Mitt. Münch. Ent. Ges.
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155-178
München, 1.12. 1988
ISSN 0340-4943
:
Die palaearktischen Arten der Gattung Apethymus Benson, 1939
(Hymenoptera, Symphyta, Allantinae)
Von Frank KOCH
Abstract
The 14 palaearctic species of Apcthymus Bknson, 1939 have been revised. Kjdlia Malaise, 1947 is a ncw syn-
onym of this genus. Apethymus silaceus sp. n. is described as new for China. A. apicalis (Klug) and A. parallelus
(Eversmann) are resynonymized and newly combined in this genus. A. braccatus (Gmelin) is a new synonym of
A. seroünus (O. F. Müller) and A. abdominalis (Lepeletier) is a new synonym of the resynonymized v4. filiformis
(Klug). This species occurs with pale or darkish abdomen. Also A. cereus (Klug) and A. cerris (Kollar) are resy-
nonymized. All species are keyed, described, illustrated and their relationship is discussed.
Einleitung
Die Bestandsaufnahme der Arten und deren Revision erwies sich auf Grund der unscharfen Merk-
malsdefinition bei dieser Gattung und deren Auslegung von den meisten Autoren als recht schwierig.
Ein solches Beispiel ist die von Forsius (1927) beschriebene Allantus kolthoffi, mit der Malaise (1947)
die Gattung Kjellia begründet und die in Wirklichkeit, wie Takeuchi (1952) bereits richtig vermutete,
zu Apethymus gezählt werden muß.
Alle in Frage kommenden Arten wurden, wenn nicht am Typusmaterial, so doch an der Originalbe-
schreibung und an weiterführender kritischer Literatur überprüft. Für die Beurteilung der südostasia-
tischen Fauna erwiesen sich die Arbeiten von Takeuchi (1952) und Togashi (1973) als sehr wertvoll.
Die Notwendigkeit einer Gattungsrevision ergab sich auch deshalb, weil die angebliche große Va-
riationsbreite der drei (Muche 1969) oder vier (Zombori 1982) mitteleuropäischen Arten untersucht
werden mußte. Dabei zeigte sich, daß die oft zitierte große Variabilität vergleichsweise relativ klein ist,
wenn man von A. filiformis absieht. Dieser bestehende Wirrwarr von Synonymen und deren Handha-
bung hat sich über die letzten 80 Jahre erhalten und führte beispielsweise dazu, daß Zombori ( 1 982) für
A. abdominalis -die Typusart, die ebenfalls synonymisiert werden mußte -fünf Varietäten nennt.
Davon behaupteten sich drei Arten als valid. Andererseits mußten von den bisher drei beziehungs-
weise vier gültigen Artnamen zwei als Synonyme eingezogen werden.
Charakteristisch für die Arten dieser Gattung ist ihre Lebensweise. So fliegen die Imagines in der
Regel erst ab Spätsommer bis teilweise in den Spätherbst hinein, und die Überwinterung erfolgt im Ei-
stadium. Als Wirtspflanzen dienen Quercns-und Rosa-Anen. Die späte Flugzeit ist wahrscheinlich
der alleinige Grund, weshalb diese Arten in den Sammlungen nicht durch sehr umfangreiches Material
belegt sind.
Gegenwärtig sind für die palaearktische Region 1 4 Arten dieser Gattung bekannt, wobei fünf bisher
ausschheßHch aus Japan gemeldet worden sind. Die folgenden Darlegungen beziehen sich hauptsäch-
lich auf die Arten des palaearktischen „Festlandes". Die japanischen Arten gelten als gut bearbeitet
(Togashi 1976, 1978, 1980) und werden daher nur kurz charakterisiert.
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