichtet, relativ lang, von schwarzer Farbe. Schildchen braun, wenig glänzend, schütter schwarz behaart. Brust schwarzgrün, dünn gelblich bestäubt, mit gelber Behaarung. Hinterleib schwarz, wenig glänzend, in der Mitte am breitesten, der 2^^, 3'*= und 4'^ Ring mit je 2 genau quer liegenden gelben Flecken, die des 2*^" Ringes queroval, die der folgenden Ringen schmäler und halbmond- förmig; keiner der Flecke erreicht den Seitenrand; 4*'" und 5""" Ring am Hinterrand sehr schmal gelb gesäumt ; die Behaarung des Hinterleibs ist zerstreut und wenig auffällig, oben grösstenteils schwarz. Bauch schwarzbraun, der vordere Teil der Ringe braungelb, am 2*^" Ringe auch die Seiten, flüften und Schenkel alle schwarz, die vorderen Schenkel an der Spitze sehr schmal gelb, die vorderen Schienen braungelb, nach der Spitze hin dunkler, die Hinterschienen imd alle Tarsen schwarzbraun. Flügel etwas bräunlich, das Stigma schwarzbraun. Schwinger schwefelgelb. STUDIKN iir.KR SiilX ìSTASIATISCIlK DII'TKRKN IX. 153 Körperlaiige 8 mm ; l^lügcUänge 7 mm. Ofifenbar mit S. Inniilatiis MaC(^). nahe verwandt, aber mit dunkleren Schenkeln ; auch sind die Hinterleibsflecke weniger entwickelt, in der Mitte breiter getrennt, die des 3"^" Ringes median nicht erweitert. 3. Syrphus latistrigatus n. sp. Pangerango, Java, 3000 — 3025 M., Juni, i (J*, KoNlNc'.S- RERGER leg. (^ . Dasselbe sieht der vorigen Art sehr ähnlich, es unter- scheidet sich durch folgende Merkmale: Das Stirndreieck ist weniger bestäubt, deshalb im allge- meinen mehr glänzend schwarz; der Untergesichtshcicker ist etwas grösser und unten schärfer abgetrennt, die Behaarung des Untergesichtes ist grösstenteils gelb; das 3"= Fühlerglied ist relativ kürzer, mehr rundlich; der Rauch ist heller, braun- gelb mit schmalen schwarzbraunen Hinterrandsäumen ; an den vorderen Reinen sind die Kndhälfte der Schenkel und die Schienen rotgelb. Auch ist die Grösse bedeutender, weil die Körperlänge 1 1 mm., die Fliigelläuge 10 mm. beträgt. Alle diese Unterschiede zusammengenomen scheinen mir die Aufstellung einer besonderen Art für dieses Exemplar zu rechtfertigen. Diese Form scheint -S". liiiiulatus noch ähnlicher zu sein als die vorhergehende; sie ist aber grösser und die Unter- gesichtsstrieme ist breiter, die Hinterleibsflecke des 2*'"' Ringes sind weniger in die Rreite gezogen, nur länglich oval, die des 3"^" Ringes am medianen Ende nicht erweitert. 4. Syrphus depressus n. sp. Gunung Gedeh, Juni, 1500 — 2000 M., i (j* , KüNlNiiS- RERGER leg. (ƒ. Augen behaart, Stirne ganz gelb, gelb bestäubt, nur über der Fühlerwurzel ein kleines, glänzend schwarzes, halb- mondförmiges Fleckchen. Fühler ganz schwarz, das 3''' Glied ziemlich gross, eiförmig, die Borste schwarzbraun, an der Wurzel gelbbraun. Untergesicht gelb, der Höcker massig 1 1 154 I'l-^- J- '• 'I- '"'' MKIjKKK, entwickelt, breit; die Behaarung gelb, die Seitenteile dünn gelb bestäubt. Auch die kurzen Backen gelb. Die Behaarung am hinteren Augenrande kurz und gelb. Thoraxrücken wenig glänzend grünlich grau, mit den Spureii dreier braunbestäubter Längslinien, die Behaarung ist gelb, der hintere Teil des Seitenrandes, der Postalarcallus und das Schildchen rötlich gelb, alles gelb behaart. Brust- seiten schwarzgrün, dicht gelb bestäubt, mit gelber Behaarung. Hinterleib breit oval, gerandet ; der i**= Ring schwärzlich, massig glänzend ; der 2'^ Ring mattschwarz mit 2 cjuerlie- genden, den Seitenrand nicht erreichenden, länglichen, gelben Flecken; der 3"= Ring grösstenteils rotgelb, nur hinten eine mattschwarzc, vorn in der Mitte vorspringende und ebendort durch eine gelbe Längslinie geteilte Ouerbinde; 4"^'' Ring vorn mit rotgelber Binde, dann folgt eine bogenförmige, schwarze l^indc, während der übrige halbmondförmige Teil des Ringes glänzend rötlich braun ist, 5'^^' l'^hig glänzend rotgelb, der schmale, geschwollene Rand des Hinterleibs schwarzbraun, nur am 5""' Glied gelb. Bauch grösstenteils schwarz, nur der Vordersaum der Ringe gelb. Beine rotgelb, die Hüften, die Schenkelringe, das Wurzel- drittel der vorderen Schenkel und die Hinterschenkel bis auf das Enddrittel schwarz. Flügel bräunlich tingiert, am V'order- rand gelblich. Schüppchen und Schwinger rotgelb. Körperlänge 13 mm.; Flügellänge 12 mm. Durch den breiten, geraudeten Hinterleib zeigt diese Art Annäherung zu Brunetti's Gattung Didcoides. Ich zweifle indessen, ob man solche Arten von S)-rphus wird trennen können. Die ovata Brun. ist jedenfalls eine ^andere Art mit helleren Fühlern. 5. Syrphus serarius Wied. De Meijere, Studien III, p. 296. GunungGedeh, 2600 3000 M., Fangerango 3000—3025 M. Juni, KoninGSBERCER leg. Nongkodjadjar, Januar, JACOB- .SüN leg. Der Stirndreieck des J ist schwarz, gelb bestäubt, nur am V'orderrandc unbestäubt und glänzend, die Behaarung SlUDIEX ÜlïKR SÜDOSTASIA TIS» lil'; DIl'IKRKN l.\. 1^5 ist schwarz, die Lunula, beim Ç, gelbbraun, ia der Mitte reiner tiefgelb. 6. Syrphus torvoides n. sp. Nongkodjadjar, Januar, i '^, JACOBSON leg. Ç. Stirne hinten purpurschwarz, im übrigen gelb bestäubt, nur mit der Spur einer schwarzen Längslinie, welche sich vorn in ein querliegendes schwarzes halbmondförmiges Fleck- chen über der Fühlerwurzel erweitert. Augen behaart. Fühlerwurzelglieder rotgelb, nur oben gebräunt, das t,^^ Glied oval, unten rotgelb, die obere Hälfte schwarzbraun, auch die Horste schwarzbraun. Untergesicht blassgelb, der Höcker massig entwickelt. Die kurzen Backen blassgelb ; der Rand des Hinterkopfes oben gelbweiss bestäubt, unten reinweiss. Thorax glänzend bleifarbig grau, braungelb behaart, Schild- chen glänzend braungelb, schwarz behaart. Brustseiten grau bestäubt, mit weisslicher Behaarung. Hinterleib oval, schwarz mit breiten gelben Binden, der i"' Ring jederseits am Seiten- rande mit einem gelben Fleckchen, der 2"^ mit einer breiten, in der Mitte verschmälerten Binde, 3"^'' und 4"^^'' Ring mit gelber Binde von gleichmässiger Breite und fast halber Ringlänge, alle diese Binden erreichen mit den Vorderecken ziemlich breit den Seitenrand; 5""' Ring gelb mit einem ringsum gelb gesäumten schmalen schwarzen Ouerfleck. Bauch gelb, der 2^*" Ring mit querovalem, schwarzem Fleck in der Mitte, die folgenden Ringe mit ebensolchen Flecken, welche überdies hinten mit breiten schwarzen Säumen an den Einschnitten zusammenhängen. Hüften schwarz, Vorderbeine gelb, nur die 4 letzten Tarsen- glieder schwärzlich ; Hinterbeine gelb, die Schenkel aussen jenseits der Mitte mit dunklem Längswisch ; Hinterschienen an 'der Aussenseite dicht schwarz wimperartig behaart ; die 4 letzten Tarsenglieder auch hier schwärzlich. Flügel glas- hell, das Stigma braungelb. Körperlänge 10 mm ; Flügellänge 9 mm. Die x-Xrt ähnelt in der Gestalt .S". ribesii und torvits, unter- scheidet sich indessen durch die vollständige Binde des 2""' Hinterlcibsseijmentes und die hinten nicht einsjebuchteten 156 DR. J. ('. II. i)K mkijerp:, folgenden Binden. Die Sciiüppchen sind oben nackt, ver- missen also die lange Behaarung, welche Verrali, (British Flies VIII, p. 368) für dm beiden erwähnten Arten als charakteristisch hervorhebt. Ich möchte glauben, dass die von Van DER WULi' (Diptera der Sumatra-Expedition, p. 32) als confrater WlED. bestimmten Stücke ebenfalls zu der obigen Art gehören, welche dann also auch in Sumatra vorkommen würde. Confrater hat dunkle (fast überall braunschwarze) Hinterbeine ; diese Art soll der chinesische Repräsentant wow S.rihesii sein, hat also wohl, wie diese, nackte Augen. Auch OS'iEN Sacken ist bezüglich der Deutung von .S". coiifrater WlED. nicht sicher. 7. Syrphus gedehanus n. sp. Gunung Gedeh, März, Jacobson leg.; G. Gedeh, Juni, 1500 — 2090 M., I (^, Konin(!sher(;f:r leg. c?. Kopf matt schwefelgelb, die Lunula rotgelb, glänzend. Stirndreieck schwarz behaart. L'ntergesicht fast gerade, der Höcker massig entwickelt, die Behaarung weisslich gelb. Fühler schwarz, i^'''' Glied ganz, das 3*'' an der Wurzel sehr schmal gelbrot, das 3'*" Glied oval. Augen nackt. Thorax grösstenteils matt bleifarben, in der Mitte mit 2 braunen, das Schildchen nicht erreichenden Längslinien; der bleifarbene Teil ist schwarz umrandet, während die Seiten des Thoraxrückens breit gelb gesäumt sind. Brustseiten unten schwarz, der obere Teil gelb mit 2 schwarzen üuer- binden, von welchen die hintere unmittelbar unter der Flügehvurzel liegt. Die Behaarung des Thorax auf der bleifarbenen Partie gelblich, mehr nach hinten schwarz. Schildchen gelb, mit schwarzem, die Spitze fast erreichenden Mittelflecken. Hinterleib mattschwarz, 2'^'' Ring mit 2 grossen, schiefliegenden, gelben Flecken, deren vordere Aussenseite den Seitenrand breit berührt; 3"^'', Af^"' und S'""'' Ring mit breiter gelber Vorderrandsbinde ; auch diese Binden erreichen den Seitenrand, indessen nur sehr schmal, die Binde des 2'^'^ Ringes ist am breitesten, in der Mitte hinten sehr tief eingeschnitten, sodass sie aus 2 neben einander liegenden, schmal verbundenen halbkreisfcirmigen Flecken besteht; die der folgenden Ringe sind hinten weniger ausgeschweift. Der STUDIEN ÜBER SiiDOSTASIATlSCIIK DII'TKREN IX. 157- 4'^^ Ring zeigt dicht vor dem Hinterrand eine glänzend schwarze Ouerbinde. II>'pop>g relativ klein, schwärzlich mit gelben Fleckchen. Die Behaarung ist, wie auf dem Schildchen, schwarz. Der Bauch ist schwarz mit breiten, schwarzen Binden an den Einschnitten der hinteren Ringe, am 2"^" Ring liegt die l^indc vor dem Hinterrand und setzt sich am Seitenrande eine Strecke weit nach vorn fort. Letzteres ist auch bei tien folgenden Binden mehr oder weniger der Fall. Hüften grau, Vorderbeine rotgelb mit schwarzen Tarsen, die Hinterbeine ganz schwarz. Flügel glashell, das Stigma honiggelb. Schwinger rotgelb. Körper- und Pdügellänge 10 mm. Diese Art gehört in die nächste Verwandtschaft von lu tei frons De Meij. und circnuidatiis De Meij.. beide aus Neu-Guinea. Beide haben schmälere Hinterrandsäume. Lutci- frons unterscheidet sich durch hellere Fühler und Brustseiten, helle Wurzeln der Hinterschenkel, grösseren aber weniger scharf begrenzten und heller braunen Schildchenfleck, cir- ciimdatus durch dunkle Untergesichtsstrieme, nur gelb geran- detes Schildcheii und nur oben dunkles drittes Fühlerglied. 1|^ . Das ^ ist, ebenso wie das Ç von liiteiccps, etwas glänzend schwarz, die Hinterleibsbinden sind schmäler als beim (j", von derselben Breite wie bei lutciccps $ , also be- deutend schmäler wie der auf sie folgende schwarze Hinter- randsaum. Die Fühler sind ganz schwarz, die Stirne mattgelb, am Scheitel schwarz, was sich beiderseits am Augen rande in eine sich allmählich verschmälernde und bald verschwin- dende Linie fortsetzt; über der Fühlerwurzel ein glänzend schwarzbrauner Halbmond. \'on dem $ von luteiceps ist es durch die oben für die cj'c? angegebenen Merkmale zu unter- scheiden. 8. Syrphus ichthyops n. sp. Taf. 5. Fig 3. Pangerango. 3000 — 3025 M., Juni, i d", KoninCtSüercer leg. Gunung Gedeh, März, i 2, JACOBSON leg. (S- Augen nackt, auf der Stirne breit zusammenstossend. Stirndreieck gelbbestäubt, die grosse Lunula glänzend schwarz. Untei'gesicht relativ sehr kurz, oben die Fühlerwurzeln trennend, ganz gerade, also ohne Höcker, gelb mit breiter, schwarzer 158 DR. J. ('. II. DE MP:IJEKE, Mittelstrieme, welche oben die Lunula erreicht. Fühler an der Wurzel auffällig breit getrennt, die Wurzelglieder relativ lang, indessen kürzer als das längsovale 3'*= .Glied, die Fühler- glieder sind rotgelb mit dunkelbraunem Oberrand, die Borste schwarzbraun. Die sehr kurzen Backen gelb, gelb behaart, der Mundrand vorn jederseits lappenartig herabhängend. Rüssel relativ lang. Thorax glänzend erzgrün, gelb behaart, Brustseiten hinten etwas dunkler, der vordere Teil gelb bestäubt. Schildchen rotgelb mit schwarzer Behaarung. Hinterleib schmal, überall gleich breit, 2""' Ring mit grossen Seitenflecken, sodass nur eine f-förmige Figur von der schwarzen Grundfarbe übrig bleibt. 3"^'' und 4^'^'' Ring mit breiter gelber Binde; diese Binden erreichen den Seitenrand, liegen dem Vorderrande näher als dem Hinterrand, sie sind überall gleich breit, etwas schmäler als die sie trennende schwarze Binde. H}'pop)'g glänzend gelbbraun. Bauch gelb mit schwarzen Binden an den Einschnitten. Hüften gelb, die hinteren an der Aussen- seite verdunkelt. Vorderbeine ganz rotgelb, an den Hinter- beinen der Trochanter und das Wurzeldrittel der Schenkel gelb, das übrige schwarzbraun. Flügel etvvas gebräunt, relativ lang, das Stigma dunkelbraun. Schwinger rotgelb. Körper- und Flügellänge 9 mm. $. Das Ç zeigt dieselbe eigentümliche Untergesichtsbildung wie das J- L")ic Stirne ist massig breit, nach hinten allmählich verschmälert, glänzend schwarz, am Augenrande mit Aus- nahme der hinteren Partie gelb bestäubt, was sich in der Mitte etwas verbreitert. Am 2"=" Hinterleibsring sind die gelben Flecke grösser, nur durch eine sehr schmale schwarze Linie getrennt, der 5"= Ring hat einen gelben Vordersaum, während auch die gelben Binden des 3'*^" und 4"=" Ringes am Vorderrand der Ringe gelagert sind. An den Hinterbeinen ist auch die Spitze der Schenkel gelb, was beim rT nur unten etwas der Fall ist. 9. Syrphus cinctellus Zeit. var. strigifrons var. nov. Gedeh, Juni, 1500 — 2000 M., Koningsberger, io", Gedeh, März, I (S ; Nongkodjadjar, Januar, i Ç, JACOBSON leg. STUDIEN ÜÜKR SiiDi )STASIATI.S(_;ilK DH'Tl.UF.N I\. I 59 (j. Ko[)f inattgclb, Stirndreieck mattgelb, vorn mit glän- zend schwarzem, halbkreisförmigem Flecken. VVurzelglieder der Fühler gelb, nur oben gebräunt, das 3^*^ Glied schwarzbraun, nur unten z. T. gelb. Der Höcker massig entwickelt. Thorax glänzend erzgrihi, die Behaarung gelblich, das Schildchen gelb, schwarz behaart; der Scitenrand des Thorax vor dem Schild- chen breit gelb bestäubt, desgleichen der vordere Teil der Brustseiten. Hinterleib schmal, streifenförmig, i'^'' Ring gelb, nur in der Mitte schwarz, 2"''' Ring schwarz mit 2 grossen gelben Flecken am Seitenrande, 3""' und 4'^'' schwarz mit breiter, hinten nicht ausgerandeter gelber Querbinde, der Hinterrand dieses Ringes und der Vorderrand des 5"^" sehr schmal gelb; H\-pop)-g zum grössten Teil gelb, an der rechten Seite schwarz, schwarz behaart, beim zweiten Männchen ganz schwarz. Hüften gelb, auch die Vorderbeine ganz gelb, Hinterbeine schwarz, nur die Wurzel der Schenkel gelb, ihre Spitze dunkelbraun, die Tarsen unten mit goldgelbem To- mente. Hinterschienen in der Mitte mit schwarzer Behaarung. Fühler lang, etwas gebraunt, namentlich an der Spitze, das Stigma lang, schwarzbraun. Schwinger gelb. 9. Stirne mit einer vorn und hinten verbreiterten, glaii- zend schwarzen Mittelstrieme. Mit Ausnahme des hintersten Teiles sind die Seiten breit gelb bestäubt, was sich nach vorn hin etwas verschmälert. Diese Form steht dem europäischen .S". ciiictcllus ausser- ordentlich nahe. Das rj* unterscheidet sich durch hellere Vorderbeine, (bei den euro[)äischen ist das Basaldrittel der Vorderschenkel geschwärzt), das \^ durch eine vollständige glänzend schwarze Stirnstrieme. 10. Syrphus monticola n. sp. Gunung Gedeh, März, 2 1^, Jacobson; Gunung Gedeh, 1500 — 2000 M., Juni, I $, Koningsber(;er; Tosari, i Ç, KOBUS leg. Ç. Stirne hinten metallisch schwarz, im vorderen 2/3 gelb bestäubt, vorn mit einem glänzend schwarzen, halbmond- förmigen Fleck; die l^ehaarung der Stirne schwarz. Fühler schwarz, nur die Wurzelglieder unten rötlich. Untergesicht gelb, gelb bestäubt mit glänzend schwarzer Mittelstrieme, l6o DR. J. C. H. DE MEIJERE, welche die Fühlervvurzel nicht erreicht. Backen ziemHch schmal, gelb. Augen nackt. Thorax glänzend schwarz mit dunkler Behaarung; der Seitenrand vor der Quernaht breit grauweiss bestäubt, desgleichen die Brustseiten, welche von schwärzlicher Grundfarbe sind. Hinterleib streifenförmig, glän- zend, schwarz mit gelber Zeichnung; i^^'' Ring nur an den Seiten gelb, der 2*^ mit 2 dreieckigen, den Seitenrand breit berührenden, gelben Flecken, der 3"^^ — 5"^ mit gelber Ouer- binde, welche den Seitenrand berührt, überall gleich breit ist und schmäler als die schwarzen Binden (beim Exemplar von Tosari nur wenig schmäler); die folgenden Ringe ganz schwarz. Hüften alle grau ; die vorderen Beine gelb, die Tarsen allmählich dunkler ; Hinterbeine schwarz, der Schen- kelring und die äusserste Wurzel der Hinterschenkel gelb. Flügel etwas gebräunt, Stigma schwarzbraun. Schüppchen und Schwinger gelbweiss. Körperlänge 9.5 mm. ; Flügellänge 9 mm. Auch diese Art gehört in die Verwandtschaft von S.cinctcllus; sie unterscheidet sich durch die schwarze Untergesichtsstrieme und die dunklen Fühler. Tabelle der mir bekannten javanischen Syrphus-Arten. 1. Augen behaart 2 nackt 6 2. Gelbe Hinterleibsbinden alle unterbrochen. ... 3 » » nicht alle unterbrochen . 4 3. Vordere Schenkel fast ganz schwarz. S. Koningsbergeyi n. sp. 4. » » in der Endhälfte gelb. S. latistrigatiis n. sp. 4. Hinterleibsbinden perlmutterartig weiss. ^. scrariiis WlED. » gelb 5 5. l'^ühler ganz schwarz Ò'. dcprcssiis n. sp. unten breit gelb S". torvoides n. sp. 6. VVurzelhalfte der Flügel grcJsstenteils schwarzbraun. S. ac grot US F. Mügel einfarbig, fast glashell 7 STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. l6l 7. Untergesicht einfarbig gelb Tgotinae, 1908 p. 10) an, dass Pyrgota pictipennis Walk, in diese Plat)'stominen-Gattung gehört. Dann ist aber auch meine vespoides mit pictipennis VValk. synonym. Die Synonymie der ENDERLElN'schen Art ergibt sich aus der Beschreibung, war auch von Enderlein schon erkannt, denn in dem von ihm erhaltenen Separat war seine ^'to-«^?;//^^^? schon handschriftlich als X. pictipennis Walk, bezeichnet. Walker gibt nur Ostindien als P'undort an; Enderlein's und meine Plxemplare stammen aus Darjeeling. LULE Speiser. Speiser. Wiss. Ergebn. Schwed. Zool. Exped. nach dem Kilimandjaro etc. 10.5. Dipt. Cyclorrhapha 19 10. p. 179. Lule Speiseri n. sp. Nusa Kambangan, März, JACOBSON leg. 13 1 86 . DR. J. C. H. DE MEIJERE, Stime schwarz, in der hinteren Hälfte gelb, schwarz behaart. Fühler rotgelb, das 3"= Glied länglich, der fast gerade Oberrand endet in ein kurzes Zähnchen. Untergesicht gelb, unter der Mitte mit vorspringender Querleiste, über dem Mundrande fein quergeriefelt. Wangen glänzend schwarz, neben der Querleiste etwas erweitert, schwarzbehaart und punktiert. Rüssel dunkelbraun, die breiten Taster gelbrot. Thorax schwarzgrün, wenig glänzend, runzelig punktiert, schwarz behaart, Schildchen am Rande mit ca. lO Borsten von etwas verschiedener Länge. Brustseiten von der Farbe des Thoraxrückens, etwas mehr glänzend, unter der Flügel- wurzel dicht schwarz behaart. Hinterleib schwarz, gleichfalls schwarz behaart, ziemlich . glänzend. Schenkel schwarzbraun, nach der Spitze hin braungelb, auch die Schienen braungelb, durch die dichte schwarze Behaarung dunkler erscheinend, an den Tarsen sind das i'^ und 2^*= Glied gelb, weissschim- mernd, die 5 Endglieder sind schwarz. Die breiten Flügel sind glashell, an Wurzel und Vorder- rand gelblich, das Geäder dort dick und gelb; von der Spitze der i'*=" Längsader herab geht eine schmale, gebogene, schwach dunkelbraune Binde, welche auch die hintere Quer- ader umsäumt; letztere ist steil, etwas nach aussen gebogen, Schwinger rotgelb. Körperlänge 6.5 mm, ; Flügellänge 5.5 mm. Durch den Ouerwulst am L^ntergesichte und die in grös- serer Anzahl als 6 vorhandenen Schildchenborsten weicht diese Art von den übrigen {!.. coryoptera SPEIS, und cyanea Enderl., Zoolog. Jahrb. Abt. Syst. 33. 1912, p. 377), beide aus Afrika ab. Indem ich indessen nicht der Ansicht bin, dass jedes plastische Merkmal die Aufrichtung einer beson- deren Gattung erheischt, bringe ich die Art dennoch zu Lille. Das Mügelgeäder stimmt sehr mit der von Enderlein gegebenen Abbildung, nur ist bei meiner Art die media wenig nach oben vorgebuchtet und die hintere Ouerader fast senkrecht, nur etwas nach aussen vorgebuchtet: auch ist die die hintere Basalzelle abschliessende Querader bedeutend kürzer als die, welche die Analzelle abschliesst. Ich beobachte 2 Sternopleuralen jederseits,welche aber schwach sind und aus der ziemlich langen und dichten Behaarung der Brustseiten hervorragen. STUDIEN ÜBER SiiDOSTASTATISriTE TUPTEREN I\. 18/ RHADINOMYIA S( ihn. 1. Rhadinomyia orientalis Sciiix. Gunung Gedeh 1500 — 2000 M., 2600 — 3000 M.; Pangerango 3000—3025 M., Juni, KONINGSBERCER leg. Stirne mattrot, am Augenrande schmal weissgesäumt, die Behaarung schwarz, die Ocellarborste relativ kurz. Fühler matt schwarzbraun, die Wurzelglieder unten, das 3"" Glied unten an der Basis bisweilen etwas rot; 3''''- Glied von länglich ovaler Gestalt, die Fühler etwas kürzer als das Untergesicht. Borste schwarz, an der Wurzel verdickt. Untergesicht etwas zurückweichend, deutlich in der Mitte gekielt, rötlich, mit dünner weisser Bestäubung. Backen ziemlich breit, rötlich. Hinterkopf oben schwarzbraun, unten ebenfalls rötlich. Prälabrum und Rüssel schwarz; Taster rotgelb. Thorax und Schildchen einfarbig bronzeartig schwarz, schwach glänzend, kurz schwarz behaart. Hinterleib stärker glänzend, schwarz, fast nackt. Beine schwarz, die Schenkelringe etwas rötlich. Flügel glashell, mit 6 schwarzen Fleckchen, einem an der Wurzel über dem Ursprung der 3'^" Längsader und dem distalen Ende der Basalzellen ; dieser bindenartige Plecken erreicht weder den Vorder- noch den Hinterrand. Weiterhin sind die Oueradern schwarz gesäumt und findet sich ein schwarzes Fleckchengerade unter der Spitze der i"'" Längs- ader, welches unten die 2^^ Längsader nicht überschreitet und nicht mit dem Saum der kleinen Ouerader verbunden st; ferner ein an der Spitze der 2'^" Längsader von rundlicher, bisweilen mehr dreieckiger Gestalt; auch ist die Mediastinal- zelle mehr oder weniger braun ausgefüllt. Schüppchen weiss, Schwinger gelblich weiss. Körper- und P'lügellänge 5 mm. 2. Rhadinomyia conjuncta n. sp. Gedeh, März, Jacobson leg. Der vorhergehenden Art sehr ähnlich ; am dunkelbraunen Thorax beobachtet man eine bleigraue, das Schildchen nicht erreichende Mittelstrieme und 2 sehr schmale, vorn abge- brochene und in eine Spitze endende Seitenstriemen. Auf den Flügeln ist der Fleck unter der Spitze der i'<^" Längsader 1 88 DR. J. C. n. DE MEIJERE, mit der Bräunung der mittleren Querader zu einer Halbbindc zusammengeflossen ; die Mediastinalzelle ist an der Spitze gebräunt, der Flecken an der Flügelspitze ist grösser, mehr oder weniger dreieckig. Die Orbitalborste ist noch winziger. Die Fiüiler sind unten, auch unten an der Basis des 3*^" Gliedes, deutlicher rot. Die Gattung scheint mir mit Herina sehr nahe verwandt zu sein ; letztere hat längere Fühler und ein weniger stark gekieltes Untergesicht. Auch nach Hendel's Ansicht (Genera insectorum, Ulidiinae 1910, p. ']i, Radinomyia) handelt es es sich hier um eine Ortalidine im engeren Sinn. TRYPETINAE. DACUS F. I. Dacus impunctatus n. sp. Semarang, September, i çj", JACOBSON leg. Kopf ganz rotgelb, Stirne mit 3 kurzen Ocellarborsten jederseits, welche nicht auf dunkle Punkte eingepflanzt sind ; auch Fühler, Taster und Rüssel rotgelb. Thorax schwarz, punktiert, in der Mitte mit weissgrauer Strieme, welche das Schildchen nicht erreicht. Schulterbeulen, Notopleuraldreieck, und ein an letzteres sich anschliessender keilförmiger Fleck, welcher das Schildchen nicht erreicht, schwefelgelb. Schildchen schwefelgelb, mit 2 Borsten. Brust- seiten schwarz, mit grossem gelben Flecken auf den Meso- pleuren und neben dem Hinterrücken. Hinterleib gelbrot, am 3"^" Ring mit einem grossen, die ganze Länge einnehmenden schwarzen Flecken; S^^"" Ring mit schwarzer Mittellinie. Die gewöhnliche Borstenquerreihe am 3'^" Ring vorhanden. Beine ganz rotgelb. Flügel von der Spitze der Hilfsader an mit schwarzem Vorderrandsaum, welcher sich an der Spitze kaum erweitert; Analzelle gebräunt, ihr Zipfel länger als der letzte Abschnitt der Analader. Flügelhinterrand mas- sig erweitert, an der Spitze der Analader mit untiefem T2in- schnitt. Queradern nicht gesäumt. Schwinger gelb. Körperlänge 4 mm.; Flügellänge 3.5 mm. