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Beiträge zur Systematik der Phytopten
von
Dr. Alfred Nalepa,
k. Tc. Professor an der Lehrer-Bildung sanstalt in Linz a. d. D.
(Mit 9 Tafeln.)
In meiner Arbeit über die Anatomie der Phytopten habe ich
schon daraufhingewiesen, dass diePhytoptengenera und -Species,
welche bisher in nicht unbedeutender Anzahl aufgestellt wurden,
nnhaltbar und für die Systematik werthlos sind, da eine wissen-
schaftliche Begründung derselben fehlt.
Die meisten Gattungs-und Artnamen haben den Prager
Arzt Dr. C. Amerling zum Autor. Amerling untersuchte mit
vielem Fleisse eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Pflanzen-
missbildungen und wies die wahre Natur derselben als Acaroce-
cidien nach. Die Resultate dieser Untersuchungen sind in einer
Eeihe von Abhandlungen niedergelegt, deren Titel ich bereits
früher (Anat. d. Phyt., Sitzber. d. kais. Akad. XCVI. Bd. 1887,
S. 121, 2) angeführt habe.
Über die Natur der gallenerzeugenden Milben blieb jedoch
Amerling völlig im Unklaren. In den meisten Fällen nahm er
an, „dass Acariden verschiedener Familien und Geschlechter
„in ihren mannigfaltigen Specien, Altersperioden und Generati-
„onswechseln die Ursache derselben (sc. Taphrinen, Erineen,
„Phyllerien etc.) sind."^ Er sagt dann weiter, dass er von der
eineu Milbenart „nur die Primordien und Larven, von einer
„anderen bloss die Zwischenformen, von einer dritten nur die
„mehr oder weniger ausgewachsenen odervollkommen entwickel-
„ten Milbenarten" bisher beobachten konnte. Aus diesem
1 Amerling, Ges. Aufsätze etc. Prag 1868, S. 190 und S. 191.