BESCHEEIBÜNG NEUER PSELAPHIDEN AUS der SairLral-ang- des Miiasenm. L-udwig* Salvator. Ein Beitrag zur Fauna Brasiliens, der Kgl. Niederländischen Besitzungen in Indien und Neuhollands. VON Dr. L. W. SCHAITFUSS, R. (Fortsetzung \on Thl. XXIX, S. 241). CYLINDRARCTUS Schauf. xvltvôçog (cylindrus); aQxxog (ursus). nov, gen. Antennae fere approximatae , undecim-articulatae , fere monili- formes, clava triarticulata. Palpi articulis 2°. — 4°. elongatis, tertio et quarto cultriformibus , quarto apice rotundato-obtuso , extus subsinuato, secundo petiolato, ex media parte ad apicem elongato-clavato. Caput antrorsum angustatum, subtus porrectum. Thorax subcordatus. Corpus subcylindricum ; abdomen levi ter marginatum. Coxae anteriores approximatae, posticae distantes. Tarsi monodactyli. 92 BESCHBEIBTTNG Cylindrarctus americanus Schauf. — Subcylindricus , piceus, longe hirsutus, nitidus, capite thoraceque sanguineis, an- tennis pedibusque rufis ; antennis articulo pri mo incrassato , sub- quadrato , latitudine longiore , secundo subquadrato , 3°. — 5°. breviter obconicis, basi truncatis, 6". — 8°. fere rotundatis, 3°. — 8°. latitu- dine aequalibus , nono globoso , decimo leviter transverso , utrinque rotundato, ultimo magno, breviter obovato, apice piloso; capite convexo ; elytris politis , longe-hirsutis, nigris ; elytris humeris apiceque sanguineis, quadristriatis , stria discoidali post mediam partem ab- breviata; thorace subcordato, basi plicatula. Long. 2 mm. , lat. f mm. Hab. : Illinois , Beifrage. Die Fühler sind genähert , kräftig , die Keule ist dreigliederig. Der Vorderkopf ist nach unten gerichtet. Maxillartaster : Erstes Glied wahrscheinlich sehr klein; zweites gestielt , von der Mitte an nach vorn zu länglicher Keule erweitert , lang ; drittes Glied etwas kürzer als das zweite , breit messerförmig , im ersten Drittel nach innen etwas erweitert ; viertes Glied wiederum breit messerförmig mit kurzem Stiele, vorn abgerundet. Das behaarte Halsschild lässt nicht zu, zu constatiren, ob etwa beiderseits ein Grübchen vorhanden ist. Es ist länglich herzförmig , die Seiten in der Mitte etwas wulstig erweitert, nach vorn aus- gezogen, verengt. Hinterleib rund, Seiten etwas wulstig. Eine Klaue. Unterseite. Sieben Hinterleibsringe sichtbar , wovon der zweite nur wenig breiter ist als der erste; der erste erreicht die Breite des zweiten in der Mitte , wenn der Ausschnitt mitgenommen wird ; der dritte Ring ist | so breit als der zweite; der vierte und der fünfte jeder halb so breit als der zweite, der sechste (^^"i) hat tiefe Grube, der siebente bildet die Afterklappe. Vorderhüften genähert , hoch , Schenkelanhänge nicht gross , quer. Mittelhüften genähert, halbkugelig vorstehend. Schenkel- anhänge länger als an den Vorderfüssen , fast i der Schenkel NEUBB PSBLAPHIDEN. 93 einnehmend, Schenkel auf diesen ansitzend. Hinterhüften entfernt. Hinterbrust dazwischen mit Eindruck und gerundetem Ausschnitt (-BrER PSELAPHIDEy. lOl Von Gamia Argm Reitt. verschieden durch Kürze und Breite, sowie durch schmale Hinterleibsringe und dadurch dass Gamia Argus Reitt. gar keine Gamha Reitt., sondern eine Dwcw/'a Reilt., also richtiger ein -Tuhm Schauf. ist. Mit Jubiis ScJiaufussi Raffr. verglichen , weicht Gawèa hrevipennì.s Schauf. durch seine, von der der Gattung Juòus eigenen ver- schiedene Fühlerbildung ab; von Julus hngipennis Raffr. , welche ich für eine Gamba halte, durch die Fühlerform und Kleinheit; von Julus laticoUis Raffr. (wohl acht er Jubus) ebenso generell wie von Julm Schauf imi Raffr.; von Juins Reiif^ri Raffr. durch das Maass, die Kopfform etc. Diese letztere Art ist sicher eine Gamia , zu welcher Gattung als Synonym Ärcfophi/sis Reitt. geholfen wird , wie schon Herr Raffray glaubte. Jubus inermis Schauf. — Elongatus. testaceo-rufus, nitidus, pubescens; capite subelongato-triangulari, antice et angulis posticis obtusis, vertice emarginato, convexe, sulcis parallelis, medio approximatis ; thorace postice cordato, antice obcordato , supra basin linea impressa , utrinque foveaeforme-impresso ; elytris latitudine parum longioribus, subdepressis , basi media carinulata et utrinque impres>^a, humeris pliciformibus , parum angustatis, stria suturali integra, subtiliter punctulatis,pubescentibus; abdomine late mai^ginato, segmentis subaequalibus , supra viso primo secundo angustiore. Antennis articulis 1°. — 7°. minutis . subquadratis , primo et secundo reliquis parum majoribus. 8°. — 10°. magnis, subquadratis, ultimo elongato-acuminato. Long. 1^ mm., lat. h mm. Hab. : Columbia , Amer. mer. ■Jnhus ìnermìs m. weicht von allen Arten der Gattung, die bis jetzt beschrieben sind, durch die Fühler und Halsschildbildung ab. Die Fühlerkeule nimmt über die halbe Länge der Fühler ein und ist auffallend dick. Das Halsschild ist nach hinten und vorn herzförmig, über der Basis zwar abgeschnürt und linear eingedrückt, hat aber daselbst keine scharfe Ecke. 102 BESCHBBIBUNG Tm «Versuch einer system. Eintheil. d. Pseìa^pìi. y> {Fer/i. Srünn) pag. 241 sagt Herr Reitter: «Ich vermuthe dass die Gattung nicht zwei ungleiche, wie der Autor angiebt , sondern zwei gleiche Klauen haben dürfte. Ob die Fühler genähert sind , wurde nicht gesagt ». — Ich lasse dahin gestellt, ob diese Vermuthung nicht vielleicht auf einer Mittheilung des Herrn Consul Raffray beruht , welcher einen Juhus kennen lernte , der in Wirklichkeit zwei gleiche Klauen hat. « C'est un Jubìis qui tient à la fois des Gamba et des Arctophysis (Rttr.) et oblige à supprimer ces deux genres » sagt Herr Raffray bei Reschreibung seines Jubus Beitteri. Die von mir s. Z. bei Aufstellung der Gattung Jubus auf die Klauen untersuchte Art behält l^ Klaue. Da Herr Consul Raffray constatirt hat , dass er ausser /. ReiUeri , den ich für Gamba halte, andere Jubus mit zwei gleichen Klauen gefunden hat , ist bei dieser Gattung möglicherweise das ähnliche Vorkommniss vorhanden, wie bei den Rythiniden : Macliaenüs hat eine, auch \\ Klaue (Facetus). Weitere Fälle werde ich gelegentlich besprechen. Das von Reitter 1. c. angegebene Vaterland « Ost-Indien » ist unrichtig. Die sämmtlichen bis jetzt beschriebenen Arten stammen aus dem nördlichen Südamerika. Um den Ansichten über Rerechtigung der Gattungen Jubus Schauf. und Gamba Schauf. einen weiteren Spielraum zu geben, sind auf Tafel 7 und 8 die Arten Jubus spinicollis , subopacus , Gamba elongata und rugicoUis , die ich im ^unquam otiosus s. Z. beschrieb , abgebildet , und zwar Taf. 7, flg. 1. Jubus spinicollis^ fig. \a Fühler, fig. \b Maxille, fig. le Taster, fig. If/ Oberlippe, fig. lo, ƒ Mandibeln, fig. \g Vordertarse. )) » fig. 2. Jubus subopacus^ fig. la Fühler, fig. 2i. Palp. » )) fig. 3. Gamba elongata, fig. 3^ Fühler, fig. 3ô Palp., fig. 3c Vordertarse, fig. 3d Hintertarse. Taf. 8, fig. 1. Gamba rugicollis, fig. \a Fühler, fig, 1^ Thorax, fig. \c Vordertarse. NEUER PSEI/APHIDEN. 103 CYLINDREMBOLUS Schauf. xi'XivÔQOi (cylindrus); e^ßokog (embolus), nov. gen. Palpi maxillares articulis primo non observato, secundo tenui, elongato, apice robustiore, tertio minuto, quarto elongato- òbovato, apice acuminato. Antennae distantes, undecim-articulatae , articulis 3°. — 8°. minutis, ultimo solo clavato. Oculi médiocres, in capite medio utrinque sitis. Thorax cordatus, fovea utrinque distincta ornatus. Corpus Brj/ax i-forme ; abdomen breve , tenuiter-carinulatum , segmentis laevibus. Coxae posticae distantes, deplanatae. Von den kleinen Maxillartasterchen sehe ich ein dünnes zweites Glied, ein kleines drittes und ein lang verkehrt eiförmiges viertes Glied, welches das zweite an Länge nicht überragt. Es ist vorn etwas zugespitzt und möglicherweise auf der Unterseite eingedrückt. Auf der Unterseite bildet der oben sichtbar erste , unten zweite Bauchring eine breitere Fläche als der unten erste oder dritte und ist fast breiter als die etwas zusammengeschobenen dritter und vierter Ring zusammengenommen. Die Hinterhüften sind weit von einander entfernt, nicht ver- längert, wie die vorderen es sind; die Schenkelanhänge nicht lang. Ich finde ein kleines erstes , ein langes zweites und ein kürzeres drittes Tarsenglied (kürzer als das zweite) ; eine Klaue erscheint mir deutlich, doch kann bei grösserem Materiale eine genaue Zer- gliederung möglicherweise auch zwei ungleiche Klauen constatiren. Die Hinterschiene weist an meinem Exemplare einen Dorn auf, welcher kürzer ist als das dritte Tarsenglied. Cylindrembolus marginalis Schauf. — Rufo-testaceus , pubescens, thoracis basi, elytrorum sutura apiceque obscuris; antennarum clava magna, ultimo solum articule formata, testacea, articulis primo et secundo latitudine longioribus, tertio breviter 104 BBSCHBEIBUNG obconifoiMiie , 4°. — 8°. moniliformibus, nono et decimo transversis, undecimo obovato; capite subquadralo, angulis posticis rotundatis , inter oculos bifoveolato, antice leviter impresso; thorace convexo, cordato, utrinque unifoveolato ; elytris subtiliter punctulato-pubes- centibus , subgloboso-quadratis , antice parum angustatis , humeris minutis, basi sexpunctulata , stria suturali integra; abdominis segmentis supra quatuor visis , laevibus, pubescentibus , gradatim an- gustioribus, primo utrinque anguste carinato, reliquis linea instructis; femoribus apice clavatis; tibiis posticis apice latiorib us , subincurvis. Long. 1 mm. , lat. large k mm. Hab. : ad flum. Amazon. Das Thierchen ist einer kleinen Bri/axls ähnlich, von gewölb- ten, gleichmässigen Formen. Ausser den eigenthümlichen Fühlern und dem runden Hinterleib bietet sie nichts Auflalliges. Zwischen den Fühlern ist der Kopf etwas eingedrückt, die Knötchen der Fühlereinlenkung treten jederseits wenig hervor, die beiden Grüb- chen zwischen den Aucjen sind deutlich. Tyrus compressicollis Schauf. — Testaceo-rufus , elytris femoribusque pallidior, nitidus, pubescens; capite antice binoduloso, vertice transversim convexo; thorace subelongato-quadrato, convexo, postico utrinque constricto-impresso , impressionibus sulco basali conjunctis, anlice transversim vix impresso; elytris magnis, late- ribus convexis , sutura leviter elevata , striis suturali integra , altera discoidali abbreviata, ad basin impressis, pilosis, pilis ad apicem curvatis; tibiis elongatis, leviter sinuatis, unguibus duobus aequa- libus distinctis praeditis. Long. 1| mm., lat. 4 nim. Hab.: Chile. Taf. 8, flg. 2; fig. 2a (Fühler); fig. 2i (Palp); fig. 2c. (Vordertarse). Dieser Ti/nis zeichnet sich durch langes Halsschild aus, dessen tiefer Basaleindruck sich seitlich tief und breit nach unten und vorn zieht, woselbst die Seite knotig vorsteht. Auch vorn querüber ist ein breiter Eindruck angedeutet. NEUEfi P8ELAPHIDBN. 105 Die Fühler sind schmächtig, die dreigliederige Keule nicht sehr auffallend, mit Ausnahme des letzten Gliedes. Die grossen Flügeldecken haben an der Basis vier tiefe Punkte; die Discoidaistreifen sind kurz, tiefliegend, die Schultern stehen höher, wulstiger hervor als der erste Zwischenraum der Flügel- deckenstreifen. Die von oben sichtbaren vier Hinterleibsringe haben abnehmenden breiten Rand; deren Ecken stehen etwas Vor. Das erste und zweite Segment sind gleichbreit, jedes etwas gewölbt, das dritte und vierte schmäler. Jedes ist am Hinterrande schmal befilzt. Tyrus calcaratus Schauf. — Tyro sexspinoso m. similis, differt trochanteribus anlicis inermibus, mediis longo calcaratis, thorace utrinque postico foveato , capite vertice convexo. Long. 2| mm., lat. fere 1 mm. Hab.: Minas Geraes, Brasil. Mit Ti/rus sexsp'mosus m. einmal vom verstorbenen Entomo- logen Sahlberg gefunden, und, wie alle jetzt beschriebenen Arten , in meiner Sammlung. Bei Tyrus calcaratus zeigt sich jederseits des Halsschildes eine sehr grosse, etwas dichter als das Thier sonstwo, behaarte Grube. Die vordersten Schenkelanhänge sind unbewehrt , die mittleren aber zeigen einen langen vorn etwas umgebogenen, zugespitzten Dorn. Das Kielchen des ersten Hinterleibsringes ist länger als bei T. nmcronalus oder den anderen Arten. Tyrus hnmeralis Westw. und humeralis Aube coUidii en mit ihren Namen, ob aber der Westwoodsche Tyrus auch ein Tyrus ist? Jedenfalls wird er in ein anderes Genus überzutreten haben. Tyrus sexspinosus Schauf. — Piceus, elytris castaneis, pedibus ferrugineis, disperse pubescens; capite inter oculos bifo- veato, antice profunde, postice minus impresso; thorace breviter cylindrico, antice rotundato-angustato, postice linea arcuata im- 106 BESCHREIBUNG presso; elytris subquadratis, lateribus antice paru m angustatis, humeris obtusis, disperse punctulatis, punctis fere cristatis, pilosis, basi rugulosa, stria suturali integra, altera discoidali abbreviata, in fiindo glabris ; trochanteribus anticis unispinosis , femoribus anticis mucronatis. Antennis filiformibus , articulis 2°. — 8°. leviter obconicis, nono et decimo breviter ovalibus, reliquis parum latioribus , ultimo breviter ovali, majore. Long. 2j^ö- rain-) lat. f mm. Hab.: Brasilia. Die vier fast gleichlangen ersten Hinterleibsringe (von oben gesehen) sind etwas gewölbt. Der erste hat das der Gattung eigen- thümliche kurze Kielchen. Die Ränder sind sehr breit. Das nette Thierchen ward vom verstorbenen Dr. Sahlberg in der Provinz Minas Geraes, wohl um Petersburg, gefunden. Tyrus sexspinosiis m. ist grösser und schmäler als T. humeralis Aube, mit rauhem, kurz behaarten Kopf, dessen oberster Theil einen kleinen Längseindruck zeigt. Bei der neuen Art sind auch die Schenkelanhänge des ersten Beinpaares zur Spitze ausgezogen. Von Tyrus Victoriae King , den ich als Type vor mir habe , sind die Palpen folgendermaassen gestaltet: Zweites Glied fast so lang als das vierte , fadenförmig , nach vorn wenig verstärkt ; das dritte viel dicker, namenthch nach vorn, aber kurz, kaum länger als breit; das letzte dick, spindelförmig, breiter als das vorhergehende. Herr Consul Raffray stellt meine Bryaxis chamaeleon zur Gat- tung Tyriis Aube. Auf Grund genauer Nachuntersuchung kann ich heute constatiren , dass meiner Art die Borste am letzten Maxillartasterglied , welche wir beim typischen Tyriis humeralis Aube und mucronatus Panz. finden, fehlt. Auch hat das letzte Maxillartasterglied von chamaeleon eine andere Form als das der Gattung Tyrus: es ist etwa viermal so lang als breit, von aussen NEUER PSELAPHIDEN. 