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 189 Diese xA.rt schliesst sich dem D. doy salis Hend. nahe an. welcher aber dunklere Vorder- und Hinterschienen besitzt, auch ist der hinter der Ouernaht liegende Thoraxflecken mehr striemenartig, länger und er erstreckt sich bis zur hinteren Supraalarborste, welche unmittelbar vor der Aussen- ecke des Schildchens liegt; überdies hat diese Art 2 schwarze Untergesichtsflecken. D. diverses COQ., welcher im männlichen Geschlecht gleich- falls ein ganz gelbes Untergesicht besitzt, unterscheidet sich durch gelbe Medianzeichnung des Thorax und durch die Abwesenheit der Borstenquerreihe des 3^*=" Hinterleibsringes. 2. Dacus obscuratus n. sp. S)'n. D. fcrnigineus \2^x. obscurata DE Meijere, Studien VI, P- 373- Auch dieses Exemplar bildet zweifelsohne eine besondere Art, schon deswegen, weil bei ihm am 5'^^" Hinterleibssegment die 2 querliegenden glänzenden Stellen fehlen, welche bei meinen „ferrugineus Ç" vorhanden sind. Bei obscuratus heben sich diese Stellen durch mehr rötlich dunkelbraunen Farben- ton hervor und sind etwas feiner runzelig als die davor liegende Partie, welche von mehr schwarzbrauner Farbe ist. Die Art ist offenbar D. parvulus Hend. (Suppl. Entom., Berlin, I, ig 12, p. 21) aus Formosa sehr ähnlich, sie unter- scheidet sich aber durch das gänzliche Fehlen der gelben Supraalarstriemen, auch sind Kopf- und Thoraxborsten nicht rot, sondern schwarz und ist der Flügelsaum an der Spitze nicht breiter als in Hendels Fig. i. 3. Dacus dorsalis Hendel. Der scharfsichtige Hendel hat (Suppl. Entom., Berlin, I, I9i2,p. 19) einen /^rt:«^j" ci'^rj'^?//j' beschrieben und meint, diese Art wäre von Frocigatt u.a. unter D. fcrrugineus unterge- bracht. Sie soll sich namentlich durch den Besitz der oben erwähnten glänzenden Hinterleibsflecken unterscheiden, auch einen dunkleren Thoraxrücken haben als der richtige /(^'rr?/- giiieus. Nun stimmen eben meine javanischen ^.ferrugincus'''- Stücke in diesen Hinsichten mit dorsalis Hend. überein, nur liegen mir 4 Exemplare van Temanglen (Tegal, Java) aus 190 DR. J. C. H. DE MEIJERE, Van der Wulp's Sammlung vor, welche wesentlich mehr roströtlich sind und bei welchen der 5"= Ring egal gelblich ist, ohne dass eine Stelle von besonderer Beschaffenheit erkennbar ist. Höchstens ist der schmale Randsaum etwas stärker chagriniert. Diese, welche schon von Van der Wulp als ferriigineus bestimmt wurden, dürften dann richtig diese Art sein, und ihre Färbung nicht ihrer offenbar früheren Aufbewahrung in Alcohol zuzuschreiben sein. Auf die An- wesenheit von dunklen Fleckchen an der Basis der Stirn- borsten möchte ich weniger Bedeutung legen als Hendel, denn diese sind auch bei den letztgenannten Stücken bisweilen vorhanden und bei den ,,dof salis'' sehr verschiedenartig aus- gebildet. Bezzi (Indian Trxpaneids, Mem. Ind. Mus. Ill, 1913, p. 95) hat offenbar in sç.u\&va ferrugine us auch die dunklen Stücke [dorsalis Hend.) mit inbegriffen, spricht nicht über die glän- zenden Hinterleibsflecken. Es scheint mir nicht unmöglich dass in seiner ,,var. liiangifcrae'" wieder der x\c\\'ivgç. fcrrugi- iieus vorliegt, denn auch die schmälere Hinterleibsgestalt und mehr hervorragende Spitze desselben beobachte ich bei den ferrugineus von Temanglen. Bei den $$ letzterer ist der 5"= Ring am Ende so breit wie der xAnfangsteil der Legeröhre, während er bei dorsalis daselbst bestimmt breiter ist. Ob ferrugineus F. var. pedestris Bezzi von den Philippinen (Philipp. Journ. of Sc. VIII, D. 4, p. 322) wirklich als Varietät des ùcivW^^ç^w ferrugineus zu betrachten ist, ist nach dem obigen wohl fraglich. — Die Arten mit nicht gebänderten Flügeln fasst Bezzi jetzt unter den Namen „Chaetodaeus'' zusammen. 4. Dacus Hageni De Meij. De Meijere. Studien VI, p. 375. Wonosobo, Mai. i ö", Jacobson leg. Das vorliegende Männchen, welches ich als diese aus Sumatra nach 2 ÇÇ beschriebene Art bestimme, unterscheidet sich von den $$ durch hellere Beinfarbe; die Beine sind fast ganz gelb, nur findet sich an der Aussenseite der Vor- derschenkel nahe der Spitze eine dunklere Stelle. Der Zipfel der Analzelle ist sehr lang, also auch hier, wei bei ferru- gineus F. in Studien II, p. 127, schon von mir angegeben STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 191 wurde, beim c? bedeutend länger als beim $. Bei luacidipciinis DOL. ist dieser Unterschied ebenfalls vorhanden, aber weniger gross, weil auch beim Ç der Zipfel deutlich länger ist als" der letzte Abschnitt der Analzelle. Der Flügellappen distal- wärts von der Analzelle tritt nur sehr wenig vor. Diese Art sieht auch caudatits sehr ähnlich, welcher sich aber durch die gebräunte hintere Querader und den stärker vor- tretenden Lappen am Flügelhinterrande des c^ unterscheidet. Das gelbe Toment am Thoraxrücken ist stark entwickelt. Die Stirnc hat jederseits 3 — 4 schwache Orbitalbörstchen, alle in der vorderen Hälfte. Körper- und Flügellänge 6 mm. 5. Dacus caudatus F. Bezzi sagt von dieser Art (Mem. bidian Mus. III. p. 97), die hintere Querader sei nur unten schwach gebraunt, in seiner Abbildung (Taf. VIII Fig. 8) ist hier sogar gar keine Bräunung angegeben. Bei den javanischen Stücken ist diese Querader indessen in seiner ganzen Länge ziemlich breit gebräunt, meistens noch deutlicher als Bezzi es für r/^r/zr^^Z/^rr angibt. Auch Wiede:\IANN gibt für candatiis an: die ge- wohnliche Querader braungesäumt. Ich nehme an, dass der Zeichner in Bezzi's Abbildung die schwache Bräunung nicht übersehen hat, diese also wirklich in den Stücken aus Britisch Indien weniger entwickelt ist. Falls gar keine Bräunung vorhanden wäre, so wäre eine grosse Ähnlichkeit mit D. Hageni De Meij. vorhanden, welcher aber einen anders gestalteten Flügelhinterrand zeigt; der Lappen jenseits der Analader springt hier beim c? viel weniger vor, in dieser Hinsicht stimmt die Abbildung bei Bezzi mit caudatus überein. Auf die verschiedenartige Ausbildung des Saumes um die hintere Querader weist neuerdings auch Hendel (1. c. p. 18) hin. 6. Dacus Cucurbitae Co(^. COQUILLETT, Entom. News 1899, P« 129. Froggatt. Fruit flies. Departm. Agr. N. S. Wales, Farmers' Bulletin, No. 24, 1909, p. 17. 192 DR. J. C. H. DE MFJJERE, Green. Fruit and pumpkin flies. Tropical Agricult. XXXVII. No. 3, 191 1. Buitenzorg, aus Früchten von Momordica gezüchtet, November 191 1, Dammerman leg. Batavia, Juni, i $, Jacobson leg. Diese Art, deren Heimat Indien zu sein scheint, war bis jetzt aus Vorder-Indien und Ceylon und aus Hawaii bekannt; sie findet sich nach den vorliegenden Stücken auch auf Java. Die von CoQUiLLETT angegebenen Flecke auf der Stirne (ein Mittelfleck und jederseits 3 je eine Orbitalborste tragende Punkte), sind bald gut ausgebildet, bald kaum oder nicht erkennbar. Es finden sich 4 Orbitalborsten jederseits von massiger Stärke. Der Thoraxrücken ist rotgelb, die 3 gelben Striemen in der hinteren Hälfte, desgleichen der Notopleural- flecken, sind gewöhnlich schwarzbraun gesäumt; auch das Schildchen ist an der Basis meistens sehr schmal schwarz- braun, desgleichen ist der breite gelbe Mesopleuralfleck vorn schwarzbraun gesäumt. Vorn findet sich am Thorax eine mehr oder weniger deutliche dunkle Mittellinie. Die Art ist von relativ schmaler Gestalt. Das Schildchen trägt 2 Borsten. ADRAMA Walk. Adrama ceramensis n. sp. De Meijere. Bijdragen tot de Dierk. Afl. 19, 191 3 p. 64. ÇA. sekcta). Kopf rotgelb, das Untergesicht glänzend, über dem Mund- rand jederseits mit einem, runden, schwarzen Fleckchen (bis- weilen undeutlich); auf der Stirne vorn ein längsovales, matt- schwarzes Fleckchen. Fühler und Taster rotgelb. Auch der Hinterkopf ganz rotgelb. Thorax schwarz, am Rücken hinter der Quernaht ein das Schildchen nicht erreichender gelber Längsstrich, welcher vorn die Quernaht höchstens etwas überschreitet ; Schulterbeulen, ausser im kleineren vorderen Teile, gelb ; Schildchen schwarz, gelbgerandet ; Metapleuren gelb; auf dem Mesopleuren ist der hintere Teil, oben bis zu den Schulterbeulen, gleichfalls gelb, die Brust rotgelb. Hinterleib bräunlich rot. Beine rotgelb, die Vorder- schienen und die Vorder- und Mitteltarsen braun. Flügel STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 193 mit breiter, schwach gebräunter Spitze, welche nach der Wurzel hin dunkler gesäumt ist, desgleichen ein langer brauner Saum um die kleine Querader vorhanden ; auch der Flügelhinterrand schwach gebräunt, die Flügelwurzel etwas gelblich. Schwinger rotgelb. Körperlänge 12 mm; Flügellänge 8 mm. hl einer Bestimmungstabelle der A(/ra//ia-Arien (Wien. Ent. Zeitg. XXXI, 191 2 p. 12) sagt Hendel von selecta, die Pleuren, Schildchen, Metanotum und der Rücken vor dem Schildchen seien einfarbig rotgelb. Walker gibt in seiner leider wieder sehr kurzen Beschrei- bung an, dass der hintere Thoraxteil 2 schwarze Streifen zeigt, woher ich meinte es mit dieser im östlichen Teil des malayischen Archipels verbreiteten Art zu tun haben zu können. Noch mehr schliesst sich Enicoptera rufiventris Walk., aus Ambon, welche Osten Sacken als synonym zu A. selecta stellt, meinen Exemplaren an, denn diese hat nach Walker jedenfalls nur die Seiten des Schildchens gelb, während vom Thorax angegeben wird : aeneous black ; dorsal stripe, humeri, sides of the prominent scutellum, a band on each side, and disk of the pectus tawn)", derselbe also jedenfalls in ausgedehnterer Weise schwarz ist wie bei Hendel 's selecta. Weil aber Osten Sacken die Synonymie wohl nach Autopsie der Exemplare festgestellt hat, muss ich meine Art als neu betrachten, was sie auch nach Hendel's Ansicht ist. Die Unterschiede A. determiiiata gegenüber finden sich an der angegebenen Stelle in den ,, Bijdragen". ANASTREPHA Schiner. Anastrepha extranea n. sp. Taf. 5. Fig. 7. Gunung Ungaran, September; Nongkodjadjar, Januar, Fe- bruar, Jacobson leg.; alles $$. Kopf samt Fühler ganz schwefelgelb, der Ocellenpunkt schwarz, das 3'^ Fühlerglied etwas tiefer gelb, länglich oval, die schwarze Borste massig lang gefiedert, Fühler kürzer als das Untergesicht. Stirne matt, jederseits mit 2 oberen und 194 DR. J. C. H. DE MEIJERE, I unterer Orbitalborsten, Rüssel glänzend rotgelb, Taster gelb, schwarz behaart. Hinterkopf gelb, oben mit 2 schwarzen Längsstrichelchen. Thorax glänzend rotgelb ; mit 2 vorne verbreiterten, schwarzen Längslinien, welche hinten abge- brochen sind ; am Hinterrande liegen 3 schwarze Flecken, von welchen die mittlere am kleinsten ist. Schildchen schwe- felgelb. Brustseiten ganz glänzend gelb ; Hinterrücken gelb mit 2 glänzend schwarzen Flecken. Die Behaarung des Thorax kurz, gelb. Hinterleib glänzend rotgelb, gelb behaart, mit 2 schwarzen Seitenstriemen. Diese glänzend schwarze Zeich- nungen sind individuell verschiedenartig entwickelt. Das mitt- lere Thoraxfleckchen ist oft sehr klein und fehlt bisweilen gänzlich, ausnahmsweise sind die 3 Flecken zu einer Quer- binde zusammengeschmolzen. Bisweilen erreichen die schwar- zen Längslinien hinten die Seitenflecken. Die Flecken des Hinterrückens sind bisweilen nur schmal gelb getrennt. Am Hinterleib finden sich die Längsstriemen bisweilen schon am i""" Rhig, meistens erst am 2'''" und auch hier sind sie öfters durch je ein längliches Fleckchen vertreten. Die Legeröhre ist relativ kurz, ihr erster Abschnitt ca. halb so lang wie der Hinterleib. Beine ganz gelb, Vorderschenkel aussen mit einer Reihe von ca. 8 Borsten. Die Flügel sind relativ lang ; Wurzel (auch die beiden Basalzellen und Vorderrand sind, letztere bis zur Mitte, gelb, das Flügelstigma ist braun ; in der Endhälfte des Plügels finden sich 2 parallele, S-förmig geschlängelte braune Längs- linien ; die i"' halbe Binde Bezzi's ist in 2 Flecke geteilt, von welchen der obere bedeutend grösser ist als die untere, die S- und V-förmige Binde sind beide ganz. Die 3"-' Längs- ader ist hinter der kleinen Ouerader etwas nach oben ge- bogen, weiterhin gerade ; die 2''' ist fast gerade. Schwinger gelb. Körperlänge 6 mm., Flügellänge 7 mm. Die Gattung ist bis jetzt nur aus Amerika, im spezielleren dem neotropischen Gebiete, bekannt ; ihr Vorkommen auf Java bildet also eine seltsame Erscheinung. Die Gattung wurde von Bezzi (Boll. Labor. Zool. gen. e, agr., Portici III, 1909, p. 280), bearbeitet. Die vorliegende Art zeigt die charakteristische Flügelzeichnung, die 4'" Längsader geht an STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. I95 der Spitze deutlich bogenförmig in die Raiulader über, ist aber weniger vom Rande abgetrennt als in Bezzi's Figur 2 ; auch ist der Zipfel der Analzelle wesentlich kürzer, die sie abschliessende Ouerader in der Mitte stumpfwinklig geknickt. Eine anal\tische Übersicht der bekannten Arten gab neuer- dings Hendel (Wien. Ent. Ztg. XXXIII, 1914, p. 66); die Tabelle führt auf die südamerikanische siispciisa Low. LAGAROSIA v. d. Wuli . Lagarosia striatella v. d. VVulp. S . EiipJiranta nigra Enderlein, Zool. Jahrb. Abt. S)'st. Bd. 31, 1911, p. 439- Wie ich in Studien VI, p. 385, mitgeteilt habe, gehört diese als Ortalide beschriebene Gattung zu den Tr)petinen ; es ist deshalb nicht zu wundern, dass Enderlein's Art, welche auch er als sehr ähnlich erkannte, in Wirklichkeit identisch ist. Nur ist bei den mir vorliegenden javanischen Stücken der grosse schwarze Flügelfleck oben nicht mit dem Randsaum verbunden ; auch beobachte ich am Untergesichtc nichts von einem unregelmässig verlaufenden Längskiel. Auch Hendel hat auf diese S)-nonymie schon hinge- wiesen (Neue Muscidae acalypteratae, Wien. Entom. Zcitg. XXXI, 1912, p. 14). In seiner schönen Arbeit über die Trypctinen des Indian Museums teilt Bezzi, p. 84, aus Versehen mit, dass ich .y/r/V?- tflla und lactcata als Geschlechter einer und derselben Art betrachte. Ich habe an der angeführten Stelle (Studien VI, P' li^l) gerade das Entgegengesetzte betont. ICHNEUMONOSOMA gen. n. Meiner Neigung gemäss, bei der Beschreibung" des ostin- dischen Materials zunächst auf die Arten zu achten und möglichst wenige neue Gattungen zu schaffen, habe ich Studien VI p. 383 eine auffällig schlupfwespenähnliche Tr\-- petine als Lagarosia imitans beschrieben ; ich wiess aber damals schon auf einige Verschiedenheiten in der Beborstung hin. Nachdem durch die Arbeit Bezzi's (Mem. Indian Museum III) eine Zerlegung der indischen Trypetinen in kleinere Gattungen angebahnt ist, sehe ich mich veranlasst 196 DR. J. C. H. DE MEIJERE, für die vorliegende Art eine Gattung zu errichten, zumal weil das Fehlen der Sternopleuralborste als wichtiges Merkmal zu betrachten ist. Darin stimmt die Gattung mit den Dacinen iiberein, im übrigen ist die Reborstung aber wesent- lich reicher, sodass sie zu den Ceratininen gehört. Körper lang und schmal, Stirne ziemlich breit, von Orbital- borsten nur I hintere und i vordere vorhanden; Ocellar- borsten fehlen; jederseits 4 — 5 starke Vertikalborsten vor- handen ; Postvertikalborsten winzig, weit aus einander gerückt. Fühler ziemlich lang, das 3'^ Glied an der Spitze abgerundet ; Augen oval, Humeralborste vorhanden ; jederseits i Dorso- centrale ; Praesutural- und Praescutellarborsten fehlend ; Schildchen mit 2 Borsten, i Mesopleurale vorhanden ; Sternopleuralc fehlt; auf den Pteropleuren ein haarähnliches Börstchen. Hinterleib vor den Einschnitten massig lang beborstet. Beine ziemlich lang und dünn, Hinterschenkel an der dem Körper zugewandten Seite mit Borstenhaaren ; im übrigen sind die Beine nur kurz behaart ; Mittelschienen mit 2 Spornen. Flügel nur am Vorderrand schmal dunkel gesäumt ; kleine Querader etwas hinter der Mitte der Discoidalzelle, 2'^ Längs- ader gerade, die 3"= weit jenseits der kleinen Querader beborstet; Zipfel der Analzelle kurz. KAMBANGANIA n. g. Taf. 5. Fig. 8, 9. Stirne massig breit, jederseits mit 3 — 4 Orbitalborsten. Ocellar- und Postvertikalborsten schwach, innere Scheitel- borsten stark. Fühler massig lang, die Borste beiderseits lang gefiedert. Augen massig gross, oval ; Untergesicht ausgehöhlt, am Mundrande vortretend. Hinterkopf stark gewölbt. Thorax wenig behaart, glänzend, ohne Praesutural- und Dorsocentralborsten, auch die Sternopleuralborste fehlt. Humeralborste vorhanden. Schildchen mit 4 Borsten. Hinter- leib elliptisch, an der Wurzel stark verschmälert, etwas länger als der Thorax, sehr kurz behaart und wenig beborstet. Beine schlank, unbeborstct, nur die Mittelschiene mit i Sporn, die übrigen ohne Sporne, der Mittelmetatarsus (des J) mit eigentümlichem Einschnitt. Flügel relativ lang, die 2'^ Längs- ader schwach geschwungen, die kleine Querader weit jenseits STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. igj der Mitte der Discoidalzelle, die die Anakclle abschliessende Querader rechtwinklig gebrochen. Die P^lügelzeichnung be- steht aus eigentümlich gelagerten Binden. Der Randdorn fehlt, die i'*" Längsader dicht und lang beborstet, die 3''^ nur mit wenigen, zerstreuten Börstchen, die 5'" nackt. Hendel's Tabelle (Wien. Ent. Zeitg. XXXIII, 1914 p. 73) führt auf EupJiraiita. I. Kambangania metatarsata n. sp. Taf. 5. Fig. 8, 9. Nusa Kambangan, März, i (j*, Jacobson leg. (j'. Stirne gelb, mit einer mattschwarzen Mittelstrieme, welche sich vorn in die dort matt braunrote Stirne verliert. Jederseits 4 Orbitalborsten, die i"" und 4"^ aber schwach, haarförmig. Ocellarborsten äusserst kurz. Fühler rotgelb, das 3*'' Glied länglich oval, der Oberrand gerade, die Borste schwarz, beiderseits gefiedert. Untergesicht vveissgelb, gerade, der Mundrand springt etwas vor. Wangen äusserst schmal. Rüssel und Taster gelb. Hinterkopf glänzend gelb, oben mit 2 nach oben divergierenden schwarzen Striemen. Thorax glänzend rotgelb, oben schuppenartig runzelig, vor dem Schildchen und am Seitenrande glatt, mit 4 schwarzen Längsstriemen, welche vorn paarweise zusammenfliessen ; die mittleren Striemen sind hinten erweitert. Am äussersten Seitenrand findet sich im Notopleuraldreieck ein schwarzer Saum, an welchen sich ein schwarzer Flecken auf dem Meso- pleuron anschliesst; im übrigen sind die Brustseiten glanzend gelb. Schildchen glänzend gelb, an der Basis jederseits mit einem schwarzen Strich ; 4 Borsten vorhanden, die mittleren länger als die seitlichen. Hinterrücken gelb mit 2 schwarzen Längsstriemen. Hinterleib schwarz mit breiter gelber Mittel- strieme, runzelig, von ovaler Gestalt. Beine gelb, nur die Hinterschienen braun, die Spitze aber gelb. Ausser den Spornen finden sich keine längeren Borsten. Einen eigentümlichen Bau zeigen die Hintermetatarsen ; diese sind etwas gebogen, unten tief bogenförmig ausgeschnitten, sodass die Wurzel unten zahnförmig hervorragt. Flügel relativ lang, ohne Randdorn ; die i'^ Längsader gerade, lang, ihre Spitze liegt jenseits der kleinen Ouerader, die 2'^ etwas geschwungen ; kleine Querader am 2'^" Drittel der Discoidal- \gS DR. J. e. H. DE MEIJERE, zelle. Analzelle mit massigem Zipfel, die sie abschliessende Querader rechtwinklig geknickt. Schwinger gelb. Körperlänge 8.5 mm ; Flügellänge 8 mm. Durch die eigentümliche Beschaffenheit des hinteren Meta- tarsus steht diese Art isoliert; auch das nur 4-borstige, im übrigen fast nackte Schildchen ist charakteristisch. DIMERINGOPHRYS Enderl. Dimeringophrys ortalina Enderl. Enderlein. Zool. Jahrb. Ab. Syst. Bd. 31, 191 1, p. 452. Batavia, November ; Petoendoean (Batavia), December, Jacobson leg. Was die Beborstung anlangt, so möchte ich noch bemerken, dass Humeral-, Praescutellar-, jederseits i Dorsocentralborste, I Meso- und i Sternopleurale vorhanden sind ; die Praesu- turalborste fehlt. Die Börstchen am hinteren Augenrande sind schwarz, relativ kurz. XARNUTA Walk. Xarnuta morosa n. sp. Taf. 5. Fig. 10. Batavia, Januar, i (^, Jacobson leg. (^. Stirne mattgelb, die schmalen Periorbiten etwas glänzend, jederseits mit 4 Orbitalborsten, von welchen die hinterste nach hinten, die 3 vorderen nach vorne und schief nach innen gerichtet sind. Ocellarborsten fehlen. Fühler rostgelb, das 3*^ Glied mit abgerundeter Spitze, die Borste schwarz, an der Wurzel gelb, beiderseits behaart (sehr kurz gefiedert). Untergesicht und Backen rostgelb; das Untergesicht ist fast gerade, in der Mittellinie schwach erhaben und berührt fast die Augen. Unten springt der Mundrand kaum etwas vor. Rüssel und Taster rostgelb ; die Backenborste massig stark. Thorax rostrot, matt, dünn weisslich bereift, mit sehr kurzer schwarzer Behaarung. Schildchen von derselben Farbe, jeder- seits mit 4 Borsten (die beiden P^ndborsten fehlen, die Ein- pflanzungstellen sind aber erkennbar). Schulterbeule und eine Strieme von derselben bis zur P'lügelwurzel gelb. Brustseiten braun, massig glänzend, schwarzbehaart. Jederseits i Dorso- STUDIEN ür,FA< SünOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. T99 entralborste, 1 Praescutcllarborste, i Praesuturalborste, 2 Mesopleuralen, i Sternopleurale, i Pteropleurale. Hinterleib kurz und breit, flach, rostrot, massig glänzend, kurz schwarz- behaart, am Rande mit stärkerer, borstenartiger Behaarung. Beine rotgelb, ziemlich dicht kurz schwarz beborstet, so z. B. an der Aussenseite der Hinterschienen 2 Reihen kurzer Börstchen. Flügel breit, fast ganz schwarzbraun, nur mit einigen gelblichen Tropfenfleckchen an der Spitze der 2'^" und der 4"^" Längsader und in der 2*''" Hinterrandzelle ein mehr auff'älliger weisslicher Flecken. Schwinger gelb. Körperlänge 5 mm. ; Flügellänge 4.5 mm. In diese Gattung gehört ausserdem noch Xariiitta leitco- telus Walk. (= OxypJwra vialaica SCHIN.), welche wir erst durch Van der Wulp (Tijdschr. v. Entom. XLI, 1S99, p. 215) besser kennen gelernt haben. SCHINER beschrieb seine Art in den Dipteren der Novara-Reise. p. 274 (nicht p. 244, wie Van der Wulf angibt). Charakteristisch für diese Gattung dürfte die grosse Anzahl der Schildchenborsten sein. Bei morosa find ich deren 8, bei Icitcoteliis ist nach Schiner das Schildchen vielborstig. Auch die Thoraxbeborstung ist bei morosa vollständig, nur ist jederseits nur die hintere Dorsocentralborste vorhanden. Alle Borsten sind schwarz. Der flache, kurzovale Hinterleib ist am Rande dicht und ziemlich lang beborstet ; an der 3'''" Längsader erstrecken sich die Borsten bis jenseits der klei- nen Ouerader. THEMARA Walk. I. Themara maculipennis Westw. Tlicmara montimi Enderlein (Zool. Jahrb., Bd. 31, 191 1, p. 416) betrachte ich als eine Farbenvarietät von maculipeniiis\ es kommen auch Zwischen!?tufen vor, so liegt mir ein (^ vom Tengger-Gebirge (O.