Revision der Cephalota (Taenidia) litorea (FORSKÄL, 1775) und
Cephalota (Taenidia) tihialis (Dejean, 1822)
(Coleoptera, Cicindelidae)
Von Jörg GEBERT
Abstract
A revision and a taxonomic review of Cephalota (Taenidia) litorea (FoRSKÄL, 1775) and Cephalota (Taenidia)
tihialis (Dejean, 1822) is given on the base of morphological studies. Furthermore a neotype of C. /. litorea
(FoRSKÄL, 1 775) is designated, followed by the description of a new subspecies of C. tihialis (Dejean) from Cyprus
(C. tihialis nuessleri subsp. n.). The taxon C. lyoni (ViGORS, 1825) is considered a subspecies of C. tihialis (Dejean)
stat. n. C. litorea dilatana Van Nidek, 1984 represents a new synonym to C. /. litorea (FoRSKÄL) and C. arahiana
Van Nidek, 1984 to C. litorea alhoreducta (Hörn, 1934).
Einleitung
Die vielen Mißverständnisse und Unklarheiten, die bezüglich Cicindela litorea Forskäl (sensu
Mandl) bestehen, verlangten eine umfassende Klärung auf der Basis eingehender Überprüfungen aller
bis zum heutigen Tage zusammengetragenen Erkenntnisse und eines großen Sammlungsmaterials ein-
schließlich der Typenserien. In den Veröffentlichungen ab 1775 bis heute gibt es für die bearbeitete
Gruppe 19 (21) Namen, die in den einzelnen Abschnitten mit abgehandelt werden. Es stellten sich
einige davon schnell als Abberationen und unbedeutende Lokalformen heraus. Das betrifft C. litorea
(Forskäl) und C. tihialis (Dejean), die aufgrund ihrer großen Zeichnungs-und Färbungsvariabilität
Anlaß zu Beschreibungen vieler Abweichungen von der Nominatform gaben, gleichermaßen. Die au-
ßerordentliche Variabilität erklärt, warum es so viele unterschiedliche Auffassungen und Interpreta-
tionen zu den einzelnen Taxa gibt. Erschwerend für eine Revision kam hinzu, daß besonders Tiere aus
dem östlichen Mittelmeerraum, dem Raum entlang den Küsten des Roten Meeres und des Golfes von
Aden, sowohl in Privatsammlungen als auch in großen Museumssammlungen meist nur in kleineren
Serien vorhanden sind. Erst in den letzten Jahren wurden einige Aufsammlungen von der Arabischen
Halbinsel bekannt, die neue Erkenntnisse bezüglich der Verbreitung und Variationsfähigkeit der be-
treffenden Art erbrachten.
Material und Methoden
Zur einheitlichen Kennzeichnung der zur Revision angefertigten Penispräparate fanden, in Verbin-
dung mit der dreistelligen laufenden Nummer, die Kürzel GLR (Gebert-Litorea-Revision) Verwen-
dung. Die Tiere wurden, sofern von kritischen Fundorten oder schwierig zu trennen, genitaliter un-
tersucht. Zur Einbettung der Genitale, die für Untersuchungen der Innensackstrukturen nötig wur-
den, diente das Xylol-lösHche Naturharz „Kanadabalsam". Der Prozentsatz der zur Verfügung ste-
henden Männchen lag etwa bei 25 — 35 %, bei verschiedenen kritischen Fundorten sogar noch darun-
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