ZUCHT DES JAPANISCHEN EICHENSPINNERS YAMA-MAYU '). BERICHTE UEBER EINIGE IM SOMMER DES JAHRES 186'j IN ÜEÜFSCH-LAND DAMIT ANGESTELLTEN VERSUCHE. Nachdem Prof. Dr. A, Haupt, Director des Königl. Naluralien-Kabinets zu Bamberg, in der Bamberger Zeifiimj \om2i. Februar 1865, bekannt gemacht, dass ihm von Prof. Hoffmann zu Leyden, von einer Sendung Eier des Japanischen Seidenspinners Yania-mayu ^ die er wenige Wochen vorher, mit der Overland -Mail aus Yokohama (Japan) erhalten hatte, eine Partie zur Verfügung gestellt und somit Freunden der Naturgeschichte sowie des Seiden-baues die Gelegenheit geboten sei, sich versuchsweise mit der Aufzucht dieser Seidenraupe zu befassen , sind von mehrern Seiten Anfragen um Zusendung von diesen Eiern eingegangen , denen Herr Haupt alsbald Genüge leistete. Die Herrn, welche sich zu Zuchtversuchen bereit erklärt , hatten sich zugleich ver-bindlich gemacht, ihre günstigen oder ungünstigen Erfahrungen Herrn Haupt schriftlich mitzutheilen, um daraus ein annäherndes Gesammlresultat der Zucht in Franken entnehmen und es dem Leydner Gelehrten zur Veröffentlichung mittheilen zu können. Da man dieser Verbindlichheit von verschiedenen Seiten nach-gekommen ist, glaubt der Vorstand der Netlerlandsche Entomo-logische VerecnUjing^ in deren Zeitschrift die Resultate der seither hier zu Lande angestellten Zuchlversuche mit dem Yama-mayu ' Wir schreiben Yama-mayu, und nicht, wie Herr Gue'rin de Meneville ange-nommen hart, Yama-Mdi, weil der Eichenspinner im Japanischen Yama-mayu, d. i. Berg-oder Wilder Cocon heisst, während Yama-viäi einen Gebirgs Ochsen bedeutet. Anm. von J. H.