233 4. Zur Kenntnis »friihjurassischer Copeognathen und Coniopterygiden« und über das Schiksal der Archipsylliden. Von Anton Handlirscli .AVien . ;Mit 6 Figuren.) eingeg. 24. Oktober 1909. Unter obigem Titel erschien in Nr. 26 des XXXIV. Bandes dieser Zeitschrift ein Aufsatz von Dr. G. En der lein, in welchem sich der bekannte Monograph der Copeognathen und Coniopterygiden bemüht, an der Hand der Originalexemplare den Nachweis zu erbringen, daß zwei von mir beschriebene und als sehr ursprüngliche Psylloidenformen (Homopteren) gedeutete winzige Flügelabdrücke zu den Copeognathen (Corrodentien) beziehungsweise zu den Coniopterygiden (Neuropteren) gehören. Es ist nicht die Divergenz unsrer Ansichten über die Deutung dieser Fossilien, die mich veranlaßt, sofort an eine Erwiderung zu schreiten — denn verschiedene Meinungen werden bei so subtilen Dingen noch lange herrschen — , sondern der Ton, in dem End eri eins Arbeit ge-halten ist und der darauf abzielt, schon durch »2 Stichproben« die Hinfälligkeit meiner Insektenphylogenie zu beweisen, oder mindestens Mißtrauen gegen die Richtigkeit meiner Zeichnungen und Angaben zu erwecken. Dieses Bestreben End er le in s ist ebenso erklärlich als die »Bedenken «. die sich ihm beim »Durchblättern« meines Buches auf-drängten: Stehen doch meine Ansichten über dieEvolution der Insekten-ordnungen den seinen meist diamentral gegenüber. So begreiflich ich aber auch Enderleins Bedenken finde, so kann ich seine Äußerungen doch nicht ruhig hinnehmen, um so mehr als er nach einer Bemerkung über die »geradezu erstaunliche« Deutlich-keit der Objekte eine Reihe von Dingen anführt und zeichnet, die ich einfach übersehen haben sollte, und als er zu allem Überfluß auch noch meine Abbildungen ausdrücklich als ungenau bezeichnet. Einer Bitte um neuerliche Einsendung der Originale wurde von Herrn Prof. Geinitz in der zuvorkommendsten Weise entsprochen, so daß ich nun in der angenehmen Lage bin , abermals Zeichnungen i an-zufertigen und die Richtigkeit meiner Angaben durch meine Kollegen Kohl, Holdhaus, Werner und Schlereth^ nachprüfen zu lassen. Diese neuerliche Untersuchung hat nun ergeben, daß »deutlich« absolut nicht mehr zu sehen ist, als ich in meinen beiden 1 Mit Hilfe eines neuen guten Mikroskopes von Reichert und einer Camera lucida. -AVelche gewiß gewohnt sind, subtile Sachen zu untersuchen.