-Java) vor, mit der für moiiiiiia angege- benen Untergesichtsbinde, dazu aber mit ganz gelben Beinen und am Thorax ganz ohne Längsbinden ; die Kopfbreite beträgt 8 mm. Ein J vom Ungaran, welches in der Färbung mit moiitimx übereinstimmt, hat einen relativ schmalen Kopf von 6 mm. Breite. Ich bin überzeugt, das Bezzi's Aca)itho)ieiira fuscipouiis 200 DR. J. C. H. DE MEIJERE, (Mem. Indian Museum III, p. 117) identisch mit Thoiiara niaculipennis ist. Die rechte fuscipeìiiiis kann es wohl nicht sein. Trotz aller Unzuverlässigkeit spricht Macquart doch zu deutlich von einer helleren Flügelspitze, welche auch in seiner Figur angegeben ist. Dadurch ähnelt diese Art Acantlioiieiira polyxena O.S. aus Java, einer offenbar seltenen Art, denn unter dem ausgedehnten Material des Herrn JACOBSON findet sich nicht ein einziges Stück. Mir liegt nur ein altes, von BLUME gesammeltes Weibchen vor; Van DER WuLP erwähnt ein (j* vom Gunung Gedeh (Tijdschr. v. Entom. XLI, p. 221), sagt aber nichts über einen etwas verbreiterten Kopf, während bei Thdiiara niaculipennis auch das Ç schon durch seinen etwas breiten Kopf auffällt. A. fuscipcnnis dürfte eine gleich seltene oder lokale Art seine, welche im Material des Indian Museum nicht vertreten ist. A. bataca Enderl. (Zool. Jahrb. Abt. f, Syst., Bd. 31, 191 1, p. 417) ist ihr auch nach dem Autor sehr ähnlich. Nach Enderlein besitzt Acanthoncnra 6 Schildchenborsten, von welchen die mittlere jederseits klein ist. So dürfte auch das Verhalten bei polyxena sein. Wenn OSTEN Sacken dieser Art nach den vorhandenen Narben der Borsten 4 Schildchen- borsten zuschreibt, so hat er wohl nur die 4 grössere beobachtet. Ich muss somit annehmen, dass zur Gattungs- charakteristik von Acanthoneura gar keine Verbreiterung des Kopfes gehört; dann bezieht sich dieser Name zunächst auf Arten mit starker Flügelbeborstung und wellenförmig ver- laufender 2^" Längsader. Letzteres Merkmal scheint mir aber von weniger Wichtigkeit, weil sich hierin bei den mir vorlie- genden Arten grosse Verschiedenheit findet. Es scheint mir nicht recht möglich hierdurch eine Grenze zwischen Rioxa und Acantìioìieura zu ziehen. RIOXA Walk. I. Rioxa sexmaculata v. d.Wulp \^x.parvipnnctataV)'^'^YX]. De xMeijere. Studien VI, p. 381. Gunung Ungaran, Juni, i Ç, Jacobson leg. Auch bei diesem javanischen Exemplar zeigen die weissen Flecke des Flügels eine nur geringe Entwicklung. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE mPTEREN IX. 20I Enderlein hat (Zool. Jalub. Abt. Sy.st. Bd. 31 p. 447) diese Art ia eine neue Gattug gestellt [Ptäonina), weil nach Van der Wulp's Abbildung (Dipteren der Sumatra-Expe- dition 1892 Taf. III. Fig. IO, II) die hintere Basalzelle in eine lange dünne Spitze ausgezogen sein soll. Nun ist aber, wie ich aus den Cotj'pen Van DER WuLP's eben derselben Expedition ersehe und auch schon in : Bijdragen tot de Dierkunde XVII. 1904. p. i io mitgeteilt habe, die Figur nicht ganz richtig und in Wirklichkeit ist der Zipfel nur relativ kurz, die abschliessende Querader in der Mitte nur seicht gebogen, kaum mehr als in Enderlein's Figur von R. sumatrana (ibid. p. 450), welche Art er eben besonders wegen dieser angeblichen Verschiedenheit als von sexììiaculata verschieden betrachtet. Offenbar sind also diese beiden Arten .s\'nonym. Der Randfleck in der Zelle Mo ist auch bei sexniaculata oft wenig deutlich. Van DER VVULP zeichnete seine Figuren aus freier Hand, ohne Zuhilfenahme einer Camera oder Zeichenapparat und so finden sich in seinen Figuren trotz ihrer sehr schönen Ausführung öfters kleinere Ungenauigkeiten in von ihm nicht besonders wichtig geachteten Punkten. So besitzen auch R. Diinlopi und notahilis in Wirklichkeit keine zipfellose Analzelle, sondern wird diese bei Dunlopi durch eine recht- eckig geknickte Querader abgegrenzt, bei iiotabilis durch eine stumpfeckig geknickte. Bei Rioxa modesta F. = Paritii DOL. ist diese Querader wieder rechteckig geknickt. Somit gehören nur R. lanceolata Walk, und sexviaculata V. D. W. (s)'ii. siwiatraiia Enderl.) in die Gattung Rioxa. wie Enderlein sie auffasst, nebst quiiiqiicmacitlata Vi^7:i.\ (Mem. Indian Museum III, p. 115) und wahrscheinlich die mir unbekannte erebus RoND. Die beiden ersterwähnten wenigstens scheinen mir von ihren Verwandten durch mehrere Merkmale zu unterscheiden, welche für sie die Beibehaltung der Gattung Rioxa rechtfertigen. Beide zeigen einen relativ grossen, namentlich langen Thorax, welcher oben kaum gewölbt ist ; auch das Schildchen ist oben flach mit einem ziemlich scharfen Rand oberhalb der Seiten- borstenreihe. Der Hinterleib ist relativ klein, nicht lai.ger 14 202 DR. J. C. H. DE MEIJERE, und viel schmäler als der Thorax, Die Fühlerborste ist nur oben gefiedert, unten nackt. Die Postvertikalborsten sind weiss. Im Flügelgeäder findet sich eine geschlechtliche Ver- schiedenheit; bei dem cJ* ist die i'^ Längsader meistens länger und endet sie dicht neben der Spitze der 2'^" ; die Spitze der 3*^" Längsader ist aufgebogen. Die Analzelle wird durch eine wenig gebogene Querader begrenzt und hat einen kurzen Zipfel. Die Subcostalader ist lang, sie endet jenseits der kleinen Querader. Das 6-borstige Schildchen und das Vorhandensein der Praesuturalborste sind keine besonderen Merkmale, denn beide finden sich auch bei einem Teil der Verwandten. Bei sexiiiaciilata var. parvipiiìictata e? liegt die Spitze der 2'^" Längsader derjenigen der i"^" deutlich näher als der- jenigen der 3'"", auch ist die 2'^ etwas geschwungen ; beim $ liegt die Spitze der 2'''" von beiden gleichweit entfernt und die 2*^ Längsader ist fast gerade ; die 3*^ ist an der Spitze beim ^ deutlich nach oben gebogen, beim Ç gerade. Bei den sumatranischen, typischen scxmaculata ist die Verschiedenheit geringer, die Spitze der 2'''" Längsader liegt in beiden Geschlechtern ungefähr in der Mitte, beim c? ist jedoch die Spitze der 3"=" Längsader deutlich aufgebogen, wie dies auch schon von Van der Wulp angegeben wurde. Beim (j* von lanceolata ist die i*"" Längsader relativ noch mehr verlängert und ihre Spitze derjenigen der 2""" sehr nahe gerückt, sodass die zwischen ihnen liegende Zelle am Flügelrand verengt ist. ACANTHONEURA Mal\). S)-n. RIOXA p.p. Die mit Rioxa im obigen Sinne verwandten Arten bilden offenbar im mala}'ischen Archipel eine reichlich vertretene Gruppe. Mir Xx^^tWMox: forììwsipeiuiis'^ S.I.V.., de-Beauforti \)^ Meij., insignis de Meij., 7/?^;-^: DE Meij., sexguttata AW.'^YA]., nigripcìiìiis DE Meij., alle aus Neu-Guinea, viinuta von Saonek in der Nähe von Waigeu, Diiiilopi (Java, Sumatra) mit v^ar. cei-aniensis (Ceram), notabilis (Sumatra), h-evicornis (Java), mo- desta F. = Paritii DOL. (Java), polyxena OST. Sack. von Java. STUDIEN ÜHKR SÜDOSTASTATISCHE DIPTEREN IX. 203 Sic zeig'en unter eiiianclcr eine /Jemlich grosse Verschie- denheit. Die Fi-ihlerborste ist unter den von niir bekaniiteii irrten meistens beiderseits gcliedert, bei inodesta unten nur kurzgefiedert, das Schildchen ist meistens 6-borstig, bei Z>««- lopi ist jederseits die 2'^ Borste kurz und schwach, bei notabilis und brcvicoriiis ist das Schildchen praktisch 4-borstig. Die Praesuturalborste ist meistens vorhanden, sie fehlt aber bei brcvicornis und notabilis. Die Analzelle ist durch eine rechtwinklig geknickte Quer- ader abgegrenzt, bei notabilis ist diese Ader aber stumpf- winklig geknickt. Die 2'^ Längsader ist oft mehr oder weniger wellenartig geschwungen, bisweilen aber ganz gerade; hier finden sich alle Übergänge. Ganz gerade ist sie bei iiigripeniiis, minuta, notabilis, modesta, nigra, fast gerade bei brevicoriiis. Der Hinterleib ist oft nicht länger als der Thorax, aber doch relativ breiter als bei Rioxa, sodass das hier vorhan- dene Missverhalten fehlt. Die Postvertikalborsten sind bei allen schwarz. Die Randader ist bald gut entwickelt [insignis, brevicornis), bald massig stark [de-Bcanforti, modesta, nigripenìiis, fornio- sipennis,. minitta, sexgnttata), bald fast fehlend, oder nicht deutlich erkennbar [Dn)ilopi, polyxend) ; die kleine Querader liegt bald in der Mitte der Discoidalzelle [formosipeiinis, insignis, nigripennis), bald kaum hinter der Mitte [de-Beanforti, minuta, notabilis), bald deutlich oder weit hinter der Mitte [DiDtlopi, sexgnttata, brevicornis, nigra, modesta). Ocellarborsten sind gut entwickelt bei sexgnttata, schwach héi formosipennis, Dunlopi, brevicornis (sehr kurz), modesta (sehr kurz) fehlend bei de-Beanforti, insignis, nigripennis, minnta, nigra. Die Augen sind rundlich bei Dnnlopi. minnta, nigripeiinis, sex- gnttata, poljxena, notabilis, oval bei formosipennis, de-Bean- forti, insignis, brevicornis, nigra. Das Untergesicht ist concav bei Dnnlopi. polyxena, iiotabilis, minnta, fast gerade bei for- mosipennis, sexgnttata, brevicornis, convex bei nigra, de-Bean- forti, insignis, nigripennis ; bei letzterer ist der Mundrand zurückweichend. Acanthonenra (Rioxa) nigra DE Meij. aus Neu-Guinea hat mit den echten Rioxa- ^xX.ç.w das schmale, relativ kleine Abdo- 204 RR, J. C. H. DE MEIJERE, men gemein; auch ist bei ihr beim c? die i*'' Längsader sehr lang und Hegt die Spitze der 2'^" derjenigen der i'*"" deut- lich näher als derjenigen der 3''=". Letztere ist aber nicht aufgebogen, und die die Analzelle begrenzende Ader ist recht- winklig geknickt ; auch sind die Postvertikalborsten schwarz, und ist die Fühlerborste auch unten gefiedert. ^) DIARRHEGMA Bezzi. Diarrhegma modesta F. Kertesz. Ann. Mus. Nation. Hung. X, 191 2. p. 545. Bezzi. Mem. Indian Museum. Ill, 191 3. p. 109. Tandjong Priok, April, November, öfters an der Unterseite der Blätter des Waru-Baumes, JACOBSON leg. ^) Als ich diese Arbeit schon fertig gestellt hatte, erscliien Hendel's analytische Übersicht über die Gattungen der Bohrfliegen. Er fülut hierin einige neue Gattungen auf, welche offenbar zum oben besprochenen Formenkreis gehören, so z. B. Themarflides für quadri/era Walk. Es finden sich in den mir bekannten Arten dieser Gruppe allerhand plasti- sche Differenzen, welche zu weiteren Gattungen Veranlassung geben könnten. Eine weitere Unterverteilung möchte ich aber augenblicklich nicht vornehmen. Man würde zu einer ganzen Reihe engverwandter Gat- tungen je mit wenigen Arten gelangen. In allgemeinen bin ich ja auch kein Freund der weitgehenden Zersplitterung in Gattungen, welche jetzt von vielen geüljt wird. Warum Hendel die Gattung Acanthofieitra Macq. unter denjenigen mit nicht gefiederter P'ühlerborste gestellt hat, ist mir nicht deutlich. Macquart gibt deutlich an: „Style à poils allongés"; auch Osten Sacken erwähnt die „plumose arista". Ein paar Arten sind schon abgetrennt worden, so ist von Bezzi für modesta die (Gattung Diarr/iegina errichtet worden (Mem. Indian Museum 111, p. 108), während für hrcvicoriiis und die nahe ver- wandte nif^rh'eiit?-is \on ihm die Gattung Ptilona \'an der Wulp bei- behalten ist. Im übrigen scheint es mir am besten einstweilen die übrigen unter Acanthoiieura Macq., wegen ihier offenbaren Verwandtschaft mit Ac. fuscipi'ìinis Macq., zusammen zu behalten. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 205 CHELYOPHORA Rond. {-= STICTASPIS Bezzi). 1. Chelyophora bilineata n. sp. Taf. 5. Fig. 11. Bezzi. Mem. Indian Mus. Ill, 191 3. p. 102. Semarang, März, i $, Jacobson leg. ?. Stime mattgelb, jederseits mit 5 Orbitalborsten, von denen die 2 hinteren nach hinten, die 3 vorderen nach innen gerichtet sind. Wurzelglieder der Fühler gelb, das 3"= Glied dunkelbraun, die Borste schwarzbraun mit gelber Wurzel, oben lang, unten kürzer gefiedert. Untergesicht gelblich, am Mund- rande verdunkelt. Rüssel und Taster gelb. Backenborste stark, Hinterkopf gelb. Rückenschild glänzend schwarz, die Schulterbeulen gelb, desgleichen 2 schmale, nach hinten divergierende Längs- striemen, deren Farbe hinten, an der Dorsocentralborste, in Weiss übergeht, auch der zwischen diesen Striemen liegende Hinterrand schmal weiss. In Anschluss an diese Längslinien ist auch die Quernaht teilweise gelb, hinter derselben liegen nahe dem Seitenrand des Thorax 2 weisse Fleckchen ; zwi- schen Schulterbeule und Flügelwurzel eine weisse Randlinie. Schildchen glänzend schwarz, an der Wurzel jederseits mit einer hakenförmigen weissen Figur, auch 2 Fleckchen an der Spitze weiss; diese Fleckchen liegen je an der Aussen- seite einer Endborste. Brustseiten glänzend schwarzbraun, nur ganz vorn gelb. Hinterleib gelb, der 2"", 3'^ und 4"" Ring schwarzbraun, mit schmalen gelben Hinterrandsäumen ; die Legeröhre gelbrot. Beine ganz gelb. Vorderschenkel unten mit 5 schwarzen Borsten. Flügel glashell, die Wurzel, ein Vorderrandsaum, welcher an der Ausmündung der Hilfsader anfängt und 3 Querbinden, von welchen die beiden äusseren oben nicht mit dem Randsaum zusammenhängen, braungelb mit dunk- leren Stellen. Schwinger gelb. Körperlänge 8 mm., Flügellänge 7 mm. Diese Art ähnelt in der Flügelzeichnung Ch. separata Bezzi, besitzt aber die schwarzen Flecken am Seitenrande des Thorax. 2. Chelyophora histrionica n. sp. Taf. 5. Fig. 12. Buitenzorg, i i^, September; Semarang, März, April, (3*,$, Jacobson leg. 2o6 DR. J. c. H. dp: mfjjere, Stirne gelb, die Periorbiten graulich weiss, mit 4 Orbital- borsten, von denen die 2 vorderen nach innen, die 2 unteren nach hinten gerichtet sind. Fühler rotgelb, das 3'^ Glied länglich, mit spitzer Oberecke, die Borste schwarzbraun, beiderseits lang gefiedert. Untergesicht weisslich ; Rüssel und Taster gelb. Hinterkopf weisslich, oben mit 3 dunklen Stellen. Thorax gelb mit schwarzer Zeichnung, einer Mittellinie, welche sich vor dem Schildchen in einen viereckigen Flecken verbreitert, einem dreieckigen Flecken an der Innenseite der Schulterbeule und hinter diesen 2 striemenartigen Flecken ; von diesen erreicht der innere den Hinterrand nicht ganz, der äussere, breitere, liegt am Seitenrande. Oben trägt der Thorax gelbes Toment. Schildchen glänzend schwarz, jederseits mit einem haken- förmigen gelben Plecken. Brustseiten braun, der grösste Teil der Mesopleuren und einige Fleckchen unter der Flügel- wurzel weiss. Hinterrücken glänzend schwarz. Hinterleib matt bräunlich bis rötlich weiss mit schmalen schwarzbraunen Vorderrandsäumen und Spuren einer dunk- leren Mittellinie; die Behaarung an der Wurzel gelblich, weiterhin schwarz, am Seitenrande dicht und stark. Lege- röhre rotgelb. Beine gelb, Vorderschenkel unten mit 5 — 6 schwarzen Borsten ; Hinterschienen aussen mit einer Reihe kurzer Börstchen. Flügel glashell mit 3 braungclben dunkel gesäumten Binden, von welchen die innere oben an der Spitze der Hilfsader ein schwarzes Fleckchen enthält, die 2 äusseren oben dicht unter dem Vorderrand schmal ver- bunden sind, die äussere, ganz braun gefärbte 3 glashelle Fleckchen enthält, 2 kleine am Vorderrande und einen läng- lichen Flecken am Hinterrand, wodurch die Binde gegabelt erscheint. Schüppchen gelbweiss. Körper- und Flügellänge 5 mm. Das (^ hat keine Paletten auf der Stirne, die Hinterschienen sind von einfacher Bildung, ohne Auszeichnungen, nur aussen mit einer Reihe von Börstchen. Diese Art zeigt in der Flügelzeichnung Ähnlichkeit mit ceratinina und striata ^^7:/ä, unterscheidet sich von beiden da- durch, dass die 2'*^ Flügelbinde oben von dem Vorderrandsaum getrennt ist und durch die schwarzen Hinterleibsquerbinden. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCME DIPTEREN IX. 20/ CARPOPHTHOROMYIA Austen. Carpophthoromyia tomentosa n. sp. Taf. 5. Fig. 13. Austen. Bull. Entom. Research I. 19 10 p. 71. Semaraiig, Januar, (S, Ç, J.ACOBSON leg. Stirne matt gelbweiss, in der Mitte mit einem schmalen braunen Ouerbäudchen. Jederseits 4 (3rbitalborsten vorhan- den, die beiden in der vorderen Stirnhälfte nach innen gerichtet. Fühler rotgelb, das ß''^ Glied länglich oval, mit schwarzbrauner, kaum pubeszenter Borste. Untergesicht weiss, wenig glänzend, unter der Fühlerwurzel braun, Wangen in der oberen Hälfte braun. Rüssel und Taster braungelb. Rückenschild glänzend schwarz, oben mit grauweisser Berei- fung und mit dichtem weissen Tomente, welches aber vorn, an der Quernaht und am Seitenrande nicht vorhanden ist; die Borsten lang, schwarz. Schildchen glänzend schwarz. Brustseiten in der oberen Hälfte und die Schulterbeulen weiss, die Brust glänzend schwarz. Hinterrücken mattweiss. Hinterleib kurz und breit, schwarzbraun, der 2^" und der 4'^ Ring mit Ausnahme des Vorderrandes grauweiss, weiss- behaart; auch der braun bestäubte 3'" Ring weissbehaart. Der 5"= Ring und die Legeröhre glänzend schwarz, mit schwarzer Behaarung; der 6"= Ring nicht abgeplattet, nach hinten nur allmählich verschmälert. Hüften und Schenkel schwarz. Schienen und Tarsen gelb. Vorderschenkel unten dicht schwarz beborstet. Flügel weisslich mit ausgedehnter schwarzer Zeichnung, wie in Fig. 13 angegeben. Schwinger gelb mit braunem Knopf. Körperlänge 4.5 mm ; Flügellänge 4 mm. Während bei den beiden vorhergehenden Arten die Fühler- borste lang gefiedert ist, ist sie hier kaum pubeszent, auch in der Legeröhre weicht diese Art von ihnen ab, weil diese hier fast nicht, bei ihnen stark flach gedrückt ist. Stirne und Hinterschienen des (S sind ohne besondere Auszeichnungen. Hendel stellt (Die Gattungen der Bohrfliegen, Wien. Ent. Zeitg. XXXIII 19 14 p. 80) in diese Gattung nur Arten mit lang gefiederter Borste, die übrigen gehören nach ihm zu Ceratitis s. 1. Er würde also auch obige Art zu Ceratitis stellen. Das 3"^ Fuhlerglied ist oben an der Spitze nicht 208 DR. J. C. H. DE MEIJERE, eckig, die kleine Querader liegt aber etwas jenseits der Mitte der DiscalzcUe, was nach seiner Tabelle (No. 13) bei der Ceralüis-ähnlichen Gruppe nie der Fall ist. ANOPLOMUS Bezzi. Anoplomus flexuosus Bezzi. Bezzi. Mem. Indian Museum III, 191 3 p. 100. MaCQUART. Dipt. exot. Suppl. 3. p. 65. {Tcphritis fasci- ventris). Wonosobo, April, i (j*, Jacobson leg. TAENIOSTOLA Bezzi. Taeniostola soror Sciiiner. Bezzi. Mem. Indian Museum III, 1913. p. 119. Semarang, i $, JACOBSON leg. Die Stirne ist mattgelb, das schmale Mittelfeld dunkler, rötlich. Es sind jederseits hinten 2 nach hinten gerichtete und vorn 3 schief nach innen und vorn gerichtete Orbital- borsten vorhanden. Die Fiihlerborste ist massig lang gefiedert. Am Backen findet sich eine starke, schwarze Borste. Post- vertikalborsten massig lang, schwarz. Der Thorax trägt ausser den beiden von SCHINER erwähnten Seitenstriemen eine dunkle Mittellinie, welche sich vor dem Schildchen dreieckig erweitert; ausserdem findet sich knapp am Seiten- rande hinter der Quernaht ein schwarzer Längsfleck. Das gelbliche Schildchen zeigt bei dem vorliegenden Exemplar eine schwarze Mittelstrieme, welche sich hinten erweitert ; der Hinterrücken ist ganz schwarz. Präsuturalborste vor- handen ; Schildchen mit 4 Borsten. Borsten alle schwarz. Am Hinterleib ist der i"= Ring gelb, der 2"= schwarzbraun mit gelbem Vorderrandsaum, der 3"" gelb mit schmaler, in der Mitte unterbrochener, schwarzbrauner Querbinde am Vorderrande, der 4''' vorn schwarzbraun, hinten gelb, der 5'^ gelb, der 6'^ (das i'*' Glied der Legeröhre) fast so lang wie die vorhergehenden zusammen, schwarzbraun. Die Behaarung ist am Thorax kurz gelb, am Hinterleib z. T. dunkler, aber STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX, 209 spärlich. i"= Längsader ganz, die 3''= bis über der hinteren Querader beborstet ; 2'*^ Längsader ganz gerade. In der Flügelzeichnung sieht diese Art der Gattung Gastrozona, im besonderen G.fasciventris, sehr ähnlich, sie unterscheidet sich durch die gut entwickelten Ocellarborsten. Die Schwinger sind blassgelb. Körperlänge ca. 6 mm; Flügellänge 6.5 mm. TRITAENIOPTERON gen. n. Stiriie massig breit; i obere, 2 untere Orbitalborsten vor- handen. Untergesicht konkav. Augen schmal, 3'^" Fühlerglied an der Spitze gerundet; Fühlerborste beiderseits gefiedert. Thoraxbeborstung vollständig, aber nur jederseits die hintere Dorsocentralborste vorhanden. Schildchen mit 6 Borsten, die mittlere jederseits schwächer als die übrigen. Hinterleib eiförmig. Die Beborstung und Behaarung am ganzen Körper gelb ; die Körperfarbe gleichfalls gelb, mit schwarzer Zeich- nung. Flügelzeichnung eigentümlich, mit 3 fast geraden schwarzen Binden, von welchen die 3"^'= von der Spitze an fast dem Hinterrand entlang verläuft. Der Randdorn fehlt, die i"= Längsader überall, die 3^*^ bis weit jenseits der kleinen Querader beborstet. Der Zipfel der Analzelle ziemlich kurz ; die kleine Querader ungefähr in der Mitte der Discoidalzelle. Trotz der gelben Farbe von Borsten und Behaarung gehört diese Gattung wegen der gefiederten Fühlerborste, der 6 Schildchenborsten, der Flügelfarbe, der nicht stumpfen Börstchen des hinteren Augenrandes zu den Ceratinincn, nicht zu den Trypaneincn ; sie steht der 7?/^.t'rt-Gruppe nahe. (Wien. Ent. Zeitg. XXXIII, 19 14. p. -ji). Hendel's Tabelle der Gattungen der Bohrfliegen führt auf No. 26; Sophiroides passt nicht wegen der vorhandenen Praesuturale, Sopiiira nicht, weil die kleine Querader in der Mitte der Discoidalzelle steht. 2. Tritaeniopteron eburneum n, sp. Taf. 6. Fig. 14. Tandjong Priok, November, 2 (^^, i Ç, an der Unterseite der Blätter des Waru-Baumes, JACOBSON leg. Stirne matt rotgelb, mit 4 Orbitalborsten, Ocellarborsten 2 IO DR. J. C. H. DE MEIJERE, sehr kurz, alle KopiDorsten, wie auch diejenigen von Thorax und Schildchen gelb ; Fühler gelb, die Borste beiderseits lang gefiedert; Untergesicht gerade, der Mundrand etwas vorspringend, glänzend blassgelb, in der Mitte mit einem braunen Flecken. Rüssel und Taster rotgelb. Thorax elfenbeinweiss, vor der Quernaht jederseits am Sei- tenrande mit einem schwarzen Fleck, welcher sich als Quer- binde zur Brust fortsetzt ; hinter der Quernaht finden sich 2 bogenförmige, schwarze Striemen, welche hinten durch einen schwarzen Hintersaum des Thorax mit einander verbunden sind. Praesuturalborste vorhanden. Schildchen weiss, oben flach, mit 6 gelben Borsten. Brustseiten gelbweiss mit der erwähnten schwarzen Binde und 2 schwarzen Flecken im hinteren Teile. Hinterrücken glänzend schwarz, mit weiss- licher Mittelstrieme. Die Behaarung des Thorax kurz, weiss- lich gelb. Hinterleib von der Länge des Thorax, eiförmig, weissgelb behaart, beinweiss, mit schwarzem Vordersaum am ßren^^ten Ringe; diese Säume hinten durch eine nicht gerade, sondern geschwungene Linie begrenzt. Beine ganz gelb. Vorderschenkel unten mit ca. 6 gelben Borsten. Flügel glashell, an der Wurzel gelblich, weiterhin mit 3 schwarzbraunen Querbinden ; die erste fängt an der Wurzel des Flügelstigmas an und verläuft bis zur Spitze der Analzelle; die 2"= fängt an der Spitze der 2^"^" Längsader an und endet in der Mitte der Discoidalzelle, die 3^*= verläuft den Flugelhinterrand entlang. Kleine Querader in der Mitte der Discoidalzelle. Analzelle mit kurzem Zippel, durch eine stumpfeckig geknickte Querader begrenzt. Flügelstigma gelb; kein Randdorn vorhanden, 1'*= und 3*'' Längsader bedornt, letztere ungefähr bis zur hinteren Querader. Schwinger gelb. Körperlänge 5.5 mm.; Flügellänge 6 mm. Die Legeröhre (das 6'*= Segment) des Ç ist relativ kurz, so lang wie die 2 letzten Ringe zusammen, von gelbbrauner Farbe. Durch die gelbe Farbe aller Borsten und durch die binden- artige Flügelzeichnung steht diese Art isoliert. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. 211 STAURELLA Bezzi. Bezzi, Mem. IiuHan Museum III, 191 3, p. 121. Staurella maculifrons n. sp. Taf. 6. Fig. 15. Wonosobo, Mai, 2 $$, JACOBSON leg. Ç. Stirne gelb, etwas glänzend, in der Mitte mit einem sehr grossen schwarzbraunen Flecken von rautenförmiger Gestalt ; diese Partie ist etwas vertieft. Fühler rotgelb, die Fühlerborste beiderseits massig lang gefiedert, das 3'^ Glied länglich, den Mundrand fast erreichend. Untergesicht glänzend weissgelb, am Unterrand verdunkelt, in der Mitte zurück- weichend. Rüssel und Taster rotgelb, letztere an der äussersten Spitze dunkelbraun. Backen massig breit, rotgelb. Hinterkopf grösstenteils schwarzbraun, oben gelb gesäumt. Thorax schwarz, oben kaum glänzend, braun behaart, die Schulterbeulen und eine Strieme bis zur Flügclwurzel, nebst einem viereckigen Ouerflecken vor dem Schildchen gelb, die Quernaht mit Ausnahme des medianen Teiles rotgelb ge- säumt. Praesuturalborste fehlend, i Dorsocentrale und i Prae- scutellare vorhanden. Brustseiten schwarz, der Oberrand des Mesopleurum gelb gesäumt, was die oben schon erwähnte Strieme bildet. Hinterleib schwarz, mit gelber Mittelbinde, der 5'*^ Ring am Hinterrand gelb gesäumt. 