107 gesehen nach vorn allmählig zur Keule angeschwollen, von vorn nach unten gesehen S-förmig gebogen , also ist die Seite nach dem Kopfe zu curvig eingedrückt oder ausgehöhlt. Der Art ckamaeleon fehlt ferner das Kielchen am ersten Hin- terleibsringe (welches Herr Reitter «Längsfältchen» nennt). Ganz merkwürdig sind die Tarsenglieder aber gebildet, nicht minder die Klaue. Durch die Notiz des Herrn Consul Raffray {Revue (l'Entomologie 1883, p. 72) auf das Thier nochmals speciell aufmerksam gemacht , entschloss ich mich , mein einziges Exemplar , auf die Gefahr hin dass es dabei beschädigt werde, aufzuweichen. Das Resultat besteht in Obigem und in der Thatsache, dass die Tarsenglieder ausserordentlich flach , vorn doppelt so hoch als hinten, und sehr schräg abgeschnitten sind; die Klaue ist doppelt und beschreibt einen Viertelkreis, verlängert sich aber über den- selben hinaus. Hinterhüften von einander entfernt, halbkugelig herausstehend; Schenkelanhange etwa \ so lang als die Schenkel. Die Coxen sind nicht so gross als die Mittelhüften, welche letztere als genähert bezeichnet werden müssten , wenn sie nicht durch einen linearen Eindruck geschieden wären. Die Vorderhüften sind erhöht , aneinanderstehend , etwas konisch zugespitzt, aber am Ende abgestumpft. Schenkelanhänge kurz, breit dreieckig. Die Anhänge der mittleren und hinleren Coxen sind \ bis i so lang als die Schenkel selbst. Von unten sind sechs Bauchringe zu sehen. Der erste ist schwer sichtbar, der zweite und fünfte nur wenig breiter als der dritte und vierte. Zwei gleichgrosse Klauenglieder. Bryaxis ckamaeleon m. ist also , wie Herr Consul Raffray richtig herausgefunden hat, keine Bryaxis^ dieser umsichtige und hoch- verdiente Forscher stellt sie aber auch nicht mit Recht zu Tyms^ sondern sie ist ein Thier, welches einen besonderen Platz verdient. Ich halte es für den australischen Vertreter der Gattung i/«;««?«;«*; die Tarsen- und Klauenbildung, die grossen Seitengruben des Halsschildes, die kleinen niedlichen Palpen aber ergeben generelle 108 BESCHREIBUNG Unterschiede , und habe ich das Thierchen zwischen Hamotus und Tijrus als HAMOTULUS (nov. gen.) chamaeleon Schauf. einrangirt. Eupsenius dominicanus Schauf. — Rufo-cinnamomeus , nitidus ; ocuhs magnis , convexis , capite subquadrato , anguUs anticis rotundatis, inter ocuUs profunde bifoveolato, vertice trans- versim convexo; thorace cordato postica utrinque compressiusculo; elytris subquadratis , convexiusculis , lateribus et anguhs anticis rotundatis, basi valde quadri-impressa, stria suturaU suturae valde approximata , tenuiter impressiuscula ; abdomine marginato , seg- mento supra viso primo secundo longiore, breviter biphcatulo. Long. \\ mm., lat. | mm. Hab. : Ins. S. Domingo. Palpen klein, vorletztes Glied sehr klein, kugelig; letztes Glied kurz dick-spindelförmig, etwa fünfmal so lang und zwei und einhalbmal so breit als das vorletzte; zweites Glied etwas länger als das letzte, von der Basis nach vorn dünn, gebogen, vorn verdickt. Die L i p p e n t a s t e r sehe ich zweigliederig, erstes Glied stielrund, viermal länger als breit, zweites fadenförmig, nach vorn in eine feine Spitze auslaufend, so lang als das erste Glied. Augen gross, convex, grob granulirt. Die Fühler fehlen leider meinem Exemplare bis auf die beiden ersten starken Glieder. Der Hinterleib hat einen gleichmässig , nicht breit gerandeten (oben sichtbar) ersten Ring, der breiter ist als die übrigen unter sich. Der zweite und dritte Ring ist nur schmal gerandet. Von unten gesehen ist der erste Hinterleibsring schmal, meist durch die Schenkel bedeckt , am Rande hell bewimpert ; der zweite Ring sehr breit, der dritte, vierte und fünfte fast linear schmal, nach den Seiten ein wenig erweitert, der sechste breit. NEUER P8ELAPUIDEN. 109 Vorderhüften hoch , wie die mittleren anUegend ; zwischen Mittel- und Hinterhüften, die durch die Ausbuchtung der Hinter- brust getrennt und üach sind , ist die Brust muldenartig vertieft. Die vorderen Schenkel sind nach vorn keulig verdickt. Schenkel- anhänge kurz, elliptisch, vorn zugespitzt, an der Basis gerundet, seitlich ansitzend. Ich sehe eine kurze, kräftige Klaue, zwei Tarsenglieder, von denen das erste fast doppelt so lang, und dicker (dabei ein wenig gebogen) als das zweite ist. Das Ende der Schiene trägt am Vor- derrande einen Kranz kurzer Borsten, unter welchem möglicher- weise ein drittes , das Basal-Tarsenglied, verborgen ist. Ich erwähne dies nur zur Beruhigung der Kritik. Das lange, also wahrschein- lich zweite, sichtbar erste Tarsenglied ist auf der Unterseite mit Reihen kurzer Härchen besetzt. Das ganze Thier ist zimmetroth , die Flügeldecken etwas heller. Ich habe alles Das beschrieben, was ich an dem mir vorlie- genden Unicum gesehen habe , zumal die Palpenform etwas von der Leconte'schen Diagnose der Gattung abweicht und meiner neuen Art der Basaleindruck auf dem Halsschilde, wie auch die Seiteneindrücke, — «utrinque in ipso latere foveatus» (Lee. Bost. Journ. 1850, p. 90), — fehlen; das Halsschild ist daselbst nur zusammengedrückt. Der Eupsenius des Festlandes scheint auf den Inseln durch eine Form vertreten zu sein, deren Halsschild ohne Eindrücke ist. Von Eups. politus Reitt. weicht dominicanus durch glatte Flügel- decken , die Farbe und die beiden Fältchen des ersten Hinterleibs- ringes ab. BYTHINOMORPHA Schauf. nov. gen. Bythinus; y-oqiftj ^ forma. Differt a genere Bai/risomorpha Raffr. : abdominis segmento primo 110 BESCHREIBUNG longitudine reliquis segmentis fere aequali , non majore , non plicato ; thorax novi generis basi linea impressa instructus est. Bythinomorpha ist von Bythinus-iovm , doch ist der Hinterleib ohne Rand , weshalb ich das interessante kleine Geschöpf anfangs vorläufig zu Batrisomorpha stellte. Es unterscheidet sich aber von dieser letzteren Gattung durch den verhältnissmässig schmalen ersten Hinterleibsring. Herr Reitter erweitert in seinem « Versuch syst. Einth. Psel. » , p. 191 den Gattungsbegriff von BatrisomoqiJia , indem er dem oben ersten Rauchring Rasalfältchen zuschreibt; auch von diesen ist an Bythinomorpha exsculpta m. nichts zu finden. Das letzte Palpenglied scheint gross , konisch zugespitzt zu sein , so lang als die beiden ersten Fühlerglieder zusammengenommen; die Fühler sind kurz, die Mittelglieder zusammengenommen schnur- förmig, die Keule, welche länger und viel dicker ist als die Glieder 3 — 8 , besteht aus zwei flachen und einem dicken konischen Gliede. Ich sehe eine Klaue. Bythinomorpha exsculpta Schauf. — Castanea , elytris piceis, his et corpore valde pilosis; antennis undecim-articulatis , articulo primo et secundo magnis , latitudine longioribus , articulis 3° — 8°. transversis, nono et decimo lenliformibus, undecime breviter conico, basi utrinque rotundato; capite inter antennas bifoveolato, inter oculos antice exsculpto , rugoso ; thorace convexo , subcordato , supra basin impresso; elytris disperse punctatis, bulbosis, humeris noduliformibus , stria suturali tenui, apice singula rotundata; ab- domine convexo, declivi, segmento primo secundo longitudine fere aequali. (?7 Femoribus antice media parte subtus ungulatim-dentatis. Long. y^Q i^'ïi' ■> lät. I mm. Hab. : Sumatra. Der Rasaleindruck des Halsschildes ist jederseits am Ende etwas tiefer. NEUER PSELAPHIDBN. Ill BYTHINOGASTER Schauf. nov. gen. Bythinus; yuaxiiq ^ venter. Palpi maxillares capite fere longiores, articule primo minuto, secundo tenui , curvato , tertio et quarto crassioribus , ultimo ovato, subacuminato. Antennarum basis distans, articuli filiformes aut moniliformes, ultimus magnus. Thorax convexus, utrinque puncto impresso praeditus. Elytra convexa, laevia, sutura tenuiter elevata. Abdomen convexum , oviforme , antico truncatum , ad latera segmentis primis, fere aequalibus, parum impressis. Coxae anticae longae, approximatae , mediae parum distantes, subhemisphaei'icae , posticae distantes, deplanatae. Tarsi triarticulati , uni-unguiculati. Die neue Gattung unterscheidet sich von Pselaptus Lee. dadurch , tiass das erste Abdominalsegment weder oben noch unten « länger » ist; — von Eutrichites Lee. durch Fehlen sowohl der Basalquer- furche am Halsschild, als der Basal-impression der Flügeldecken. Das Endglied der Palpen ist verkehrt eiförmig , stumpf zuge- spitzt, das zweite und dritte Glied je kleiner als das vierte, das dritte ebenso dick als das vierte, das zweite gebogen, nach vorn etwas verdickt. Fühler elfgliederig , nach oben etwas gekniet , Basis entfernt , vorn unter der Ecke neben den Augen in grosser Höhlung ein- gefügt. Flügeldecken ohne Dorsalstreifen , mit Nahtstreif; dieser letztere ist schwer sichtbar, an der erhöhten Naht fast anliegend und infolge dessen scheinbar sehr zart. Die Flügeldecken sind gewölbt. Unten sind sechs Hinterleibsringe sichtbar , wovon der erste fast linear schmal, der zweite verbreitert sich nach oben sehr und ist seitlich so lang als der dritte und vierte zusammengenomen. Die Segmente 3 — 5 sind gleichbreit. 112 BESCHREIBTTNG Oben sind die Hinterleibsringe gleichbreit , die ersten drei schwach gerandet , nicht aufgebogen , der Rand des ersten und zweiten (also wirkÜch zweiten und dritten) Ringes ist oben etwas eingedrückt, wodurch eine schmale "Wulst entsteht. Vorderhüften genähert, hoch. Mittelhüften entfernt, ziemlich flach. Hinterhüften entfernter , flach. Zwischen denselben liegt eine tiefe Grube («? ?). Eine Klaue. Bythinogaster simplex Schauf. — Ovatus, piceus, elytris castaneis , antennis pedibusque plus minusve sanguineis , nitidis ; capite longitudine parum latiore , lateribus antice angustatis, antice subtruncato, declivi, utrinque impresso, medio subtiliter carinulato , inter oculos magnos convexes obsolete bipunctato ; thorace convexo , cordato , postice utrinque impressulo et unipunctato ; elytris latitudine longioribus , convexis , cum abdomine ovatis , antice truncatis , sutura tenuiter elevata. Long, lg mm., lat, | mm. Hab. : Ins. S. Domingo. Die Fühler sind schnurförmig , bis zum sechsten sind die Glieder länger als breit, 7 — 11 rundlich, das zehnte wenig, das eilte stark vergrössert, länger als breit, vorn ein wenig seitlich zu- gespitzt. Halsschild gewölbt, herzförmig, glatt; es scheint hinten seit- lich ein wenig eingedrückt und wie mit einem Pünktchen versehen. Die Flügeldecken haben hinten seitlich eine kleine Längsfalte. Vorderschienen unten reihig mit haarartigen Borsten besetzt. Tarsen: zweites und drittes Glied gleichlang oder das zweite eher etwas länger und dicker; das erste doppelt so lang als breit. NEUBB. PSELAPHIDEN. 