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Franz We r n e r. Zweiter Beitrag zur Herpetulogie der indo- orieiitalischen EegioD. Von Dr. Franz Werner. (Mit Tafel I.) (Eingelaufen am 30. Deeeinber 18',)5.) Nachstehend gebe ich ein zweites Verzeichuiss von Eeptilieu und Batra- chiern des indo-australischen Faunengebietes, welche ich theils vom kgl. Museum für Naturkunde in Berlin (M. B.)^) (Sunda-Inseln), theils von den Herren Prof. Dr. V. Graff (G.) in Graz und Dr. Th. Adensamer (A.) in Wien (Java und Amboina) und schliesslich von den Herren Gustav Schneider in Basel, Wilhelm Schlüter (S.) in Halle und G. Redemann (R.) in Antwerpen zur Bestimmung erhielt. Wenngleich der Werth derartiger, wenn auch mit systematischen Bemer- kungen versehener Verzeichnisse gewöhnlich nicht sehr hoch angeschlagen wird, wo es sich nicht um wenig bekannte Gebiete oder seltenere Arten handelt, so halte ich sie doch schon darum nicht für überflüssig, weil sie in der Regel einen Ueberblick über denjenigen Theil der Fauna eines bestimmten Gebietes gewähren, der dem sammelnden Tropenreisenden, mag er nun selbst auf die Suche gehen oder sich die Thiere von den Eingebornen bringen lassen, mit einer gewissen Noth- wendigkeit unterkommt, also der betreffenden Fauna ihren Charakter verleiht. Ein solches Charakterbild der Fauna des botanischen Gartens von Buitenzorg und Umgebung gewähren uns die auf Java angelegten Collectionen von Prof. v. Graff und Dr. Th. Adensamer. Aus demselben vorher angeführten Grunde ist auch die Angabe der Zahl der Exemplare jeder in der betreffenden Collection enthalteneu Art nicht unnöthig, da sie, wenn auch nur sehr beiläufig, die Verhältnisszahl der Häufigkeit derselben vorstellt. Was schliesslich die Angaben über Pholidose und Färbung anbelangt, so sind solche darum nicht ohne Werth, weil aus solchen Aufzeichnungen in vielen Fällen ein Bild der Variabilitätsgrenzen einer Form gewonnen und Annäherung mancher verwandter Arten bis zum Verschwinden der bisher angenommenen Artunterschiede, ebenso wie die scharfe Scheidung oft sehr ähnlicher Formen erkannt werden kann. Derjenige, welcher schon ein grosses Material durchgearbeitet hat, weiss von der geradezu staunenswerthen Variatious- fähigkeit mancher Reptilien zu erzählen, welche oft kein einziges der Artmerk- male ganz unberührt lässt, wie wir dies wohl im höchsten Grade bei der Kreuz- otter ausgeprägt finden. Aus diesem Grunde sind derartige Angaben Manchem, ') Die Buchstaben in Klammern kommen dann in der Aufzählung der Arten als Abkürzung des Namens des Sammlers oder Einsenders der betreffenden Art vor.

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Zweiter Beitrag zur Herpetologie der indo-australischen Region

Franz Werner
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 46: 6-24 (1896)

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