6^'='' Ring relativ kurz, wenig langer als der 5'*=, schwarzbraun. Beine, auch die Hüften gelb, die Schenkel vor der Spitze mit einem schwarzen Ringe, welcher an den Mittelschenkcln am breitesten ist, die Mittel- und Hinterschienen schwarz- braun. Vorderschenkel unten mit ca. 7 Borsten. Flügel glas- hell, mit einer vom Flügelstigma sich bis zur Mitte der Dis- coidalzelle erstreckenden Halbbinde, einer vollständigen Binde über die hintere Ouerader und schwarzbrauner Flügelspitze. Der Randdorn fehlt. 3"" Längsader mit einigen Börstchen in der Basalhälfte. Kleine Ouerader in der Mitte der Discoidal- zelle, Analzelle mit kurzem Zipfel. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 5 mm. 212 DR. J. C. H. DE MEIJERE, SPHENISCOMYIA Bezzi. Spheniscomyia quadrincisa Wied. Bezzi, Mem. Indian Mus. Ill, 191 3, p. 147. De Meijere, Studien II, p. 126 [Euxesta parvula v. D. WULP). Wonosobo, Mai, Jacobson leg. CHAETOMERELLA gen. n. Kopf niedrig, breiter als hoch, die Wangen sehr schmal, das Untergesicht etwas ausgehöhlt, am Mundrand schwach vortretend. Backen schmal. Augen gross, rund. Fühler massig lang, das 3'« Glied länglich oval, mit abgerundeter Spitze ; Fühlerborste pubeszent. Ocellarborsten fehlen, Post- vertikalborsten massig lang. Börstchen am hinteren Augen- rande schwarz. Hinterkopf etwas gepolstert. Thorax oben etwas abgeflacht; Humeralborste vorhanden. Praesutural- und Praescutellarborsten fehlend ; von den Dorso- centralborsten nur jederseits die hintere vorhanden ; Schild- chcn mit 6 Borsten, die mittlere jederseits sehr schwach. Sternopleuralborste vorhanden. Hinterleib ziemlich stark behaart, das Hypopyg (beim einzig vorliegenden (j*) vortretend, vorn mit 2 Lamellen. Vorderschenkel stark, etwas verdickt, unten mit einer Reihe von Borsten zwischen der Behaarung ; auch die Hinterschenkel und hinteren Schienen mit einigen Borsten. Mittelschiene mit i Sporn, die übrigen ohne Sporne. Flügel namentlich in der Vorderrandshalfte grösstenteils dunkel ; kleine Querader etwas jenseits der Mitte der Discoi- dalzelle ; Zipfel der Analzelle kurz. Bei Benutzung von Hendel's Tabelle der Gattungen der Bohrfliegen gelangt man auf No. 58, wenn man die beiden Härchen am Schildchenrande nicht als Borsten mitzählt. Die 4 hierunter aufgeführten Gattungen sind aber wahr- scheinlich alle von ihr verschieden. Chaetomerella nigrifacies n. sp. Taf. 6. Fig. 16. Gunung Gedeh, März, i (j", JACOBSON leg. c?. Stirne matt rotgelb, vorn mattschwarz, die kurzen Periorbiten glänzend gelb. Am Augenrand stehen 4 Ocel- larborsten, von welchen die 2'^ und 3'*^ am stärksten sind. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 213 Wurzelglieder der Fühler weiss, das 3"^ Glied länglich, schwarz, die Borste schwarz, kurzbehaart. Untergesicht schwarz, ausser am Mundrand dünn grauweiss bereift, auch die schmalen Backen schwarz. Rüssel und Taster rotgelb, oben mit 3 dunklen Striemen, unten ganz schwärzlich. Thorax gelbrot, massig glänzend, vorn unmittelbar über der gelben Schulterbeule verläuft ein dunklerer Strich ; auf der Mitte des Thorax die Spuren 2''' dunklerer Linien. Schild- chen mehr gelblich, oben fast flach, mit 4 Randborsten von gleicher Länge und jederseits zwischen der äusseren und inneren Borste ein kurzes Härchen. Brustseiten glänzend schwarz, oben durch eine gelbe Linie begrenzt ; Sternopleuren z. T. rotgelb. Hinterleib glänzend schwarz, die Wurzel in der Mitte gelblich ; die Behaarung schwarz. Vorderhüften scViwarz, die hinteren gelb. Schenkel schwarz, oben mit einer gelben Strieme, die etwas verdickten Vorderschenkel auch unten mit einer solchen Strieme, Kniee gelb. Vorder- schienen schwarz, die Mittelschienen gelbbraun, die Hinter- schienen gelb ; die Tarsen gelb, der Metatarsus der Vorder- beine an der Spitze mit einem schwarzen Höckerchen. Vorderschenkel unten lang schwarz beborstet; Hinterschenkel unten mit ca. 4 längeren Borsten ; Hinterschienen aussen in der Mitte mit ca. 4, an der abgewandten Seite ebenfalls in der Mitte mit 3 noch etwas längeren Borsten. Flügel glas- hell mit schwarzbrauner Zeichnung, wie in Fig. 16 angegeben. Kleine Querader weit hinter der Mitte der Discoidalzelle; Analzelle mit kurzem Zipfel. Schwinger weiss. Körper- und Flügellänge 4 mm. PIESTOMETOPON gen. n. Taf. 6. Fig. 17. Stirne relativ schmal, überall gleichbreit, mit 4 Orbitalborsten, von welchen die hintere nach hinten, die 3 vorderen nach vorn und innen gerichtet sind. Ocellarborsten fehlen ; Post- vertikalborsten relativ kurz. Fühler ziemlich lang, wenig kür- zer als das Untergesicht. Das 3''' Glied länglich, am Ende abgerundet; die Fühlerborste nackt. Augen sehr gross, läng- lich, nackt. Untergesicht fast gerade, der Mundrand nur sehr wenig vorspringend ; Wangen und Backen sehr schmal. Die am hinteren Augenrande gestellten Börstchen (die Occipital- 214 I^R- J- e. H. DE MEIJERE, reihe) schwarz und spitz, auf die obere Hälfte des Augcn- randcs beschränkt. Thorax relativ gross, wenig gewölbt, matt bestäubt und mit kurzer Pubeszenz, ohne Präsutural- und Dorsocentralborste; Ilumeralborste vorhanden ; am Hinterrand jederseits i Prae- scutellar- und i Supraalarborste. Schildchen mit 4 Borsten ; I Meso-, I Sterno-, i Pteropleuralborste vorhanden. Hinter- leib kolbenförmig, etwas länger als der Thorax. Reine relativ stark, die Vorderschenkel etwas verdickt, unten mit einigen Borsten; Mittel- und Hinterschenkel in der Spitzenhälfte mit einigen Dörnchen. Flügel gebändert. Die 3"^ Längsader fast nackt, nur an der Wurzel mit einigen Börstchen. Kleine Querader hinter der Mitte der Discoidalzelle. Zipfel der Analzelle kurz, die sie abschliessende Ouerader stumpfwinklig geknickt, 2'^ Längs- ader fast gerade. Bei Benutzung von Hendel's Tabelle der Gattungen der Bohrfliegen (Wien, Ztg. 1914, p. 73), gelangt man auf No. 10. Die 3 dort aufgeführten Gattungen mit ventral gedornten Schenkeln sind offenbar alle verschieden. Piestometopon luteiceps n. sp. Taf. 6. Fig. 17. Tandjong Priok, Juni, i ', JACOBSON leg. Stirne matt rotgelb, die Borsten braun. Fühler rotgelb, kürzer als das Untergesicht, das 3'" Glied zweimal so lang wie breit, an der Spitze gerundet. Borste schwarzbraun, mit verdickter gelber Basis. Untergesicht kürzer als die Stirne, etwas konkav, rotgelb, weisslich bereift. Fühler und Rüssel rotgelb, desgleichen die sehr kurzen Backen und der Hin- terkopf. Thorax oben schwarzbraun, fast matt, dicht kurz gelb behaart, Schulterbeulen und der Seitenrand breit rotbraun. Schildchen rotbraun mit 4 Borsten, im übrigen fast nackt und etwas glänzend. Brustseiten schwarzbraun, weissbereift und mit einiger weisser Behaarung. Hinterrücken schwarz. Beine ganz rotgelb, die Schenkel, namentlich die Vorder- schenkel relativ stark, letztere unten mit ca. 5 Borsten. Mittel- und Hinterschenkel unten nahe der Spitze mit mehreren schwarzen Dörnchen. Hinterschienen an der Aussenseite mit STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 21 5 einer Reihe von Börstchen. Hinterleib kolbenförmicf, von dunkel rotbrauner Farbe, das 1^'= Segment weiss, bereift ; die Behaarung an der Wurzel weiss, in übrigen dunkel, gelb schimmernd. I'lügel glashell, mit einer vom Flügelstigma sich bis zur Analzelle erstreckenden Halbbinde, einer sich in der Mitte stark verbreiternden Binde, welche beide Ouer- adern enthält, einer schmalen Binde vor der Spitze und einem schmalen Spitzensaum ; alle diesen Zeichnungen sind schwarz- braun, das Flügelstigma ist braungelb. Analzelle mit kurzem Zipfel. Schwinger gelbweiss. Körper- und Flügellänge 5.5 mm. ACIURA Roi!. Desv. Aciura xanthotricha Bezzi. Bezzi, Mem. Indian Museum III, 191 3, p. 151. Semarang, August, i (j", JACOBSON leg. Die Postvertikal- und obere Scheitelborsten sind bei diesem Stücke weiss. Durch die bedeutendere Grösse des weissen Fleckens in der 2^'^" Hinterrandzelle und den dunkleren Anal- lappen stimmt der Flügel mehr mit Bezzi's Figur 54 überein, welche sich auf A. moiwciLaeta bezieht. RHABDOCHAETA De Meij. Rhabdochaeta venusta n. sp. Taf. 6. Fig. 18. De Meijere. Bijdragen, tot de Dierkunde XVII. 1904. p. 109. Salatiga, i Ç, Docters van Leeuwen leg. Kopf und Fühler mattgelb, das 3"= Glied eiförmig, in eine kurze, scharfe Spitze verlängert, die Borste ziemlich dick, weiss, an der verdickten Wurzel gelb, nackt. Auf der Stirne stehen einige längere weisse Haare, am Augenrande 3 Orbital- borsten, von welchen die hinterste verbreitert und flach- gedrückt ist mit scharfer Spitze und von schwarzbrauner Farbe ist. Taster gross, weiss mit dunklem Rande. Thorax matt gelbgrau, gelb beborstet und mit zerstreuten weissen Härchen, das Schildchen mehr gelblich, gleichfalls matt, am Rande mit 4 Borsten, die inneren kurz und gekreuzt, vor 2l6 DR. J. C. H. DE MEIJERE, denselben 2 längere weisse Haare. Schulterbeulen gelb, Brustseiten grösstenteils mattgrau. Hinterleib matt gelbgrau, struppig weiss behaart, die lange Legeröhre glänzend rotgelb, an der Wurzel dunkler. Beine gelb ; Hinterschenkel unten mit 2 schwarzen Halb- ringen, Hinterschienen mit einem solchen nahe der Wurzel. Flügel glashell, in der Mitte mit einem braunen Fleck, welcher zahlreiche runde glashelle Punkte einschliesst ; im Vorderrand zeigen sich eine Anzahl Ouerlinien ; im übrigen ist die Flügelfläche von z. T. zusammenfliessenden Tropfen- flecken ausgefüllt. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge fast 2 mm. Von Rh. pulcliella De Meij. durch das weniger verlängerte 3'^ Fühlerglied, die Flügelzeichnung u. s. w. verschieden. PLATENSINA Enderlein. Enderletn. Zool. Jahrb. Abt. Syst. Bd. 31,1911. p. 453. Platensina sumbana Enderlein. Taf. 6. Fig. 20. Enderlein. Zool. Jahrb. Abt. Syst. Bd. 31, 191 1. p. 454. Depok (Java), i $; Semarang, i $, Jacobson leg. Die Borsten sind bei beiden Stücken nicht braungelb, wie bei der Type, sondern schwarz (die des Hinterkopfrandes sind aber gelb); beim Exemplar von Batavia ist der 1'*= Hinterleibsring grösstenteils gelb, beim anderen nur am äussersten Seitenrande. Die Flügelzeichnung unterscheidet sich kaum von Enderlein's Figur, ist auch bei beiden Stücken nicht ganz ähnlich, so zeigt das von Depok in der 2""' Hinterrandzelle auch oben ein kleines Randfleckchen. Auch bei dieser Art ist die äussere Schildchenborste viel länger als die innere. Der Thorax ist beim sehr rein conservierten Stück von Depok matt grünlich grau mit den Spuren y brauner Längslinien. Diese Art sieht PL acrostacta WiED. ähnlich (man vergi. Bezzi Mem. Indian Mus. III. p. 153. Taf. X, Fig. 57), letztere unterscheidet sich u. a. durch das ganz schwarze Stigma. Bezzi's Gattung Tcphrostola ist m. Er. ohne Zweifel mit Platensina Enderl. identisch. STUDIEN Ü15KR SÜDOSTASIATISCIIK DTl'TEREN IX. 217 2. Platensina sauteri Endkrl. Enderlein. Zool. Jahrb. Abt. S)-st. Bd. 31, 1911. p. 456. ( Tephritis sauteri ) . Muara Angkee nahe Batavia, i $, April, JACOBSON leg.; Salatiga, Mai, i $, DoCTERS VAN* Leeuwen leg. Beide Exemplare sind ziemlich von einander verschieden, zeigen aber dennoch so grosse Anklänge an T. sauten, dass ich sie für diese Art halte. Die Fliigelzeichnung ist im grossen Ganzen eine ähnliche trotz allerhand kleiner Abwei- chungen ; so fehlen bei dem Stück von Batavia die hellen Fleckchen unter der Analader ganz. Auch ist bei beiden in der vorderen Basalzelle dicht vor der kleinen Ouerader ein glashelles Fleckchen vorhanden und das Fleckchen distalvvärts von dieser Ouerader steht gerade über der hinteren Querader. Die Borsten sind beim einen Exemplar schwarz. Der Hinterleib ist bei dem einen an der Wurzel breit rostgelb, bei dem von Batavia fast ganz schwarzbraun, auch die Be- haarung desselben vorwiegend schwarz. Bei dem Stücke von Salatiga sind die beiden länglichen Flecken am Vorder- rande gross und unten verschmolzen. Obgleich die Flügel nicht ausserordentlich erweitert sind, schliesst sich die Art durch die Stirn- und Schildchenbe- borstung so nahe an Platensina sumhana u. s. w. an, dass ich sie in diese Gattung unterbringen möchte. Auch bei ihr finden sich 2 Randborsten an der Ausmündung der Hilfsader. 3. Platensina ampia n. sp. Taf. 6. Fig. 19. Semarang, Januar; l^atavia, Mai, October — Dezember, JA- COBSON leg. Stirne matt rotgelb, die Periorbiten weisslich bis bräun- lich, mit 5 Orbitalborsten, von welchen die 3 vorderen nach innen gerichtet sind. Fühler rotgelb, die Borste pubeszent. Untergesicht, Rüssel und Taster weissgelb ; Hinterkopf des- gleichen, oben in der Mitte graulich, am Rande mit dicken weissen Börstchen. Thorax oben grau, mehr oder weniger gelb bestäubt (die Borsten auf dunkleren Punkten), mit zerstreutem gelben 15 2lS DR. J. C. M. DE MEIJKRE, Tornente ; Schulterbeulen und der Seitenrand gelb. Schildchen gelb, an der Wurzel mehr oder weniger grau, mit 4 Borsten, die äusseren lang, die inneren kürzer, gekreuzt. Brustseiten matt bräunlichweiss bis gelb. Hinterleib schwarzbraun, zart braun bereift, namentlich, hinten glänzend,' an der Wurzel, namentlich an den Seiten, etwas gelb. Ein (5 zeigt auf den 4 vorderen Segmenten eine an den Einschnitten unterbrochene gelbe Mittellinie. Beine ganz gelb. Die sehr breiten Flügel schwarzbraun, mit mehreren glas- hellen Fleckchen, welche grösstenteils am Flügelrande liegen ; überdies auf der Fläche mit einigen weissschimmernden Fleck- chen, welche bei durchfallendem Lichte kaum zu beobachten sind. Randdorn doppelt. Schwinger gelb, der Knopf in der unteren Hälfte schwarzbraun. Das $ hat ebenso breite Flügel wie das ^j" ; der letzte sichtbare Hinterleibsring (die Legeröhre) ist glänzend schwarz, etwas länger als der vorletzte. Körperlänge 4 mm.; Flügellänge 4 — 4.5 mm. Diese Art ist offenbar mit Tephrztzs eiiryptera 'Ry.Z'/ä (M^va. Indian Museum III, p. 162) nahe verwandt. Es will mir scheinen, dass auch diese Arten besser in Platensina zu stellen sind ; auch 'eiiryptera soll zwei Randdorne besitzen, welche aber verschieden gross sind, während miipla deren 2 gleich grosse besitzt. Die ß''' Längsader zeigt bei ampia einige zerstreute Dörnchen. ELAPHROMYIA Bid. (= PARALLELOPTERA Bezzi). Elaphromyia pterocallaeformis Bezzi. Bezzi, 1. c, p. 155. Nongkodjadjai', i Ç, Januar; Telaga Mendjer (Java), Mai, I c^, jACüliSON leg. Die vorliegenden Exemplare haben relativ noch etwas län- gere Flügel, der Thorax ist mehr gelblichgrau bestäubt ; in der 2'''" Hinterrandzelle finden" sich am Rande nur 3 glas- helle Flecken ; doch scheint mir hier wohl dieselbe Art vorzu- liegen. Beim ^ trägt der 4'" Ring 2 kleine schwarze Punkte, der 5'^ 2 bedeutend grössere. Beim (j* sind der 2'" und 3'^ Ring sehr kurz, der 5''' ist am längsten; die Flecke des 5'^" STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCTIE DTI'TEREN IX. 2 IQ Ringes setzen sich in ein schwarzes Strichelchen nach hinten fort, sind im übrigen so gross wie die des 4"=". TEPHRITIS Latr. Tephritis hamulus n. sp. Taf. 6. Fig. 21. Nongkocljadjar, i $, Januar, JACOBSON leg. Stirne und Fühler matt rostgelb, die Oberecke des 3'^" Fühlergliedes kaum etwas vortretend, die Borste schwarzbraun, nackt, mit etwas verdickter, gelber Wurzel. Untergesicht, Backen und Hinterkopf gelbweiss. Rüssel und Taster gelb. Thorax dicht gelb bestäubt und mit dichter gelber Pubeszenz. Schildchen rotgelb, mit 4 Borsten; die inneren nur wenig kürzer als die äusseren. Brustseiten grösstenteils grau, z. T. gelbrot. Hinterleib grau, mit schmalen rotgelben Hinterrand- säumen, der i'*^ Ring an den Seiten ausgedehnt matt rotgelb ; die Behaarung gelb, vor den letzten Einschnitten stehen schwarze Börstchen. Legeröhre glänzend braunrot, an Wurzel und Spitze schmal schwarz. Beine ganz rotgelb. Flügel mit breitem, sich bis zur 4""" Längsader erstreckendem Vorder- randsaum, an welchen sich eine über die hintere Ouerader bis zum Hinterrand verlaufende Ouerbinde anschliesst. In diesen Binden stehen zahlreiche gelbe Fleckchen. Schwinger gelb. Körperlänge 5 mm; Flügellänge 4.5 mm. SPHENELLA Rob. Desv. Sphenella indica Sciiin. Taf. 6. Fig. 22. Bezzi. Mem. Indian Museum III. p. 158. Semarang, März, Jacobson leg. Salatiga, Mai, Doctp:rs VAN Leeuwen leg. In Abweichung von Bezzi's Angabe ist bei diesen Stücken der Hinterschenkel im unteren ~'.^ schwarz, die Beine sind also nicht ganz gelb; beim vorliegenden Ç ist indessen der Hinterschenkel an der Oberseite ganz gelb. Auch ist das glashelle Fleckchen an der Spitze der 2^^=" Längsader, von welchem auch SciiiNER spricht, deutlicher als in Bezzi's Abbildung. 220 DR. J. C. II. DE MPJIJERE, Sphenella nigropilosa n. sp. Guiiung Ungaran, September, i ç^*, jACOl^SON leg. Diese Art sieht der vorhergehenden sehr ähnhch. Sie unterscheidet sich durch Folgendes : die Behaarung des Hinterleibs ist schwarz, auch die Borsten an der Unterseite des Hinterschenkels in der distalen Hälfte sind schwarz und relativ stärker, die Flügelzeichnung ist etwas abweichend : die dunklen Flügelbinden und der Vorderrand schliessen gar keine helleren Fleckchen ein, der dunkle Spitzeilsaum ist an der Innenseite einfach bogenförmig begrenzt, ohne Ein.schnitt; in der 3'''" Hinterrandzelle finden sich 2 schwarz- braune Querbinden, von welchen aber die distale nur in der oberen Hälfte vorhanden ist. Die Hinterschenkel sind im unteren ^/^ schwarz; an den Vorderschenkeln findet sich jederseits ein schwarzer Längswiscii ; die Mittelschenke] sind an der Basis schwach verdunkelt. Körper- und Fliigellänge 3.5 nnn. OXYNA Roh. Dksv. 1. Oxyna parca Bezzi. Bezzi. Mem. Indian Mus. Ill, 191 3, p. 159. Batavia, Januar; Nongkodjadjar, Januar, Jacobson leg. Salatiga, Februar, DoCTERS VAN Leeuwen leg. Nach Bezzi (Philipp. Journ. of Science, VIII, No. 4, Sect. D. p. 328) auch auf den Philippinen vorhanden. 2. Oxyna nigrif emorata n. sp. Nongkodjatljar, Januar, i Ç, Jacob.Son leg. Diese Art sieht der vorhergehenden sehr ähnlich ; sie unterscheidet sich namentlich durch die schwarzen Hüften und Schenkel (nur die äusserste Spitze letzterer und die Trochanteren sind gelb), ferner findet sich in der i""" Hinter- randzelle ein weisses Flekchen jenseits der Mitte ihres unteren Randes als f)bere Fortsetzung des 2""" weissen Fleckens in der 2'*=" Hinterrandzelle; ein sfilchcs Fleckchen findet sich auch bei parccgiittata BECK., welche aber ganz gelbe Beine besitzt. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 221 3. Oxyna sororcula VVied. Bezzi. Mem. Indian Mus. Ill, 191 3. p. 159. Enderlein. Zool. Jahrb. Abt. S>-st. lîd. 31, 1911,1x455 {Eus ina bisftosä). Semarang, Mai, Juli, November, October; Xongkodjadjar, Januar, Jacobson leg. Salatiga, Januar, Mai, DoCTERS \"AN Leeuwen leg. Unter den Exemplaren von Semarang findet sich auch die von Enderlein in seiner Figur Z abgebildete Varietät. Auch auf der Philippinen vorhanden (Bezzi 1. c. p. 328). 0RNITH0SCHEM4 gen. n. Taf. 6. Fi \^' -^j- Körperfarbe rotgelb, auch die Beborstung ganz gelb. Stirne relativ lang und flach, mit relativ schwachen Orbitalborsten. Ocellarborsten fehlen ; Börstchen am hinteren Augenrande fein, gelb. Untergesicht etwas vorspringend. 3'''^ Fühlerglied länglich, die Spitze abgerundet; die Borste sehr wenig pubes- zent. Augen gross, länglich, Wangen und Backen sehr schmal. Thorax wenig bestäubt, massig glänzend ; Humeral- borste vorhanden, i Dorsocentralborste vorhanden, Schild- chen mit 4 Borsten ; i Meso-, i Ptero-, i Sternopleurale. Hinterleib eiförmig, S^'^'' Ring mit 2 gewölbten Flecken, das &^ Glied (i'''^ Glied der Legeröhre) c\'lindrisch. Flügel ge- bändert, die kleine Ouerader etwas hinter der Mitte der Discoidalzelle; Analzelle ohne Zipfel, gerade abgestutzt. 3"^ Längsader nackt, nur an der Wurzel ein Paar Börstchen. Diese Gattung steht UropJiora nahe, sie hat aber eine abweichende Kopfbildung und unterscheidet sich ausserdem durch die allgemeine Körperfarbe. Bezzi's Tabelle (Mem. Indian Museum III p. 88) führt auf TepJirostola == Platcnsina, welche Gattung eine ganz andere Flügelzeichnung besitzt. Hendel's Tabelle der Gattungen der Bohrfliegen (Wien. Ent. Ztg. XXXIII, 1914. p- 73) führt auf Nr. 58, es scheint indessen keine der darunter aufgeführten Gattungen zu passen. Ornithoschema oculatum n. sp. Taf. 6. Fig. 23. Batavia, November, i $. JACOBSON leg. Kopf ganz mattgelb, die- Stirne etwas gesättigter, jederseits 222 DR. J. C. H. DE MEIJERE, mit 3 kurzen Orbitalborsten. Fühler, Rüssel und Taster gelb. Das 3''' Fühlerglied länglich, mit abgerundeter Spitze, die Borste nackt. Thorax relativ lang, glänzend rotgelb, sehr kurz gelb behaart, auch die Borsten alle gelb, wie am Kopfe, Von Schulterbeule bis zur Flügelwurzel verläuft eine weisse Strieme. Schildchen glänzend gelb, mit 4 Borsten, die äusseren wenig länger als die inneren. Brustseiten glänzend rotgelb. Hinterleib glänzend gelbrot, gelbbehaart, am 5'''" Ringe jederseits mit einem vorgewölbten, glänzend schwarzen, ovalen Fleck; die Legeröhre lang, glänzend gelbrot, sodass die Hinterleibsspitze einem schnabeltragenden Kopf mit 2 Augen sehr ähnlich sieht. Hinterrand des 5"^" Segmentes mit mehreren langen, gelben Borsten. Beine ganz rotgelb. Flügel glashell, an der Wurzel z. T. gelb, weiterhin mit 3 dunkelbraunen Ouerlinien, welche nach unten hin convergieren und von welchen die 3'^ sich oben als schmaler Randsaum bis zur Spitze fortsetzt ; die 2"= Hinterrandzelle am Flügelrand dunkel gesäumt. Kleine Querader nur wenig hinter der Mitte der Discoidal- zelle. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 3.5 mm. In Van der Wulp's Catalogue findet sich nur von wenigen Arten dieser Familie Java als Fundort angegeben. Obgleich ich nach dem Obigen, in Verbindung mit Studien VI, p. 373 — 3S5, eine beträchtliche Anzahl javanischer Arten kennen gelernt habe, sind mir gerade einige der von Van DER WULP aufgeführten Arten nicht zu Gesicht gekommen. So sind mir unbekannt geblieben : Dacus limbipcnnis Macq. Dipt. exot. II, 3. 217. » Ritseviac WEYENBERCi. Archiv. Neerl. IV. p. 360. Enicoptera flava Macq. Dipt, exot. suppl. 3. p. 6-^. Trypeta obsoleta WiED. Auss. Zweifl. II. p. 499, während UropJiova taeniata MaC(^. (Dipt. exot. II. 3, p. 222) eine javanische Ortaline ist (nach Hendf:l in litt. = PoecilotrapJicra taeniata MaCcì.). Enicoptera flava ist durch den eigentümlichen Aderverlauf auch nach Macquart's Abbildung nicht zu verkennen. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 22 3 Trypcta obsoleta ist kaffeebraun, der Hinterleib mit 4 — 6 schwarzen Flecken, die Flügel sind schwärzlichbraun mit lichteren kleinen Ouerlinien und 2 wasserklaren Rand- flecken. Dacus Imibipcnnis ist nach Macquart vielleicht eine Varietät von ferriigiiicHs, nach Rezzi eher von iiiaculipeniiis DoL. Er soll schwarz sein, mit gelber Ouerbinde am Abdomen, auch das Untergesicht wird als glänzend schwarz, nur mit hellen Seitenrändern angegeben ; ich kenne keine solchen Exemplare von den genannten Arten ; ist doch vielleicht eine besondere Art. Von Dacus Ritsciiiac wird kein dunklerer Wisch in der Anal- zelle angegeben, er unterscheidet sich dadurch von den mir bekannten javanischen Arten von der gewöhnlichen breiteren Gestalt (bei den wespenähnlichen longicornis und co)iopoides ist die Analzelle nur wenig tingiert). In Rezzi's Tabelle steht die Art dementsprechend unter den Arten, in welchen die Analzelle ganz glashell ist. Beim Vergleich der Beschreibung Wevenbercî's möchte ich glauben, dass es sich hier um ein Exemplar von D. dorsalis handelt. Auch der Zipfel der Analzelle ist in der Figur nicht angegeben, sodass auch das Fehlen des Wisches nicht sicher ist. LAUXANIINAE. Bestimmungstabelle der hier beschriebenen neuen Lauxa- ìiiiìioi : i. Flügel dunkel mit zahlreichen helleren Fleckchen . 