113 Genus BRYAXIS. a. Sumatraner Arten. Bryaxis darà Schauf. — Testaceo-ferruginea , nitida, sub- pilosula ; oculis magnis , capite quadrato , quadripunctato (*.:), vertice vix foveolato ; thorace subhemisphaerico , basi unifoveolato ; elytris latitudine parum longiore , subconvexis , punctulato-pilosis , stria suturali integra, altera discoidali media abrupta, ad basin profunde impressis ; abdomine alte marginato , segmento primo maxime , utrinque medio longe plicate ; femoribus elongatis , post mediam partem leviter clavatis , tibiis ad apicem leviter curvatis , elongatis, validis, Antennis decem-articulatis , articulis 1°. — 3°. latitudine longioribus , 4°. — 7°. moniliformibus , 8°. — 10°. clavam elongatam formantibus, decimo ovato, apice parum acuminato. Long. 1| mm., lat. \ mm. Hab. : Sumatra. Gross, etwas abgeflacht, von schöner heller Farbe. Fühler zehngliederig , gestreckt. Kopf mit 4 Pünktchen, wovon zwei zwischen den Augen, und einem Grübchen auf dem Scheitel. Das erste Hinterleibssegment ist oben so lang als die übrigen sichtbaren zusammen. Bryaxis sumatrensis Schauf. — Subnitida, ochraceo-pilosula, lata; capite transverse-quadrato , dense punctate, postico punctis binis profundius impressis, medio late longitudinaliter elevato, postice convexo; thorace transverse-subgloboso , cordato, punctis magnis dispersis antice minoribus et minus impressis praedito, basi foveola media et utrinque lineatim impressa, ante angulos posticos foveolato; elytris subconvexis, antrorsum subrotundato- angustatis, striis suturali integra, altera plicaeformiter impressa, humeris distinctis , punctato-pilosis ; abdominis segmento primo maximo, marginato, nitido, utrinque medio linea longe insculpta apice evanescente; palpis maxillaribus articule primo minuto, 8 114 DESCHHEIBüNG latitudine longiore, secundo tenui, elongate, tertio tenui, sub- quadrato , ultimo elongato-obclavato (fusiformi). Antennis decemarticulatis , articulis primo elongato , 2°. — 8°. subquadratis , minutis, nono quadrato, magno, decimo maxime, obpyriformi. Long, lyi^ mm., lat. | mm. Hab. : Sumatra. Das letzte Maxillartasterglied bildet eine verkehrte regelmässige längliche Keule, die so lang ist als das zweite und dritte Glied zusammengenommen, an der dicksten Stelle aber doppelt so breit ist als diese. Das erste Fühlerglied ist so lang als die vier folgenden zusam- mengenommen, oder so lang als das letzte Glied. Der Fühler hat etwa die Länge von Kopf und Halsschild zusammengenommen. Ery axis suniatrensis m. ist einer der interessantesten, schönsten Pselaphiden der Kön. niederländischen Besitzungen, und giebt vielleicht später Anlass, durch seine Kopfform , Punktur und mehr, für ihn einen besondei'en Platz in einem System zu errichten. Die Klauen konnte ich leider nicht untersuchen, da ich nur ein beschädigtes Exemplar besitze. Bryaxis extiiscurvata Schauf, — Convexa, postice lata, rubro-castanea, nitida, ore pedibusque pallidioribus, pilosula; ocuHs valde convexis, capite subquadrato, antice parum angustato et foveolatim impresso, inter oculos bifoveato, postice transverse con- vexe; thorace globoso, subcordato, supra basin minute-foveolato , ante mediam partem utrinque foveato; elytris convexis, antrorsum angustatis, angulis rotundatis, subtilissime coriaceis , quadristriatis , stria suturali apice intus curvata, discoidali apice extus curvata et abbreviata; abdomine marginato, segmento primo maxime, utrinque ante mediam partem plicula obliqua. Antennarum articulis 1°. — 5°. latitudine longioribus, 6°. — 9°. subquadratis, decimo rotundato, magno. Long. 1| mm. , lat. \ mm. Hab. : Sumatra. NEUER PSELAPHIDEN. 115 Die Seitengruben des Halsschildes sind von oben halb sichtbar; vom Hinterleib sieht man von oben drei Ringe, der erste ist so breit als der zweite und dritte zusammengenommen. Der Eindruck am Kopf zwischen den Fühlern ist wenig vertieft und sieht aus wie eine an vier Ecken gehaltene Fläche, deren Mitte eingesenkt ist. Bryaxis intuscurvata Schauf. — Nitida ; capite subquadrato , triocellato-foveolato ; thorace globoso-subcordato , trifoveolato , foveolis lateralibus supra parum visibilibus ; elytris longitudine parum latio- ribus, antrorsum rotundato-angustatis , punctulato-pilosuhs , qua- dristriatis, striis apice leviter incurvis, discoidalibus apice abruptis ; abdomine marginato, segmento primo maxime, utrinque plicula brevi insculpta. Long. Ig mm., lat. -| mm, Hab. : Sumatra. Aehnlich der Bri/axis extuscurvata m. , jedoch die Flügeldecken punktulirt und nach vorn nicht so verengt, die Grübchen auf dem Halsschilde gleichmässiger , im Kopfeindruck vorn eine deutliche querovale Grube, etc. Das mittlere Basalgrübchen ist etwas kleiner als die von oben etwas sichtbaren seitlichen, hinter der Mitte gelegenen Gruben. Die beiden Fältchen sind nicht weit von der Nahtecke entfernt , gerade, und viel küi'zer als bei Br. extuscurvata m. Fühler wie bei letztgenannter Art. Var. ans p. ? Bryaxis aurita Schauf. — Speciei praece- denti similis, differt vero abdomine piceo, segmenti primi plicis distinctioribus , thorace foveis lateralibus latis et profundis. Long. 1| mm., lat. | mm. Hab.: Sumatra. Bryaxis ornatissima Schauf. — Rufo-ferruginea , sub nitida , subtilissime punctulata ; capite inter oculos magnos bipunctato j 116 BESCHEEIBUNG thorace latitudine longiore, antrorsum angustato, lateribus postice parum angustatis , angulis posticis rectis , basi anguste-sculpturata , media breviter longiludinaliter sed foveaeforme-impressa, impressione utrinque carinulata, lateribus longitudinaliter impressis, impressi- onibus postice foveolatim-profundioi-ibus ; elytris subquadratis , sub- convexis , angulis anticis obtusis , humeris distinctis , ex bis ad basin subimpressis , basi foveolata et scutellum versus impressa, quadrisi riatis, striis discoidalibus subincurvis, subtiliter sed dense punctulatis, fere rugosiusculis; abdomine carinato-marginato, supra viso segmento primo secundo parum latiore, tertio secundo an- gustiore. Antennis articulis i°. — 3°. latitudine longioribus, 4°. — 10°. subrotundatis, 7°. — 10°. fere leviter compressis, nono et decimo majoribus, undecime maxime parum oblique conico-obovato. Long. i^^^ mm., lat. ^ ^^'^^ Hab. : Sumatra. Bri/axis ornatissinm m. ist leicbt an den beiden Längseindrücken des Halsschildes und der rauhen Basis mit ihren Abzeichnungen zu erkennen. Die Basalgrube in der Mitte ist rechts und links mit Kante eingefasst. Die Fühlerkeule nimmt etwa die Länge ein , wie das 3. bis 8. Glied zusammengenommen. Der Discoidaistreif der Flügeldecken verschwindet kurz vor dem Hinterrand der Flügeldecken. Der erste Hinterleibsring ist oben an der Basis etwas eingesenkt. Ich finde mit der Lupe keine Fältchen. Herr Reitter hat mehrfach versucht (warum ?) , Bryaxis mamilla , Baumeisteri , cordata und ruf a von Siam zusammenzuziehen (u. a. Ferh. zool. bot. Ges. Wien, 1882, pag. 288). Aus den deutlichen Beschreibungen geht hervor, dass Br. mamilla und Baumeisteri in das Reitter'sche Subgenus Bri/axis , Br. cordata und ruf a Schm. aber in das R.'sche Subgenus lie ic /lenòac/aa ^ehöven. Herr Reitter NEUER PSELAPHIÜEN. 117 scheint dies ganz übersehen zu haben, ebenso wie Beweise für seine Ansicht zu bringen. b. Chilenische Art. Bryaxis proportionalis Schauf. — Gastanea , nitida , pilosa , lata; antennis articuhs mediis moniliformibus , clava triarticulata , articulo octavo septimo majore , globoso, nono transverse-rotundato , decimo (ultimo) magno, breviter obconico, apice obtuso; capite subquadrato, oculis magnis prominulis, inter oculos bifoveolato et utrinque antrorsum leviter impresso, inter antennas distantes non impressa; thorace subgloboso, capite non latiore , .basi media uni- foveolata, lateribus posticis utrinque foveolatim-impresso ; elytris stria suturali integra, altera discoidali postice abbreviata, valde impressis, basi utrinque puncto impresso notata ; abdomine anguste marginato, segmento primo magno, reliqua tria cuncla longitudine subaequante, utrinque medio plica abbreviata insculpta. Long, 1 k mm. , lat. | mm. Hab.: Pozuzu; leg. D. doet. Abendroth. Leicht zu erkennen an den tief eingedrückten Nahtstreifen und dem Basalpunkte ausserseits des Discoidaistreifens. Auf dem Scheitel befindet sich ein kleines Grübchen; der vor- handene Längseindruck von dem Stirngrübchen nach vorn ver-, einigt sich vorn nicht. c. Südamerikanische Arten mit Ausnahme der Chilenen. Vorbemerkung: Eine monographische Arbeit zu geben, ist jetzt weder Zeit noch Platz vorhanden. Es hegt mir, nachdem ich zumal wiederum bei den Gattungen ^^of/t^Ä, Go7iatocerus \x. d.Aes\z\x^ie\\Qn Gelegenheit hatte, auf wie schwachen Füssen die Pselaphiden- Litteratur augenblicklich theilweise noch steht, auch mehr daran, durch die Veröffentlichung neuer Arten meiner Sammlung einem späteren Monographen einen Materialbeitrag zu seiner Riesenarbeit zu bieten. 118 BISCHRBIBUNG Ich gebe deshalb die nachstehende Tabelle der südamerikanischen Arten blos zur flüchtigen Orientirung ; sie hat keine systema- tische Bedeutung. Es sei dies nur erwähnt , um von vorn- herein der Kritik eine überflüssige Arbeit zu ersparen. I. Fühler zehngliederig. Kopf mit hufeisenförmigem Eindrucke: . . nana Schauf. Amazon. \\ mm.; | mm. curticornis Schauf. Yucatan. 1| mm.; | mm. Äurivillii Schauf. Surinam. 1^^ mm.; |^ mm. Letztes Fühlerglied vorn ausgeschnitten: coclilearifer Schauf. Mexico. 1 1 mm. ; |^ mm. Letztes Fühlerglied innen leicht ausge- schnitten: soror Schauf. Mexico. 1 \ mm. ; \ mm. Letztes Fühlerglied innen ausgehöhlt und gezähnt: denticornis Schauf. Mexico. 1| mm.; h, mm. Kopf zwischen den Augen mit zwei Punkten : dimissiouis Schauf. Brasilia. 1| mm.; | mm. Kopf zwischen den Augen mit zwei Ein- drücken : Thorax mit einer Grube: laevicoUis Aube. Caracas. 1^^ mm. Thorax mit drei Gruben: corpulenta Schauf. Minas Geraes. 1| mm. ; 1 mm. Kastanienbraun: Cearae Schauf. Brasilia, lg mm.; '^ mm. Rothbraun: macrocephala Schauf. Amazon. 1^ mm.; % mm. Naht dunkler: suturalis Schauf. Mexico, lg mm.; f mm. unifoveolata Schauf. Cuba. 1| mm.; | mm. NEUER PSEIiAPHIDBN. 119 IL Fühler el fgliederig. Fühler irregulär gebildet eucera Aube. Portorico. 1| mm. pentachiroides Schaut. Minas Geraes. If mm.; ^ mm. sarcinaria Schaut. Mexico. 1^ mm.; | mm. Fühlerglieder 1 , 2 , 5 , 6 verlängert . . Uocellata Schaut. Mexico. i| mm.; | mm. Fühlerglied 11 (letztes) verlängert . . . longiclava Schauf. Cuba. 14 mm.; f mm. Fühlerglieder 7 und 8 linsentörmig . . Reicheana Schauf. Columb. Guatem. 1 1 mm. ; | mm. Fühlerglieder 9 und 10 linsenförmig. . truncata Schauf. Cuba. 1 mm.; I mm. Fühlerglieder 9 und 10 fast linsenförmig . fraudatrix Schaut. Nov. Friburg. 1| mm.; | mm. Fühlerglied 11 globos pusilla Schauf. Mexico. 1 mm.; | mm. Fühlerglied 2 dreieckig , 1 und 2 gross, triangulifer Schauf. Minas Geraes. 1 mm.; ^ i^i^i- Kopf vorn mit eingedrückten Querlinien . separabiUs Schauf. Yucatan. \\ mm.; I nn^- adparata Schauf. Yucatan li mm.; | mm. truncata Schauf. (s. oben). Kopf mit hornartiger Verlängerung : . . . monoceros Schauf. Surinam, li mm.; | mm. iisinuata Schauf. Cuba. 1^ mm.; | mm. nasuta Reitt. Brasilia. 1 1 mm. Kopf vorn unten ausgehöhlt, mit kleinem Mittelhörnchen convexa Schauf. Brasilia, lg mm.; f mm. 120 BESCHREIBUlSra Kopf ohne Grübchen binodula Schauf. Golumb. 1| mm.; f mm. Kopf jederseits längsausgehöhlt, zwischen den Augen gezähnt und erhöht . . . excisa Schauf. Cuba. 1| mm,; f mm. Kopf : : - eingedrückt spuria Schauf. Nov. Friburg. 1 1 mm ; | mm. impunctata Schauf. Mexico. IJ- mm.; f mm. Kopf •.• - grubig: « Rufo-testacea » pilosella Schauf. Venezuela. \^ mm.; 1 mm. (( Rufo-cinnamomea ». Discoidaistreif in der Mitte abgekürzt: . rubra Aube. Brasilia. \\ mm. semisangninea Schauf. Minas Geraes. \\ mm.; | mm. dorsopunctata Schauf. Brasil, li mm.; | mm. Discoidaistreif fast durchaus gehend : . . suhnitida Schauf. Amazon. 1 1 mm. ; \ mm. « Rufo-castanea » suhfoveolata Schauf. Nov. Granada. 1 1 mm.; |mm. Kopf •.• - ocellirt sarcinaria Schauf. (s. oben). pulescens Schauf. Mexico. If mm.; |- mm. ßiiviatilis Schauf. Amazon. 2 mm. ; |^ mm. Kopf mit zwei Gruben und zwei Punk- ten ( " ) hippopotamus Schauf. Brasil. 4|- mm.; f mm. Kopf mit zwei grubigen Eindrücken (, .). Thorax an der Mitte der Basis mit kammartiger Erhöhung crisiata Schauf. Mexico. \\ mm.; | mm. NBUEB PSBLA.PHIDEN. 121 Gruben tief, « nigro-sanguinea » .... atrata Schauf. 1^ mm.; -f mm. Scheitel mit angedeuteter Grube : « rufo- castanea» recens Schauf. Amazon. 1 mm.; | mm. Stirn eingedrückt: ienuicornis Schauf. Amazon. 1 \ mm. : | mm. Kopf mit zwei Punkten und einer Grube (•••): « Piceo-castanea » (ant. artic. 10 et 11 fere globos.) Lebasii Aube. Golumb. 1| mm. « Rufo-castanea » penita Schauf. Amazon. 1^ mm.; ^ mm. (Kopf fast breiter als Halsschild): . . . Gorgi Aube. Brasil. 1-| mm.; f mm. Minasanae Schauf. Minas Geraes. 