2 » nicht gegittert 3 2. Fühlerborste lang gefiedert; Hinterleib einfarbig schwarz L. irrorata n. sp. Fühlerborste fast nackt, Hinterleib mit zahlreichen weissen Flecken L. tepliritina n. sp. 3. Thorax blaugrau; sehr kleine Art (1.5 mm); Fühler gelb mit schwarzem 3'*=" Gliede . . L. pusillinia n. sp. Thorax schwärzlich (dunkelgrau bis schwarzbraun) . 4 Thorax nur am Rücken grösstenteils dunkel ; Brustseiten gelb Monocera rhinoceros n. sp. Thorax ganz oder fast ganz gelblich 7 224 DR. J. C. H. DE MEIJERE, 4. Fühlerborste schwarz 5 » weiss 6 5. » fast nackt L. coffcata n. sp. » gefiedert L. Gedehi n. sp. 6. Kopf schwarz .... Pacìiyceriìia IcucocJiaeta n. sp. » rotgelb . Caniptoprosopella angustilinibata n. sp. 7. Thorax einfarbig gelb, 3''''' Fuhlerglied oval ... 8 Thoraxrücken oder Brustseiten mit schwarzer Zeichnung oder wenigstens mit dunklen Längslinien, 3""' Fühlerglied oval oder verlängert 12 8. Hinterleib ohne Flecken 9 » mit einem Paar schwarzer Flecken . . .11 9. 3''-''* Fühlerglied schwarz . . . L. Iciicoprosopoii n. sp. » gelb 10 10. Hintere Ouerader und Längsader an der Flügelspitze breit braun gesäumt L. wonosoòciisis n. sp. Flügel nicht dervveise gezeichnet . . L. grossa n. sp. 11. Fühlerborste langgefiedert. . . . L. bioculata n. sp. » sehr kurz gefiedert . L. parvinotata n. sp. 12. 3'" Fühlerglied oval 13 >/ verlängert 15 13. Brustseiten mit rundem schwarzen Flecken auf dem Sternopleuron . . . Poccilohetaeriis sulpiuiriceps n. sp. Brustseiten nicht gefleckt 14 14. Thorax gelb mit dunkler Mittelstricme in der vorderen Hälfte L. hyalipeniiis n. sp. Thorax mit 5 schwarzen Flecken, worunter jederseits i grosser vor der Flügelwurzel . . . L. inaciiligera n. sp. I 5. Hinterleibsspitze mit 2 glänzend schwarzen runden Flecken Pachyccrina javana Macq. » ohne solche Flecken 16 16. Brustseiten ganz gelb 18 » längsgestreift 17 17. Thoraxrücken mit 10 Längslinien. Fühlerborste behaart Pacliycerina lo-lineata n. sp. Thoraxrücken mit den Anfängen von 6 Längslinien. Fühlerborste langgefiedert Pachyceriiia parvipunctata n. sp. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 22 5 18. Untergesicht mit 2 grossen schwarzen Flecken Pachycerina lutea n. sp. Untergesicht mit 2 kaum sichtbaren kleinen dunklen Punkten Pachycerina 6-lincata n. sp. LAUXANIA Latr. 1. Lauxania (Minettia) bioculata n. sp. Salati ga, Mai, DoCTERS VAN LEEUWEN leg. Stirne matt blassgelb, auch die Periorbiten nur wenig hervortretend, sehr schwach glänzend. Fühler gelb, die Borste schwarz, beiderseits lang gefiedert. Untergesicht gerade, weiss- gelb, seidenartig glänzend, Taster und Rüssel gelb. Thorax glänzend gelb, mit 3 Dorsocentralborsten und viel- reihigen Dorsocentralborsten. Brustseiten etwas blasser. Schild- chen von der Farbe des Thorax, die beiden Endborsten ge- kreuzt. Hinterleib kurz, gelb, mit 2 grossen, weit getrennten runden schwarzen Flecken am 5'^" Ringe. Beine ganz gelb. Flügel fast glashell, 3"^ und 4'^ Längsader etwas divergierend. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 2.25 mm. Durch das einzige Paar schwarzer Hinterlcibsflecken nähert sich diese Art L. crassiuscida DE Meij. (Studien IV, p. 128), welche aber bedeutend grösser ist und eine nur kurz behaarte Fühlerborste besitzt. Aus Semarang liegt mir ein Exemplar vor, welches sich von den oben beschriebenen dadurch unterscheidet, dass am 6*^" Ring jederseits ein kleiner schwarzer Punkt vorhanden ist. Zu dieser Art gehören auch die in Studien II, p. 145, als Kertészi [= orientalis Kert.) bestimmten Exemplare. Diese aus Neu-Guinea beschriebene Art ist grösser, dunkler, tiefer rotgelb, das 3'^ Fühlerglied hat eine braune Spitze, auch die Flügel sind deutlicher. 2. Lauxania (Sapromyza, Minettia), trif asciata de Meij. De Meijere, Studien IV, p. 130. Gunung Ungaran, September; Nongkodjadjar, Januar ; Pan- gerango, October; Semarang, November; Wonosobo, April, Jacobson leg. Salatiga, DoCTERS van Leeuwen leg. 226 DR. J. C. H. DE MEIJERE, Diese Art ist durch die 3-reihig angeordneten schwarzen Hinterleibsflecken gekennzeichnet. Die mittlere Reihe besteht aus länglichen Mittelflecken, welche fast die ganze Länge ihrer Segmente einnehmen; in den seitlichen Reihen haben die Flecke den Charakter kurzer Ouerbinden, welche weiter vom Vorderrand als vom Hinterrand entfernt sind, Die Bein- beborstung ist bei dieser Art stark ausgebildet; an den Mittelschienen finden sich ausser der Praeapicalborste noch 3 starke Apicalborsten ; auch die Unterseite der Hinterschenkel trägt eine Reihe von Börstchen. 3. Lauxania (Minettia) leucoprosopon n. sp. Nocsa Kambangan, März ; Srondel (Semarang), August ; Babakan, März, JACOBSON leg. Stirne dunkelbraun, fast matt, Scheiteldreieck und Perior- biten sich durch hellere, glänzend rotgelbe Färbung hervor- hebend. Fühler rotgelb, das 3'^ Glied schwarz, mit beiderseits lang gefiederter Borste. Untergesicht rotgelb, silberweiss schim- mernd, etwas gewölbt. Rüssel gelb, Taster gelb mit schwarzer Spitze. Thorax glänzend gelbrot, mit 3 Dorsocentralborsten jeder- seits ; Acrostichalbörstchen 12-reihig. Schildchen von der Farbe des Thorax, mit 2 gekreuzten Endborsten. Brustseiten glänzend gelb, mit 2 Sternopleuralborsten. Hinterleib glänzend rotgelb. Beine gelb, nur die Tarsen an der Spitze etwas ver- dunkelt. Flügel gelblich tingiert ; beide Oueradern dunkel gesäumt. 3^'= und 4'*^ Längsader etwas divergierend. Schwin- ger rotgelb. Körper- und Flügellänge 4 nmi. Var. nigrocincta n. var. Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg. Die Exemplare entsprechen obiger Beschreibung, nur tragen bei ihnen die Hinterleibsringe schmale, nach vorn hin wenig scharf begrenzte Hinterrandsäume. Unter den keine besonderen Merkmale zeigenden, ganz rotgelben javanischen Arten zeichnet sich diese durch das schwarze y Fühlerglied aus. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASLVTISCHE DIPTEREN IX. 22/ 6. Lauxania (Minettia) maculifera n. sp. Gunung Ungaran, September, i Ex., JACOBSON leg. Stirne ganz glänzend gelb ; Fühler gelb, die Borste schwarz, beiderseits lang gefiedert. Untergesicht, Rüssel und Taster blassgelb. Hinterkopf gelb, am Oberrande mit einem schwarz- braunen Flecken, welcher sich an das kleine schwarze Ocellen- fleckchen anschliesst. Thorax glänzend rotgelb, vorn mit einem länglichen Mittel- fleckchen, jederseits vor der Flügelwurzel mit einer sehr grossen, glänzend schwarzen Makel von rechteckiger Gestalt ; auch die hinteren Seitenecken schwarz, was sich in ein schwarzes Fleckchen jederseits auf das Schildchen fortsetzt, welches im übrigen von der Farbe des Thorax ist. Acro- stichalbörstchen ca. 8-reihig. Brustseiten blassgelb, mit einem grossen dreieckigen schwarzen Fleck auf dem Mesopleuron ; 2 Sternopleuralborsten vorhanden. Hinterleib ziemlich schmal, glänzend rotgelb, die Seiten in ausgedehnter Weise glänzend schwarz. Flügel gelb tingiert, ohne dunkle Säume ; die 3*'' und 4^*^ Längsader etwas divergierend. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 4 mm. Durch die eigentümliche Thoraxfärbung ist diese Art nicht zu verkennen. 5. Lauxania (Sapromyza) tephritina n, sp. Taf. 7. Fig. 24. Gunung Ungaran, September, i c?i JACOBSON leg. Stirne mattbraun, vorn und am Augenrande mehr gelblich ; die Bürsten stehen auf dunklen Punkten. Wurzelglieder der Fühler gelb, das 3^'' Glied dunkelbraun, die Borste schwarz, kurz pubeszent. Untergesicht gelb, unter den Fühlern, und am Mundrande mit einer dunkleren Querlinie. Taster gelb, an der Spitze gebräunt; Rüssel gelb, desgleichen die Backen. Thorax oben einfarbig matt braungrün, jederseits mit 4 Dorsocentralborsten, Acrostichalborsten ebenso stark wie letztere, zweireihig. Schildchen von der Farbe des Thorax- rückens, am Rande etwas fleckig. Brustseiten braun mit weisslichen Fleckchen. Der Hinterleib ist grösstenteils sammetschwarz, die Hinterränder mit einer Reihe grosser weisslicher Flecke, welche je eine Borste tragen ; an den vordersten und hintersten Ringen dehnt sich die weisse 228 DR. J. C. H. DE MEIJERE, Farbe bis zum Vorderrand aus, während die Grundfarbe ins Braune zieht ; die Reborstung des Hinterleibs ist relativ lang und struppig. Beine gelb, die Hüften und die Schenkel bis auf die Spitze dunkelgrau, die Vorderschenkel indessen nur wenig verdun- kelt, unten mit 5 langen Borsten. Flügel grösstenteils •schwarzbraun, gegittert; an der Wurzel und in einer Binde der Flügelmitte das Gitter spärlicher. Schwinger mit weissem Stiel und schwarzem Knopf. Körper- und Flügellänge 2.5 mm. 6. Lauxania (Sapromyza) coffeata n. sp. Wonosobo, I Ex., April, JACOBSON leg. Stirne matt kaffeebraun, Scheiteldreieck und Periorbiten aschgrau. Fühler an der Wurzel rotgelb, das länglich ovale 3*^ Glied grösstenteils schwarzbraun, die Borste schwarz, etwas pubeszent. Untergesicht ganz gerade, aschgrau. Rüssel und Taster schwarzbraun. Backen massig breit. Thorax aschgrau, dünn, weisslich bereift. Acrostichalbörstchen kurz, sechsreihig ; jederseits 3 Dorsocentralborsten vorhanden. Schildchen und Brustseiten wie der Thoraxrücken. Hinterleib schwarzbraun, Kniee, Schienen und Tarsen braungelb, die Vorder- und Hinterschienen etwas dunkler. Flügel nur etwas gebräunt, Oueradern nicht braun gesäumt, 3*"= und 4''' Längs- ader parallel. Körper- und Flügellänge fast 3 mm. Durch die fast nackte Fühlerborste ist diese Art von den übrigen ganz dunklen Arten aus Java verschieden, mit Aus- nahme der grösseren L. nudiseta Kert., welche sich u. a. durch glänzende Periorbiten unterscheidet. 7. Lauxania (Minettia) pusiliima n. sp. Semarang, Mai, Juli, JACOBSON leg. Stirne matt rotgelb, Scheiteldreieck und die Periorbiten matt aschgrau ; die kurzen Wurzelglieder der Fühler schwarz, an der Wurzel verdickt, beiderseits lang gefiedert, oben länger als unten. Die schmalen Wangen gelb, das Unter- gesicht aschgrau, gerade ; Praelabrum gelb, Rüssel gelb, Taster grau. Thorax aschgrau, 2 Dorsocentralborsten jederseits; STUDIEN ür.ER SÜDUSTASIATISCIIE niPTEREN IX. 229 Acro-stichalbörstchen 4-reihig. Brustseiten gelb, die Meso- pleuren etwas grau, Schildchen gross, grau, mit breitem, gelben Rand, die beiden Endborsten gekreuzt. Hinterleib ganz schwarzbraun, etwas glänzend. Beine gelb, die Kniee der Vorderbeine verdunkelt, die der Mittelbeine weniger. Flügel glashell, die beiden Aeste der i^"" Längsader genähert, die 3'^ und 4'"^' Längsader pa- rallel. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 1.5 mm. Die geringe Körpcrgrösse, der blaugraue Thorax, die schwarze Fühlerwurzel mit gelbem 3^*^" Fühlergliede lassen diese Art unschwer erkennen, 8. Lauxania (Sapromyza) hyalipennis n. sp. Semarang, Januar, i Ex., JacoBvSON leg. Stirne ganz matt gelbrot, das Ocellenfleckchen dunkel- braun. Fühler rotgelb, das eiförmige 3"^ Glied dunkelbraun, die Borste pubeszent. Untergesicht ganz gerade, rotgelb. Taster wenigstens an der Spitze schwarzbraun. Thorax fast matt gelbrot, mit einer die Quernaht wenig überschreitenden, matt schwarzbraunen Mittelstrieme, neben deren vorderen Ende jederseits ein längliches, matt schwarz- braunes Fleckchen liegt. Schildchen von der Farbe des Thorax, Brustseiten desgleichen, mit 2 Sternopleuralborsten. Hinterleib gelb, kaum glänzend, der 5'^ und ó'*" Ring je mit 4 schwar- zen Fleckchen, von welchen je die beiden mittleren strie- menartig sind und sich vom Vorder- bis zum Hinterrand erstrecken, während die äusseren von halbkreisförmiger Ge- stalt sind. Beine gelb, die 3 letzten Glieder der Vorder- tarsen schwärzlich und etwas verbreitert. Flügel glashell, 3*'' und 4'^ Längsader parallel. Körperlänge 2.5 mm ; Flügellänge fast 3 mm. Diese Art ist besonders durch die dunkle Mittelstrieme in der vorderen Thoraxhälfte und die 2 diese begleitenden dunklen Punkte characterisiert. 9. Lauxania (Minettia) grossa n. sp. Noesa Kambangan, März ; Muara Antjol nahe Batavia, November, Jacobson leg. Stirne matt bräunlich gelb ; Periorbiten und das kleine 230 DR. J. C. H. DE MEIJERE, SchcitcldrcJeck massig glänzend. Fühler ganz gelb; Borste gefiedert. Untergesicht, Backen, Taster und Rüssel gelb. Thorax braungelb, massig glänzend, jederseits mit 3 Dorso- centralborsten und mit ca. 12-reihigen Acrostichalbörstchen. Schildchen und Brustseiten braungelb, letztere dünn weisslich bereift, 2 Sternopleuralborsten vorhanden. Hinterleib einfarbig, ziemlich glänzend braungelb. Beine ganz gelb. Flügel etwas gebräunt ; die hintere Ouerader schmal bräunlich gesäumt, 3*'' und 4'^ Längsader parallel. Schwinger gelb. Körperlänge 5 mm. ; Flügellänge fast 5 mm. Die Beschreibung von L. distincta Kert. (1900) trifft im allgemeinen zu ; weil aber diese Art 8-zeilige Acrostichal- börstchen besitzen soll, so ist sie von der vorliegenden ver- schieden ; sie stammt aus Neu-Guinea. Die ebenfalls ganz rotgelbe L. shnplicissivia DE Meij. aus Java (Studien IV, p. 132) ist kleiner (Körper- und Flügellänge 3 mm.) und unterscheidet sich dadurch, dass von den Börst- chen jederseits am Untergesichte je das obere durch grössere Länge hervorragt. Bei der vorliegenden Art sind diese Börst- chen alle von gleicher Länge oder die oberen etwas kürzer. ro. Lauxania (Minettia) wonosobensis n. sp. Wonosobo, April, i Ex., JACOBSON leg. Stirne mattgelb, Periorbiten etwas glänzend. Fühler gelb, das 3*'' Glied oval, die Borste beiderseits lang gefiedert. Untergesicht ganz gerade, Rüssel und Taster gelb. Thorax ganz gelb, etwas glänzend, jederseits mit 3 Dorso- centralborsten und mit ca. lo-reihigen Acrostichalbörstchen. 2 Sternopleuralborsten vorhanden. Schildchen gelb, die End- borsten gekreuzt. Hinterleib ganz gelb, die Beborstung relativ lang. Beine gelb. Flügel etwas gelblich, die hintere Ouerader breit braun gesäumt; überdies finden sich breite, ab.er schwache, nur durch schmale Interstitien von einander getrennte Säume an den Spitzen der 2^*^" — 4^^^" Längsader. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 4 mm. Diese Art ist .S". sattelbergensis Kert. aus Neu Guinea sehr ähnlich, welche aber dunkler ist (Stirne bräunlich, Unterge- sicht gelb, beide grau bestäubt ; die Fühler sind braun, das 3'*= Glied an der Spitze dunkler; der Thoraxrücken grau STUDIEN ÜP>P:R SÜDOSTASIATISCIIE DirTEREN IX. 23 1 bestäubt). In der Flugelfärbung zeigt sich indessen grosse Übereinstimmung. 11. Lauxania (Sapromyza) parvinotata n. sp. l^abakan, März, i Ex., JACOBSON leg. Kopf ganz gelb. Stirne matt, die Periorbiten massig glän- zend. Untergesicht gerade. Backen schmal. Rüssel und Taster gelb. Thorax gelb, oben wenig glänzend, mit 3 Dorsocentral- borsten jederseits und unregelmässig 12-reihigen Acrostichal- borsten. 2 Sternopleuralborsten vorhanden. Hinterleib gelb, am 5'^" Ringe mit 2 weit von einander getrennten schwarzen Punkten. Beine ganz gelb ; Flügel etwas gelblich, ungefleckt, 3^*^ und 4"= Längsader kaum etwas divergierend. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge fast 3 mm. Diese Art sieht L. parvipunctata DE Meij. (Studien IV, p. 130) ähnlich, weil auch bei ihr die beiden Hinterleibs- flecke des 5'^" Ringes klein sind und viel weiter von einander entfernt als ihr Durchmesser beträgt; bei parvipunctata ist aber auch am 6"^" Segment ein Paar solcher Flecke vorhan- den ; auch ist die Fühlerborste gefiedert. Auch mit basipunctata Kert. (1900) zeigt die Art Ähnlich- keit, es fehlt aber der schwarze Punktfleck an der Basis der Flügels. 12. Lauxania Gedehi n. sp. Gunung Gedeh, i 500—2000 M. ; 1625 — 2400 M., Konings- rerger leg. Stirne matt schwarzbraun, vorn etwas rötlich, Fühler gelb- rot, das 3^'' Glied oben und an der Spitze schwarzbraun, von ovaler Gestalt. Borste beiderseits lang gefiedert. Untergesicht gerade, an den Seitenecken nur sehr schwach etwas gewölbt, glänzend schwarzbraun, fast ohne Spur weisslicher Bereifung, der äusserste Mundrand und die Backen gelbrot, auch der Hinterkopf rötlich. Thorax glänzend schwarzbraun, sehr schwach dunkelbraun bestäubt, die Schultergegend rötlich. 3 Dorsocentralborsten vorhanden. Schildchen von der Farbe des Thorax, die beiden Endborsten lang, gekreuzt. Brust- seiten in der vorderen Hälfte schwarzbraun, in der hinteren mehr rötlich, 2 Sternopleuralborsten vorhanden. Hinterleib 232 DR. J. C. II. DE MEIJERE, einfarbig schvv^arzbraun. Hüften und Schenkel schwarzbraun, Schienen und Tarsen gelbbraun, die Tarsen an der Spitze, die Hintertarsen bisweilen verdunkelt. Flügel gelblich tingiert, die beiden Aeste der i*<^" Längsader deutlich getrennt, 2'*^ Längsader lang, 3'^ und 4"= Längsader parallel. Schwinger rötlich, der Knopf unten an der Aussenseite gebräunt. Körperlänge 5.5 mm, Flügellänge 5 mm. Unter den verwandten, dunklen javanischen xA.rten unter- scheidet sich fuscofasciata u. a. durch das am Rande breit weisslich bestäubte Schildchen ; obsciira durch kürzer gefie- derte Fühlerborste, dunkle Fühler und Schultergegend, gelbe Schwinger, lugubris durch das weiss bestäubte Untergesicht, atrata durch glänzend schwarze Stirne, picea durch schwarz- braune Schienen und Schwingerknopf; signatifroiis durch letztgenanntes Merkmal, ganz graubraune Schultergegend u. s. w. 13. Lauxania (Sapromyza) irrorata n. sp. Taf. 8. Fig. 25. Semarang, JACOBSON leg. Stirne mattschwarz, Scheiteldreieck und Pcriorbiten, auch der Vorderrand der Stirne schmal weissgesäumt und jederseits ein Fleckchen am Augenrande weiss. Untergesicht glänzend schwarz, der Mundrand und eine damit median zusammen- hängende V-förmige Figur glänzend braungelb ; es ist in der oberen Hälfte median schwach gewölbt, die untere Hälfte springt im ganzen etwas vor. Fühler an der Wurzel matt- schwarz, das länglich eiförmige 3'^ Glied gelbbraun, die Borste beiderseits lang gefiedert. Rüssel und Taster schwarz. Hinterkopf oben grau, unten, wie die schmalen Backen, gelb. Thorax schwarzbraun, grösstenteils mit einer weisslichen Bestäubung, welche aber netzartig auftritt und zahlreiche braunbestäubte Flecke einschliesst; besonders das Mittelfeld ist zum grössten Teil braun. Jederseits sind 3 Dorsocentral- bonsten vorhanden, Acrostichalborsten ca. lo-reihig. Schild- chen schwarzbraun, die Bestäubung braun, an der Spitze heller. Brustseiten dunkelbraun, mit 2 weisslich bestäubten Längsstriemen. Hinterleib schwarzbraun. Beine schwarz, die Schienen mit einem weisslichen Ring vor der Spitze, die Tarsen braungelb. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 233 Flügel schwarzbraun mit zahlreichen weissen Tropfen- flecken ; die Spitze weissgesäumt. Schwinger weiss. Körper- und Flügellänge 3 mm. POECILOHETAERUS Hendel. Hendel, Wien. Ent. Ztg. 1907, p. 228; Genera insectorum, Lauxaninae p. 55. Poecilohetaerus sulphuriceps n. sp. Nongkodjadjar, Januar, c^, Jacobson leg. (j*. Kopf matt schwefelgelb, Periorbiten und Fühler rahm- farbig gelb, das 3'"^ Fühlerglied eiförmig, relativ breit, die Borste fast nackt, schwarz. Untergesicht ganz gerade. Backen breit. Rüssel dick, gelb. Taster von der Farbe der Fühler. Thorax oben matt blassbraunlich, die Schulterbeulen und der Seiten- und Hinterrand schwefelgelb. Acrostichalbörst- chen 2-reihig, aber kurz; jederseits 3 Dorsocentralborsten. Schildchen schwefelgelb, mit 4 starken Borsten, die 2 hin- teren divergent. Brustseiten blassbraun, oben schwefelgelb, in der oberen Vorderecke des Sternopleurons ein runder dunkelbrauner Fleck. Hinterleib ganz blassbraun. Beine einfarbig blass bräunlich gelb. Vorderschenkel unten in der Spitzenhälfte mit 3 relativ langen Borsten ; auch die Borsten der Oberseite sind lang. Flügel etwas gelblich, das Geäder sehr blass. Schwinger weisslich. Körperlange 2.5 mm., Flügellänge 2.5 mm. Eine blassbräunliche Art mit auffällig schwefelgelbem Kopf und Schildchen. Wegen der nach innen gerichteten vorderen Orbitalborsten gehört diese Art in diese Gattung, auf welche auch das ziemlich grosse, flache Schildchen hinweist"; die apicalen Randborsten desselben sind aber nicht con-, sondern diver- gierend. Von Semarang, April (JACOBSON leg.) liegt mir ein Exem- plar vor, bei . welchem man die schwefelgelbe Farbe von Kopf und Schildchen nicht beobachtet; weil es nicht ganz rein und vielleicht in Alcohol conserviert gewesen ist, verzichte ich auf eine Beschreibung. 16 2 34 I^T^- J- e. II. DE MEIJERE, CAMPTOPROSOPELLA Hendel. Camptoprosopella angustilimbata n. sp. Xongkodjadjar, Januar, 2 Ex., JACOBSON leg. Stime matt gelbrot; auf den weissbestäubten Augenrändern heben sich die die Borsten tragenden Periorbiten durch glän- zend schwarzbraune Färbung hervor. Wurzelglieder der Fühler gelbrot, das lange, 3'^ Glied schwarz; die Borste weiss, an der Wurzel gelb, kurz weiss gefiedert. Untergesicht glänzend rotgelb, am Mundrande jederseits mit einem läng- lichen Ouerfleck. Das stark vorragende Prälabrum glänzend schwarz. Rüssel braun, Taster wenigstens in der Endhälfte schwarz. Thorax schwarzbraun, massig glänzend, jederseits mit einer schmalen weissen Längsstrieme, welche sich in einen schmalen weissen Randsaum des Schildchens fortsetzt. Acrostichalborsten 2'reihig, sehr kurz; 4 Dorsocentralborsten vorhanden. Schulterbeulen wenigstens vorn gelblich. Brust- seiten glänzend schwarz. Hinterleib desgleichen. Vorderhüften gelb, die übrigen schwarzbraun. Vorder- schenkel gelb mit schwarzem Spitzendrittel, die Kniee gelb, Schienen und Tarsen schwarz. An den hinteren Beinen sind die Schenkel schwarz, ihre äusserste Spitzen, die Schie- nen und die Tarsen, bis auf die 2 schwarzbraunen letzten Glieder, gelb. Flügel gelblich tingiert, der letzte Abschnitt der 4'^" Längs- ader 1.4 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger schwarz- braun mit gelbem Stiel. Körperlänge 3.5 mm.; Flügellänge 4 mm. Diese Art ist C. alhiscta HenD. sehr ähnlich ; bei dieser ist aber der letzte Abschnitt der 4'^=" Längsader doppelt so lang wie der vorhergehende; auch ist die Beinfarbe eine andere, weil die hinteren Schenkel fast ganz gelb sind. PACHYCERINA Macq. I. Pachycerina sexlineata n. sp. Tassik malaja (Java), Feb'r., i Ex., Jacobson leg. Stirne mattgelb, auf dem Scheiteldreieck ein dasselbe nicht STUDIEN ÜBER SÜDOSTASTATISCHE DirTEREN IX. 235 überschreitendes mattschwarzes Fleckchen, die Ocellarborsten auf wenig \-erdunkclte Punkte eingepflanzt. Fühler rotgelb, l^orste schwarzbraun, beiderseits lang getieclert. Untergesicht glänzend gelb, jederseits mit einem winzigen bräunlichen Pünktchen. Thorax glänzend gelbrot, mit 6 schwarzen Längslinien, welche hinten vor dem Schildchen alle abgebrochen sind, Schildchen von der P'arbe des Thorax, median mit einer äusserst feinen dunkleren Linie. Brustseiten ganz glänzend rotgelb; Hinterleib desgleiclien. Heine rotgelb, die Tarsen nach der Spitze hin verdunkelt, die 4 letzten Tarsalglieder der Vorder- beine schwarzbraun und etwas breitgedrückt, Flügel etwas gebräunt, am Vorderrande gelblich. Schwinger rotgelb. Körper- und Plügellänge 2.5 mm. 2. Pachycerina javana MaC(). Nongkodjadjar, Januar; Gunung Gedeh, März, Jacobson leg. Diese Art ist von den übrigen hier aufgeführten durch die 2 glänzend schwarzen runden Flecken in der Nähe der Ilinterleibsspitze unterschieden. Auch bei ihr ist das Schild- chen durch reingelbe Färbung vom gelbroten Thoraxrücken verschieden. 3. Pachycerina parvipunctata n. sp. Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg. Kopf matt schwefelgelb, der Ocellenfleck mattschwarz, klein, kaum etwas länger als breit. Fühler ganz rotgelb, die Borste schwarz, beiderseits lang gefiedert. Untergesicht glänzend gelb, jederseits mit einem kleinen schwarzen Punkt ; Taster gelb, an der äussersten Spitze schwarz. Thorax rotgelb, an den Seiten mit den Anfängen dreier schwarzer Längslinien, welche alle wenig deutlich sind ; die innere liegt in der Reihe der 3 Dorsocentralborsten, die nächstfolgende fängt erst viel weiter nach hinten an, die 3"^ liegt über der Schulterbeule und endet sehr bald. Schild- chen durch seine gelbe Färbung deutlich hervortretend. Rrustseiten glänzend rotgelb, oben und in der Mitte mit einer schwarzbraunen Längslinie. Hinterleib ganz glänzend rotgelb, an der Spitze ohne schwarze Seitenpunkte. Beine 236 DR. J. C. H. DE MEIJERE, gelb, die Spitze der Vorderschienen und die 4 letzten Tarsen- glieder der Vorderbeine schwarzbraun, an den hinteren Beinen nur die 2 letzten Tarsenglieder verdunkelt. Flügel etwas gebräunt, am Vorderrande gelb. Körper- und Flügellänge 3 mm. 4. Pachycerina decemlineata n. sp. Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg. Sirne mattgelb, mit einem fast kreisrunden mattschwarzen Ocellenflecken ; die Ocellarborsten stehen auf schwarzbraunen Punkten ; Untergesicht glänzend gelb, jederseits am Augen- rande tnit einem runden, schwarzen Fleckchen. Fühler rotgelb, das verlängerte 3''' Glied nur an der Basis von dieser Farbe, im übrigen schwarzbraun. Borste schwarzbraun, kurzbehaart. Taster rotgelb mit dunkler Spitze. Thorax glänzend gelbrot, mit 10 schwarzen Langslinien, von welchen die äussere nur in der vorderen Hälfte, die nächstfolgende nur in der hinteren Hälfte vorhanden ist und sich vorn mit der nächstfolgenden vereinigt, auf dem hinteren Teil der letztgenannten stehen die 3 Üorsocentralborsten. Das Schildchen hebt sich durch seine gelbe Färbung deutlich vom Thoraxrücken ab; es trägt 4 Borsten. Brustseiten glänzend rotgelb, oben und in der Mitte mit einer schwarzen Längsstrieme. Hinterleib schwarzbraun, glänzend, vorn und an den Seiten breit gelb gerandet. Bauch gelb. Beine gelb, die Vorderschenkel an der Spitze, die Vorder- schienen und -Tarsen ganz schwarzbraun, die hinteren Tarsen an der Spitze verdunkelt. Flügel etwas gebräunt; 2''' Längs- ader lang, fast gerade, 3"^ und 4"^ parallel. Schwinger rotgelb. Körper- und Flügellänge 3 mm. 5. Pachycerina leucochaeta n. sp. Nongkodjadjar, Januar, i Ex., JACOBSON leg. Stirne sammetschwarz, die breiten, nach vorn hin noch etwas erweiterten Periorbiten schwarz, massig glänzend. Beide Orbitalborsten nach hinten geneigt. Wurzelglieder der Fühler rot, das 3*'= Glied lang und schmal, schwarz, die Borste weiss, an der Wurzel gelb. Untergesicht massig gewölbt, glänzend STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATJSCHE DIPTEREN IX. 237 schwarz, etwas zurückweichend. Rüssel und Taster schwarz. Thorax schwarzbraun. i\crostichalborsten 2-reihig, sehr kurz, zwischen den 2 Reihen verläuft eine gelbliche Mittellinie; Dorsocentralborsten jederseits 4, welche auf einer weisslichen Längslinie stehen, welche etwas breiter ist als die Mittellinie. Schildchen und Brustseiten schwarzbraun, ersteres namentlich am Seitenrande weisslich bestäubt. 2 Sternopleuralborsten vorhanden. Hinterleib schwarzbraun, massig glänzend, schwarz behaart. Beine schwarz, Vorderschenkel an der VVurzcl- hälfte rotbraun, die hinteren Schienen und Tarsen braun. Körper- und Flügellänge 3 mm. 6. Pachycerina minor n. sp. Salatiga (Java), Februar, Mai, DoCTERS VAN Leeuwen leg. Stirne mattgelb, der mattschwarze Ocellenpunkt klein, rundlich. Fühler rotgelb, das lange, schmale 3"= Glied bis auf die äusserste Wurzel schwarzbraun, die Borste beiderseits lang gefiedert. Das vorspringende, etwas gewölbte Unter- gesicht glänzend gelb , mit 2 grossen, runden, schwarzen Flecken. Backen und Hinterkopf glänzend rotgelb. Rüssel und Taster rotgelb, letztere an der äussersten Spitze etwas dunkler. Thorax glänzend rotgelb, mit 14 sehr feinen, nicht alle vollständigen dunklen Längslinien, welche indessen nicht immer deutlich sichtbar sind. Dorsocentralborsten schwach ; ich beobachte deren jederseits nur 2. Schildchen gro.ss, schwach gewölbt, glänzend rotgelb. Brustseiten von derselben Farbe. Hinterleib ganz rotgelb, flach, oben nur die Spitze stark glänzend. Beine rotgelb, die Vordenschienen und -Tarsen dunkelbraun. Flügel etwas gebräunt, die 2"^ Längsader stark gebogen, lang, dem Vorderrande sehr nahe liegend; 3"= und 4"^ Langs- ader parallel, kleine Querader nur wenig hinter der Mitte der Discoidalzelle. Schwinger rotgelb. Körperlänge 2 mm. ; Fiügellänge kaum 2 mm. 238 DR. T. C. H. DE MEIJERE, MONOCERA VAN der Wulp. Van der Wulp. Termész. Füzet. XXI, 1898, p. 425. Monocera rhinoceros n. sp. Babakan, März, 191 1, JACOBSON leg. Stime mattgelb, am Augenrande schmal wcisslich, hinten etwas verdunkelt. Fühler gelb, Untergesicht vveisslich, unter der unteren Augenspitze ein mattschwarzes Fleckchen. Rüssel und Taster gelb. Backen kurz schwarz behaart. Thorax gelb, oben mit einer matt weissgrauen Mittelstricme und jederseits derselben 2 breiten, kaffeebraunen .Striemen, welche das Schildchen nicht erreichen und hinten eine Zu- sammensetzung aus je 2 Striemen erkennen lassen. Schildchen ganz weissgelb, kaum glänzend. Brustseiten gelb, i Meso- pleural-, 2 Sternopleuralborsten vorhanden. Hinterrücken schwarzbraun, in der Mittellinie gelblich. Hinterleib gelb, mit halbbindenartigcn, schwarzbraunen Scitenflecken; öfters die Vorderränder in der Mitte verdunkelt. Beine ganz gelb. Flügel fast glashell, die beiden Queradern braun gesäumt, die hintere namentlich im oberen Teile. Schwinger gelb. Körperlänge 3.5 mm.; Flügellänge 3 mm. Die t)'pische Art ^'AN DER WULP's, Moiioccra ììtoiistniosa aus Neu-Guinea, unterscheidet sich gleich durch die mehr gezeichneten Flügel, das obere Kopfhorn des (^ ist weniger gebogen, das untere Horn hat an der Basis eine blattförmige Erweiterung, während es bei rhinoceros allmählich in den etwas vorspringenden Mundrand übergeht und das obere Horn länger und mehr gebogen ist ; die äusserste Spitze ist etwas aufwärts gebogen. Van der Wulp hat diese durch die grossen Kopfhörner des çf ausgezeichnete Gattung zu den Drosophilinen gestellt ; sie gehört aber bestimmt zu den Lauxaniinen. Das Unter- gesicht des $ ist fast gerade, im oberen Teile nur sehr schwach gewölbt, die Stirne stark abschüssig, sodass sie mit dem Untergesicht fast eine gerade Linie bildet; die Fühlerborste ist beiderseits behaart, das 3*'' Fühlerglied ist oval ; die Augen sind birnförmig, nach unten verschmälert; die Stirne ist relativ breit, die schmalen Periorbiten sind wenig abgetrennt, die beiden Orbitalborsten sind nach hinten gerichtet; die STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 239 Backen sind massig breit, kurz schwarz beborstet. Im ganzen zeigt die Kopfbildung grosse Ähnlichkeit met derjenigen von GripJionciira. Die Thoraxbeborstung besteht aus i Humerale. 2 Notopleuralborstcn, i Präsuturale, 3 Supraalare, 3 Dorso- centralborsten, i Pracscutellare, i Meso-, 2 Sternopleurale, I Prothorakale. Die Präapicalborsten an den Schienen sind vorhanden. Die beiden Aeste der i'^" Längsader sind stark genähert. Die 4 letzten Tarscngiieder aller Heine sind etwas breitgedrückt, das letzteist am breitesten und tragt nur kleine Krallen. Beim çj" zeigt das Untergesicht oben zwischen den Fühler- wurzeln ein grosses nach vorn gebogenes Horn ; der Mund- rand springt etwas vor und läuft in der Mitte in eine lange, nach oben gebogene Spitze aus, welche das untere Horn darstellt. Beide Hörner gehören also dem Untergesicht an, die Bogennaht verläuft hinter dem oberen Horn, sodass man dieses eigentlich nicht der Stirne zurechnen darf, wie es Van der Wulp tat, obgleich das Horn als vorderer Fortsatz derselben erscheint. Von den 2 Orbitalborsten der männlichen Stirne ist die hintere nach aussen, und etwas nach hinten gerichtet, die beiden vorderen sind von bedeutender Länge, nac"h innen gerichtet und gekreuzt. Die F'ühlerborste ist ganz nackt. Ausser diesen geschlechtlichen Differenzen gibt es noch solche in der Bildung der Vorderbeine; bei den Männchen zeigen die Vorderschienen dicht vor der Spitze ein kleines Höckerchen, die Metatarsen sind sehr eigentümlich, an der Basis verdickt und dicht kurz und ausserdem lang wimper- artig behaart ; überdies sind die ganzen Metatarsen an der Unterseite aussen und innen lang wimperartig behaart. Sehr merkwürdig ist die ungleichartige Entwicklung der Kopffortsätze. Unter den vorliegenden Stücken finden sich 5 Männchen, bei welchen sie gut ausgebildet sind, obgleich bei dem einen etwas stärker als bei den anderen, bei einem dieser Männchen sind beide Hörner, namentlich das untere, schon relativ kurz. Bei 2 weiteren Männchen sind aber beide Hörner verschwunden, von den unteren findet sich nur eine Spur, indem der Mundrand in der Mitte eine stumpfe Ecke bildet, während bei den Weibchen der Mundrand eine 240 DR. J. C. H. DE MEIJERE, gerade Linie bildet. Die beiden Exemplare sind aber durch den Bau der Vorderbeine, die Stellung und Länge der Orbitalborsten und die nackte Fühlerborste als Männchen zu erkennen. Diese sind also in Bezug auf die Untergesichts- hörner dimorph. Auf den sehr merkwürdigen geschlechtlichen Dimorphismus in der Beschaffenheit der Fühlerborste möchte ich noch besonders hinweisen. CELYPHINAE. SPANIOCELYPHUS Hendel. Hendel. Suppl. Entom. III. 19 14. p. 92. Spaniocelyphus nigrifacies n. sp. Nongkodjadjar, Januar, Jacobson leg. Stirne sehr glänzend, das Mittelfeld dunkel stahlblau, die Seitenteile grünlich schwarz. Fühler schwarzbraun, das 3''' Glied am Unterrande schmal gelblich ; die Verbreiterung an der Borste ebenfalls schwarzbraun, massig lang behaart, deutlich' länger als die nicht verbreiterte Endpartie. Unter- gesicht glänzend schwarz; auch der Hinterkopf schwarz. Thorax sehr glänzend schwarz, weder runzelig noch punktiert ; auch die Brustseiten glänzend schwarz. Schildchen relativ schmal, grünlich schwarz, zerstreut punktiert und etwas runzelig. Hinterleib glänzend schwarz. Hüften schwarz, die Vorderhüften an der Spitze gelblich, die Schenkel schwarz, an der Spitze bei den Vorderbeinen ziemlich breit, bei den hinteren schmal gelbbraun. Schienen und Tarsen gelbbraun, die Schienen nahe der Wurzel dunkler, überdies mit 2 schwarzen Ringen, i etwas hinter der Mitte, I an der Spitze. Flügel gelblich, Schwinger schwarz. Körperlänge 2.5 mm. Die Art ist mit .S". scutaUis WiED. nahe verwandt, hat dieselbe schmale Gestalt; bei sciitatus ist aber der Kopf gelbrot mit metallischen Reflexen, auch die Fühler sind heller ; die Körperfarbe ist metallisch dunkelgrün, nicht schwarz; der Thorax ist deutlich runzelig. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 24 1 P S I L I N A E. LABROPSILA gen. n. Von schmaler, an eine Sc-/>s/s erinnernder Gestalt. Kopt rund, jederseits mit 2 Orbitalborsten. Fühler kurz, das 3'"^ Glied oval, am Rande dicht und ziemlich lang behaart ; Fühlerborste nackt, Untergesicht kurz und sehr schmal, die Wangen ziemlich breit; das Praelabrum gross, stark gewölbt und sich ausserdem durch starken Glanz vom fast matten Untergesicht abhebend, dessen Länge es fast erreicht. Taster massig breit. Thorax lang und relativ schmal, vorn nicht verschmälert ; die Einpflanzungstelle der Vorderhüften liegt weit von den Mittelhüften entfernt. Der Thorax ist zerstreut ziemlich lang behaart, die 3 Dorsocentralborsten sind wenig stärker, sodass sich namentlich das vordere Paar wenig von der sonstigen Behaarung abhebt. Schildchen mit 2 Borsten. Hinterleib schmal. Beine schlank und relativ lang. Flügel schmal, Vorderast der !'*=" Längsader sehr dicht neben dem Hauptast und zuletzt mit ihm verbunden ; Vorderrand vor der Spitze der i'^" Längsader mit Unterbrechung; die Spitze der 2^^" Längsader liegt nur wenig hinter der hinteren Querader; die kleine Querader meistens weit vor der IMitte der Discoidalzelle, hintere Basal- und xA.nalzelle lang und schmal. I. Labropsila tripunctata n. sp. Gunung Ungaran, September, i (j*, Jacobson leg. Stirne schwarz, wenig glänzend, das Ocellendreieck und die Periorbiten etwas stärker glänzend. Fühler dunkelbraun; Untergesicht unter den Fühlern matt, das gewölbte Praela- brum glänzend dunkelbraun; Taster gelb-, Rüssel schwarzbraun. Hinterkopf glänzend schwarz. Thorax schwarz, an der Dorsal- seite sehr fein runzelig und daher wenig glänzend ; die Be- haarung ziemlich lang, schwarz ; Brustseiten glänzend schwarz. Hinterleib desgleichen, ebenfalls ziemlich lang schwarz be- haart. Beine schwarz, an den Vorderbeinen Schienen und Metatarsus, an den hinteren nur der Metatarsus gelb. Flügel glashell, mit einer sehr verwaschenen Binde in der Nähe der Wurzel und einer namentlich im Vorderrandsteil stärker entwickelten hinter der Mitte ; diese Binde verläuft von der 242 DR. J. C. H. DE MEIJERE, Spitze der J'""" Längsader über die hintere Ouerader bis zum Flügelrand. Kleine Ouerader wenig vor dem i"^" Drittel der Discoidalzelle. An der Flügelspitze stehen 3 schwarzbraune Punkte unter einander, der mittlere liegt zwischen der 3'^" und 4'^" Längsader. Schwinger weiss mit schwarzem Stiel. Körperlänge 4 mm. ; Flügellänge 3.5 mm. 2. Labropsila polita n. sp. VVonoscibo, April, i $ ; Nongkodjadjar, Januar, i Ç, JACOB- SON leg. Stirne glänzend schwarz; Fühler schwarzbraun, das 3"" Glied an der Wurzel gelb. Untergesicht dunkelbraun, in der oberen Hälfte und am Augenrande weiss bereift, die gewölbte untere Partie glänzend bräunlich schwarz. Taster, Rüssel und Hinter- kopf schwarz. Thorax ganz glänzend schwarz, die Behaarung ziemlich lang, aber nicht dicht, schwarz. Hinterleib glänzend schwarz, höchstens, nicht immer, an der Wurzel schmal gelb. An den Beinen sind Hüften, Trochanteren, die äusserste Wurzel der Schenkel, die Vorderschienen und die 2 ersten Tarsenglieder gelb. Schenkel und Schienen sind im übrigen schwarzbraun, die 3 letzten Tarsenglieder gleichfalls verdunkelt. Flügel glas- hell, mit einem sehr schwachen dunkleren Wische hinter der Mitte und an der Spitze, welche Wische beim einen Exem- plare kaum erkennbar sind. Kleine Querader fast in der Mitte der Discoidalzelle; 3'^ und 4^*= Längsader parallel. Schwinger weiss. Körperlänge und Flügellänge 4 mm. 3. Labropsila pallipes n. sp. Nongkodjadjar, Januar, i Ç, JACOBSON leg. , Der vorhergehenden sehr ähnlich, aber durch Folgendes verschieden : die Fühler sind ganz rotgelb, die Taster braun- gelb; die Beine sind ganz gelb, nur die 3 — 4 letzten Tarsen- glieder sind dunkelbraun; der Thorax ist nicht glatt, sondern sehr fein runzelig, daher weniger glänzend. Auf den nicht ganz rein conservierten Flügeln lâsst sich von dunklen Wischen nichts erkennen. Kleine Querader auf ~/,^ der Discoidalzelle. 3^"" und 4"= Längsader parallel. Körperlänge 4 mm.; Flügellänge 3.5 mm. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 243 4. Labropsila brunneipennis n. sp. Nusa Kaiiibaiic^an, i Ç, März, Jacobson leg. Auch diese Art sieht den beiden vorhergehenden sehr änhhch. Die Fühler sind ganz rotgelb, das y Ghed ist am Aussenrande etwas gebräunt; Untergesicht und Prälabrum sind dunkelbraun, die Reine, auch die Hüften, sind gelb, die Vorderschenkel in der Endhälfte, die hinteren ganz schwarz- braun, die Hinterschienen an der Wurzel gebräunt. Die Flügel zeigen keine dunklen Wische, sondern sind im Ganzen etwas bräunlich getrübt, das Geäder ist schwarzbraun, die kleine Querader steht auf ^/^ der Discoidalzelle, die 3'^ und 4'^ Längsader convergieren an der Spitze etwas. Der Thorax ist nicht _wie poliert, sondern sehr fein runzelig. Die Schwin- ger sind dunkelbraun. Körperlänge 4 mm. ; Flügellängc 3 mm. 5. Labropsila nigricoxa n. sp. Wonosobo, April; Gunung Ungaran, Dezember, JACOBSON leg. Stirne glänzend schwarz ; Fühler cUmkelbraun. Untergesicht dunkelbraun, weisslich bereift; Prälabrum glanzend schwarz- braun. Taster und Rüssel schwarz. Thorax und Hinterleib ganz glänzend schwarz. Beine, auch die Hüften schwarz, an den Vorderbeinen die äusserste Spitze der Schenkel, die Schienen und die Tarsen bis auf die 3 Endglieder braun- gelb ; auch an den hinteren Beinpaaren sind die beiden ersten Tarsenglieder heller braungelb, namentlich an der Unterseite. Flügel glashell, die Vorderrandzelle dunkelbraun ; die äusserste Flügelspitze etwas bräunlich. Kleine Querader auf "/^ der Discoidalzelle ; 3'*= und 4''' Längsader convergierend, Schwin- ger weisslich mit schwarzem Stiel. Körper- und Flügellänge 2.5 mm. Diese Art ist kleiner als die übrigen ; sie unterscheidet sich von allen durch die schwarzen Hüften. Der Thoraxrücken zeigt keine Spur von runzeliger Punktierung. Jacobson fand diese Art im April zu Wonosobo öfters in Copulation auf den Blattern von Bäumen und Gestrauch. 244 DR. J. C. H. DE MEIJERE, 4. Labropsila lutea n. sp. Gunung Ungaran, September, i Ç, JACOBSON leg. Stirne glänzend rotgelb ; Fühler rotgelb, der Oberrand des 3"=" Gliedes gebräunt. Untergesicht blassgelb, in der oberen Hälfte matt, weisslich. Taster und Rüssel gelb; Hinterkopf glänzend rotgelb. Thorax glänzend rotgelb, die Schulterbeulen blassgelb, die zwischen diesen gelegene vordere Thoraxpartie gebräunt; hinter der Ouernaht 2 wenig auffällige braune Längslinicn, welche auch auf die Seiten des Schildchens übergehen. Rrustseiten glänzend blassgelb. Hinterleib und Reine gelb, an letzteren nur die 3 letzten Tarsenglieder dunkelbraun. Flügel glashell, mit 3 sehr schwachen dunklen Wischen, einem nahe der Wurzel, einem über die hintere Querader, einem an der Spitze. Die 2"= Längsader zeigt vor der Spitze einen sehr kurzen Aderanhang. Kleine Querader fast auf ^/g der Discoidalzelle, 3"= und 4''' Längsader am Ende parallel. Schwinger gelbweiss. B e s t i m m u n g s t a b e 1 1 e obiger Arten. 1. Thorax und Hinterleib schwarz 2 » » » rotgelb . . . . L. lutea n, sp. 2. Thorax glänzend schwarz, glatt 3 wenig glänzend, fein runzelig 4 3. Hüften schwarz L. nigricoxa n, sp. » gelb L. polita n. sp. 4. Flügel an der Spitze mit 3 schwarzen Punkten L. tripunctata. » » » » nicht » 5 5. Schenkel ganz gelb L. pallipes n. sp. Vorderschenkel in der Endhälfte, hintere Schenkel ganz schwarz L. briinneipeiiiiis n. sp. CHYLIZA Fall. I. Chyliza selecta O.S. Nongkodjadjar, Januar; Gunung Gedeh, März, JACOBSON leg. Die Verdunkelung an der Schenkelspitze ist verschieden- artig entwickelt, bisweilen an allen Schenkeln deutlich, STUDIEN ÌÌP,F:R SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 245 bisweilen wenig auffällig oder nur oben oder nur an den Vorderschenkeln vorhanden. Auch das Schildchen ist bald ganz gelb (Exemplare vom Pangerango, vom Ungaran, von Nongkodjadjar), bald schwarz mit gelbem Rande (Gunung Gedeh). 2. Chyliza rufivertex n. sp. Gunung Ungaran, September, i $, Jacobson leg. '^ . Stirne gclbrot, wenig glänzend, vorn jederseits am Augenrande mit einem mattschwarzen Flecken, welcher deutlich breiter ist als die übrig gelassene, mittlere Stirnpartie. Periorbiten rot, von der übrigen Stirnfläche kaum sich ab- hebend. Wurzelglieder der P^ihler gelbrot (das 3"^ Glied fehlt). . Untergesicht rotgelb, in der Mitte mit einem länglichen glänzend schwarzen Flecken, welcher den Mundrand nicht erreicht. Taster schwarz, die schmalen Backen rotgelb, Hinterkopf unten ebenfalls rotgelb, oben schwarz. Thorax schwarzbraun, mit kurzem, gelbem Tomente, am Seitenrand in der hinteren Hälfte rot, Schulterbeulen rotgelb. Schildchen rotgelb, nur an der äussersten Wurzel dunkler. Brustseiten glänzend schwarz, die Sternopleuren an Ober- und Hinterrand breit gelb. Hinterleib glänzend schwarz. Beine, auch die Hiiften, gelb, nur die Vorderschenkel mit Ausnahme derVVurzel schwarzbraun. P^lügel gelblich tingiert ; die Spitze schwarzbraun, dies fängt dicht vor der Spitze der 2'*^" Längsader an und erstreckt sich bis etwas unter der 4'*=" ; die 2''' Hinterrandzelle ist also nur in der oberen Ecke verdunkelt, auch die i"" in der Mitte breit heller. Die Wurzel dieser Zelle ist indessen bis auf einen schmalen oberen Streifen verdunkelt, und diese Bräunung erstreckt sich auch nach unten hin in die obere Hälfte der Discoidal- zelle hinein. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 6 mm. Diese Art steht Cli. selecta O.S. sehr nahe, unterscheidet sich durch etwas bedeutendere Grösse, durch die nicht schwarzen Periorbiten, die P'lügelfärbung ist etwas abweichend, weil bei selecta die i'^ Hinterrandzelle mit Ausnahme der Wurzel gleichmässig verdunkelt ist und desgleichen fast die ganze 2"^ Hinterrandzelle. CÌL. amarantJii De Me1|. unterscheidet sich von beiden 246 DR. J. C. H. DE MEIJERE, durch das Fehlen der schwarzen Seitenflecken in der vorderen Stirnhälfte. LOXOCERA Meig. Loxocera decorata n. sp. Gunung Gedeh, März, Gunung Ungaran, October, JACOB- SON leg. Kopf rotgelb, auf der Mitte der Stirne ein längsovaler schwarzer Fleck. Die beiden Wurzelglieder der Fühler rotgelb, das sehr schmale und lange 3"= Glied schwarzbraun, die Borste weiss, kurz weiss behaart, an der Wurzel gelb. Rüssel und Taster gelb. Thorax rotgelb, stark runzelig, wenig glänzend, mit äusserst kurzer gelber Behaarung. Schulterbeulen gelb, über denselben ein schwarzer Flecken, auch der Seitenrand hinter diesen Beulen schwarz, was sich nach unten hin in eine breite Querbinde über die gelben Brustseiten fortsetzt; auch der hintere Teil letzterer ist schwarz. Am Oberrand der Sterno- pleuren findet sich ein weissschimmernder Flecken. Schild- chen gelb. Hinterleib glänzend schwarz mit gelbem Bauche, die Behaarung braungelb. Beine samt Hüften ganz gelb. Flügel fast glashell, in der Mitte mit einem braunen Wisch, welcher etwas jenseits der kleinen Ouerader anfängt und die hintere Ouerader nur wenig überschreitet. Körperlänge 3.5 — 5 mm.; Flügellänge 3.5 — 4 mm. EPHYDRINAE. PARALIMNA Low. Paralimna ornatifrons n. sp. Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg. Stirne matt schwarzbraun, braungelb gefleckt, die dunklen Teile z. T. mit braungelbem Schiller; über der Fühlerwurzel liegt in der mittleren Stirnpartie eine grosse, viereckige, glänzend schwarzbraune Stelle; zwischen Fühlerwurzel und Auge ein sammetschwarzes Fleckchen, unmittelbar oberhalb desselben ein längliches, schwarzbraunes, weiss schillerndes STUDIEN ììbp:r südostasiatisciie diptrrkn IX. 247 Fleckchen. Wurzelglieder der Fühler tiefschwarz, das 2'^ Glied oben mit schneeweissem Punkt, das 3''' Glied schwarzbraun, ziemlich lang behaart, die Borste mit ca. 12 Kammstrahlen. Initergesicht lederbraungelb bestäubt, zwischen den Fühler- wurzeln als linienförmiger Kiel vorragend, die Fühlergruben glänzend; auf den graubraunen breiten Backen erscheint bei gewisser Beleuchtung eine schwärzliche Längsstrieme. Unter- gesicht jederseits mit einer Reihe nach unten hin allmählich schwächer werdenden Börstchen. Rüssel und Taster schwärz- lich. Thorax von braungelber Grundfarbe, welche aber fast ganz durch eine dunkelbraune, aus Punkten und zu unregel- mässigen Längslinien zussammengeschmolzenen Fleckchen bestehende Zeichnung verdrängt ist; 4 Dorsocentralborsten vorhanden. Schildchen oben dunkelbraun, am Rande glänzend, jederseits vorn am Seitenrande mit einem gelblichen Fleck- chen. Brustseiten graugelb mit mehreren dunkelbraunen Flecken und Punkten. Hinterleib dunkelbraun mit breiten mattgelben Hinterrandsäumen, welche in der Mitte schmal unterbrochen sind, wenigstens die hinteren. Beine graubraun ; die Spitze der Vorderschenkel und die Vordermetatarsen mit kurzer rotgelber Behaarung, bisweilen selbst auch rotgelb. Hintermetatarsus und das nächstfolgende Glied rotgelb mit ebensolcher Behaarung. Flügel bräunlich tingiert. Schwinger rotgelb. Körper- und Flügellänge 4 mm. Diese Art steht P. punctata nahe, auch in der Grösse; bei letzterer ist der vordere Stirnrand fast matt und fehlen die mattschwarzen Flecken bis auf geringe Spuren ; die Fühler- gruben sind matt, Thorax und Schildchen mit sehr zahl- reichen braunen Pünktchen, welche kaum zu Längslinien verschmolzen sind. Die von mir nach i Ex. von Saonek (nahe W'aigeu) be- schriebene P. Jiirticornis (Bijdr. tot de Dierk. 