1 \ mm.; ^ mm. Gruben schwach pygmaea Schauf. Amazon. \ mm. ; ^ miïi- Bryaxis nana Schauf. — Testaceo-cinnamomea , subnitida, pubescens ; capite bifoveolato, foveolis impressione A -formi connexis; thorace subtransverse-globoso , subcordato, basi unipun- ctato; elytris subquadratis , antrorsum rotundato-angustatis , hu- meris callosis, stria suturali integra, altera discoidali media evane- scente, ad basin impressis; abdominis segmento primo magno, utrinque medio striola incisa. Antennarum articulis 1°. — 5°. subelongatis , primis parum validis , sexto et septimo minutis, 8°. — 10°. clavam validam formantibus. S. Antennarum clavae articulo primo secundoque magnitudinis fere aequalis; femoribus mediis valde dilatatis et spinoso-armatis. Long. \\ mm. , lat. \ mm. Hab. : ad flum. Amazon. Habituell ist die neue Art der Bryaxis macrocepJialu m. ähnlich , 122 BESCHREIBUNG der Kopf ist jedoch kleiner, das ganze Thier glänzender und röther. Ich finde nur ein Grübchen auf dem Halsschilde über dem Schildchen. Die dreigliederige Keule der zehngliederigen Fühler hat ein verhält nissmässig kleines Basalglied. Der am Kopfe vorn nach den Grübchen zu gelegene Eindruck ist seicht und irregulär und berührt , wenigstens beim Männchen, dessen bizarre Mittelschenkel bis jetzt in ihrer Art einzig dastehen , vorn zwei Pünktchen. Die Vorderschenkel zu untersuchen hebe ich mir für später auf, wenn ich mehr Material unter der Hand habe , da das einzige bekannte Pärchen (meiner Sammlung) bereits defect ist. Der grosse, oben erste Hinterleibsring ist fast länger als alle übrigen zusammengenommen. Er hat jederseits in der Mitte ein lineares Fältchen von halber Länge der Breite des Ringes. Bryaxis soror Schauf. — Pilosa , castanea , pedibus rufo- pallidis ; capite bifoveato , inter antennas planulato ; thorace convexo, subcordato, basi media unifoveolata , lateribus mediis fovea ocelliformi magna distinctis; elytris pubescentibus , convexis, subquadratis , lateribus antrorsum leviter rotundato-angustatis , humeris minutis, striis suturali integra, altera discoidali media parte elytrorum evanescente, impressis; abdomine anguste-margi- nato, segmento primo magno, utrinque medio plica abbreviata instructo ; tibiis posticis elongatis , apicem versus validioribus , cur- vatis ; tarsis articulo primo distincte , secundo tertio longiore , monodactylis , unguiculo elongalo. Antennis decem-articulatis , articulo sexto minuto , clava fere biar- ticulata, articulo nono abrupte breviter conico, ultimo breviter obovato, acuminato, apice intus leviter exciso. Long. 1 2 mm. , lat. ^ mm. Hab.: Mexico. Bryaxis soror m. ist der Br. hìocellata habituell gleich, doch mit normal gebildeten zehngliederigen Fühlern, ohne grosse Quer- NBUEB P8ELAPHIDEN. 123 grübe vorn am Kopfe und mit in der Mitte abgekürztem Dorsal- streifen der Flügeldecken. Bryaxis dimissionis Schauf. — Brevis, corpus latum, convexum , rufo-cinnamomea , villosula ; capite subgloboso , antror- sum rotundato , postice latiore , angulis obtusis , inter oculos bipunctato ; thorace breviter cordato , trifoveolato , foveola media reliquis parum minore , nuda ; elytris longitudine latioribus , villo- sulis, sutura apiceque obscurioribus , striis suturali integra, altera discoidali apice tertia parte abbreviata ad basin impressis ; abdomine marginato , supra segmento primo maxime , utrinque ex basi ad mediam partem plicula longa insculpta; pedibus antennis palpisque pallidioribus , pedibus tenuibus. Antennis subvalidis, decem-articulatis , articulis primo et secundo obconicis, magnis, 3°. — 5°. breviter obconicis , 6°.— 7°. hemi- sphaericis, octavo et nono gradatim majoribus, transversis, cum decimo ovali basi truncate clavam formantibus. Long. 1| mm., lat. | mm. Hab,: Brasilia. Der Kopf ist mit den Augen fast dreieckig, die Winkel abgestutzt , die Stirnpunkte sind klein , der Kopf ist fast der Länge nach und nach vorn gewölbt. Hinterleib schmal gerandet. Bryaxis corpulenta Schauf. — Castanea , elytris sanguineis, pedibus et antennarum articulis primo et decimo pallidioribus, pilosula ; oculis magnis , capite quadrato , antico truncato , inter antennas bifoveolato ; thorace subquadrato-convexo , antice rotundato , utrinque ante mediam partem supra visibili fovea tomentosa , media basi fovea parum minus impressa; elytris abdomineque fere du- piicis latitudinis thoracis; elytris fere ruguloso-disperse punctato- pilosis, humeris elevatis, valde quadristriatim-impressis , stria dis- coidali post mediam partem evanescente; abdomine marginato, segmento primo supra viso maximo, medio utrinque plicula longa instructo. 124 BBSCHBEIBUNÖ Antennis decem-articulatis , articulis 1°. — 6°. ovalibus , primo magno, septimo minuto, rotundato, octavo et nono gradatim latioribus, cum ultimo ovali clavam formantibus. Long. 1| mm. , lat. 1 mm. Hab.: Minas Geraes, Brasilia; leg. Dom. Sahlberg. Der Kopf ist zwischen den Grübchen ein wenig erhöht und verflacht sich nach hinten. Die Punktur ist auf dem hinteren Theile der Flügeldecken undeutlich. Man sieht von oben nur zwei Hinterleibsringe, den dritten allenfalls als schmale Linie; der zweite ist viermal schmäler als der erste, breite, etwas convexe Ring. Ein grosses schönes Thier mit dünnen länglichen Fühlern. Bryaxis macrocephala Schaut. — Ferrugineo-castanea , antennis, palpis, pedibus pallidis, subtilissime punctulata, pubes- cens; capite magno, subquadrato, subconvexo, inter oculos bifo- veolato, distinctius punctulato, antice truncate, angulis anticis oblique truncatis, posticis obtusis; thorace cordato, trifoveolato ; elytris pubescentibus , stria suturali integra , altera discoidali media abbreviata , antrorsum impressis ; abdomine brevi , segmento primo maxime, utrinque media linea abbreviata insculpta. Antennarum articulis 2°. — 5°. subquadratis , ad basin parum angustis, sexto et seplimo minutis, 8°. — 10°. clavam sat magnam formantibus. Long, li mm, lat. f mm. Hab. ad flum. Amazon. Der gewölbte viereckige, vorn etwas vorragende, daselbst ab- gestutzte Kopf hat schräg abgestutzte Vorderecken , unter welchen die Fühlergruben liegen , ohne auf dem Kopfe eine Auftreibung verursacht zu haben. Die Augen sind gross und liegen ziemlich weit nach hinten. Die Halsschildgrübchen sind fast gleichgross, die seitlichen filzig, und daher grösser erscheinend. NEUBE PSBLAPHIDEN. 125 Bryaxis unifoveolata Schauf. — Gastaneo-rufa , elytris sutura et apice obscurior, disperse pilosuia; capite inter antennas bifoveolato, antice utrinque leviter transverse bifoveolalo, vertice vix impresso; thorace transverse-cordato , supra scutellum uni- foveolata; elytris subquadratis , parum convexis, antrorsum parum rotundatim-angustatis , stria suturali integra , altera discoidali media abbreviata , ad basin impressis , basi quadripunctata , disperse pilosula ; abdomine marginato convexiusculo , segmeni o primo magno, utrinque medio plica abbreviata, secundo primo parum angustiore. Antennarum articulo tertio subquadrato, quarto transverse-qua- drato, nono et octavo transversis, ultimo (decimo) obovato. Long. 1| mm. , lat. ^ mm. Hab.: Cuba; leg. D. doet. Grundlach. Taf. 8 fig. 3; fig. 3a (Fühler); fig. 3b (Palp). Der Bryaxis suturalis m. von Mexico habituell ähnlich, doch viel kleiner. Durch den eingedrückten Discoidaistreifen der Flügeldecken treten die Schultern deutlich hervor. Bryaxis pentachiroides Schauf. — Bryaxi eonvexae Schauf. similis at capite antice in femina angustiore, subtus antice et in latere non producto, antennis in mare articulo quinto bulboso, introrsum excavato , valde in dentem elevato , articulo sexto elongato , capite trifoveato (•.•). Long. 1|^ mm., lat. f mm. Hab. : Minas Geraes , Brasilia ; leg. D. doct. Sahlberg. Von Br. Minasanae m. durch die Fühlerbildung verschieden. Beim Î ist diese letztere der der Br. convexa m. fast ganz gleich und erscheint nur durch wenig längeres achtes Glied (als bei Br, convexa) verschieden. Die neue Art (?) weicht aber auch von convexa (?) durch die vorn schmälere Kopfbildung ohne untere vorstehende Leiste ab , ferner durch den nicht punktirten Hinterleib. Die längeren Discoidaistreifen , welche sie mit der convexa gemeinsam hat , zeichnet sie gleichfalls von Br. Minasanae aus. 126 BESCHEEIBUNG Der Bryaxis clavata Reitt. nahestehend , jedoch hat diese , der Beschreibung und Abbildung nach , das sechste Fiihlerglied des ^ fast quadratisch, während dasselbe bei pentachiroides über doppelt so lang als breit ist; ferner sind bei der neuen Art das siebente, achte und neunte Fühlerglied des S quadratisch^ nach der Basis zu etwas verengt, klein, das achte kleiner als das siebente oder neunte; die Keule, welche leider an meinem $ nicht vollständig ist , ist fast zweigliederig. Täusche ich mich nicht , so ist das sechste Glied etwas ausgehöhlt und mit einem Zähnchen versehen. BryaXis (Pselaptus?) longiciava Schauf. — Pubescens, castanea , elytris , antennis pedibusque rufo-castaneis ; capite thorace parum angustiore, oculis minutis, subquadrato, angulis obtusis, antice vix triimpresso (.*.), inter oculos bifoveolato , punctato; thorace convexo , breviter cordato , subtiliter punctulato , basi leviter lineatim transverse impresso et puncto minuto medio impresso; elytris latitudine longioribus , convexiusculis , lateribus subrotun- datis, humeris parum distinctis, disco ad basin subdeplanato , basi lineis abbreviatis insculptis (an semper?), stria suturali indistincta, sutura vix elevata, ruguloso-punctulatis ; abdomine convexo, seg- mentis primis utrinque parum impressis , primo secundo parum longiore. Antennis fiHformibus, sensim clavatis, subgeniculatis , articulis primo et secundo fortibus, 1°. — 3°. parum-, 4°. — 6°. vix latitudine longioribus , septimo et octavo subquadratis , nono et decimo trans- versis, cum undecime clavam formantibus, undecimo longitudine articulos 4 — 10 eunctos fere acquante. Long, li mm., lat. | mm. Hab,: Cuba. Taf. 9 , fig. 1 ; fig. \a (Fühler). Von Dr. Grundlach gefunden , mir von Herrn Zahlmeister Riehl in Cassel vor Jahren gütigst überlassen. Das Thier sieht einem By tliinog aster ziemlich ähnlich, doch giebt seine dichte, feine Pubescenz, der Basaleindruck des Hals- NEUER PSEIiAPHIDEN. 127 Schildes und die Basaleindrücke der Flügeldecken, sowie die Punktur, mit welcher dieser Pselaphid versehen ist, demselben eine andere Stellung; möglicherweise unter Pselapüis Lee. (dessen Originalbeschreibung ich inzwischen nicht kenne). Die Grübchen auf dem Halsschilde sind sehr klein. Flügeldecken sehr fein gerunzelt , dazwischen zart punktirt. Der Nahtstreifen ist nur rudimentär vorhanden. Ich finde eine dünne, lange Klaue. Das letzte, lang gurkenförmige Fühlerglied zeichnet die Art wohl aus. Bryaxis sarcinaria Schauf. — Rufo-cinnamomea , nitida, pubescens; capite valde triocellato; thorace convexo, subcordato, media basi unipunctulato , utrinque valde uniocellato, abdomine marginato , segmentis secundo et tertio declivibus , primo et secundo (supra visis) basi utrinque valde abbreviatim plicatis. Antennarum articulo quinto ampliato, ultimum longitudine acquante, sed latiore et altiore, clava triarticulata. Long. 1| mm., lat. f mm. Hab.: Mexico, Yucatan. Es ist dies eine der merkwürdigsten Bri/axen, die ich kenne. Sie befindet sich unter n°. 97 auch in der Reiche'schen Samm- lung in Paris. Sie ist auf den ersten Blick dadurch auffallig, dass das fünfte Fühlerglied zu einer grossen Blase aufgebauscht ist, die so lang, aber breiter und höher als das letzte Glied ist. Bryaxis biocellata Schauf, — Pubescens , castanea , pedibus rufo-pallidis ; capite trifoveato, fovea antica transversa, magna thorace convexo , subcordato , basi media unifoveolata , lateribus medio fovea magna ocelliformi; elytris pubescentibus , convexis, subquadratis , lateribus antrorsum leviter rotunda! o-angustatis , humeris minutis, striis suturali integra, altera discoidali postice evanescente et incurvo leviter incisis ; abdomine anguste marginato, segmento primo magno, utrinque medio plica abbreviata. 128 BESCHEEIBüNft Antennarum articulis 1°. , 2°. , 5°. , 6°. elongatis , tertio obconico , 4°. , 7°. , 8°. , 9°. , 10°. rotundatis, nono et decimo gradatim majoribus, 9°. — 11°. clavam liberam formantibus, undecimo majore. Long. 1| mm., lat. |- mm. Hab. : Mexico, Von der Form eines Hamotus , doch ist die Fühlerkeule dünner. Hinterleib schmal gerandet, die Ränder heller als der Körper, die Flügeldecken heller, röthlicher als dieser. Die Fühlergliederlänge und die Eindrücke des Kopfes sind sehr auffallend, ebenso die grossen Gruben seitlich der Mitte des Hals- schildes. BryaXis truncata Schauf. — Bryaxi bisinuatae habitu similis , differt autem: antennarum articulis primo et secundo elongatis, 3°. — 8°. subtransversis , nono et decimo latioribus, lentiformibus , ultimo ovato crasso; capite antice truncato, inter antennas linea curvata impresso. Long. 1 mm., lat. | mm. Hab.: Cuba. Taf. 9, fig. 2; fig. '2a (Fühler); fig. 25 (Palp). Von Br. hisinuata durch vorn gerade Stirn, welche zwischen den Fühlern mit Querlinien versehen ist, sowie kurze Fühler- glieder und sehr starke Fühlerkeule, kleines drittes Maxillartaster- glied verschieden. Auch von Herrn Riehl erhalten. BryaXis triangulifer Schauf. — Ferruginea , pubescens ; capite quadrifoveolatim-impresso ( : : ) ; thorace cordato , postice utrinque fovea magna , media basi foveola minuta ; elytris stria suturali integra , altera discoidali ad basin plicaeformiter impressa , basi quadri-impressa ; abdomine marginato , segmento primo magno , prope suturam utrinque biplicatulo. Antennis articule primo et secundo magnis, latitudine longiore, KEUEB PSELAPHIDEN. 