191 3, p. 65) wurde seitdem nach ausgedehnterem Material aus Formosa von Hendel ausführlicher beschrieben (Suppl. Entom. III, 1914, p. 104. Hier finden sich auch mehrere neue y\rten dieser Gattung- erwähnt. 248 DR. J. C. H. DE MEIJERE, NOTIPHILA Fall. Notiphila punctum de Meij. De Meijere, Studien VI, 191 1, p. 391. Mit dieser Art ist iV. niacidifrons Hendel (Suppl. Entom. Ill, p. 102) aus Formosa s)'non)-m. HECAMEDE Hal. Hecamede albicans Mekî. Batavia, Dezember; Tandjong Priol:, Juni; Moeara Antjol nahe Batavia (November), JACOBSON leg. Die Exemplare scheinen mir mit dieser weit verbreiteten Art, welche BECKER auch zahlreich in Egypten am Meeres- strande erbeutete, identisch. Nur scheinen mir die Backen etwas weniger bestäubt zu sein. HEMICYCLOPS de Meij. De Meijere. Bijdragen tot de Dierkunde, Afl. 19, 1913, p. 66. Hemicyclops macullpleuris n. sp. Moeara Antjol nahe Batavia, i Ex., JACOBSON leg. Stirne matt rotgelb, am Augenrande und vorn sehr schmal weissgrau gesäumt, auch das Scheiteldreieck von dieser Farbe. Fühlerwurzel gelb, das 3''' Glied ganz schwarz, die Borste mit 6 Kammstrahlen. Untergesicht und Backen weiss bestäubt; letztere bedeutend breiter als die quer eiförmigen Augen. Untergesichtshöcker klein, nur mit kleinem schwarzen Punkt; jederseits 3 Borsten vorhanden ; Backen kaum beborstet. Hinterkopf weisslich bestäubt, oben mit 3 gelblichen Längs- striemen als Fortsetzung der gelben Stirnfärbung. Thorax und Schildchen bläulich grau bestäubt, letzteres mit 8 kurzen Börstchen. Brustseiten weissgrau, am Oberrand gelbgrau bestäubt, die vordere Hälfte der Sternopleuren und der schmale Unterrandsaum desMesopleuron glänzend schwarz. Hinterrücken grösstenteils glänzend schwarz. Hinterleib dicht weiss bestäubt. Hüften und Schenkel grau, dicht weisslich bestäubt, Schie- nen und Tarsen eelb. Die hinteren Schenkel an der dem STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 249 Körper zugewandtcn Seite glänzend schwär/, die Ilinterschie- nen an dieser Seite f^^länzcnd braun, wie es auch an der Innenseite der Vorderschenkel der Fall ist. Flügel weisslich, die 2'^ Längsader relativ länger als bei albicans, 3"^ und 4"^ Längsader nur sehr wenig convergent. Schwinger gelb. Körperlange ca. 2.5 mm., Flügellänge 2 mm. Diese Art sieht H. plaiiifrons aus Ceram sehr ähnlich, ist aber etwas grösser und die Stirnfarbe ist eine andere ; bei planifroiis ist die Stirne fast einfarbig gelblich ; in gewisser Richtung erscheint ein sich weit nach vorn hin erstreckendes Dreieck von etwas hellerer Färbung, während bei maciilipleuris sich das graue Scheiteldreieck bis zur Stirnmitte erstreckt. Auch plaiiifrons hat jederseits am Schildchen 4 Borsten. Beide Arten zeigen jederseits 2 Orbitalborsten. Das Praela- brum ragt kaum etwas vor. Die Mundöffnung ist bei dem gut conservierten Stück von inacnlip/eiiris nicht besonders com- pri miert. AGROMYZINAE. AGROMYZA Fall. 1. Agromyza provecta De Meij. De Meijere. Studien IV. p. 161. Salatiga (Java), DOCTERS van Leeuwen leg. Semarang, April, März; Batavia, August, JACOBSON leg. 2. Agromyza albohalterata n. sp. Taf. 7. Fig. 26. Depok (W.-Java), October, i $, Jacobson leg. Schwarz, der Thorax und das Schildchen graubraun be- stäubt. 4 starke Orbitalborsten vorhanden, Fühler schwarz, das 3**^ Glied rund, am Oberrande und an der Spitze weiss- lich schillernd ; solcher Schiller findet sich auch auf der Lunula und dem Untergesichte. Auch die Beine sind ganz schwarz. Flügel glashell mit schwarzem Geäder, der Vorder- rand gerade, die kleine Ouerader etwas hinter der Mitte der Discoidalzelle ; 2"" Längsader gerade; letzter Abschnitt der 4^^" Längsader 3 mal so gross wie der vorletzte. Schwinger 17 250 DR. J. C. H. DE MEIJERE, weiss, auch der Stiel. Schüppchen weiss, mit schwarzem Rand und Wimpern. ') Körper- und Flügellänge 2.3 mm. Bei Agroinyca solita V. D. WULI' aus Ce}'lon (Termész. Füz. XX, 1897. p. 143) steht die kleine Ouerader auf dem 2ten Drittel der Discoidalzelle und ist der letzte Abschnitt der 4'^" Längsader fast 4 mal so gross wie der vorletzte. A. tristt'lla Thoms. (nicht tristis, wie Studien IV. p. 162 angegeben wurde) aus China hat einen braunen Schwinger- stiel und die kleine Ouerader steht weit vor der Mitte der Discoidalzelle. 3. Agromyza sp. In Stengel und Wurzel europäischer Bohnen [PJiascolus) minierend, Banaran (Java), Roepke leg. Eine kleine, ganz schwarze Agromyza mit schwarzen Schwin- gern und schmutzig weissen, dunkel gewimperten Schüppchen, welche von den von mir aus Java beschriebenen Arten verschie- den ist. Vielleicht liegt hier Agr. sojae Zehntn. (De Indische Natuur I, p. 113, De Kedeleh-boorder) vor, weil Zehntner angibt, dass er diese Art ausser aus Soja hispida, auch aus ,,snijboonen" {Phaseolics) erhalten hat, bei beiden Pflanzen aus Hauptwurzel und Stengel. Doch vermisse ich den bei sojae auf dem Hinterleib wenigstens einigermaassen vorhande- nen goldgrünen Schiller. Vielleicht sind hier mehrere Arten im Spiele, sodass es einstweilen besser ist, weiteres Vergleichs- material, im besonderen aus soja gezüchtetes, zu erwarten. Charakteristisch für die vorliegenden Stücke ist das lange Scheiteldreieck und die relativ starke, schwarze Randader. Auch Zehntner erwähnt schon, dass er aus anderen Bohnen (,,Katjang Groeboek") eine ähnliche Art, aber mit helleren, rotbraunen (nicht dunkel rotbraunen bis schwarzen) Augen ^) Recker hat auf die Bedeutung dieses Merkmals hingewiesen. Bei meiner i'iyt/triiiae sind sie gelbweiss mit gleichgefärbten Wimpern, bei coruiita weiss mit weissen Wimpern, bei pi-ovecta schmutzig weiss mit schwarzem Rand und Wimpern. Was cornuta anlangt, so ist noch zu bemerken, dass es sich bei den Hörnern am Untergesicht vielleicht um ein nur dem (ƒ zukommendes Merkmal handelt, wie bei der europäischen curvipalpis Zett. Dann wäre zur Erkennung der $Ç gerade die Schüppchenfärbung von Bedeutung. STUDIEN ÌÌB?:R SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 25 I erhalten hat, und weist darauf hin, dass Co<^)UILLETT seiner- zeit eine A^'-r. piiaseoii aus Neu-Süd-Wales beschrieben hat, welche hier auch in- Betracht kommen dürfte. M I L I C H 1 1 N A E. DESMOMETOPA ^) Low. 1. Desmometopa palpalis n. sp. Salatiga (Java), DocTERS VAN Leeuwen. Deli (Sumatra), De Russv leg. Stirne mattschwarz, Periorbiten, Scheiteldreieck und die beiden Chitinleisten, auf welchen die Kreuzborstenreihen stehen, grau, etwas glänzend ; Stirne also mit deutlicher M-förmiger Figur. Fühler ganz schwarz ; Untergesicht grau, der Mundrand vorspringend. Taster sehr gross, löffeiförmig, gelb, vor der Mitte mit einem dunkelbraunen Querbändchen. Thorax olivenbraun, kurz schwarz behaart, dünn weissgrau bestäubt. Schildchen desgleichen ; auch die Brustseiten fast von derselben Farbe, etwas mehr schwärzlich. Hinterleib schwärzlich, dünn grau bereift. Beine schwarz, die Mittel- tarsen grösstenteils braungelb, die Hintertarsen an der Innen- seite bräunlich. Schwinger gelb. Flügel glashell ; 2"" Längs- ader lang, gerade ; 3'^^ und 4'*^ etwas convergent. Körper- und Flügellänge 2 mm. Ein Exemplar aus Salatiga hat hellere Beine, die Vorder- schienen sind braungelb, die Vordertarsen gelb, desgleichen die Hintertarsen. 2. Desmometopa tarsalis Lw. S)'n. D. singaporensis Kert. nach Hendel, Wien. Ztg. XXVI, 1907, p. 242. Deli (Sumatra), De Bussv leg. ; Semarang, September, Jacobson leg. 1) Aus dieser Gruppe von Milichiinen waren aus dem Gebiete bis jetzt nur Desmometopa hxrsalis Lw. und IVulpi Henü. (= Agromyza mmntissima v. D. W.) bekannt (Hendel. Wien. Ztg. XXVI, 1907. p. 242). 252 DR. J. C. H. DE MEIJERE, PHYLLOMYZA Fall. 1. Phyllomyza flavipalpis n. sp. '* ■ SelnaI■anc,^ Januar, November ; Tandjong Priok, April ; Wonosobo, Mai, Jacoisson leg. Salatiga (Java), DOCPERS VAN Leeuwen leg. Schwarz, etwas glänzend. Stime mattschwarz, nur Scheitel- dreieck und Periorbiten glänzend. Wurzelglieder der Fühler schwarz, das y Glied beim $ breiter als lang, gerundet, schwarzbraun, an der Wurzel etwas gelb, beim (j* grösser, mehr viereckig, in grösserer Ausdehnung gelb. Augen nackt. 3 obere Orbitalborsten vorhanden. Taster gross, länglich, gelb. Rüssel schwarz, die nach hinten gerichteten Endlippen braungelb. Thorax sehr dünn graulich bereift. Schildchen mit 2 langen, divergierenden Endborsten und 2 kurzen ]5orsten ; die kurze Behaarung des Thorax schwarz. Hinterleib glänzend schwarz. Hüften und Schenkel schwarz, die äus- serste Spitze letzterer, -die Schienen und Tarsen gelb. Flügel glashell, mit weissem Geäder, die 2'*", 3^"^ und 4"= Längsader parallel. Entfernung der Oueradern 3 mal so lang wie die hintere. Schwinger schmutzig weiss bis gelb. Körper- und Flügellänge 1.5 mm. 2. Phyllomyza lutea n. sp. Salatiga, i (j*, DoCTERS VAN Leeuwen leg. Kopf mattgelb, Fühler von derselben Farbe, das y<^ Fühler- glied sehr gross, viereckig; nahe der Spitze ist die schwarze, pubeszente Fühlerborste eingepflanzt. Rüssel und die läng- lichen Taster gelb. Augen fast nackt; 3 obere Orbitalborsten vorhanden. Auch Thorax und Hinterleib sind gelb, wenig glänzend, der Thorax dünn weisslich bereift. Jederseits 3 Dorsocentralborsten vorhanden. Brustseiten und Beine blass- gelb. Flügel glashell mit gelbem Geäder, der letzte Abschnitt der 4^'"' Längsader 2.3 mal so lang wie der vorletzte; 2'^, 3"" und 4"-" Längsader parallel. Schwinger blassgelb. Körper- und Flügellänge 2 mm. STUDIEN ÜBP:R SÜÜOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. 253 3. Phyllomyza nigripalpis n. sp. Taf. 7. Fig. 27. Salatiga, DoCTERS van Leeuwen leg. Stirile mattschwarz, ganz vorn etwas ins Rötliche ziehend, Scheiteldreieck und Periorbiten glänzend. Fühler mattschwarz, beim (^ gross, abgerundet viereckig, die pubeszente, schwarze Fühlerborste ist dicht vor der Spitze eingepflanzt und ganz gerade. Taster relativ gross, länglich, wie der Rüssel schwarz. Augen zerstreut behaart bis fast nackt. 3 obere Orbital- borsten vorhanden. Thorax schwarz, dünn grau bereift, jederseits mit 2 Dorsocentralborsten. Brustseiten grösstenteils glänzend schwarzbraun, die kurze Behaarung des Thorax- rückens schwarz. Die langen Schildchenborsten nach innen gebogen und in einem F"alle deutlich gekreuzt. Hinterleib schwarzgrau. Beine schwarzbraun, die Kniee, Schienen und Tarsen gelb, die Hinterschienen mit Ausnahme von Basis und Spitze schwarzbraun. Flügel glashell, mit gelbem Geäder, relativ breit, die Oueradern stark genähert, ihre Entfernung bald etwas länger, bald etwas kürzer als die hintere Ouerader; 3"= und 4'^ etwas divergent. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge kaum 1.5 mm. Im Geäder zeigt sich einige Ähnlichkeit mit Des)nonietopa Wulpi Hendel ^) (=: niinutissiina v. d. W.), (Termesz. Füz. XX, 1897, p. 611 beschrieben ^{■s, ÄAgroiiiyza) aus Neu-Guinea ; hier ist die Entfernung der Oueradern zweimal so lang wie die hintere Querader. 4. Phyllomyza cavernae n. sp. Taf. 7. Fig. 28. Grotte Gunung Grengseng (Gunung Sewoe, Djocja), Februar, Jacobson leg. Stirne mattschwarz, Scheiteldreieck und Periorbiten schwach glänzend, desgleichen die Gegend zwischen Fühlerwurzel und Auge. Fühler schwarz, das 3"^ Glied gerundet, die Borste pubeszent. Die länglichen Taster und der Rüssel schwarz; Untergesicht desgleichen, etwas glänzend. Augen fast nackt. 3 obere Dorsocentralborsten vorhanden. Thorax schwärzlich, dünn grau bereift, jederseits 2 Dorsocentral- borsten vorhanden, von welchen die vordere kürzer ist. Die 1) Hendel, Wien. Ent. Zeitg. XXVI, 1907, p. 242 254 I^K. T. e. H. DE MEIJERE, beiden hinteren Schildchenborsten stark, divergent. Brust- seiten bräunlich schwarz, etwas glänzend; Hinterleib desgleichen. Beine schwarzbraun, die Kniee und Tarsen braungelb. Flügel glashell, das zarte Geäder grösstenteils weisslich, 2"^ und 3"^ Längsader etwas convergent, 3*^ und 4'*' parallel. Entfernung der Queradern grösser als die Länge der hinteren Querader. Schwinger schwarzbraun mit gelblichem Stiel. — Durch die schwarzen Taster sieht diese Art der vorhergehenden ähnlich ; sie unterscheidet sich von letzterer durch schmälere Flügel, grössere Entfernung der Oueradern, den Verlauf der Längsadern, den dunklen Schwingerknopf. Nach Hendel (Kritische Bemerkungen zur S}-stematik der Muscidae acalypteratae ; Wien. Ent. Ztg. XXII 1903, p. 250) sind bei dieser Gattung die Augen behaart. Unter den obigen fand ich nur bei einem Exemplar von nigripalpis eine zerstreute aber deutliche Behaarung; bei den übrigen sind die Augen fast oder ganz nackt. MILICHIELLA Gk.l. Tos. Milichiella unicolor De Meij. De Meijere. Zeitschr. Hym. Dipt. VI. 1906, p. 333. Von dieser von mir aus Kamerun beschriebenen Art liegt mir jetzt auch ein 2 aus Java (Salatiga, DoCTERS van Leeuwen) vor. Es ist etwas grösser und die 3^*= und 4''' Längsader convergieren etwas weniger als bei der Type, auch findet sich vor der Dorsocentralborste noch eine 2'"^, wenig entwickelte. DROSOPHILIDAE. DROSOPHILA Fall. I. Drosophila lineolata n. sp. Gunung Gedeh, März, JACOBSON leg. Stirn matt braungelb, auch die Periorbiten, Ocellenpunkt klein, schwarz. Fühler an der Basis gelb, das ovale 3'^ Glied dunkelbraun. Fühlerborste oben mit 7, unten mit 3 Kamm- strahlen. Untergesicht mattgelb, der Mundrand wie die Backen glanzend gelb. Rüssel und Taster gelb. STUDIEN ÜBER .SÜDOSTASIATISCHE DIPTEREN IX. 255 Thorax braungelb, etwas glänzend, mit 4 dunkelbraunen Längslinien, von welchen die äusseren vorn die Quernaht nicht überschreiten ; die beiden inneren setzen sich erweitert auf das Schildchen fort. Jederseits 2 Dorsocentralborsten vorhanden. Brustseiten gelb, am Oberrand eine dunklere Linie vorhanden. Hinterleib braungelb, glänzend, mit ziemlich breiten braunen Hinterrandsäumen, welche die Seitenränder nicht erreichen; in der Mitte sind diese Binden, namentlich die des 3"^" Ringes, etwas ausgeschnitten ; an den hinteren Ringen fehlen sie. Bauch und Beine ganz gelb. Flügel schwach gebräunt, die hintere Ouerader schwach braun gesäumt, 2'" Längsader massig lang, 3"^ und 4'" parallel ; letzter xAbschnitt der 4'^" Längsader i 4 mal so lang wie der vorletzte. Körper- und Flügellänge 2.5 mm. 2. Drosophila (Leucophenga) invida Walker. Semarang, Januar, Jacobson leg. Walker führt seine von ihm als Hcloinyr^a beschriebene Art aus Borneo auf; von CzERNY wurde sie als eine Lcnco- piienga erkannt. Die Beschreibung stimmt fast ganz, dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass beim Vergleich der T)'pe sich Verschie- denheiten ergeben würden. Beim vorliegenden Exemplar ist die Stirne nur sehr wenig gewölbt, mattgelb ; Scheiteldreieck und Periorbiten sind mehr weisslich. Die Fühler sind gelb, das 3"^ Glied länglich ; die Fühlerborste hat oben ca. 10 lange Kammstrahlen, unten finden sich nur in der distalen Haltte 6 kurze Kammstrahlen ; das L^ntergesicht ist fast flach, ungekielt ; die Taster sind schwarz, der Rüssel gelb. Backen äusserst schmal. Der Thorax ist ziemlich stark gewölbt, ganz hinten jeder- seits mit 2 Dorsocentralborsten, von welchen die vordere halb so lang ist wie die hintere. Thorax und Schildchen sind braungelb, etwas glänzend. Brüstseiten gelb, stellenweisse etwas dunkler, mit 3 starken Sternopleuralborsten ; unter diesen zeigen die Sternopleuren eine vertikale Reihe von Härchen ; im übrigen sind die Brustseiten nackt. Der Hinterleib ist gelb, mit schmalen schwarzen Hinter- 256 DR. T. C. H. BE MKIJERE, randsäumen vom 2*'=" Segmente an ; überdies findet sich vom 3"=" Segmente an eine gleich breite schwarze Mittellinie, welche von WALKER nicht erwähnt wird. Bauch gelb. Beine ganz gelb. Flügel etwas gebräunt; von der Spitze der i"^" Längsader ab findet sich am Vorderrand ein dunkler Saum, welcher die 3'"^ Längsader nicht erreicht ; hintere Ouerader schmal gesäumt ; die Queradern weit von einander entfernt ; der letzte Abschnitt der 4'^" Längsader 1.3 mal so gross wie der vorletzte ; 2"=, 3'*" und 4'*= Längsader fast parallel. Schwin- ger gelb, der Knopf oben dunkler. Körper- und Flugellänge 4 mm. 3. Drosophila (Leucophenga) ornatipennis n. sp. Taf. 7. Fig. 29. Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg. Stirne bräunlich weiss, matt, der Ocellenfleck etwas vor- tretend, rötlich braun, die Fühler weisslich, die Borste oben mit 7, unten mit 4 Kammstrahlen. Untergesicht weisslich. Thorax gelbbraun, massig glänzend, das Schildchen von derselben Farbe; am Rande schmal weiss gesäumt; Brust- seiten gelbweiss, Hinterteil schwarz mit weissgelber Zeichnung, i''^'^ Hinterleibsring ganz weissgelb, der 2''' weissgelb, nur am Hinterrande und an den Seiten schwarz, 3''='' Ring nur am Vorderrande schmal gelbweiss, in der Mittellinie bis vorn hin schwarz; 4''"' und 5'^'' Ring schwarz mit 2 gelblichen Fleck- chen, ó*^' Ring obenauf ganz weissgelb, nur an den Seiten schwarz. Beine ganz gelblich weiss. Flügel schwach gebräunt, nahe der Wurzel ein dunkler Wisch, beide Queradern braun gesäumt; die Bräunung der hinteren Querader setzt sich nach oben hin als breite Binde bis zum Vorderrande fort. 2"^ Längsader massig lang, 3"" und 4"" parallel, letzter Abschnitt der 4'^" Längsader zweimal so lang wie der vorletzte ; Schwin- ger weisslich. Körper- und Flügellänge 3 mm. Für eine Drosophiline aus Peru hat neuerdings Hendel (Ent. Mitt. II, 191 3, p. 386) die Gattung Oxy leucophenga errichtet. Hierin kann auch die vorliegende Art, samt einigen Verwandten gestellt werden. Die Gattung Drosophila s. 1. enthält offenbar mehrere Formengruppen, es will mir aber STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATLSCIIE DIPTEREN IX. 257 scheinen, dass es schwer halten wird, dieselben sicher gegen- über einander abzugrenzen, und so scheint es mir einst- weilen nicht zweckmässig einzelne Formen abzutrennen. 4. Drosophila subfasciata n. sp. Nongkodjadjar, Januar, Jacobson leg. Stirne ganz matt rotgelb, Fühlerwurzel gelb, das 3^*" Fühler- glied braun, oval, die Borste oberseits mit 7, unten mit 3 Kammstrahlen ; Untergesicht mattgelb, der Kiel breit, nament- lich unten; Backen, Rüssel und Taster gelb. Thorax und Schildchen matt rotgelb; hinten jederseits 2 Dorsocentralborsten vorhanden. Brustseiten etwas heller, mit 3 Sternopleuralborsten. Hinterleib gelb, am 3"=" — 5'^" Ri'^g mit schwarzen, in der Mitte schmal unterbrochenen Hinter- randsäumen ; am 2^'^" Ring ist diese Binde nur wenig ent- wickelt, am 5^^" ist sie so breit, dass vorn nur ein schmaler gelber Saum übrig bleibt. 6^"" Ring ganz schwarz. Beine ganz gelb. Flügel etwas gebräunt, auf der Spitze der 2'^" Längs- ader ein ovales braunes Fleckchen, auch die Spitze der 3*^" und 4'*=" Längsader und die hintere Ouerader schmal braun gesäumt. 2^" Längsader sehr lang, fast parallel zur 3""" ; auch die T,^" und 4'"^ parallel, letzter Abschnitt der /f'^" Längsader 1.2 mal so lang wie der vorletzte. Der Au.sschnitt vor der Spitze der i'^" Längsader wenig auffällig. Schwinger gelb. Körper- und Flügel länge 3 mm. 5. Drosophila binotata n. sp. Semarang, November, JACOBSON leg. Stirne ganz glänzend rotgelb; Fühler matt rotgelb, 3"^^ Glied oval, ziemlich kurz, die Borste oben mit 4, unten mit 3 Kammstrahlen. Untergesicht matt rotgelb, der Gesichtskiel stark entwickelt, Rüssel und Taster rotgelb. Thorax sehr glänzend rotgelb, jederseits mit 2 Dorso- centralborsten ; Schildchen und Brustseiten von derselben Farbe. Beborstung, auch die 2 Sternopleurale, relativ lang. Hinterleib glänzend rotgelb, 2^'''' Ring an jeder Seite mit einer grossen glänzend schwarzen Makel. Flügel relativ schmal, 2'^ Längsader sehr kurz, nur wenig jenseits der hinteren Ouerader endend ; 3"^ und 4^"= Längsader parallel. 258 DR. J. C. H. DE MEIJERE, der letzte Abschnitt der 4"^^" Längsader ca. 1.7 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger gelb. Körper- und Fliigellänge 2 mm. 6. Drosophila (Leucophenga) argentata n. sp. Nongkodjadjar, Januar, i Ex., JACOBSON leg. Kopf samt Fi.ihlcrn matt weiss, etwas ins Gelbe ziehend ; Fühlerborste oben mit 7, unten mit 4 Kammstrahlen. Taster an der Wurzel gelblich, nach der Spitze hin bräunlich ; Rüssel gelbweiss. Backen äusserst schmal. Thorax und Schildchen weisslich, oben mit intensivem silberfarbigen Schiller. Brustseiten ganz gelblich weiss. Hinterleib desgleichen, der i"= Ring verdunkelt, 4''='" Ring mit 5 grossen schwarzen Flecken, von welchen der mittlere am schmälsten ist, die seitlichen am äussersten Seitenrande liegen und von oben nicht sichtbar sind ; alle nehmen unge- fähr die ganze Länge des Ringes ein. 5''^'' Ring ebenfalls mit 5 schwarzen Flecken, der mittelste ist länglich streifen- förmig, die übrigen sind rundlich, die äusseren am kleinsten, während diese am vorhergehenden Ring gerade die grössten sind. Bauch gelbweiss. Beine ganz gelbweiss ; Präapical- borste deutlich vorhanden, Flügel farblos ; die Randader erstreckt sich bis zur Spitze der 3'"=" Längsader, 3'^ und 4"" Längsader parallel; die Oueradern einander nahe gerückt, der letzte Abschnitt der 4""" Längsader dreimal so lang wie der vorletzte. Schwinger gelbweiss, der Knopf oben- auf mit einem grossen schwarzen, rundlichen Flecken. Körper- und Flügellänge 3 mm. 7. Drosophila (Leucophenga) albiceps n. sp. Gunung Ungaran, September, JACOBSON leg. Stirne weiss, Fühler gelb, die Borste oben mit 7, unten mit 2 Kammstrahlen; Untergesicht weiss, Rüssel gelb, Hin- terkopf grösstenteils schwarz. Thorax braun, am Seitenrande und hinten mit Ausnahme des Mittelfeldes gelbweiss ; Schildchen braun, am Rande weisslich ; Brustseiten gelbweiss mit einigen grossen schwarz- braunen Flecken, auch einem auf dem Sternopleuron. Hin- terleib gelbweiss, 2""' Ring jederseits mit einem grossen. .stui)ip:n über südostasiatisciie diptkren IX. 259 rundlichen, schwarzen Fleck und in der Mitte mit einem schwarzen Punkt, 3*^'' Ring mit sehr breiter, in der Mitte vorn und hinten etwas vorgezogener schwarzer Ouerbinde; 4'^'' und 5''''' Ring mit je 5 schwarzen Flecken, von welchen die des 4""" Ring sehr gross sind ; die beiden äusseren jeder- seits berühren hier einander. Beine ganz weisslich ; Präapi- calborste vorhanden. Flügel glashell, 3''' und 4^*^ Längsader parallel; letzter Abschnitt der 4'"^" Längsader 2.5 mal so lang wie der vorletzte ; 2'"= Längsader relativ lang und gerade ; Schwinger weiss. Körper- und Flügellänge 2.5 mm. Diese Art zeigt in mehreren Hinsichten grosse Ähnlichkeit mit Dy. argentata, die Körper- und Schwingerfarbe ist aber eine andere; auch sind bei letztgenannter Art die Oueradern mehr genähert und die 2"^ Längsader kürzer, der 2"" Ab- schnitt der Randader ca. 2 3 mal so lang wie der 3"^, bei albiccps ca. 2.6 mal. Auch die von mir aus der Nähe von Buitenzorg beschrie- bene Dr. cincta (Studien VI p. 395) ist sehr verwandt, aber zunächst bedeutend grösser; auch ist die Hinterleibsfärbung eine andere; am 2'^'^" Ring findet sich in der Mitte hinten ein grosser breiter Flecken, am 4""" und 5"^^" Ringe sind die schwarzen Flecken am Hinterrande breit verbunden. Die Brustseiten sind nur auf Pteropleuren und Metapleuren dunkel gefleckt. 