129 secundo triangiüari , — intus angulato — , tertio , quarto et sexto minutis, subquadratis , quinto et septinio parum praecedentibus majoribus, nono et decimo transversis, undecimo obovato, majore, 9°. — 11°. clavam formantibus. Long. 1 mm., lat. 1| mm. Hab.: Minas Geraes, Brasilia; leg. D. Sahlberg. Die Basis der Flügeldecken hat vier zusammengeflossene Doppel- punkteindrücke , etwas undeutlich. Von den Kopfeindrücken liegen zwei zwischen der Fühlerbasis, sie sind tiefer als die zwischen den Augen. Bryaxis (Eupines?) separabilis Schauf. — Obovato- elongato-cylindrica , nitida, ferrugineo-rufa ; capite convexiusculo , postico rotundato, antico deplanato, quadrato, lineaque transversa profunde impressa signato; thorace transverse subcordato; elytris basi leviter plicatis , stria suturali integra , apice incurva ; abdomine anguste marginato, segmentis quatuor supra visibilibus subaequalibus, sed gradatim minoribus et angustioribus ; tibiis posticis elongatis, antrorsum fortioribus, eleganter curvai is. Antennarum clavae articulis nono et decimo valde transversis, ad basin rotundato-angustatis , obscuris , undecimo abrupto , magno , ovali, testaceo, item articuli 1. — 8.; antennis basi distantibus. Long, li mm., lat. | mm. Hab. : Yucatan. In dieser Bryaxis liegt eine neue Gattung vor , die mehr Bestand haben wird als manche andere der Bryaxen. Sie dürfte der King' sehen a.Eupines')') nahe zu stehen kommen. Die Art ist sofort an dem scharfen Quereindrucke zwischen den Fühlern zu erkennen. Bryaxis (Eupines?) adparata Schauf. — Ovalis, nitida, ferrugineo-rufa ; capite magno , transverse quadrato , parum convexo , oculis parum prominulis, antice linea transversa utrinque profun- 9 130 BESCHREIBUNG dius impressa; thorace convexo, transverse subquadrato; elytris subquadratis utrinque convexis, basi vix biplicatula, sutura sub- curvato-striata ; abdomine tenu iter marginato, pubescente, segmento primo , supra viso , secundo parum longiore , utrinque medio striola minuta insculpta; tibiis posticis curvatis, tarsis elongatis. Antennarum clava triarticulata , articulo nono et decimo trans- versis, undecimo breviter ovali. Long, li mm., lat. | mm. Hab. : Yucatan. Neben Bryaxis separabilis m. zu stellen und von ihr durch minder tief eingedrückte, in der Mitte fast unterbrochene Quer- linie zwischen den Fühlern sofort kenntlich unterschieden, ferner auch durch die nicht aussergewöhnlich gebildeten Fühler. Bryaxis bisinuata Schauf. — Nitida , convexa , rufo- ferruginea; capite post antennarum basin fere quadrato, antice medio leviter porrecto , utrinque sinuato , inter oculos bipunctato ; thorace subcordato, convexo; elytris subconvexis, utrinque an- trorsum leviter rotundato-angustatis , stria suturali tenui ; abdomine anguste marginato, declivi, supra visis segmentis tribus, primo secundo parum longiore. Antennis elongatis, articulis 4°. — 7°. latitudine longioribus , 8°. — 10°. moniliformibus , undecimo ovali. Long, li mm., lat. | mm. Hab. : Cuba. Taf. 9, flg. 3; fig. 3ß (Fühler); fig. 36 (Palp). Der Br. inincata m. täuschend ähnlich, von ihr aber durch den Eindruck jederseits zwischen den Fühlern, den nasenartigen Vorsprung des Kopfes und dünnere Fühlerkeule verschieden. Die Palpen haben ein fadenförmiges zweites Glied , welches wenig länger ist als das dritte; dieses ist sehr dick und doppelt so lang als breit , \ so lang und breit als das vierte ; das vierte nach vorn zu gerundet und zugespitzt. NEUEE PSBLAPHIDEN. 131 Mandibeln sehr kräftig. Hinterhüften entfernt , flach. Schenkelanhänge klein ; Beine lang, dünn. Afterklappe sehr gross, leicht gewölbt. Die Flügeldeckenbasis ist abfällig, mit einigen kaum bemerk- baren Fältchen. Ich verdanke dieses glatte Geschöpf der Güte des Herrn Zahl- meister Riehl in Gassei. Bryaxis convexa Schauf. — {Wtmq. otios., p. 487). In der Provinz Minas Geraes sammelte s. Z. Dr. Sahlberg sen. diese Art mehrfach. Mir ist die gesammte Pselaphidenausbeute dieses Entomologen vor einigen Jahren überlassen worden und kann ich meiner früheren Beschreibung jetzt noch das Nachfolgende hinzufügen : Das c? (?) ist unter dem Vordertheil des Kopfes, und zwar unterhalb der Fühlereinlenkung quer ausgehöhlt , weshalb darüber der Kopf etwas wulstig erhoben ist. Mir scheint , als ob in der Mitte zu Unterst der Aushöhlung ein kleiner hornartiger Vorsprung sei, die Seiten aber breit abgerundet , mit einer eckigen Erhöhung seien. Der Nahtstreif ist ganz, der Discoidaistreif verschwindet bei wenigen Exemplaren hinter der Mitte, er reicht meist bis über das dritte Viertheil heraus. Die Flügeldecken haben zwei Basalpunkte , welche zwischen den beiden Streifen stehen, diese selbst sind an der Basis tief einge- drückt, sodass man bei gewisser Beleuchtung sechs Punkte zu sehen glaubt. Die Weibchen sind vorn zwischen den Fühlern und von da an abwärts quer tief eingedrückt, aber nicht ausgehöhlt, darunter befindet sich eine beiderseits vorspringende und daselbst abgerundete , in der Mitte wenig ausgeschnittene Leiste. Var. 1. Capite vertice leviter foveolato. » 2. Capite supra oculum unipunctato. In frischem Zustande ist Bryaxis convexa ziemlich reichlich mit kurzen gelblichen Härchen besetzt, die sich aber leicht abreiben. 132 BESCHEEIBUNG Bryaxis spuria Schauf. — Castaneo-rufa , ore , antennis pedi- busque plus minusve testaceis, nitida; capite quadrato angulis anticis obtusis, posticis rotundatis, inter oculos antennasque bi- punctato; thorace cordato, lateribus utrinque leviter compressis, nitidis, supra scutellum foveola vix conspicua; elytris convexis, subquadratis , lateribus antrorsum parum angustato-rotundatis , basi quadripunctata , stria suturali integra, altera discoidali valde ab- breviata impressis; abdomine anguste marginato, segmento primo secundo latiore , basi (utrinque suturae elytrorum) striola instructa ; femoribus elongato-clavatis ; tibiis sat robustis, elongatis. Antennis articulis 4°. — 8°. subglobosis, 9°. — 11°. gradatim ma- joribus clavam formantibus. Long. 1 1 mm. , lat. large | mm. Hab. : Nov. Friburg, , Brasilia. Die beiden Punkte zwischen den Fühlern verlängeren sich linear entgegen und bilden quasi die Ueberreste einer vorhanden gewesenen , jederseits eingedrückten Linie. Erinnert in der Kopfform an die von mir unter Bryaxis ÇEupines ?) beschriebenen Arten von Yucatan. Bryaxis impunctata Schauf. — Rufo-ferruginea, nitida; capite subquadrato, antice obtuse cordato, transversim bifoveolato, inter oculos minute foveolato; thorace convexo, cordato; elytris subconvexis , antrorsum subrotundato-angustatis , stria suturali postico incurva leviter insculpta; abdomine anguste marginato, elytra longitu- dine acquante, segmentis quatuor supra visibilibus, sensim angus- tioribus, primo magno, basi utrinque suturae elytroi um abbreviatim plicatulo. Antennis brevibus , articulis 2°. — 8°. fere moniliformibus, 8°. — 11°. clavam formantibus, clava non robusta. Long, li mm., lat. fere f mm. Hab. : Mexico , Yucatan. Zwischen den Fühlern und in der Mitte von der Stirn nach NETJEB PSELAPHIDBüT. 133 vorn ist der Kopf T-artig leicht erhöht oder vielmehr neben dieser Figur nach vorn abschüssig, seitUch eingesenkt. Aehnelt der Bryaxis truncata m. in Gestalt und Form des Kopfes , auch im Uebrigen , unterscheidet sich aber leicht durch den längeren Hinterleib, besonders den längeren oben ersten Ring, und dessen beiden Fältchen neben der (verlängert gedachten) Naht. Bryaxis semisanguinea Schauf. — Sanguinea, elytrispiceis, antennis pedibusque rufis , ore tarsisque pallidis , nitida , pubescens ; capite trifoveolata ('.•); thorace convexo, late cordato, utrinque postice unifoveolato , media basi uni- subpunctato ; elytris subconvexis, antrorsum rotundato-angustatis ; striis suturali integra, altera di- scoidali media abbreviata , ad basin impressis ; abdomine marginibus sanguineo-subhyalinis , segmento primo secundo non duplo latiore, utrinque medio breviter plicatulo. Long, li mm., lat. | mm. Hab.: Minas Geraes; leg. D. Sahlberg. Der Suturalstreif wendet sich hinten der Nahtspitze zu ; die Naht selbst erhöht sich da etwas. Bryaxis dorsopunctata Schauf. — Castanea , pubescens , nitida, ore, antennis pedibusque testaceis; capite trifoveolato (•.•); thorace breviter cordato , antico angustato , utrinque foveolato , media basi puncto impresso ; elytris nitidis , vix visibiliter disperse punctato- pubescentibus , striis suturali integra , altera discoidali media abrupta , impressis; abdomine marginato, segmento primo reliqua duo cuncta longitudine aequante , utrinque ad basin impresso et medio breviter plicatulo, distincte punctato. Antennis filiformibus , articuHs latitudine longioribus, clava an- gusta, fere biarticulata. Long, li mm., lat. \ mm. Hab.: Minas Geraes, Brasilia; leg. D. Sahlberg. Der oben sichtbar erste Bauchring ist deutlich punktirt. 134 BESCHREIBUNG Bryaxis subnitida Schauf. — Rubro-cinnamomea , nitidula , antennis pedibusque dilutioribus ; thorace subgloboso , fossulis inter- media minima, lateralibus majoribus. Long. 1| mm., lat. | mm. Hab. : ad flum. Amazon. Mit dieser Diagnose ist sowohl die Bnjaxls rubra Aube als die subnitida m. gedeckt. Die Type zu Br. rubra Aube befindet sich in der Reiche' sehen Sammlung, wohl noch in Paris, welche ich s. Z. durchstudirte. Ich fand jedoch an dem als f2<Äm-Type be- zeichneten Exemplare die Seitengruben des Halsschildes nicht so , wie Aube angegeben hat, und vermuthe deshalb, dass dasselbe irgend einmal verwechselt worden ist , zumal sich in derselben Sammlung ein Thier befindet, von Rio Janeiro stammend, auf welches die Aubé'sche Beschreibung passt. Ich erkläre diese letztere Art also für die ächte rubra Aube , Type ; das in der Reiche'schen Sammlung mit arubra Aube» bezeichnete Exemplar ist die columbische Art laevicollis. Die subnitida Schauf. vom Amazonenstrom gleicht der Br. rubra Aube fast vollständig, doch sind die Discoidaistreifen der Flügel- decken als feine Linie fast bis zum Hinterrande fortgesetzt, der Hinterleib ist schmäler gerandet, und das Gi'übchen zwischen den Fühlern ist nicht so breit als bei Br. rubra, welche ich vom Amazonenstrom, speciell von Santarem, erhielt. Bryaxis fliiviatilis Schauf. — Rufo-ferruginea, subnitida, pubescens , antennis pedibusque pallidioribus , palpis testaceis ; capite punctato , triimpresso ocellatoque , angulis posticis rotundatis , oculis prominulis; thorace subcordato, punctato, postice utrinque fovea magna, medio unipunctulata ; elytris basi ad suturam oblique im- pressa, quadripunctata ^ subquadratis , convexis, antrorsum rotundato- angustatis, pubescentibus , striis suturali integra, altera media abbreviata ; abdominis segmento primo magno , reUqua cuncta longitu- dine subaequante , ad basin utrinque medio linea abbreviata in- sculpta, pubescente. NEUER PSELAPHIDEN. 135 Anlcnnarum articulis 1°. — 7°. latitudine longioribus , septimo fere globoso, octavo et nono subglobosis , decimo et undecimo majoribus , clavam formantibus. Long. 2 mm., lat. | mm. Hab. ; ad flum. Amazon. Eine lange elegant aufgebauschte Bryaxis , leicht kenntlich an dem punktirten Halsschild und Kopf, welcher drei augenartig ein- gedrückte Grübchen trägt; eines vorn zwischen den Fühlern, zwei zwischen den Augen. Die Fühler sind dünn, wie die Keule, welche scheinbar nur zweigliederig ist. Bryaxis hippopotamus Schauf. — Ferruginea, hirsutula; capite subquadrato , utrinque convexiusculo , angulis obtusis , anticis nodi forma elevatis , unipunctatisque , inter oculos valde bifoveato , antice medio utrinque impresso et nasutulo; thorace rotundato- cordato, trifoveolato; elytris convexis , subaureo-hirsutulis , basi sex- punctata , stria suturali integra impressa , altera discoidali solum in forma plicae impressa ; abdomine marginato, segmento primo maximo utrinque medio recte abbreviatim-plicatulato. Antennis undecim-articulatis , articulis 3°. — 8°. subquadratis , reli- quis clavam magnam sed elongatam formantibus. Long. 1| mm., lat. |^ mm. Hab. : Brasilia (Petropolis ?). Das nasenförmige Knötchen ragt nicht über den Vorderrand des Kopfes hinaus und liegt lief zwischen den beiden halbkugelförmigen Hübein, welches einen eingedrückten Punkt zeigen. Bryaxis penita Schauf. — Rufo-castanea , antennis pedibusque pallidioribus , pilosulis ; capite inter oculos bifoveolato, antice impresso ; thorace subcordato , antrorsum angustato , lato , fossula intermedia valde distincta , lateribus supra visis valde impressis ; elytris latis antrorsum rotundato-angustatis, basi sexpunctata (•*..•*), stria suturali integra, altera discoidali incurva, marginem poslicum non 136 BESCHREIBUNG attingente insculptis ; abdomine marginato , segmento primo maximo utrinque medio plicula brevi instructo. Long. 1-|- mm., lat. | mm. Hab. : ad ftum. Amazon. Dadurch, dass die Seitengruben des Halsschildes tief eingedrückt und die Seiten der Gruben abgerundet (convex) sind, erscheinen sie sehr gross. Die Mittelstreifen der Flügeldecken erreichen fast das Ende der letzteren. Neben Br. Lebasii Aube zu stellen ; kleiner , heller , nicht dicht behaart , die Seitengruben des Halsschildes tiefer ; das vorletzte der elf Fühlerglieder zwar auch kugelig und lose , aber nicht so breit als bei Lehasii Aube , deren Fühlerbildung sehr ähnlich ist. Bryaxis Minasanae Schauf. — Castaneo-picea , antennis pedibusque testaceis ; capite bifoveolato, inter antennas impressulo; thorace fossula intermedia punctiformi, lateralibus foveoliformibus ; elytris stria suturali integra, altera discoidali media abbreviata; abdominis segmento primo medio utrinque (pone elytrorum suturam) breviter plicatulo. Long. 1 1 mm. , lat. | mm. Hab.: Minas Geraes, Brasilia; leg. D. Sahlberg. Obs. Bryaxi Goryi subsimilis , differt autem thorace angustiore , foveolis punctisque minus distinctioribus , capite minus lato , longiore. Gory 's gespiesst gewesene Type, welche M. Aube zur Beschreibung diente , befindet sich in meiner Sammlung, Sie ist der Br. Minasanae sehr ähnlich , unterscheidet sich aber wesentlich durch kleineres Halsschild und schmälern Kopf ; auch sind die Fühler etwas dünner und heller. Die Fühler sind elfgliederig , Glieder 3 — 8 sind klein, nur die ersten davon kaum länger als breit , die Keule ist wenig auffallend , Glied neun und zehn sind quer. Die neue Art hat nur halben Discoidaistreifen der Flügeldecken , wie Bryaxis anopunctata m. und ist viel seltener um Minas Geraes als Br. convexa m. u. A. NETTER PSELAPHIDBN. 137 Zu Bryaxis Goryì Aube sei erwähnt , dass Aube zwar als Maass 1| mm. angiebt, die erwähnte Type aber 1| mm. long, und über f mm. lat. misst. Bryaxis tenuicornis Schauf. — Rufo-cinnamomea , palpis pedibusque pallidis, pubescens; capite inter antennas bifoveolato, antrorsum leviter impresso, vertice transversim convexiusculo, an- gulis posticis obtusis ; thorace cordato , ante mediani partem utrinque fovea magna media basi unifoveolata ; elytris lateribus postico rotun- datis, antrorsum angustatis, disperse hirsutulis, basi inter strias puncto impresso, stria suturali integra, altera discoidali postico incurva et abbreviata ; abdomine marginato , segmento primo magno , basi utrinque minute abbreviato-plicata. Antennis filiformibus, clava tenui, distincta. Long, li mm., lat. | mm. Taf. 9, fig. 4; fig. 4ä (Fühler); fig. kh (Palp). Hab,: ad flum. Amazon. Bryaxis tenuicornis Chevr. in litt. Kopf viereckig, vorn eingedrückt, daselbst glänzend, der Ein- druck jederseits oben durch ein Pünktchen begrenzt. Der Hinterrand der Flügeldecken ist dichter mit hellen Härchen besetzt als das Thier sonst wo. Gattung BATRISUS. a. Hinterindische Arten. Batrisus Dohrni Schauf. — Gastaneus, capite thoraceque piceis, palpis testaceis, nitidus, disperse ochraceo-pilosus ; capite inter antennas late decliviter deplanato, angulis anticis acutis, postice angustato, obtuso, supra late longitudinaliter elevato; thorace longitudinaliter abbreviatim tricanaliculato et bicarinato, canalibus media parte impressionibus irregularibus subconnexis, elongato, 138 BESCHREIBUNG ante mediam partem angulato, antice fere semirotundato , angulis posticis rectis ; elytris subquadratis , convexis , lateribus parum ampliatis, basi sexpunctata, stria suturali tenui, discoidali ad basin valde impressa, elytris humeris et mediis ad basin valde pliciformibus , punctis majoribus dispersis, pilosis; femoribus ro- bustis, clavatis, tibiis subincurvis, latis, extus ampliatis. Long. 2i mm., lat. | mm. Hab. : Birma. Batrisus plicatus Motsch. in litt. Mém. Mose. 1851, sep. p. 11. Das Halsschild dieser schönen Art, die ich der Güte des En- tomologen Herrn Dr. C. A. Dohrn verdanke, erweitert sich ge- radlinig nach vorn und macht im dritten Viertel eine Ecke. Oberseits sind jederseits zwei vorn abgekürzte scharfe Kiele, verschiedene Gruben vermitteln mehr oder weniger den Zusammenhang zwischen der vorn abgekürzten Mittelrinne und den Seitenfurchen und Kielen. Ich würde den v. Motschulsky'schen Sammlungsnamen belassen haben, wenn die wenigen Worte, die er über die Art schrieb, der Wirklichkeit auch nur einigermassen entsprächen. Batrisus custos Schauf. — Rufo-castaneus , palpis testaceis , pilosulus; antennis tenuibus, clava mediocri; capite subquadrato, antice subito angustato, medio leviter angulato, angulis obtusis, oculis magnis convexis, inter oculos bifoveolato; thorace elongato- cordato, utrinque longitudinaliter sulcato, linea media antice ab- breviata impresso et supra basin sulco transverso instructo, sulco plus minusve trifoveolato , post sulcum utrinque unifoveolato; elytris globosis , pilosulis , quadristriatis , striis leviter impressis , stria discoidali apice evanescente , ad basin valde impressa , humeris distinctis; abdominis segmento primo medio bicurvatim-exciso et bis elevato, altera elevatione postice in forma dentis carinata, postice trinodoso, nodo medio magno, antice spiniformi, reliquis segmentis declivibus, angustatis ; pedibus elongatis, femoribus clavatis. Long. 1| mm., lat. | mm, Hab. : Borneo, N-BTJEB PSKLA-PHIDEN. 139 Die Linie auf dem Thorax ist nach der Basis zu tiefer ein- gedriikt. Der erste grosse, breite Hinterleibsring ist vorn in der Mitte ausgeschnitten. Der Ausschnitt is jederseits (kurvig) geschwungen, und jederseits durch einen hohen, kurzen, oben stumpfen Kiel begrenzt, der nach hinten zu abgerundet nach unten geht. Hinter dieser Figur ist das Segment breit eingedrückt. Der Eindruck ist jederseits durch eine knotenartige Erhöhung begrenzt und in der Mitte , und etwas dahinter gelegen , erhebt sich ein kleiner Hügel , welcher in eine nach vorn gerichtete Spitze ausläuft. Das Thierchen ist durch die beiden Grübchen auf dem Kopfe leicht zu erkennen. Batrisus quaestus Schauf. — Castaneus et rufo-casta- neus , ore , antennis pedibusque pallidis , nitidus , tenuissime villosulus ; capite bifoveato , inter antennas transversim impresso , oculis magnis convexis, valde granulatis; thorace elongate, valde cordato , longitudinaliter trisulcato , sulco medio antice obsolete- abrupto, sulcis lateralibus antice rotundato-deflexis , supra basin transverse-sulcato , in angulis posticis unifoveolato ; elytris sub- globosis, humeris subacutis, angulis posticis obtusis, stria suturali integra, altera discoidali apice leviter curvata, abrupta, striis ad basin profunde impressis; abdomine supra viso segmento primo maxime , solum ad basin utrinque breviter carinato , utrinque medio minute sed distincte carinulato. Antennarum articulis 3°. — 8°. obconicis , clava triarticulata , arti- culis fere rotundatis. Long. 1| mm., lat. f nmi. Hab.: Birma. Batrisus semisulcatus Motsch. in litt. Fühler dünn , die dreigliedei'ige Keule besteht aus zwei länglich- runden und einem verkehrt eiförmigen kurzen, etwas zugespitzten Gliede. Die ungleiche Klaue ist sehr deutlich zu sehen. Der Sammlungsname des Herrn v. Motschulsky ist bereits vergeben. 140 BESCHREIBUNG h. Südamerikanische Arten. Die Batrisus- Arien von Central und Südamerika , mit Ausnahme derer von Chile und der gespornten oder gezahnten cc Si/rbatusy> -Arten , lassen sich folgendermaassen übersehen: Kopf mit zwei Gruben (. .). Zwischen den Fühlerhöckern ein Kopf- horn von der Höhe derselben , dieses vorn mit gelbem Haarbüschel . . . penioulus Schauf. Brasilia. Scheitel zweibogig ausgehöhlt. . . . cornutus Schauf. Brasilia. Stirn längsgekielt carinifrons Schauf. Brasilia. antJiicoides Schauf. Brasilia. Stirn kurz-, nach vorn niedrig- längs- gekielt, hornartig verlängert . ... sus Schauf. Brasil. Min. Geraes. Scheitel mit fünf Kielchen rivularis Schauf. Panama. • Scheitel tafelförmig erhöht , in der Mitte leicht grubig eingedrückt ...... stultor Schauf. Minas Geraes. Fühler des Männchens : Glied 4 — 7 aufgetrieben curvicornis Schauf. Mexico. Kopf mit kleinen Längsgrübchen unter dem hornartigen Kielchen auf dem Scheitel, daselbst jederseits ein Knöt- chen ((( Syrhatus ») trinodulus Schauf. Brasilia. Kopf mit zwei Punkten (..).,,.,. macrocephalus Schauf. Brasilia. NEUER PSELAPHIDEN. 141 Kopf mit drei Gruben (...) trifoveolatus Schauf. ') Nova Granata; Gol; Venez. Kopf mit drei Gruben und jederseits aus- gehöhlt rugifrons Schauf. Nova Granata. Kopf mit vier Punkten qxiadnpunctatus Schauf, Mexico. Kopf mit vier Gruben. In der Mitte ein Kamm carinatus Schauf. Brasilia. Mit Kamm , vorn mit vier Knötchen, rhinoceros Schauf. Brasilia. Vorn niedergebogen, vorragend, ab- gerundet vividus Schauf. Amer, centr. Kopf mit fünf Eindrücken qu'mquefoveolatus ^chmt Brasilia. Kopf matt, mit fünf ausstrahlenden Längslinien asteriscus Schauf. Nov. Granata. Kopf ausgehöhlt, vorn dreihörnig. « Pone oculos etiam carina transversa , utrinque in punctum profundum terminante» coronatus Westw. Brasilia. Grube mit Doppelzahn ........ Orion Schauf. 2) Brasilia. Vorn gehörnt Jwnestus Schaul Brasilia. 1) Zu trifoveolatus Schauf. (1872) ist synonym : Luzerae Eeitt. (1882) , Columb. j und zu trifoveolatus var. planifrons Schauf. (1872): tripimctatus ßeitt. (1882), N. Granata. Ich wüsste nicht, wie eine Sonderuug möglich sei. 2) Die versuchte Vereinigung von Satr. coronatus Westw. und Orion Schauf, ermangelt bis heute der Begründung. Bei den sonst so genauen Beschreibungen Westwoods in der 1870er Arbeit, welche Herr Reitter als „wahre Muster" be- zeichnete, ist es nicht gut annehmbar, dass Westwood den deutlichen und das Thier characterisirenden Doppelzahn in der Grube nicht gesehen haben sollte. 142 BESCHEEIBUNÖ Scheitel eingedrückt , Kopf jederseits mit einer tiefen Furche Äubei Schauf. Brasilia. Kopf vorn tief quer eingedrückt, Eindruck in der Mitte unterbrochen (((^r^/^miwÄ))) bicolor Reitt. Brasilia. cinnamomeus Schauf. Brasilia. « Vertice tuberculato , tuberculo levi (elongato-)foveolato, fovea variabili». Gennari Aube. Brasüia. « Fronte fortissimo exciso , lateribus (angulis) postice valde dilatatis et dentato-elevatis , margine antica re- trorsum cornuta, cornu vaUdo sub- depresso » (Reitt.) mii'abiüs Reitt. Brasilia mer. Batrisus {Ery axis sec. Westw.) aurìtulus Westw. (1870) fällt in der Tabelle aus, weil Herr Edm. Reitter 1882 eine Xylaris spinicejis publicirt hat, welche mit dem Westwood 'sehen Batrisus in der Art zusammenfällt , wie aus den Beschreibungen und Abbil- dungen ersichtlich ist. Das Thier heisst also Xyharis auritula Westw. = spiniceps Reitt. Batrisus anthicoides Schauf. — Piceus, elytris femori- busque sanguineis, tarsis palpisque palUdis, magnus; antennarum articulis elongatis, clava triarticulata parum distincta; capite sub- opaco, villosulo, punctato, oculis angulatim prominentibus , postice rotundato, antice porrecto, rotundato-truncato , supra uti'inque an- tennis sub nodulis insertis, postice utrinque foveolato-excavato , et medio longitudinaliter carinato; thorace opaco, cribrato-punctato , elongato-cordato , antice convexo, utrinque cornu brevi acutissimo instructo , basi disperse punctata , supra scutellum linea longitudinali impressa; elytris hemisphaericis , stria suturali integra, punctato- NEUEE PSELAPHIDBN. 143 pilosis , utrinque et basin versus densius , sutura seriatim punctulata ; abdomine brevi convexo , ad basin leviter constricto , disperse piloso- punctato , articule primo maxime , utrinque oblique cannato ; femori- bus parum clavatis, tibiis anticis et posticis leviter curvatis. Long. 2-| mm. , lat. ^ 'T'Ii^- Hab. : Brasilia. Einer der schönsten und interessantesten Pselaphiden Süd- Amerika's ! Die beiden kurzen scharfen Hörner auf dem Halsschilde und der eigent hümliche Kopf kennzeichnen ihn. BatriSUS sus Schauf, — Piceus , elytris pedibusque rufo- castaneis, tarsis, ore antennarumque articulis ultimis pallidis ; capite porrecte obtuse cornuto , medio minute cristate , antico late carinato , utrinque unifoveolato ; thorace antico globoso-ampliato , ante basin linea transversa, utrinque profundius, impressa, basi irregulariter ruguloso; elytris subquadrato-rotundatis , pulvinatis, basi quadri- foveolata, stria suturali integra; abdomine pulvinato, segmento primo reliquis cunctis majore, lateraliter tenuiter carinato et linea impresso, segmentis apice longe pilosis. Antennis tenuibus, articulis latitudine longioribus , clava angusta triarticulata. Long. 2 mm. , lat. -I mm. Hab.: Minas Geraes, Brasilia; leg. D. Sahlberg. Von Batrlms carinifrons durch Form des Kopfes verschieden , indem die kielartige Längserhöhung sich nach vorn hornartig aus- dehnt und bei einigen Exemplaren daselbst auch etwas nach oben gerichtet ist. Die Kopfgrübchen sind manchmal seicht. Die Farbe ist anders als die des carinifrons , der Körper dunkler , Beine und Flügeldecken heller, röthlich. In frischem Zustande ist das Thier jedenfalls mit längeren Härchen mehr oder minder dicht besetzt. Meine Exemplare sind vom seeligen Dr. Sahlberg gesammelt. Das Kopfhörnchen nach vorn und die Knoten über den Fühler- 144 BESCHEBIBUNG einlenkungen sind meist mehr oder weniger punktirt oder rauh oder irregulär mit Härchen besetzt. Der erste Hinterleibsring ist kugelig aufgetrieben, wie bei B. carinifrons , und viel grösser als die anderen Ringe zusammen- genommen. Er ist seitlich und gleich daneben nach innen linear gerandet. Batrisus stultor Schauf. — Rufo-piceus, antennis pedibusque pallidis , longe ochraceo-pilosis ; capite transverse -subquadrato , vertice elevato , supra deplanato foveolatoque , utrinque unifoveolato , antice truncate, utrinque nodoso; thorace ovali-globoso, ante basin linea transversa impressa ; elytris semi-hemisphaericis , basi sex-impressis , stria suturali tenui integra ; abdominis segmento primo reliqua cuncta multo longitudine superante, utrinque breviter plicato et linea interna curvata insculpta. Antennis tenuibus , articulis latitudine longioribus , clava angusta. Long. If mm., lat. \ mm. Hab.: Minas Geraes, Brasilia. Habituell ganz dem Batrisus sus und carinifrons ähnlich, der erste Hinterleibsring ist jedoch ohne deutlichen Kiel oder Rand, nur jederseits mit kurzem gebogenem Einkniif. Auch die dicht und langbehaarten Fühler sind denen des B. carinifrons tast ganz gleich. Der Eindruck auf dem Scheitel ist oft ziemlich flach. Batrisus stultor m. ist ein Beleg dafür, dass auf die Randung des Hinterleibes bei der Eintheilung der hatrisus-dsiigen Pselaphiden ein systematischer Werth nicht zu legen ist, denn nur etwa ein drittel des Randes des ersten Segmentes ist zart gekielt, daneben nach innen ist eine nach hinten abwärts geschwungene Linie zart eingesenkt. An der Basis endlich findet man jederseits der Mitte ein sehr kurzes Fältchen. Batrisus («Syrbatus») trinodulus Schauf. — Piceus, sub- hyalinus, erecte longe pilosus, elongato-obovatus , elytris cum ab- NEUER PSELAPHIDEN. 