8. Drosophila albicincta De Meij. De Meijere. Studien IL p. 156. Semarang, Januar, i $, JACOBSON leg. Stirne mattgelb, Fühler desgleichen, das 3''' Glied und das Untergesicht weisslich. Rüssel und Taster gelb. Thorax gelbbraun, beim vorliegenden, nicht ganz reinen Stück mit wenig bemerkbarem weisslichen Schiller. Brustseiten gelb, unter der Flügelwurzel mit dunkelbrauner Makel. Schildchen braungelb, die Spitze weisslich. Hinterleib gelb, 2""" Ring an den Seiten mit je einem grossen mattschwarzen P^leck, welcher sich hinten striemenartig fast bis zur Schwinger- wurzel erstreckt, die 3 folgenden Ringe am Hinterrand mit je einer schwarzen, am 3'^" Ring den Seitenrand nicht errei- 26o DR. J. C. H. DE MEIJERE, chenden Halbbinde, welche median bis zum Vorderrand des Ringes vorgezogen ist. Beine ganz gelb, die Kniee der Hinterbeine schwarzbraun. Flügel glashell, das Geäder wie bei den vorhergehenden Arten. Randader, obgleich schwächer, bis zur 4"^" Längsader fortgesetzt. Schwinger gelb, mit schwarzem Fleck auf dem Knopf. Körper- und Flügellänge 2.5 mm. Wegen des von der T}'pe abweichenden Baues des Hinter- leibs beschreibe ich dieses Exemplar gesondert ; vielleicht liegen hier geschlechtliche Differenzen vor. Auch dieses Exemplar gleicht den vorhergenden in vielen Hinsichten, es ist eben weil die 4 hier in Betracht kom- menden x'\rten meistens nur in je i Exemplar, je von ver- schiedenem Fundort, vertreten sind, nicht zu entscheiden, in wie weit wir es hier mit Farbenaberrationen zu tun haben. 9. Drosophila (Leucophenga) salatigae n. sp. Salatiga, Mai, DocTERS Vy\N Leeuwen leg. Die 3 vorliegenden Exemplare sehen dem vorhergehenden Stücke von Dr. albicincta sehr ähnlich, so dass es genügt die Unterschiede aufzuführen. Sie sind etwas kleiner, an den Brustseiten erstreckt sich die dunkle Längsstrieme bis vornhin, während sie bei albicincta nicht auf das Mesopleuron über- geht; die Kniee der Hinterbeine sind nicht verdunkelt, die Oueradern sind einander etwas näher gerückt, (letzter Ab- schnitt der 4^*^" Längsader 2.3 mal so lang wie der vorletzte), die hintere Querader ist ganz gerade und weniger schief gestellt; der Schwingerknopf ist weniger deutlich verdunkelt. Körper- und Flügellänge etwas über 2 mm. Von den fünf, wie ich sie jetzt unterschieden habe, sehr verwandten Arten besitzen Dr. albicincta und argentata schwarzgefleckte Halteren, (bei argentata ist der 2^"^ Hinter- leibsring ganz gelb, bei albicincta jcderseits mit einem schwarzen Fleck). Ganz gelb sind die Schwinger bei albiceps und cincia, deren Unterschiede unter albiceps schon ange- geben wurden ; salatigae hat wenig verdunkelte Schwinger, sieht im übrigen albicincta sehr ähnlich. STUDIEN iir,p:U SÜDOST ASIATISCHE DIPTEREN IX. 201 10. Drosophila latifascia n. sp. Salatila, DoCTERS VAN Leeuwen leg. Stirne matt rotgelb; Fühler an der Wurzel gelb, da.s 3'" Glied dunkelbraun. Fühlerborste mit langen feinen Kamm- strahlen ; der Untergesichtskiel stark entwickelt, nach unten breiter. Thorax braungelb, gelb bereift. Schildchen flach, ziemlich scharfrandig, die Seiten schwarzbraun. Brustseiten grössten- teils schwarzbraun. Hinterleib gelb, mit sehr breiten schwarzen Ouerbinden, die des 2""" Ringes ist in der Mitte unterbrochen, die beiden folgend-en liegen je vom Vorderrand des Segmentes etwas weiter entfernt als vom Hinterrand ; die des 5"-" Ringes lasst nur vorn einen gelben Saum übrig, der 6"" Ring ist ganz schwarz. Hüften und Schenkel, letztere mit Ausnahme der äussersten Spitze schwarzbraun, Schienen und Tarsen gelb. Flügel deutlich gebräunt, ziemlich schmal ; die 2^'^' Längs- ader massig lang und ganz gerade, die 3"" und 4*^"' Längsader parallel; der letzte Abschnitt der 4"^" Längsader 2.2 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 2.5 mm. Ein zweites Stück von demselben Fundort dürfte hieher- gehören ; es hat aber hellere Rrustseiten und ganz gelbe Beine ; die schwarzen Hinterleibsbinden sind noch breiter. 11. Drosophila hirticornis n. sp. Gunung Ungaran, September; Nongkodjadjar, Januar, JA- COBSON leg. Kopf samt Fühlern matt blassgelb, das 3^'^ Fühlerglied läng- lich, fast bis zum Mundrand reichend, etwas graulich, dicht kurz behaart, ausserdem an der Oberseite mit ca. 6 längeren Haaren; Fühlerborste oben mit 4, unten mit i Kammstrahl. Rüssel und Taster gelb. Racken schmal. Untergesicht ohne Kiel, fast gerade, nur zwischen den ' Fühlerwurzeln mit schwacher Andeutung desselben. Thorax rotgelb, wenig glänzend, hinten mit 2 Dorsocen- tralborsten jederseits. Schildchen von derselben Farbe; Brust- seiten blasser. Hinterleib rotgelb, glänzend, mit linienartig schmalen schwarzbraunen Hinterrandsäumen. Beine ganz gelb. 202 DR. J. C. II. DE MEIJERE, Fluirei etwas bräunlich tingiert, mit gelbem Geäder, 2"" Längs- ader massig langs, 2"= und y" stark divergierend, 3'^' und 4^" etwas con vergierend, der letzte Abschnitt der 4"=" Längsader 1.6 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger rotgelb. Körper- und Flügellänge 2 mm.; ein Exemplar ist 3 mm. lang. Durch die relativ lange Behaarung des 3'''" Fühlergliedes und den kaum vorhandenen Untergesichtskiel ist diese Art nicht zu verkennen. 12. Drosophila inconspicua n, sp. Taf. 7. Fig. 30. Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg. Kopf samt Fühlern matt rotgelb, 3''^' Fühlerglied kurz oval, ohne längere Behaarung, die Borste oben mit 4 — 5, unten mit 3 Kammstrahlen. Der Untergesichtskiel erreicht den Mund- rand. Thorax und Schildchen rotgelb, wenig glänzend, Behaarung und Beborstung schwarz. Brustseiten rotgelb. Jederseits 2 Dorsocentralborsten vorhanden. Hinterleib rotgelb, glänzend, mit sehr schmalen schwarzen Hinterrandsäumen. Beine ganz gelb ; Flügel etwas gebräunt, 2^^ Längsader lang, 3'*^ und 4*^ parallel; letzter Abschnitt der 4'^=" Längsader fast 1.8 mal so lang wie der vorletzte; Randader bis zur 4'*=" Längsader fortgesetzt. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 2 mm. Eine sehr ähnliche Art liegt mir aus Pasuruan vor, leider ohne F'ühler und deswegen einstweilen besser unbeschrieben zu lassen; die 2^" Längsader ist bei ihr aber bedeutend kürzer und die Queradern sind mehr genähert. Weil der Untergesichtskiel gut entwickelt ist, ist sie auch von /;/;-//- coviiis verschieden. 13. Drosophila nigricolor de Meij. De Meijere, Studien VT, p. 399; Studien II, p. 153 [Dr. nigra). Am Eingang der Grotte Goewa Lawa am Strande bei Babakan (Residenz Banjoema.s) sammelte JACOBSON mehrere Exemplare dieser Art auf Fledermausguano, März 191 1. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIE DITTKREN TX. 263 14. Drosophila (Leucophenga) tectifrons n. sp. Semaraiig, Januar, Kebruar, Jacoiîsun leg. Stirne glänzend braungelb, Scheiteldreieck und Periorbiten gross, Ocellen weit auseinander gerückt ; von der matt gelben Stirtifarbe bleiben nur feine Trennungslinien übrig. Fühler an der Wurzel gelb, das 3'*" Glied matt dunkelbraun, oval, kurz, am Oberrande relativ lang behaart. Fühlerborste oben mit ca. 6, unten mit 2 Kammstrahlen. Untergesicht glänzend gelbbraun, nach unten bis schwarzbraun verdunkelt, der Kiel wenig entwickelt, schmal. Rüssel und Taster gelb. Thorax grösstenteils glänzend schwarzbraun, die vordere Hälfte aber mit Ausnahme des Seitenrandes glänzend braun- gelb ; hinten jederseits 2 Dorsocentrale vorhanden. Schild- chen glänzend braunschwarz. Brustseiten glänzend, oben schwarzbraun, unten gelb. Hinterleib glänzend schwarz, nur der i"= und 2"^ Ring braungelb. Beine gelb, die hinteren Schienen dunkelbraun. Flügel fast glashell, Randader an der Spitze der 3'*=" Längsader endend, die ebendort liegende Flügelspitze ziemlich scharf; 2'^ Längsader massig lang, ge- rade ; 3''= und 4^^ J^ängsader etwas divergierend, die Quer- adern genähert, der letzte Abschnitt der 4'"^" Längsader fast dreimal so lang wie der vorletzte; der Flügelschlitz am Ende der i^*^" Längsader scharf und tief. Schwinger blassgelb. Körper- und Flügellänge 2 mm. 14. Drosophila (Leucophenga) subpollinosa n. sp. Semarang, März, JACOBSON leg. Stirne mattgelb, am Augenrande breit weissbestäubt. Fühler gelb, gleichfalls mit weisslicher Bestäubung, das 3"= Glied oval, etwas verdunkelt, oben mit 6, unten mit 4 Kamm- strahlen. Rüssel und Taster gelb. Thorax rotgelb, glänzend, an jeder Seite mit einer breiten, weissbestäubten Strieme, welche aussen, bei einem 2^^" Stück auch innen durch eine dunkelbraune Linie gesäumt ist. Schildchen braungelb. Brustseiten gelb, mit einer breiten, dunkelbraunen Längsstrieme in der oberen Hälfte. Hinterleib glänzend schwarzbraun, das 2'*= Segment oben z. T. braun- gelb und mit weisslichem Schiller. Beine ganz gelb. Flügel 204 DR. J. C. H. DE MEIJERE, schmal, die Randader nur bis zur Spitze der 3"^" Längsader fortgesetzt, dick und schwarz, unten schmal dunkelbraun gesäumt; auf der kurzen i'*"" Langsader ein dunkler Wisch; 2'^ Längsader massig lang, 3''' und 4'^ etwas divergent; die 4"" schwächer, ihr letzter Abschnitt 2.3 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger schwarzbraun mit gelbem Stiel. Körper- und Flügellänge 1.5 mm. 15. Ürosophila (Leucophenga) gibbosa n. sp. Nongkodjadjar, Januar, jACOB.S<)N leg. Stirnc und Fühler matt dunkelbraun, Fühlerborste oben niit 9, unten mit 4 Kammstrahlen, L^ntergesicht weisslich, Taster braun, Rüssel gelb, Hinterkopf schwärzlich. Thorax gross, gewölbt, dunkel rotbraun, wenig glänzend, die Brust- seiten braungelb. Hinterleib schwarzbraun, der 3''' und 4''^ Ring an der Wurzel' sclimal braungelb, im Medianfelde ganz schwarzbraun; 2'^'' Ring am Hinterrandc etwas heller. Beine ganz gelb. Flügel relativ breit, an der Wurzel bis zur kleinen Querader gelblich, weiterhin stark gebräunt, namentlich in der Vorderrandshälfte. Die Randader erstreckt sich bis zu der Spitze der 3^*^" Längsader, 2'*^ Längsader relativ lang, 3''' und 4*'' Längsader parallel, letzter Abschnitt der 4'"" Längsader 1.8 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger braungelb. Körper- und Flügellänge 4 mm. 15. Drosophila strigifrons n. sp. Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg. Stirne matt schwarz, Periorbiten und eine schmale, sich bis vornhin erstreckende Mittellinie blassbraun. I'\ihlerwurzel gelblich, das 3'*= Glied dunkelbiaun ; Untergesicht blass- bräunlich, der Kiel stark entwickelt, die schmalen Backen dunkelbraun. Rüssel relativ lang, Taster von elliptischer Gestalt, also relativ breit ; beide schwarzbraun. Thorax obenauf fast matt dunkelbraun ; jederseits 2 Dorso- centralborsten vorhanden. Schildchen von derselben Farbe, mit 4 Borsten. Brustseiten und Beine gelblich weiss; Hin- terleib oben schwarzbraun, etwas glänzend. Bauch gelblich. Flügel schwach gebräunt, die Wurzel dunkler; 3^*^ und 4''' STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. 265 Längsader sehr schwach convergierend, letzter Abschnitt der 4'^'" Längsader fast 2 mal so lang wie der vorletzte. Körper- und Flügellänge 2.5 mm. 16. Drosophila semiatra n. sp. Salatiga, DüCTERS van Leeuwen leg. Von schmaler Gestalt. Stirne mattgelb, das kleine Scheitcl- dreieck und die Periorbiten glänzend. Fühler gelb, das 3"^ Glied kurz, rundlich. Fühlerborste oben mit ca. 6, unten mit 3 Kammstrahlen. Untergesicht glänzend gelb, von dem Kiel ist nur oben eine geringe Spur. Rüssel gelb. Thorax glänzend gelb, desgleichen das Schildchen und die Brustseiten. Hinterleib glänzend schwarz, der Bauch gelb. Beine gelb. Flügel fast glashell ; 2^" Längsader ziemlich lang, fast gerade, an der Spitze nur etwas aufgebogen ; 3"^ und 4'^ Längsader parallel ; letzter Abschnitt der 4""" Längs- ader ca. 2 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 1.5 mm. 17. Drosophila metallescens n. sp. Semarang, März, JACOBSON leg. Stirne ganz glänzend rotgelb, nicht geteilt, schwach gewölbt. Fühlerwurzel gelb, das 3'*= Glied oval, braun, die Borste oben mit 4, unten mit 2 Kammstrahlen. Untergesicht matt weisslich, mit deutlichem Kiel. Rüssel und Taster gelb. Thorax glänzend rotgelb, in der hinteren Hälfte mit starkem metallisch blauen Schiller. Hinten jederseits 2 Dorsocentrale vorhanden. Schildchen braungelb, fast matt. Brustseiten glänzend rotgelb, oben mit einer dunkelbraunen Langsstrieme. Hinterleib an der Wurzel schmal rotgelb, dann glänzend purpurschwarz, die Endhälfte erzgrün. Beine ganz gelb. Flügel glashell, auf der !'*=" Längsader mit einem schwarz- braunen Wisch, welcher sich bindenartig bis zum Hinterrand fortsetzt. 2"= Längsader sehr kurz, etwas nach oben aufge- bogen, 3'^ und 4"-' parallel ; letzter Abschnitt der 4"=" Längs- ader 1.75 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger rotgelb. Körper- und Flügellänge kaum 1.5 mm. 18 266 DR. J. C. II. DE MEIJERE, 1 8. Drosophila unicolor n. sp. Gunung Ungaran, September, i Ex., JACOBSON leg. Von breiter Gestalt und tief matt gelbroter Färbung. Auch die Stirne ganz matt gelbrot, Fühler etwas heller, y^ Glied oval, kurz behaart, die Borste oben mit ca. 8, unten mit 5 Kammstrahlen. Untergesichtskiel stark entwickelt. Backen schmal, Rüssel und Taster rotgelb. Thorax jederseits mit 2 Paar Dorsocentralborsten. Brust- seiten nicht heller als der Thoraxrücken. Hinterleib von der- selben matt gelbroten Farbe. Beine ganz rotgelb, Flügel deutlich gebräunt, die hintere Ouerader schmal dunkelbraun gesäumt. 2"" Längsader lang, von der 3'^" wenig divergierend ; 3"= und 4"= parallel ; letzter Abschnitt der 4'*=" Längsader nur wenig länger als (1.3 mal so lang wie) der vorletzte. Schwin- ger gelbrot. Körper- und Flügellänge 3.5 mm. 19. DrosGphÜa simplex n. sp. Taf. 7. Fig. 31. Salatiga, DOCTERS van Leeuwen leg. ; Nongkodjadjar, Januar; Wonosobo, Mai, JACOBSON leg. Kopf samt Fühlern mattgelb ; 3'^* Fühlerglied oval, ohne längere Behaarung, Backen sehr schmal, der schmale LTnter- gesichtskiel erstreckt sich bis zum Mundrand. Fühlerborste oben mit 3, unten mit i Strahl. Thorax und Hinterleib einfarbig rotgelb, massig glänzend, mit gelber Behaarung und Beborstung; jederseits 2 Dorso- centralborsten vorhanden. Auch die Beine ganz gelb, Flügel fast glashell, 2"^ Längsader ziemlich lang, 3'^ und 4'^ Längs- ader parallel; letzter Abschnitt der 4""' Längsader fast 2.2 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge 1.5 mm. Ein Exemplar vom Gunung Gedeh ist sehr ähnlich, aber die Beborstung und Behaarung sind dunkler und die Fühler- borste hat etwas mehr Kammstrahlen. Weil nur 2 Sterno- pleurale vorhanden sind und die Oueradern weiter aus ein- ander stehen ist es auch nicht die sonst ähnliche triseta. STUDIKN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIK DII'TKREN IX. 267 BESTIMMUNGSTABELLE der hier a u f g e f ü li r t e n Arten. 1. Thorax gelb mit 4 braunen Längslinicn. Dr. i/urolata n. sp. » mit anderer Zeichnung oder einfarbig. . . 2 2. Flügel gefleckt 3 » ungefleckt, am Vorderrand mit breitem dunklen Saume Dr. iiivicta Walk. » einfarbig, ht)ch.stens an der Wurzel mit dunklem Wisch 4 3. ) mit dunkler Binde. . . Dr. oriiatipciiiiis n. sp. Nur an der Spit/e der 2"^"— 4'"^" Längsader dunklere Fleckchen Dr. subfasciata n. sp. 4. Hinterleib gefleckt oder mit zackigen Binden ... 5 i> mit geradlinig begrenzten schwarzen Binden 6 » einfarbig, höchstens an Wurzel oder Spitze von abweichender Färbung 8 5. » gelb mit 2 schwarzen Flecken nahe der Spitze. Dr. bitiotata n. sp. /) mit ausgedehnterer dunkler Zeichung. Man vergi, p. 260 . . . Dr. argentata n. sp. » a I biceps n. sp. » albicincta DE Meij. » cincia DE Meij. » salatigae n. sp. 6. » mit breiten schwarzen Binden. Dr. latifascia n. sp. » » sehr schmalen schwarzen Hintcrrandsäu- men 7 7. 3^""'' Fühlerglied mit langen Haaren ; Lntergesichtskiel fast fehlend. . . . Dr. hirticornis n. sp. » nur sehr kurz behaart, Untergesichtskiel deutlich entwickelt Dr. inconspicna n. sp. 8. tlinterleib grösstenteils oder ganz dunkel .... 9 » einfarbig gelb bis gelbrot 13 9. Thorax samt ßrustseiten ganz schwarz. Dr. nigra DE Meij. » nicht ganz schwarz 10 10. » vorn gelb, hinten schwarz. Dr. tectifrons n. sp. 268 DR. J. C. II. DE MEIJERE, Thorax gelb mit 2 weissbestäubten Längsstriemen; sehr kleine Art Dr. siihpollinosa n. sp. » einfarbig 11 11. Stirne glänzend gelb 12 » fast ganz matt dunkelbraun, ohne hellere Mittel- linie Di', gibbosa n. sp. » fast ganz mattschwarz, mit heller Mittellinie. Dr. strigifrons n. sp. 12. Thorax rotgelb, Hinterleib metallisch schwarz, 2''' Längs- ader lang und gerade . . Dr. semiatra n. sp. y> rotgelb mit blauem Schiller, Hinterleib metal- lisch ; 2^*^ Längsader kurz Dr. Dietallcscens n.^'Ç). 13. '' mit 2 matten Längsstriemen. Scaptomyza siibstrigata n. sp. » einfarbig gelb 14 14. Grössere, ganz gelbrote Art . . . Dr. unicolor n. sp. Kleine, gelbe Art » simplex n. sp. SCAPTOMYZA Hardv. Scaptomyza substrigata n. sp. Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg. Stirne matt rotgelb, Scheiteldreieck und Periorbiten heller, matt gelbweiss. Fühler gelb, das 3'^ Glied kurz, oval ; die Fühlerborste oben mit 4, unten mit 2 Strahlen. Untergesicht blassgelb, Rüssel und Taster gelb. Thorax mattgelb, weisslich bestäubt mit 3 etwas glänzenden braungelben Striemen, von welchen die seitlichen am Seiten- rande liegen ; Acrostichalborsten 2-reihig. Schildchen und Brustseiten gelb. Hinterleib gelb, die Spitze verdunkelt und zum Teil glänzend schwarz ; die Behaarung relativ lang, grösstenteils gelb. Beine ganz gelb. Flügel schmal, 2"^ Längsader lang, fast parallel zur 3*''" ; 3^'^ und 4''= parallel ; letzter Abschnitt der 4*^" Längsader 1.7 mal so lang wie der vorletzte. Schwinger gelb. Körper- und Flügellänge etwas mehr als 2 mm. Durch den gestriemten Thorax und die grössere Distanz der Oueradern ist diese Art von Sc. bimaciilata (Studien 11, p. 160) verschieden. STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATLSCHE DIPTEREN IX. 269 CAMILLA Hal. Camilla rugulosa n. sp. Nongkodjadjar, Januar, JACOBSON leg. Stirne fast ganz glänzend stahlblau, etwas runzelig. Fühler schwarzbraun, die Fühlerborste oben mit 5, unten mit 2 Kammstrahlen. Untergesicht glänzend schwarz, der Kiel den Mundrand nicht erreichend, unten einen in der Mitte des Untergesichtes vorspringenden Höcker bildend. Thorax purpurschwarz, sehr fein runzelig, wenig glänzend ; Schild- chen desgleichen ; Brustseiten und Hinterleib glänzend schwarz. Beine blassgelb, Vorderhüften und -Schenkel, Mittel- schenkel mit Ausnahme der äussersten Basis und ein breiter Ring an der Spitze der Hinterschenkel schwarz. Schwinger schwarzbraun. Flügel etwas bräunlich tingiert, 2'*^ Längsader massig lang, der letzte Abschnitt der 4"^" Längsader 2.5 mal so lang wie der vorletzte. Körper- und Flügellänge 1.5 mm. Durch den feinrunzeligen Thoraxrücken und Stirne ist diese Art von javana und pusilla verschieden ; cocnileifrons hat eine z. T. rote Stirn. BORBORIDA E. LIMOSINA Macq. I. Limosina salatigae n. sp. Taf. 7. Fig. 32. Salatiga, Mai, Docters van Leeuwen leg. Stirne matt braunrot, Scheiteldreieck, Periorbiten und Hin- terkopfschwarzgrau, Fühler schwärzlich, das 3''= Glied rundlich, die Borste deutlich pubeszent. Untergesicht gelbbraun, etwas ausgehöhlt, nicht gekielt, nur zwischen den F"ühlerwurzehi etwas erhaben ; die breiten Backen braungelb. Thorax und Schildchen dunkelgrau, zart bestäubt. Schildchen mit 4 sehr langen und 2 kürzeren Borsten, im übrigen nackt, Brustseiten braungrau. Hinterleib schwarzbraun, etwas glänzend. Beine braungelb, auch die Vorderhüften von dieser Farbe; die Mittelschienen stark beborstet, aussen mit 5 Borsten, welche nach der Schienenspitze hin allmählich länger werden, innen mit kurzem Börstchen in der Mitte und einer längeren Borste vor der Spitze, am i"=" Tarsenglied findet sich eine 270 DR. J. C. II. DE MEIJERE, Borste nahe der Wurzel und ein Paar an der Spitze ; Mittel- schenkel vorn mit einer Reihe kurzer Bórstchen, an der Spitze vorn und hinten mit einer längeren Borste. Vorder- und Hinterschienen ohne besondere Borsten. Flügel glashell, etwas weisslich, mit zartem weisslichen Geäder ; der i"= Vorderrandabschnitt ziemlich lang beborstet, 3'«= Längsader aufwärts gebogen, 4''= und 5^*= nicht jenseits der Discoidalzelle fortgesetzt; die kleine Ouerader ist ebenso weit von der hinteren, wie von der Wurzel der 3'^^" Längsader entfernt. Körper- und Flügellänge 1.5 mm. Frisch geschlüpfte Exemplare sind von hellerer Farbe, ganz rötlich. 2. Limosina ornata n. sp. Batavia, November, JACOBSON leg. Stirne matt dunkelbraun, etwas ins Rötliche ziehend; am x'\ugenrande schwarzgrau, hinten etwas glänzend ; Stirnborsten stark. Fühler grösstenteils gelb, der Oberrand des 2'''" und 3'^" Gliedes schwarz; Borste lang, schwarz, deutlich pubeszent. Untergesicht schwarz, zart weiss bereift, die Fühlerwurzeln weit getrennt, zwischen denselben ein deutlicher Höcker. Backen ziemlich schmal. Hinterkopf grau. Thorax schwarz- braun mit 4 weisslich grauen Längsstriemen, die 2 mittleren hinten vor dem Schildchen abgebrochen, die seitlichen nur hinter der Quernaht vorhanden ; während der Thoraxrücken im allgemeinen matt ist, ist der Seitenrand vor der Quernaht breit glänzend. Brustseiten glänzend schwarzbraun, am Ober- rand des Sternopleuron etwas gelblich. Schildchen sammet- artig mattschwarz, nackt, nur mit 4 starken Randborsten. Hinterleib schwarzbraun, etwas glänzend. Beine grösstenteils gelb, die .Schenkel und Schienen mit dunkleren Wischen, u. a. die Wurzel der Vorderschienen an der Innenseite schwärzlich, auch die Hinterschienen an der Aussenseite mit Ausnahme der Spitze dunkel. Mittelschiene beborstet. Flügel glashell, stark irisierend, in der Mitte mit einer ver- waschenen braunen Querbinde, das Geäder an dieser Stelle verdunkelt, auch die Spitze, aber sehr wenig, dunkler; 2"= Längsader gerade, 3'*^ etwas aufwärts gebogen; 4"= und 5"^ hinter der breiten Discoidalzelle nicht fortgesetzt; die kleine STUDIEN ÜBER SÜDOSTASIATISCIIE DIPTEREN IX. 1"] \ Querader liegt in der Mitte zwischen der hinteren und der Wurzel der 3""' Längsader. Schwinger weiss. Körper- und Flügcllänge 1.5 mm. In: The Entomologist's monthl}- mag. 2"'' ser. XXI, 1910, p. 277 wird von COLLIN eine neue Limosina aus Ceylon beschrieben, von welcher sich mehrere von grossen Copriden forttragen Hessen, welche im Sonnenschein umher flogen, wie auch Liììwsiìia sacra MeiG. auf Ateuchus gefunden wurde. Die neue Art von CoLLlN, L. eqnitaiis, ist im allgemeinen von braungelber Farbe, der Hinterleib ist grauschwarz, mit einem schmalen gelblich weissen Hintersaume auf jedem Segment. Von meiner L. salatigac weicht sie u. a. auch durch die fast gerade 3**= Längsader ab, LIPOTHERINA n. g. Taf. 7. Fig. 11. Stirne fast flach, Scheiteldreieck klein, wenig auffällig, Periorbiten jederseits mit 3 (3rbitalborsten, vor der vorderen steht nahe dem vorderen Stirnrand noch eine 4"-" Borste. Fühler massig gross, genähert, das 3^'' Glied kurz-oval mit ziemlich langer, nackter Borste; Untergesicht etwas ausge- höhlt, ungekielt und ohne Fühlergruben, jederseits mit star- ker Vibrisse; Backen massig breit. Praelabrum vorragend. Thorax oben mit 4 Reihen von massig langen Borsten, im übrigen unbehaart; Brustseiten unbeborstet. Schildchen oben flach, mit 4 Randborsten. Hinterleib konisch, abgeflacht. Beine massig lang und stark, die Schenkel an der Spitze und namentlich die Mittelschienen beborstet. Flügel niässig breit; i'" Längsader kurz, die 2"^ sehr lang, dem Vorderrand nahe liegend, die 3^'' und 4^^ convergent, die 5'*^ an der hin- teren Oueracler endend, letztere schief gestellt ; hintere Basal- zelle und Discoidalzelle verschmolzen. Randader bis zur 4'''" Längsader fortgesetzt. Lipotherina flavinotata n. sp. Taf. 7. Fig. n. Nongkodjadjar, Januar, 1 Ç, JalOBS(.»N leg. Stirne mattschwarz, nur die Periorbiten und das Scheitel- dreieck massig glänzend; jederseits 4 Orbitalborsten vorhan- den. Fühler rötlich, das 3''' Glied am Aussenrande gebräunt, mit zarter, nicht besonders langer, nackter Borste, Unterge-