145 domine pilosis , ovalibus, convexis; capite vertice cannula longitudinali minuta apice dentiformi , infra dentem minute elongato-foveolato , postice utrinque nodulo elevato , inter nodulos antennarum biim- presso , antice medio subnoduloso ; thorace parum cordato , utrinque unisulcato, sulco postice profundiore, foveoliformi , his foveolis linea basali connexis ; elytris hemisphaericis , basi sexpunctata ., stria suturali integra; abdominis segmento primo reliquis cunctis majore , utrinque bicai'inato , basi utrinque media uniplicatula ; tibiis sub- incurvis. Antennis tenuibus, articulis oblongiusculis , clava angusta , libera. Long. 1|^ mm., lat. \ mm. Hab. : Minas Geraes , Brasilia ; leg. D. Sahlberg. Ich glaube in dem vorliegenden Pselaphiden einen Sp-latus im Sinne des Autors vor mir zu haben. Die beiden Seitenränder ver- einigen sich am Hinterrande des ersten Hinterleibssegmentes. Die Fühler sind von denen der mir der Beschreibung nach bekannten Si/ròaius-A.rien verschieden. Die Schienen unbewafTnet. Die Unterschiede, welche Herr Reitter für Sj/rbatus Reitt. und Ärtkmius Lee. hinstellt , sind nicht genügend , um darauf eine Untergattung zu gründen. — Bairisus sus Schauf. , stidtor Schaut, u. a. gehöi'en habituell zu Batrlsus {Syrhatus) trmochilus Schauf. , nicht zu Ärthmius Lee. , obgleich ihnen die nach Reitter allein characterische Seitenfurche des Halsschildes fehlt. Zur Begründung selbst einer Untergattung müssen andere Merkmale hervorgesucht werden. Batrisus carinatus Schauf. erhielt ich von Minas Geraes und kann constatiren , dass meine s. Z. gegebene Beschreibung nach einem unausgebildeten Exemplare gefertigt wurde. Es muss deshalb die Diagnose , Nunquam oüosus , p. 281 , umgeändert werden in : (( Brunnens, pal pis tarsisque testaceis » , und ihr zugesetzt werden : « Abdominis segmento primo utrinque vix marginato , linea sub- marginali impressa leviter extus curvata , apice evanescente , plicis binis minutis in basi. » 10 146 BESCHREIBUNG BatrisUS asteriscus Schauf. — Ginnamomeus , subopacus, pubescens; capite opaco, ruguloso, vertice lineis tribus, postice utrinque linea incurva abbreviatis insculptis; thorace quinquelineato, basi quadrispinuloso ; elytris ampliatis , subopacis , disperse punctato- piliferis , basi cannata , sexpunctata ; abdomine fere rotundato-conico , supra segmentis quatuor visibilibus subaequalibus, primo secundo parum longiore, utrinque bicarinato, secundo, tertio et quarto iitrinque ad basin carinatis; tibüs post mediam partern clavatis. Long. 1 1 mm. , lat. f mm. Hab. : Nov. Granata , Bogota. Möglicherweise ein « ßatrisodes » Reitt. ; doch soll dieser nur drei Halsschildfurchen haben , während die neue Art deren fünf hat. Auch auf Zahl der Halsschildfurchen sind meiner Ansicht nach keine Gattungen zu creiren! Batrisus trifoveolatus Schauf. und die dazu von mir 1872 beschriebene Varietät planifrons wurden 1882 von Herrn Reilter nochmals als Batrisus [ÄrtJmius) Luzerae und tripiindatus {DeutscJt. ent. Zeit., 1882, p. 137 und 138) publicirt. Batrisus trifoveolatus m. ist über Neu Granada , Columbien und Venezuela verbreitet und die einzige mir bekannte Art von Südamerika, welche am Hinterkopfe drei Punkte quer in einer Linie hat. Batrisus cinnamomeus Schauf. — Obscure cinnamomeus , pedibus , palpis et antennarum articule ultimo parum pallidioribus , rare et longe pilosus ; capite transversim subquadrato , antrorsum transversim impresso, impressione media ocelliformiter interrupta, antico inter antennas bisulcato, vertice linea transversa lineisque tribus longitudinalibus subtilissime insculptis; thorace parum cordato- globoso , linea basali et utrinque foveola oblonga tenuiter impressis; elytris subquadrato-globosis , angulis obtusis , humeris plicae causa basalis distinctis , basi sexpunctata ; abdominis segmento primo con- vexe, reliquis cunctis majore, utrinque tenuiter cannato et juxta carinam linea ad apicem subcurvata levitar insculpta , basi distincte biplicata. NEUER PSELAPHIDEV. 147 Antennis tenuibus , articulis oblongis , clava angusta , libera , triarticulata. Long, fere 1 ^ inm. , lat. | mm. Hab.: Minas Geraes, Brasilia; leg. D. Sahlberg. Zunächst dem Batrlsus bicolor Reitt., àen àev Kwiov d\s Ärthmius beschrieb, stehend. Verschieden durch die Farbe und die Sculptur des Scheitels , welcher bei hicolor « ohne Längskiel » ist , wie in der Beschreibung steht. Die interessante Sculptur auf dem Scheitel des cinnamomeus m. würde Herr Reitter nicht übersehen haben zu erwähnen. Die beiden Basalfalten des ersten Hinterleibsringes sind nahe der Mitte jederseits gelegen. Die Diagnose von B. bicolor Reitt. ist leider in recht flüchtiger Art und Weise gegeben, sie sagt z. B. : «vertice intermediis sub- globosis , ultimis tribus » u. s. w. , — es fehlt also ein ganzer Satz, und Scheitel und Fühler sind vermengt. Batribraxis inflexa Schauf. — Ferruginea, ore, antennis pedibusque pallidis, nitida, disperse pilosula ; capite transverse quadrato, bifoveato, disco de planât o , angulis posticis obtusis , antico inter antennas declivi , porrcelo , utrinque dilatato ; thorace rotundato- cordato , basi punctis impressis , supra basin linea insculpta utrinque foveolatim impressa ; elytris convexis , subquadratis , lateribus antico parum angustatis , humeris obtusis , stria suturali tenui , basi quadripunctata ; abdomine supra viso segmento primo reliquis cunei is longitudine aequante, basi profunde triimpresso et quadriplicate. Antennis curvatis, articulis 4°. — 10°. subquadratis , irregulariter connexis. Long. 1 2 mm. , lat. | mm. Hab. : Mexico. Hat die Form eines Batrisus. Ich finde nur eine sehr kleine Klaue, zwei Gruben zwischen den Augen, eine jederseits des Hals- schildes , welche letztei'e durch eine nach vorn bogige dünne Linie verbunden sind, und hinter welchen sich einige eingestochene Punkte befinden; eine tiefe Quergrube hinter den Flügeldecken, 148 BESCHREIBUNG jederseits daselbst eine tiefere , welche durch je eine Falte begrenzt werden. Der Hinterleib ist ohne scharfen Rand. Die Fühler sind mehr curvig, die ersten drei Glieder dünner als die Glieder 4 — 10, welche theils an der Ecke, theils an der Mitte angefügt sind; das elfte Glied ist grösser als das zehnte, länglich , zugespitzt , verkehrt eiförmig , wenig dicker als die übrigen. Das Thier hat dickere, kürzere, gekrümmtere Fühler als ^a;^yi*MÄ curvicornis m. , kleineren Kopf, etc. Batribraxis ist nach dem Autor, Herrn Reitter , « Untergattung ». Aber wovon ? Wo hört nach Herrn Reitter der Begrifl' « Gattung » auf? und wo fängt er an ? Batribraxis inflexa m. schliesst sich habituell der Batribr. fortis und curtula Reitt. an, es entfernt sich aber die Batribraxis (?) ') labialis Schauf. — Obscure cinnamomea , elliptica , convexa , hirsuta ; palpis maxillaribus pallidis , articule ultimo elongato-acuminato ; capite transverso, subquadrato, angulis posticis obtusis, oculis minutis convexis, inter oculos utrinque profunde impresso, antice semicirculariter valde et vertice minute impresso; thorace breviter subcordato, basi linea curvata valde impressa , foveas latei'ales conjungente ; elytris subquadratis , lateribus antice vix rotundato-angustatis. basi fere carinata, sexpunctata, stria suturali integra profunda; abdomine supra segmentis quinque visibilibus, inter se fere aequaiibus longitudine et leviter convexis, segmento primo media basi cariniformiter biplicato , plicis diver- gentibus; pedibus extus pallidis. Long. 1| mm., lat. fere | mm. Hab. : Brasilia , Rio Janeiro. Tab. 9, flg. 5; fig. 5a (Fühler); fig. hb (Palp); fig. 5c (Hintertarse). Eine Punktur ist an dem Thiere nicht deutlich zu erkennen. 1) y^Batrisobryaxis'''' wäre vielleicht wohlkliugeiider gewesen als „5«/'n'Äj'«A7Ä". Deutsche und Kussen zerbrechen sich daran die Zunge nicht , andere Völker aber dürften an den Barbarisme« keinen Gefallen finden. Möge die neue Art Batriso- bryaxis lahialis heisseu. NEUER PSELAPHIDEN. 149 dagegen ist es mit langer gelblicher, zottiger Behaarung dicht besetzt. Die über dreimal dickere Keule als die Mittelglieder der Fühler , welche als zweigliederig, aber auch als viergliederig bezeichnet werden kann , da das zehnte Glied viel grösser ist als das neunte , ist dieser Art eigen. Kopf vorn bogig, mit hoher Wulst, die dadurch entstandene Einsenkung dahinter verbindet sich mit den beiden tieferen Gruben. Die tiefe Basallinie des Halsschildes ist nach dem Schildchen zu merklich hingeneigt. Der erste Hinterleibsring ist jederseits nur kurz kielartig gefaltet , wie die beiden Mittelkielchen zunächst der Naht, die den Hinter- rand nicht erreichen und nach aussen gerichtet sind; die Ringe nehmen an Breite nur sehr wenig ab. Eine deutliche lange Klaue. Basalglied der Tarse versteckt. Während ich Bafrihraxis Reitt. für Gattung bis auf weiteres festhalten möchte, betrachte ich Batrisohri/axis Schauf. , auch bis auf weiteres, als Untergattung von Batrihraxis und zwar unter- scheiden sich beide: Erster oben sichtbarer Hinterleibsring grösser als die übrigen zusammengenommen . . BatribraxisVieiiL Erster oben sichtbarer Hinterleibsring an Länge von den übrigen wenig verschieden . Batrisohr^axis^chdinï. Andere Unterschiede bis etwa auf das, etwas spindelförmig aus- gezogene letzte Maxillartasterglied , finde ich z. Z. nicht, besitze auch von jeder Art nur ein Exemplar, welches ich zu weiteren Untersuchungen nicht opfern mag. Bryaxis (an nov. gen.) no difera Schauf. — Elongato-ovata , convexa, cinnamomea, dense subtiliter pubescens; antennis basi fere approximatis; capite quadrato, convexo, marginibus obtusis, impunctato , antice utrinque nodulo minuto , medio nodulo porrecto instructo; thorace cordato, linea transversa tenui insculpta; clytris 150 BBSCHBEIBTTNG latitudine longioribus , lateribus antice parum angustatis , striis suturali integra, altera discoidali media abbreviata, ad basin im- pressulis; pedibus longis. Antennarum articule primo latitudine longiore , secundo sub- quadrato, reliquis non observatis. Long. 1 2 mm. , lat. large | mm. Hab. : Nova Friburgia , Brasil. Palpen wie bei Bri/axis , letztes Glied schmal. Die grösste Breite des Halsschildes liegt in der Mitte. Von oben sind vier Hinterleibsringe sichtbar, von denen die ersten drei mit einem schmalen , scharfkantigen Rand versehen sind. Sie verschmälern sich allmählig. Der erste ist nach der Mitte der Basis zu mit zwei etwas nach der Seite auslaufenden Strichelchen von der halben Länge der Breite des ersten Ringes ausgezeichnet. Unten sind vom Hinterleib fünf Glieder sichtbar. Das erste Glied ist sehr gross , 2 — 4 schmal , nach der Mitte zu verengt. Vorderhüften hoch, kräftig, an einander liegend; Mittelhüften etwas von einander entfernt , flach ; Hinterhüften weit von einander entfernt , flach. Hinterbrust zwischen den Hinterhüften etwas ein- gesenkt ($ ?). Am Vorderfusse sind zwei Tarsenglieder sichtbar , das dritte , Basal- , Glied ist jedenfalls in dem Schienenende versteckt ; letzteres ist mit einem feinen Borstenkranze besetzt, der vorn schräg ab- gestutzt ist und aus kurzen bis langen Borsten besteht. Die Unter- seite der beiden sichtbaren Tarsenglieder des Vorderfusses hat ein paar Reihen langer stachelartiger Härchen. Auf der Oberseite be- finden sich am Ende jedes Tarsengliedes zwei Haarborsten. Eine Klaue. Diese Bryaxe könnte zur Untergattung Äcamaldus Pieitt. gestellt werden , doch wird diese wohl am Halsschilde jederseits ein Grübchen haben, welche der Bryaxis nodifera m. fehlen; es fehlt ihr ferner das Basalgrübchen zwischen den Dorsalstrichelchen am Abdomen. Will man für die neue Art einen « Gattungs »-Namen haben , so kann man zu « Cr ijplior lùnula » greifen, welche dann diagnosticirt werden könnte: NEUER PSEL.VPHIDEN. 151 (Sub-) Gen. nov .- Äcamaldo affine, differì foveis thoi'acis abdomi- nisque absentibus. Die Fühler sind unter dem Vorderrande des Kopfes eingefügt und nur durch eine sehmale Wand geschieden. Der Habitus ist Brj/ axis -artig, die Halsschildquerfurche sehr schwach , nach den Seiten zu deutlicher. Der Hinterleib ist oben gewölbt , seitlich gerundet , die schmalen Ränder liegen fast bogig nach unten. Das einzige Exemplar meiner Sammlung ist leider stark be- schädigt. Besseres Material bringt mich vielleicht zu anderer Ansicht über den generellen Wert h von Crj/p/ior/ii?iula. NEODEUTERUS Schauf. nov. gen. véog, novus; davTsgog, alter. Palpi maxillares articule ultimo ovali, subacuminato. Antennae subapproximatae , decem-articulatae , clava biarticulata. Oculi magni. Abdomen immarginalum, supra segmento primo maxime. Coxae anticae approximatae , reliquae distantes. Tarsi uniunguiculati. Neodeuterus unterscheidet sich von Zethus m. *), mit welchem 1) Herr Reitter hat in seinem Streben, alles von mir Ausgehende auf jede Weise todtzumacheu , für den Namen Zethns Zetkopsis Reitt. einzuführen versucht, weil Zethus bereits in einer anderen Thierordnung vergeben sein soll. Für mich gelten die von v. Harold aufgestellten Principien der Nomeuclatur und unter diesen lautet eines: „Wir haben den Grundsatz adoptirt, solche Namen, — die Collision im eigenen Gebiete der Coleopterologie ausgenommen , — die in einer anderen Ordnung der Entomologie bereits vergeben sini, nicht nur beizubehalten , sondern auch die desfalls vollzogenen oder in Anregung gebrachten Aenderungen zu ver- werfen , da bei der immer intensiver und exclusiver sich gestaltenden Specialisi- rung der einzelnen Fächer der Naturwissenschaft an eine ernstliche Gefahr der Verwirrung nicht zu denken ist, und die desfalligen Abänderungen bei näherer Prüfung noch viel tiefer eingreifend sich ergeben würden, als gemeinhii; angenommen wird." 152 BESCHREIBUNG er die zehngliederigen Fühler gemein hat , sofort durch ungerandeten Hinterleib und zweigliederige Fühlerkeule; durch langes letztes Palpenglied, etc. etc. Neodeuterus admirandus Schauf. — Piceo-ferrugineus , subpubescens , subnitidus , capite , thorace elytrisque plus minusve punctulatis, abdomine distanter punctulato; capite impresso, vertice elevato canaliculatoque; antennarum articulis transversis, articulis nono decimoque latitudinis aequalis , valde transversis; thorace antice late rotundato , poslice parum rotundato et utrinque inciso , disco uni-, basi tri-foveolato , his foveis linea basali conjunctis, longitudinaliter triimpresso ; elytris subconvexis , lateribus sub • rotundatis, basi quadrifoveolata , striis suturali integra, altera di- scoidali valde abbreviata, castaneis, nitidis; abdominis segmentis primo utrinque bi-, secundo unilineatis. Long, li mm., lat. large f mm. Hab. : Sumatra. Die Farbe des Thieres ist ein helles Rostbraun , an den Flügel- decken etwas heller. Letztes Glied der Maxillartaster oval , zugespitzt. Fühler zehngliederig ; die beiden Basal- und die zwei Endglieder am grössten; Glieder 4 und 2 wenig länger als breit, plump, dick , 3 fast dreieckig , nach vorn erweitert , Ecken abgerundet , -4 — 8 breiter als lang, allmählig schmäler werdend, 7 und 8 fast linsenförmig , 9 doppelt so breit als 8 , knopftormig , mit dem über dreimal so langen Endgliede , welches nach vorn schwach erweitert und dann stumpf zugespitzt ist , eine grosse gleichbreite Keule , fast von der Länge der Glieder 2 — 8 zusammengenommen , bildend. Die Fühler sind zart behaart. Kopf tief eingedrückt , dreieckig , ringsum scharfkantig ; Scheitel erhöht , mit schmaler Längsrinne. Halsschild vorn gerundet vei'engt , Basis wenig gerundet erweitert ; jederseits des tiefen Eindruckes über der Basis tritt der Seitenrand zahnartig hervor. Drei Länorseindrücke , wovon der mittlere eine NEUEK PSELAPUIDEN. 1Ô3 längliche Grube bildet, enden in den daselbst gnibenartig ver- tieften Quereindruck. Die seitlichen Eindrücke sind sehr seicht. Halsschild und Flügeldecken sind dicht punktirt , an den Seiten etwas dichter. Flügeldecken länger als breit, seitlich etwas gerundet, leicht convex; der gekürzte Mittel- und der Nahtstreif entspringen in tiefen Eindrücken. Der Hinterleib zeigt von oben gesehen vier Segmente , von denen das erste doppelt so breit ist als das zweite. Das erste hat jederseits zwei Längsfältchen : das innere ist ganz, das äussere erscheint etwas abgekürzt. Der zweite Ring hat nach der Mitte zu zwei abgekürzte Fältchen. Der Hinterleib ist nicht gerandet , weitläuftig punktirt. Von unten sieht man sieben Hinterleibsringe; jeder ist leicht wulstig abgesetzt; der erste am breitesten, 2—5 fast gleichbreit, wenig schmäler als der erste; der sechste in der Mitte schmäler, der siebente convex. Hinterbrust convex; von den Mittel- nach den Hinterhüften verläuft je eine Leiste, welche die Mittelplatte begrenzt. Vorderhüften sehr hochständig, schmal, fast aneinanderliegend. Miltelhüften sind zwar näherstehend als die Hinterhüften, werden jedoch durch einen Brustfortsatz getrennt; sie sind halbkugelig. Hinterhüften stehen etwas entfernt. Tarsen dreigliederig. Klauen fehlen meinen Exemplaren. Neodeuterus alter Schaut, — Rufo-ferrugineus, subpubes- cens, subnitidus; capite impresso et trifoveato, vertice elevato et foveolato ; antennarum articulis nono et decimo clavam subellipticam formantibus; thorace ut in Neod. admir anelo , foveis lateralibus distinctioribus , angulis posticis excisis. Long. 1 mm. , lat. large \ mm. Hab. : Sumatra. Von Neodeuterus admirandus m. duich die Kopf- und Fühler- bildung verschieden. Der Längseindruck auf dem Scheitel ist kürzer , 154 BESCHTIEIBUNO ebenso das letzte Palpenglied ; auch sind die vier Grübchen an der Basis der Flügeldecken nicht stark ausgeprägt. Das ganze Thier ist kleiner. Maxillartaster : Erstes Glied nicht beobachtet; zweites dünn ge- stielt , mit dicker , kugeliger Keule. Fühler: Zweites Glied rundlich und dicker als das erste ver- längerte; 3. — 8. gleichbreit; 9. mit dem 10. eine dick-elliptische, an der Basis abgestutzte Keule bildend. Kopf eingedrückt, mit drei Gruben. Hinterbrust zwischen den Hinterhüften halbkreisförmig ausge- schnitten. Von den Hinterhüften nach den Mittelhüften ein Leistchen. Vorderhüften hochständig, fast aneinanderliegend; Mittelhüften entfernt; Hinterhüften dick, etwas länger als breit, vorstehend, entfernt. Tarsen einklauig, Klauen dünn. Euplectus brasiliensis Schauf. c?. — Obscure ferrugineus , elytris pallidioribus , pubescens ; antennis moniliformibus , clava uniarticulata ; capite antice parum late porrecto subrotundatoque , semicirculariter valde impresso, vertice convexo foveolatim impresso, angulis posticis anticisque obtusis , oculis in bis sitis ; thorace capite parum latiore, postico angustiore, angulis posticis obtusis, supra transversim tri- , antice medio profunde uni-foveolato , foveolis lineis inter se tenuibus conjvmctis (-'-) , lineis margines non attingentibus ; elytris pubescentibus, elongat(:)-quadratis , lateribus parum rotundatis, humeris distinctis , striis discoidali ^ elytrorum latitudinis , altera suturali integra, distinctis, basi quadrifoveolata ; abdomine late marginato, supra segmentis quatuor observatis , tribus primis fere aequalibus, primo vix angustiore , quarto duplo longiore quam secun- dum; subtus Septem segmentis visibilibus longitudine subaequalibus; femoribus sensim clavatis; tibiis subincurvis, Long. 4| mm., lat. | mm. Hab.: Minas Geraes, Brasil.; leg. D. Sahlberg. NEUER PSBLAPHIDEN. 155 Die Mandibeln sind dünn und spitz. Das letzte Palpenglied ist dreimal so lang als breit, elliptisch. Das zehnte Fühlerglied ist scheibenförmig, breiter und dünner als das neunte; man könnte beide mit als zur Keule gehörig be- trachten; 3. — 8. Glied sind rundlich, etwas abgeflacht. Die Ränder der Hinterleibsringe sind nach hinten eckig vortretend , wulstig, innen schief eingedrückt begrenzt. Euplectops denticollis Schauf. — Ferrugineus, nitidus, disperse subfilissime pilosulus punctulatusque ; antennarum articulis primo et secundo robustis, 3. — 11. transversis, 3. — 8. minutis, 9. — 11. clavam crassam formantibus; capite forma hipposideri impresso, postice utrinque foveolato ; thorace neoäeuteri,-f or me ; elytris latitudine longioribus , subpilosis , basi quadrifoveolatis , striis suturali integra , altera post mediam partem abrupta ; abdomine segmentis supra quatuor visis, segmento primo parum longiore, utrinque medio elongatim-plicato. Long. 1-1 mm., lat. ~ mm. Hab. : Sumatra, Fühlerkeule dreigliederig , so lang als fast der halbe Fühler, gezogen elliptisch, Glieder 1 und 2 einhalb mal stärker als die folgenden kürzeren Glieder 3 — 8, welche breiter als lang sind. Fühler genähert. Kopf hufeisenförmig eingedrückt, der Eindruck hinten jederseits in eine Grube endigend. Halsschildbasis nach hinten gerundet. Hinterecken als scharfes Zähnchen vorstehend; dann ist das Halsschild nach vorn einge- schnürt und erweitert; über der Basis ist es zweibogig eingedrückt , welcher Eindruck drei Gruben verbindet, von denen nach vorn Eindrücke gesandt werden; deren mittlerer ist grubenartig. Flügeldecken mit ganzem Naht- und bis über die Mitte gehendem Discoidal-Streifen. Hinterleib nach unten jederseits schmal gerandet. Von oben vier Segmente sichtbar; erstes wenig breiter als zweites oder drittes, 156 BESCIIRKTBUNG jederseits etwa in der Mitte mit einem Kielchen, drei viertel so lang als der Ring breit ist. Kehle halbmatt , quernadelrissig. Hinterbrust mit beiderseits geleisteter Mittelplatte. Vorderhüften hochständig , oben aneinanderliegend , an der Basis durch einen Keil der Vorderbrust getrennt (wie bei vielen Euplec- tiden). Mittelhtiften nicht aneinanderliegend. Hinterhüften durch einen Vorsprung der Hinterbrust getrennt. Schenkel schmalkeulig. Tarsen von drei viertel der Schienenlänge, dick, nach vorn schmäler. Eine Klaue. PHTHARTOMICRUS Schauf. nov. gen. (pâsiço), perdere; fiixQÒg, parvus. Corpus lineare, subdepressum. Antennae subapproximatae , undecim-articulatae , articulis mediis minutis, clava maxima. Oculi magni. Thorax brevis , antice rotundatus , postice utrinque excisus , qiiadrifoveolatus. Abdomen immarginatum , segmento primo supra viso maximo. Coxae posteriores distantes. Observ. Abdominis segmento primo utrinque bistriolato. Coxae mediae magis distantes quam posticae. Unguiculi non observati. Phthartomicrus externus Schauf. — Obscure ferrugineus , nitidus , thorace subopaco ; antennarum clava fere triarticulata , lata et fere dimidiae antennae longitudinis; capite antice rotundato , impresso , inter oculos foveolato ; thorace cribrato-punctulato , antice rotundato , angulis posticis valde excisis , disco mediocriter- basique NEUER PSELAPHIDEN. - 157 tri-foveolato , basi impressa; elytris laevibus , leviter convexis, sfriis suturali integra alteraque abbreviala insculptis; abdominis segmento primo maximo , utrinque bistriolato. Hab. : Sumatra. Das einzige mir vorliegende sehr beschädigte Exemplar , welches aus Sumatra-Tabak gelesen ward, dürfte ungefähr 1 1 — li mm. lang sein. Fühler an der Einlenkungsstelle unter dem gerundeten Glypeus genähert. Die elliptische, fast eher als zwei- denn dreigliederig zu bezeichnende Keule ist halb so lang (annähernd) als der ganze Fühler. Das zehnte Glied is kaum mehr als halb so breit als das elfte. Dijeses ist zugespitzt , verkehrt eiförmig , 3 — 9 klein , breiter als lang, seitlich gerundet. Mandibeln gross, scharf spitz. Augen sehr gross. Kopf ohne Augen etwas länger als breit, mit den Augen noch etwas schmäler als das Halsschild, vorn und seitlich nach hinten eingedrückt, zwischen den Augen mit zwei Gruben. Halsschild breiter als lang, matt dicht narbig punktirt , mit drei grossen Basalgruben , von denen die mittelste die grösste ist. Davor ist eine kleinere sichtbar. Von vorn nach hinten ist das Halsschild halbkreisförmig, von da nach der Basis zu scharf in l Bogen ausgeschnitten , sodass die Hinterecken rechtwinkelig werden , da- gegen die Ausschnitte hinter der Mitte der Seitenränder eine scharfe Ecke bilden. Basis ziemlich gerade. Von dieser vorstehenden Ecke zu Ecke ist das Halsschild nach hinten zu bogig quer eingedrückt , so dass die vor dem Eindruck liegenden Gruben quer hinter die Mitte des Halsschildes zu liegen kommen. Flügeldecken länger als breit , glänzend , mit sehr feinen Sutural- und halben Discoidaistreifen. Hinterleib unten mit sieben Segmenten. Oben ist das erste Segment fast doppelt so lang als das zweite oder dritte. Mittelhüften entfernt, Hinterhüften weniger entfernt.